Das Asklepios Klinikum Harburg bietet mit seiner Neurologie Ambulanz eine umfassende Versorgung für Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven und der Muskulatur. Als zertifiziertes Zentrum für Muskelerkrankungen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Diagnostik und Therapie von seltenen neuromuskulären Erkrankungen. Mit rund 2.600 engagierten Mitarbeitern versorgt das Klinikum jährlich rund 90.000 Menschen stationär und ambulant.
Schwerpunkte der Neurologie Ambulanz
Die Neurologie Ambulanz im Asklepios Klinikum Harburg ist auf die Diagnostik und Therapie eines breiten Spektrums neurologischer Erkrankungen spezialisiert. Zu den Schwerpunkten gehören:
- Muskelerkrankungen: Diagnostik und Therapie von kongenitalen Myopathien, Myotonien, Muskeldystrophien, entzündlichen Muskelerkrankungen und weiteren hereditären Erkrankungen des Muskels und der peripheren Nerven.
- Epilepsie: Stationäre Komplexbehandlung schwer behandelbarer Epilepsien, um die Anfallshäufigkeit und -schwere langfristig zu reduzieren.
- Bewegungsstörungen: Spezialisierte Sprechstunde für Huntington-Patienten, Angehörige und Risikopersonen in Kooperation mit der Psychiatrie. Parkinson-Komplexbehandlung, die diagnostische und medikamentöse Therapiemöglichkeiten mit einer intensivierten nicht-medikamentösen rehabilitativen Behandlung verbindet.
- Multiple Sklerose: Spezialisierte Behandlung in der Multiple Sklerose-Ambulanz nach §116b SGB V.
- Schlaganfall: Behandlung von Patienten mit akutem Schlaganfall auf der zertifizierten Schlaganfallstation.
- Schmerzerkrankungen: Effektive Behandlung der Trigeminusneuralgie, einer neurologischen Erkrankung mit plötzlichen starken Schmerzattacken im Gesichtsbereich. Behandlung des chronischen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS, Morbus Sudeck).
- Tumore: Behandlung von peripheren Nerventumoren und Hirntumoren.
- Gefäßerkrankungen: Behandlung von Hirnarterien-Aneurysmen, Gehirnblutungen (Subarachnoidalblutung) und Carotisstenose (Verengung der Halsschlagader).
- Demenzen: Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen mit fortschreitendem Verlust kognitiver Funktionen.
- Weitere neurologische Erkrankungen: Hydrocephalus (Wasserkopf), Kopf- und Gesichtsschmerzen, Hirnhauttumore (Meningeome), Schädel-Hirn-Trauma, Delir (Verwirrtheitszustände im Alter) und Schwindel.
Diagnostik und Therapie
Im Erstkontakt in der Muskelsprechstunde erfolgt ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch zur Erhebung des Krankheitsverlaufes, der Familienanamnese und des klinischen Syndroms. Zur weiteren Objektivierung einer möglichen Muskel- oder Nervenschädigung werden weiterführende Blutuntersuchungen (zum Teil auch hochspezielle Antikörpertests), elektrophysiologische, kernspintomographische und molekulargenetische Untersuchungen durchgeführt. In einigen Fällen ist zur weiteren Einschätzung eine Nerven- oder Muskelbiopsie notwendig. Die Auswertung und Evaluierung der Gewebeproben erfolgen in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus der Neuropathologie.
Das Leistungsspektrum umfasst zudem Logopädie und Frührehabilitation bei peripheren Nervenschädigungen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Das Asklepios Klinikum Harburg legt großen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen, um eine umfassende und ganzheitliche Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Dazu gehören unter anderem die Zusammenarbeit mit der Psychiatrie (z.B. bei Huntington-Krankheit), der Allgemeinchirurgie (bei der Entnahme von Muskel- oder Nervengewebe für Biopsien) und der Neuropathologie (bei der Auswertung von Gewebeproben).
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Qualität und Sicherheit
Das Asklepios Klinikum Harburg legt großen Wert auf Qualität und Sicherheit. Durch ein umfassendes Qualitätsmanagement und ein spezielles Programm zur Patientensicherheit werden hohe Standards in Medizin und Pflege sichergestellt. Das Ziel ist die bestmögliche Versorgung aller anvertrauten Patienten.
Sprechstunden und Terminvereinbarung
Termine in der Neurologie Ambulanz können ab dem 01.10.2024 nur telefonisch unter der Nummer +49 (0) 7410 - 22300 vereinbart werden. Für den ambulanten Erstkontakt in der Muskelsprechstunde ist zwingend die ärztlich ausgefüllte Anmeldung mit Befundbericht und Überweisung vom niedergelassenen Facharzt/Fachärztin für Neurologie notwendig. Es wird um Verständnis gebeten, dass in der stark nachgefragten Sprechstunde nur Patienten betreut werden können, bei denen eine Muskelerkrankung wahrscheinlich ist.
Das Asklepios Klinikum Harburg
Das Asklepios Klinikum Harburg ist ein Schwerpunktklinikum und akademisches Lehrkrankenhaus, das die medizinische Versorgung der Region Süderelbe und darüber hinaus sichert. Die 24 Fachabteilungen bieten umfassende Expertise und eine ganzheitliche Versorgung unter einem Dach. Das Klinikum engagiert sich zudem für Nachhaltigkeit und wird im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) durch Fördermittel von Bund und Land unterstützt.
Karriere im Asklepios Klinikum Harburg
Mit mehr als 2.500 Mitarbeitern und rund 90.000 Patienten im Jahr ist das Asklepios Klinikum Harburg das drittgrößte Krankenhaus der Stadt und das größte südlich der Elbe. Das Klinikum bietet vielfältige und verantwortungsvolle Aufgaben, innovative Technologien und umfassende Weiterbildungsangebote für Ärzte und Pflegepersonal.
Kinderneurologie (Neuropädiatrie)
Das Asklepios Klinikum Harburg bietet auch eine spezielle Abteilung für Kinderneurologie (Neuropädiatrie) an. Hier werden stationär und ambulant jährlich weit mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen des Nervensystems behandelt. Schwerpunkte sind Epilepsien (Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche), Tuberöse Sklerose (Tuberöse Sklerose Zentrum in Kooperation mit anderen Kliniken), Schlafstörungen bei Kindern (Narkolepsie), Kopfschmerzen und die Diagnostik von Entwicklungsstörungen/Entwicklungsneurologie.
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Gedächtnissprechstunde (Memory Clinic)
Das Asklepios Klinikum Harburg verfügt über eine Gedächtnissprechstunde (Memory Clinic), in der Patienten mit Verdacht auf Demenz untersucht und beraten werden. Hier wird mit Hilfe fachärztlicher Diagnostik untersucht, ob eine beginnende Demenzerkrankung vorliegt. Neben der Beratung zu möglichen Therapieformen sind dort teilweise Selbsthilfegruppen oder Gesprächskreise angegliedert.
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