Dieser Artikel bietet einen Überblick über neurologische Versorgung in Nürtingen, einschließlich verschiedener Ärzte und Therapieansätze, insbesondere der tiergestützten Therapie.
Neurologische Versorgung in Nürtingen: Ärzte und Öffnungszeiten
In Nürtingen gibt es mehrere Neurologen, die verschiedene Sprechzeiten anbieten. Hier eine Übersicht (basierend auf den vom Nutzer bereitgestellten Informationen, wobei die Aktualität der Öffnungszeiten zu prüfen ist):
- Dr. med. Uhlandstr.: Öffnet in 19 Stunden
- Dr. med. Bismarckstr.: Öffnet in 3 Stunden
- Dr. med. Hindenburgstr.: Öffnet in 1 Stunde
- Dr. med. Dipl.-Psych. Dr. med. Steingaustr.: Öffnet in 1 Stunde
- Dr. med. Steingaustr.: Öffnet in 1 Stunde
- Dr. med. Hirschlandstr.: Öffnet in 23 Minuten
- Dr. med.: Öffnet in 20 Stunden (Bernhäuser Hauptstr.)
- Dr. med.: Öffnet in 20 Stunden (Schelztorstr.)
- Dr. med.: Öffnet in 20 Stunden (Brückenstr.)
- Dr. med.: Öffnet in 20 Stunden (Brückenstr.)
- Dr. med.: Öffnet in 1 Stunde (Steingaustr.)
- Dr. med.: Öffnet in 1 Stunde (Steingaustr.)
- Dr. med.: Öffnet in 23 Minuten (Hirschlandstr.)
Wichtiger Hinweis: Es wird keine Gewähr für Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen übernommen.
Medizinische Versorgungszentren (MVZ) in Nürtingen
Das Medizinische Versorgungszentrum MVZ Dr. Roth & Kollegen GbR ist ein wichtiger Anlaufpunkt für neurologische Patienten in der Region.
Wichtige Informationen für den ersten Termin:
Patienten werden gebeten, zum ersten Termin folgende Unterlagen mitzubringen, um die Zusammenarbeit zu erleichtern:
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- Einen ausgefüllten Anamnesebogen.
- Notizen zu Beschwerden und Fragen an den Arzt.
- Frühere Arzt-, Befund- oder Krankenhausberichte in Kopie (falls beim Hausarzt vorhanden).
- Röntgenbilder und MRT/CT Bilder mit schriftlichem Befund (keine CD).
- Eine vollständige Liste der Medikamente, insbesondere neurologische und psychiatrische Medikamente mit Namen und Dosierung.
Beim Aufnahmetermin besteht die Möglichkeit, Beschwerden, deren Entstehungsgeschichte und die Auswirkungen auf den Alltag ausführlich zu beschreiben. Außerhalb der Praxissprechzeiten ist der ärztliche Notfalldienst unter der Telefonnummer zu erreichen.
Die Praxis Nürtingen befindet sich in der Stuttgarter Straße.
Tiergestützte Therapie: Eine besondere Behandlungsform
Die tiergestützte Therapie gewinnt in der Behandlung von Menschen mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen, der Linderung von Behinderungen und der Bewältigung des Alterns zunehmend an Bedeutung. Forschungseinrichtungen, Ministerien und Institutionen der Altenhilfe sprechen sich klar für Tiere, selbst in stationären Einrichtungen, aus.
Formen der tiergestützten Therapie
Es gibt verschiedene Formen der tiergestützten Therapie:
- Besuchsdienst: Tiere, die normalerweise in privaten Haushalten leben, kommen mit ihrem Halter stundenweise zu Besuch in die Einrichtung, beispielsweise ein Pflegeheim.
- Streichelzoo: Die Tiere werden direkt in der Einrichtung gehalten und vom Personal versorgt, zum Beispiel als Stationskatze in einer psychiatrischen Klinik. Immer mehr Altenheime erlauben ihren Bewohnern zudem, mit ihrem Liebling einzuziehen.
- Tierbegegnungshäuser: Entsprechend ausgestattete Ställe befinden sich auf dem Gelände der Einrichtung. Heimbewohner können die Tiere, allein oder mit Pflegern und Therapeuten besuchen. Ein wichtiger Nebeneffekt ist, dass Enkel der Bewohner oder Kinder aus der Nachbarschaft, angelockt durch die Tiere, öfter zu Besuch kommen. Die Tiergehege stehen meist auch Schul- und Kita-Gruppen offen.
- Tiergestützte Therapie (AAT): Hierbei handelt es sich um ein professionelles Therapiekonzept mit entsprechender Dokumentation. Hunde werden beispielsweise in der Ergotherapie mit behinderten Kindern als Kotherapeuten eingesetzt. Bei der Hippotherapie trainieren Behinderte auf einem speziell geschulten Pferd ihren Gleichgewichtssinn und ihr Selbstbewusstsein.
Was Tiere in der Therapie leisten können
Tiere haben in der Therapie eine besondere Wirkung:
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- Erwartungsdruck: Tiere sind einfach präsent und holen den Klienten da ab, wo er steht. Im Gegensatz dazu gehen Therapeuten oder Pädagogen oft mit Erwartungen und Zielsetzungen an die Behandlung heran.
- Authentizität: Tiere zeigen ihre Gefühle authentisch und kennen keine Höflichkeitsfloskeln.
- Selbstwirksamkeit: Beim Versorgen der Tiere erleben die kleinen Patienten, dass sie durch ihr eigenes Tun etwas bewirken können.
- Kommunikation: Tiere können eine Tür zu autistischen Kindern öffnen, die ein hohes Maß an Kommunikations- und Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen haben.
Beispiele für tiergestützte Therapie
- Blindenführhunde: Sie führen blinde Menschen sicher durch den Alltag und die Stadt.
- Behindertenbegleithunde: Sie helfen Menschen mit verschiedenen Behinderungen im Alltag.
- Gehörlosenhunde: Sie stupst ihre taube Herrin, wenn die Haustürglocke bimmelt.
- Hunde im Krankenhaus: Sie helfen Patienten, sich zu entspannen und ihre Ängste abzubauen.
- Kaninchen im Altenheim: Sie regen die Bewohner zur Interaktion an und spenden Trost.
- Pferde beim therapeutischen Reiten (Hippotherapie): Sie helfen Menschen mit Bewegungsstörungen, ihren Gleichgewichtssinn und ihr Selbstbewusstsein zu trainieren.
Hippotherapie im Detail
Die Hippotherapie ist eine spezielle Form der Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage, die bei Menschen mit Bewegungsstörungen indiziert ist. Dazu gehören Zerebralparese, spastische Lähmung, Multiple Sklerose, Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall oder degenerative Nervenerkrankungen wie Morbus Parkinson.
Der therapeutische Nutzen entsteht durch die dreidimensionalen, diagonal verlaufenden Bewegungen des schreitenden Pferdes. Auf den Rumpf des Patienten überträgt das Tier pro Minute etwa 90 bis 110 Schwingungsimpulse, die fast identisch mit dem Bewegungsablauf des Gehens eines Erwachsenen sind. Dies stimuliert und stärkt die geschädigten Muskelgruppen im Rumpf und vermittelt weitere Signale an das Nervensystem.
Im Gegensatz zur klassischen Krankengymnastik, bei der sich höchstens zwei Ebenen gleichzeitig stimulieren lassen, schwingt der Körper hier dreidimensional mit. Durch Tempo- und Richtungsänderungen des Tieres sowie Lagewechsel des Patienten auf dem Pferd lassen sich Bewegungsängste im Raum abbauen und das Raum-Lage-Bewusstsein verbessern.
Wichtiger Hinweis: Das Bundesministerium für Gesundheit hat 2006 verfügt, dass kein therapeutischer Nutzen der Hippotherapie nachgewiesen sei und diese deshalb als nicht verordnungsfähiges Heilmittel zu führen ist. Sie muss also privat bezahlt werden.
Delfintherapie
Die Delfintherapie ist eine weitere Form der tiergestützten Therapie, die vor allem bei geistig und körperlich behinderten Kindern eingesetzt wird.
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Wissenschaftliche Erkenntnisse zur tiergestützten Therapie
Wissenschaftlich erforscht wird der Einfluss von Tieren auf Gesundheit und Wohlbefinden seit den 1970er-Jahren. Man ist sich heute einig, dass der Umgang mit Tieren körperliche, seelisch-geistige und soziale Kräfte mobilisiert und stärkt. Tiere steigern die Lebensqualität, ganz unauffällig und trotzdem messbar.
Beispiele für wissenschaftliche Studien
- Wellensittich-Experiment: Eine Studie mit 100 Senioren in 37 Altenheimen zeigte, dass Vogelbesitzer sich deutlich weniger einsam fühlten als Senioren ohne Tier.
- Studie des Bundesforschungsministeriums: Eine Studie mit 2400 Menschen ergab, dass ältere Menschen, die ein Heimtier besitzen, deutlich seltener zum Arzt gehen als Menschen ohne Tier.
- Studie von Erika Friedmann: Eine Studie mit Herzinfarktpatienten zeigte, dass Hundebesitzer eine höhere Ein-Jahres-Überlebensrate hatten als hundelose Patienten.
- Studie mit Alzheimer-Patienten: Diese Studie zeigte positive Effekte der tiergestützten Therapie auf verwirrte Senioren.
Warum Tiere so positive Effekte haben
Die Gründe für die positiven Effekte von Tieren liegen vermutlich darin, dass Tiere von einer schlechten Befindlichkeit ablenken, aber auch dabei helfen, sich mit Krankheiten eher positiv auseinanderzusetzen. Tiere geben dem Tag Struktur. Außerdem ist Geliebtwerden einer der wichtigsten Faktoren für Gesundheit. Tiere lieben hingebungsvoll und bedingungslos.
Auch organische Zusammenhänge spielen eine Rolle: Vor allem das Herz-Kreislauf-System profitiert. Ein Tier hält den älteren Menschen in Bewegung. Das aktiviert und stabilisiert zugleich. Das Beobachten von Tieren, Streicheln und Körperkontakt unterstützen den Abbau von Aggressionen und helfen bei der Stressbewältigung. Die Stressverminderung ist messbar in Form eines niedrigeren mittleren Blutdrucks im Vergleich zu Menschen unter ähnlichen Lebensumständen ohne Tierkontakt.
Tiergestützte Therapie in der Psychiatrischen Klinik Nürtingen
In der Tagesklinik für ältere Menschen in der Psychiatrischen Klinik in Nürtingen geht es zum Beispiel darum, verwirrte und depressive Menschen aus ihrer seelischen und körperlichen Starre zu befreien. Dafür sorgt unter anderem Lea, die Border-Collie-Hündin der dort beschäftigten Ergotherapeutin Renate Gecke-Schnizler.