Französische Medikamente gegen Migräne: Ein umfassender Überblick

Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung, von der Millionen Menschen weltweit betroffen sind. In Frankreich, wie auch in anderen Ländern, stellt die Migränebehandlung eine bedeutende Herausforderung dar. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über französische Medikamente gegen Migräne, einschließlich Akuttherapien und prophylaktischer Behandlungen. Es werden sowohl traditionelle als auch neuere Therapieansätze beleuchtet, um ein vollständiges Bild der aktuellen Behandlungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Akuttherapie der Migräne

Die Akuttherapie zielt darauf ab, die Symptome einer Migräneattacke zu lindern, sobald sie begonnen hat. In Frankreich stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die in diese Kategorie fallen.

Triptane

Triptane sind eine Klasse von Medikamenten, die speziell zur Behandlung von Migräne entwickelt wurden. Sie wirken, indem sie an Serotoninrezeptoren im Gehirn binden, was zur Verengung der Blutgefäße und zur Reduktion der Entzündung führt.

Sumatriptan

Sumatriptan ist eines der am häufigsten verschriebenen Triptane. Es ist in verschiedenen Formulierungen erhältlich, darunter Tabletten, Injektionen und Nasensprays.

Wirkmechanismus: Sumatriptan gehört zur Arzneimittelgruppe der Triptane, auch bekannt als 5-HT1-Rezeptor-Agonisten. Es wirkt, indem es mit speziellen Bindungsstellen im Körper, den sogenannten 5HT-1-Rezeptoren, in Kontakt tritt und die Erweiterung der Blutgefäße im Kopf vermindert.

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Anwendung: Sumatriptan sollte angewendet werden, sobald der Migränekopfschmerz begonnen hat, jedoch nicht zur Vorbeugung. Die übliche Dosis für Erwachsene liegt bei einem Sprühstoß mit 20 mg Sumatriptan in ein Nasenloch. Bei Bedarf kann nach 2 Stunden eine zweite Dosis angewendet werden, jedoch nicht mehr als zwei Sprühstöße innerhalb von 24 Stunden. Für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren wird ein niedriger dosiertes Präparat mit 10 mg Sumatriptan empfohlen.

Nebenwirkungen: Häufige Nebenwirkungen sind ein unangenehmer Geschmack, Schmerzen, Schweregefühl, Druckgefühl, Enge oder Schmerzen in der Brust, im Hals oder in anderen Körperteilen, ungewöhnliche Empfindungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln, Hitze- oder Kältegefühl, Reizungen oder ein brennendes Gefühl in der Nase oder im Hals, Nasenbluten, Übelkeit oder Erbrechen, Müdigkeit oder Benommenheit, Schwindel, Hitzewallungen, vorübergehender Blutdruckanstieg und schmerzende Muskeln.

Kontraindikationen: Sumatriptan darf nicht angewendet werden, wenn eine Allergie gegen Sumatriptan oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels besteht, bei Problemen mit dem Herzen, Durchblutungsstörungen in den Beinen, Schlaganfall, hohem Blutdruck oder während der letzten zwei Wochen MAO-Hemmer eingenommen wurden.

Zolmitriptan

Zolmitriptan ist ein weiteres Triptan, das in Frankreich zur Behandlung von Migräne eingesetzt wird. Es ist als Nasenspray und Tablette erhältlich.

Anwendung: Zolmitriptan wird als Nasenspray angewendet, wobei es sinnvoll ist, das Nasenloch der nicht schmerzenden Seite zu verwenden.

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Wirksamkeit: Die Behandlung mit Zolmitriptan-Nasenspray gilt als etwas weniger wirksam als Sumatriptan.

Nebenwirkungen: Zolmitriptan kann Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Schwindel hervorrufen und dazu führen, dass sich die Blutgefäße verengen.

Naratriptan

Naratriptan wird auch zur Vorbeugung von Cluster-Kopfschmerzen eingesetzt. Eine mögliche Alternative zu Ergotalkaloiden ist der Einsatz von Naratriptan 2 × 2,5 mg pro Tag oder anderer Triptane. Naratriptan kann wegen seiner Verträglichkeit und langen Halbwertszeit bevorzugt eingesetzt werden.

Andere Akutmedikamente

Neben Triptanen gibt es auch andere Medikamente, die zur Akutbehandlung von Migräne eingesetzt werden können.

Ergotamin

Ergotamin ist ein älteres Medikament, das ebenfalls zur Verengung der Blutgefäße führt. Es wird heute weniger häufig verwendet als Triptane, kann aber in bestimmten Fällen eine Option sein.

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Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)

NSAR wie Ibuprofen und Naproxen können bei leichten bis mittelschweren Migräneattacken hilfreich sein. Sie wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Antiemetika

Antiemetika wie Metoclopramid können helfen, Übelkeit und Erbrechen zu lindern, die häufig mit Migräne einhergehen.

Prophylaktische Behandlung der Migräne

Die prophylaktische Behandlung zielt darauf ab, die Häufigkeit, Dauer und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren. Sie wird in der Regel bei Patienten mit häufigen oder schweren Migräneattacken eingesetzt.

Betablocker

Betablocker wie Propranolol und Metoprolol werden häufig zur Migräneprophylaxe eingesetzt. Sie wirken, indem sie die Blutgefäße entspannen und den Blutdruck senken.

Antidepressiva

Bestimmte Antidepressiva wie Amitriptylin und Venlafaxin können ebenfalls zur Migräneprophylaxe eingesetzt werden. Sie wirken, indem sie die Serotonin- und Noradrenalinspiegel im Gehirn beeinflussen.

Antikonvulsiva

Antikonvulsiva wie Topiramat und Valproinsäure werden manchmal zur Migräneprophylaxe eingesetzt. Sie wirken, indem sie die Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn reduzieren.

CGRP-Antikörper

CGRP-Antikörper sind eine relativ neue Klasse von Medikamenten, die speziell zur Migräneprophylaxe entwickelt wurden. Sie wirken, indem sie das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) blockieren, ein Molekül, das eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Migräne spielt.

Fremanezumab (Ajovy)

Fremanezumab ist ein CGRP-Antikörper, der in Frankreich zur Migräneprophylaxe zugelassen ist. Es wird einmal monatlich oder vierteljährlich subkutan injiziert.

Wirkmechanismus: Fremanezumab bindet an den Liganden des CGRP (Calcitonin Gene-Related-Peptide), das bei Migräneanfällen vermehrt im synaptischen Spalt ausgeschüttet wird.

Wirksamkeit: Fremanezumab zeigte in Studien eine signifikante Reduktion der monatlichen Migränetage im Vergleich zum Placebo. Bei chronischer Migräne reduzierte sich die Anzahl der Kopfschmerztage bei der monatlichen Dosierung um 4,6 Tage, bei der Quartalsdosis um 4,3 Tage. Bei episodischer Migräne konnte sogar eine 50-prozentige Verbesserung erzielt werden.

Nebenwirkungen: Als Nebenwirkungen traten meist injektionsbedingte Reaktionen an der Einstichstelle auf.

Erenumab (Aimovig)

Erenumab ist ein weiterer CGRP-Antikörper, der in Frankreich erhältlich ist. Es greift am CGRP-Rezeptor an und wird einmal monatlich subkutan injiziert.

Galcanezumab (Emgality)

Galcanezumab ist ebenfalls ein CGRP-Antikörper, der monatlich subkutan injiziert wird. Zum Therapiebeginn wird eine Initialdosis von zweimal 120 mg am selben Tag gegeben.

Eptinezumab (Vyepti)

Eptinezumab ist der vierte monoklonale Antikörper, der zur Migräneprophylaxe entwickelt wurde.

Gepante

Gepante sind CGRP-Rezeptor-Antagonisten, die oral eingenommen werden. Sie gelten als vielversprechende neue Medikamente zur Behandlung und Prophylaxe der Migräne.

Rimegepant (Vydura)

Rimegepant ist ein oral verfügbarer CGRP-Rezeptor-Antagonist, der in Europa zur akuten Behandlung und zur Prophylaxe der episodischen Migräne zugelassen ist.

Anwendungsgebiete: Rimegepant kommt als Schmelztablette auf den Markt und steht zunächst erwachsenen Patient:innen zur Verfügung. Die Anwendungsgebiete umfassen die akute Behandlung von Migräne mit oder ohne Aura bei Erwachsenen und die vorbeugende Behandlung der episodischen Migräne bei Erwachsenen, die mindestens vier Migräneanfälle pro Monat haben.

Dosierung: Für die Akutbehandlung wird eine Tablette mit 75 mg Rimegepant eingenommen. Zur Prophylaxe wird die Einnahme von einer Tablette jeden zweiten Tag empfohlen.

Weitere Therapieansätze

Neben den medikamentösen Behandlungen gibt es auch andere Therapieansätze, die bei Migräne hilfreich sein können.

Sauerstofftherapie

Die Sauerstofftherapie wird häufig zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen eingesetzt, kann aber auch bei Migräne eine Option sein. Dabei atmet der Patient reinen Sauerstoff über eine Atemmaske ein.

Lidocain-Nasenspray

Nasensprays mit dem örtlichen Betäubungsmittel Lidocain werden manchmal angewendet, wenn die Migräneattacken sehr häufig auftreten und Triptane nicht zu oft eingesetzt werden können.

Verhaltensmedizinische Therapie

Verhaltensmedizinische Therapien wie Entspannungstechniken, Biofeedback und kognitive Verhaltenstherapie können helfen, die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren.

Interventionelle Verfahren

In seltenen Fällen werden operative Verfahren erwogen, die bestimmte Nerven reizen, um die Schmerzen zu lindern, wenn die Migräne weder auf Sauerstoff noch auf Medikamente anspricht.

Migräne und Begleiterkrankungen

Es ist wichtig zu beachten, dass Migräne oft mit anderen Erkrankungen einhergeht, die die Behandlung beeinflussen können.

Migräne mit Aura und Schlaganfallrisiko

Ältere Patienten mit Migräne Aura haben ein höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Besonders Raucher, die unter Migräne mit oder ohne Aura leiden, sind stark gefährdet.

Valproinsäure in der Schwangerschaft

Valproinsäure, ein Medikament, das zur Migräneprophylaxe eingesetzt wird, kann während der Schwangerschaft zu embryonalen Missbildungen und Entwicklungsstörungen beim Kind führen. Daher sollte es bei Frauen im gebärfähigen Alter nur in Ausnahmefällen verschrieben werden.

Die Rolle der Krankenkassen und des Gesundheitssystems

Die Kostenübernahme für Migränemedikamente und -therapien kann je nach Krankenkasse variieren. In Frankreich haben zahlreiche Krankenkassen eine integrierte Versorgung ihrer Versicherten mit spezialisierten Schmerzkliniken vertraglich geregelt.

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