Dein Gehirn weiß mehr als du denkst: Eine Erkundung der Hirnforschung

Das menschliche Gehirn ist ein komplexes Organ, dessen Fähigkeiten oft unterschätzt werden. Das Buch "Dein Gehirn weiß mehr als du denkst" von Niels Birbaumer, einem renommierten Hirnforscher, ist eine eindrucksvolle Exploration der verborgenen Kapazitäten unseres Geistes. Es beleuchtet, wie unser Gehirn Informationen verarbeitet, Muster erkennt und unbewusste Prozesse steuert, die unser Verhalten beeinflussen.

Die bahnbrechende Erkenntnis von Niels Birbaumer

Birbaumers bahnbrechende Erkenntnis lautet: Depressionen, Epilepsie, Schlaganfälle und ADS lassen sich kontrollieren, und zwar nur durch Lernen und ohne risikoreiche Medikamente. Er argumentiert, dass das Gehirn bei der Geburt einer Tabula rasa gleicht und somit fast grenzenlose Potentiale besitzt. Nur wenig ist festgelegt, das meiste wird geformt. Daher haben wir großen Einfluss auf unser Denken und Handeln, und unser Gehirn kann sich selbst aus dem Sumpf seiner Erkrankungen ziehen.

Niels Birbaumer: Ein Leben der Forschung

Niels Birbaumer, geboren 1945, ist Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen. Er studierte Psychologie und Physiologie in Wien und London. Gastprofessuren führten ihn in die USA, sogar bis nach Hawaii. Für seine Forschung erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 2010 die Helmholtz-Medaille für sein Lebenswerk. Sein Buch "Dein Gehirn weiß mehr, als wir denken" wurde 2015 in Österreich zum Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt.

Inhaltliche Schwerpunkte des Buches

Das Buch bietet eine gründliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie viel von dem, was wir wissen, tatsächlich bewusst gesteuert wird und wie viel im stillen Hintergrund unseres Gehirns operiert. Birbaumer erläutert komplexe Konzepte aus der Neurowissenschaft zugänglich und anschaulich, verknüpft Theorie mit Praxis und illustriert, wie neuronale Netzwerke, Gedächtnisprozesse und lernbasierte Mechanismen zusammenwirken.

Das Werk beleuchtet Forschungsergebnisse zu:

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  • Aufmerksamkeit
  • Mentale Modelle
  • Die Rolle von Intuition

Dabei werden auch ethische und gesellschaftliche Dimensionen berücksichtigt.

Die Plastizität des Gehirns: Eine Quelle der Hoffnung

Birbaumer zeigt anhand nachvollziehbarer Experimente, wie (selbst)bildungsfähig und plastisch das menschliche Gehirn ist. Seine spektakulären Versuche verschafften Locked-in-Patienten eine Sprache, geben Epileptikern und Schlaganfallpatienten Hoffnung und revolutionieren die Therapie bei Parkinson, Demenz, ADS und sogar für Mitmenschen auf dem soziopathischen Gleis.

Insgesamt eröffnet Professor Dr. Niels Birbaumer eine völlig neue Sichtweise auf unser Gehirn als erfolgsgeleitetes Organ, das zur Selbstheilung/-korrektur angeregt werden kann, und auf den Menschen als grundsätzlich wandlungsfähiges Wesen.

Die Bedeutung von Lernen für die Gehirnfunktion

Ein zentraler Aspekt von Birbaumers Arbeit ist die Bedeutung von Lernen für die Kontrolle und Verbesserung der Gehirnfunktion. Er betont, dass Depressionen, Epilepsie, Schlaganfälle und ADS durch gezieltes Lernen beeinflusst und kontrolliert werden können. Dies steht im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, die oft auf risikoreiche Medikamente setzen.

E-Books: Eine moderne Form des Wissenserwerbs

"Dein Gehirn weiß mehr als du denkst" ist auch als E-Book im EPUB-Format erhältlich. E-Books bieten eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts und eignen sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten.

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Vorteile von E-Books

  • Flexibilität: E-Books sind jederzeit und an jedem Ort verfügbar.
  • Interaktivität: E-Books bieten interaktive Möglichkeiten und Funktionen.
  • Anpassbarkeit: Die Schriftgröße und andere Einstellungen können individuell angepasst werden.
  • Umweltfreundlichkeit: E-Books sparen Papier und Ressourcen.

DRM und Kopierschutz

Beim Kauf von E-Books gilt es, einige Aspekte zu beachten, insbesondere den Kopierschutz (DRM). DRM ermöglicht es Verlagen, urheberrechtliche Inhalte zu schützen und Rechte für diese Inhalte zu vergeben. E-Books mit DRM können in der Regel nicht ausgedruckt oder weitergegeben werden.

E-Book-Reader und Gerätekompatibilität

E-Books können auf verschiedenen Geräten gelesen werden, darunter E-Book-Reader, Tablets, Smartphones und Computer. Gängige Formate sind EPUB und PDF. Für das Lesen von E-Books mit DRM ist oft eine Adobe-ID erforderlich.

Kritik und Kontroversen

Wie bei jeder bahnbrechenden Forschung gibt es auch bei Birbaumers Erkenntnissen Kritik und Kontroversen. Einige Kritiker bemängeln, dass seine Therapieansätze nicht für alle Patienten geeignet sind und dass weitere Forschung erforderlich ist, um die langfristigen Auswirkungen zu verstehen.

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