Dolormin Migräne Alternative: Ein umfassender Leitfaden zur Behandlung von Migräne

Migräne ist mehr als nur ein unangenehmer Kopfschmerz. Oftmals gehen der Migräne vorankündigende Symptome wie z.B. Sehstörungen voraus. Die anfallsweise folgenden Kopfschmerzen werden oft durch Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit begleitet. Viele Migräne-Betroffene berichten von Ängsten, depressiven Verstimmungen und einem Gefühl der Machtlosigkeit, wenn die Schmerzen erneut auftreten. Die Symptome beeinträchtigen die Betroffenen in ihrer Lebensqualität und Produktivität. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Behandlungsoptionen, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Schmerzmittel (Analgetika) und ihre Wirkungsweise

Schmerzmittel spielen eine große Rolle bei der Behandlung von Migräne. Es ist daher wichtig, sich über ihre Wirkungsweise zu informieren. Nur etwa 15 Prozent der Betroffenen suchen bei Kopfschmerzen das Gespräch mit ihrem Arzt. Knapp 65 Prozent vertrauen stattdessen darauf, ihre Beschwerden mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln selbst in den Griff zu bekommen.

In der Fachsprache werden alle Medikamente, die eine schmerzstillende oder -lindernde Wirkung haben, als Analgetika bezeichnet. Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen greifen in die Schmerzweiterleitung des Körpers ein. Wenn der Kopf ein Schmerzsignal sendet, wird dieses über spezielle Botenstoffe, sogenannte Prostaglandine, an die Nerven weitergeleitet. NSAR hemmen die Herstellung der Prostaglandine, indem sie ein Enzym, die Cyclooxygenase-2 (COX-2), blockieren. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung unterbrochen und das Schmerzempfinden lässt nach. Schmerzmittel beseitigen also nicht die Ursache des Schmerzes, aber sie helfen, den Schmerz weniger stark oder gar nicht mehr zu fühlen.

Auch wenn Schmerzmittel einen Segen für Migräne-Patienten darstellen, gilt es, das richtige Mittelmaß zu finden. Zwar können sie das Leiden bei einer Migräne-Attacke deutlich vermindern, aber auch zu Nebenwirkungen führen. Da NSAR die Herstellung der Prostaglandine im gesamten Körper hemmen, kann es gelegentlich zu Schädigungen der Schleimhaut im Magen und Zwölffingerdarm kommen. Zudem kann Acetylsalicylsäure die Blutgerinnung beeinträchtigen, was die Blutungsneigung erhöht.

Wann sollte man Schmerzmittel bei Migräne einnehmen?

Eine leichte bis mittelschwere Migräne-Attacke kann mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln behandelt werden. Folgende Anhaltspunkte sprechen für eine leichte Form:

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  • Die Kopfschmerzintensität steigert sich langsam.
  • Aura-Symptome wie Flimmern oder Lichtblitze im Blickfeld sind nur gering ausgeprägt oder fehlen gänzlich.
  • Die Übelkeit hält sich in Grenzen, Erbrechen bleibt aus.
  • Die Stärke der Schmerzen wird insgesamt als leicht bis mittelgradig eingestuft.

In manchen Fällen kann mit medikamentösen Maßnahmen auch bereits dann begonnen werden, wenn vor der Haupt-Kopfschmerzphase Ankündigungssymptome auftreten. Das können sein:

  • Stimmungsschwankungen
  • Hyperaktivität
  • Erhöhter Appetit
  • Ausgeprägtes Gähnen

Ärzte empfehlen die Medikamente vor der Schmerzphase nur den Patienten einzunehmen, die ihren Körper gut kennen, die über eine gute Medikamentenverträglichkeit berichten und bei denen nicht die Gefahr eines Schmerzmittelübergebrauchs besteht. Ansonsten sollte man Schmerzmittel so früh wie möglich einnehmen, also zu Beginn der Kopfschmerzphase. Während einer Migräne-Attacke kann es zu Aufnahmestörungen in Magen und Darm kommen, sodass die Medikamente oftmals ihre volle Wirkung nicht entfalten. Zudem ist es wichtig, eine ausreichende Menge der Substanz zu verwenden. Es ist wichtig, vor der Einnahme immer die Packungsbeilage der Schmerzmittel zu lesen und niemals die angegebene tägliche Höchstdosierung zu überschreiten. Kündigt sich eine schwere Migräne an, eignen sich Triptane. Bevor du eine Selbstmedikation bei Migräne startest, sprich zunächst mit einem Arzt. Schmerzmittel sollten maximal an zehn Tagen im Monat eingenommen werden.

Schmerzmittel lassen sich in unterschiedlichen Darreichungsformen erwerben: von klassischen Tabletten zum Schlucken bis hin zu Brausetabletten, Pulver, Kautabletten oder Tropfen stehen die Patienten vor einer großen Auswahl. Migräne-Experten empfehlen flüssige Varianten wie Brausetabletten. Weil der Wirkstoff schon gelöst ist, wird er schneller vom Körper aufgenommen und kann zügig wirken. Zudem verteilt sich das Schmerzmittel gut im Magen und ist somit besser verträglich. Bei Erbrechen kann man auch auf Schmerzmittel-Zäpfchen zurückgreifen. Wenn eine Tablette zum Schlucken eingenommen wird, sollte man darauf achten, hinterher ein bis zwei große Gläser Wasser zu trinken.

Migräne-Therapie mit Schmerzmitteln: Mono- und Kombinationspräparate

Schmerzmittel gegen Migräne lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: in Mono- und Kombinationespräparate. Monopräparate enthalten einen Wirkstoff, Kombinationspräparate mehrere.

Monopräparate

Bei einer akuten Migräne-Attacke sollten Betroffene zunächst ein Monopräparat wie ASS oder Ibuprofen verwenden. Das belastet den Körper am geringsten. Wenn sich allerdings die Symptome nicht bessern, kann ein Kombinationspräparat probiert werden.

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Kombipräparate

Sie enthalten entweder zusätzlich Substanzen wie Koffein oder Vitamin C, welche die Wirkung des Schmerzmittels unterstützen sollen, oder mehrere Analgetika in Kombination. Schmerzmittel mit Koffein sind laut Studien zwar etwas wirksamer als Monopräparate, erhöhen möglicherweise aber auch das Risiko für einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz. Weiterhin können bei einem Medikament mit zwei oder drei Kombinationspartnern Nebenwirkungen aller verwendeten Wirkstoffe auftreten. Außerdem sind die Anteile der schmerzlindernden Wirkstoffe in Kombinationspräparaten häufig zu gering, um bei Migräne ausreichend zu wirken. Das wiederum verleitet dazu, mehr Tabletten einzunehmen und somit ungewollt auch die Dosis von Begleitstoffen wie Koffein zu steigern. Es ist ratsam, mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, welche Wirkstoffe - unter Abwägung der Medikamentenverträglichkeit - im individuellen Fall zu bevorzugen sind.

Was tun, wenn Schmerzmittel bei Migräne und Kopfschmerzen nicht wirken?

Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum Schmerzmittel manchmal bei Kopfschmerzen nicht wirken. Damit die Wirkstoffe ihren vollen Effekt entfalten können, sollte man auf Folgendes achten:

  • Das Schmerzmittel möglichst frühzeitig und in ausreichender Dosierung einnehmen.
  • Viel trinken.
  • Anschließend ausruhen, am besten in einem ruhigen und abgedunkelten Zimmer. Das unterstützt die Wirkung, da der Körper sich entspannen kann.

Zudem kann man die Möglichkeiten einer nicht-medikamentösen Behandlung der Migräne nutzen. Dazu gehört unter anderem die Anwendung eines Entspannungsverfahrens wie der progressiven Muskelentspannung. Es ist ratsam, sich nicht davor zu scheuen, einen Arzt aufzusuchen.

Worauf ist bei der Einnahme von Schmerzmitteln gegen Migräne noch zu achten?

Schmerzen muss niemand einfach aushalten, auch Migräne-Patienten brauchen ihre Beschwerden nicht hinzunehmen. Daher hier noch ein paar Hinweise zur Schmerzmitteleinnahme.

So besser nicht: Don´ts der Schmerzmitteleinnahme

Folgende sind Negativbeispiele, welche die Einnahme von Schmerzmitteln betreffen. Es sollte vermieden werden,

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  • Dosierungsempfehlungen zu ignorieren,
  • über einen längeren Zeitraum Medikamente einzunehmen, von denen man merkt, dass sie nicht wirken, oder
  • zu schnell zwischen verschiedenen Wirkstoffen hin- und herzuwechseln, vor allem nicht, ohne dies vorher mit dem Arzt abzusprechen.

8,3 Millionen Deutsche nehmen durchschnittlich Kopfschmerztabletten, und das jeden Tag. Das kann auch gefährlich werden: Leiste daher selbst einen wesentlichen Beitrag dazu, nicht an medikamenteninduziertem Dauerkopfschmerz zu erkranken - durch eine verantwortungsvolle und kontrollierte Medikamenteneinnahme.

Do´s der Schmerzmitteleinnahme

Versuche diese allgemeinen Tipps zu beachten, wenn du bei Migräne Schmerzmittel einnimmst:

  • Statt selbst mit der Dosis des Schmerzmittels bei Migräne zu experimentieren, solltest du dich an die ärztliche Empfehlung halten.
  • Bestimmte Wirkstoffe dürfen bei Vorerkrankungen wie Magen-Darm-Geschwüren oder einer erhöhten Blutungsneigung nicht oder nur unter ärztlicher Überwachung eingenommen werden. Daher ist es wichtig, den behandelnden Arzt über bestehende Krankheiten zu informieren.

Auch wenn die Migräne, vor allem in ihrer chronischen Form, sehr belastend sein kann, braucht man die Hoffnung nicht aufzugeben, eine wirksame Therapie zu finden. Manche Patienten müssen erst verschiedene Mittel und Wirkstoffe testen, bevor sie eine gute Behandlung für sich entdecken.

Starke und wirksame Arzneimittel bei Schmerzen

In der Welt der Schmerzmittel gibt es starke und weniger starke Medikamente. Opioide beispielsweise sind sehr starke Schmerzmittel und werden nur auf ärztliche Verschreibung ausgegeben. Auch nicht-opioide Schmerzmittel wie z. B. Metamizol (besser bekannt als Novaminsulfon oder Novalgin) sind rezeptpflichtig. Es wird bei starken Schmerzen oft verschrieben, da Novaminsulfon entzündungshemmend sowie stark schmerzlindernd und fiebersenkend wirkt.

Daneben gibt es aber auch freiverkäufliche, entzündungshemmende Schmerzmittel, die bei leichten bis mittelschweren Beschwerden helfen können. Diese Schmerzmittel stammen größtenteils aus der Klasse der NSAR - den nicht-steroidalen Antirheumatika. Das sind schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente, zu deren bekanntesten Vertretern Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (ASS, den meisten bekannt als Aspirin) zählen.

NSAR können Nebenwirkungen verursachen, insbesondere Magen-Darm-Beschwerden, und sollten möglichst nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden. Personen mit Magenproblemen, Nieren- oder Lebererkrankungen sowie schwer einstellbarem Asthma sollten NSAR nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Die empfohlene Dosierung und die maximale Tagesdosis dürfen nicht überschritten werden. Für Kinder, Schwangere und ältere Menschen gelten teilweise besondere Empfehlungen. Bei Unsicherheiten, Vorerkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente ist eine ärztliche Beratung ratsam. Weitere Hinweise zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden sich in der Packungsbeilage und beim Arzt, in der Ärztin oder in der Apotheke.

Top 10 der stärksten rezeptfreien Schmerzmittel

  1. Besonders lange wirksam
  2. Diclofenac ist ein weiteres entzündungshemmendes Medikament aus der Gruppe der NSAR.
  3. Ibuprofen ist ein vielseitiges und effektives Schmerzmittel, das bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt wird. Es wird von vielen Anwender:innen als die besten Schmerztabletten beschrieben (persönliche Erfahrung, keine wissenschaftliche Wertung). Erhältlich als Ibuprofen-Tablette, Ibuprofen-Salbe bzw. -Gel, Ibuprofensaft für Kinder oder in Kombipräparaten, z. B.
  4. Im Gegensatz zu den bisher erwähnten Wirkstoffen zählt es nicht zu den NSAR. Erhältlich als Paracetamol-Tabletten, Paracetamol-Saft, Paracetamol-Zäpfchen und in Kombipräparaten, z. B. Wichtig: Paracetamol wird über die Leber verstoffwechselt. Personen mit Leberschäden sollten sich daher vor der Einnahme ärztlich beraten lassen. Auch wenn am Tag zuvor übermäßig viel Alkohol getrunken wurde, ist es ratsam, auf Paracetamol zu verzichten, da Alkohol die Leber belastet.
  5. Aspirin (Acetylsalicylsäure, ASS) ist der Klassiker unter den Schmerzmitteln und vielseitig einsetzbar. Übliche Aspirin-Dosierung: bis 500 mg pro Tablette, maximale Tagesdosis 3000 mg.
  6. Triptane sind eine Gruppe von Medikamenten, die speziell Menschen mit diagnostizierter Migräne helfen. Wenn herkömmliche Schmerzmittel wie NSAR (z. B. Ibuprofen) oder Paracetamol nicht den gewünschten Effekt erzielen, kommen Triptane zum Einsatz. Almotriptan zeichnet sich unter den Triptanen besonders durch seinen schnellen Wirkeintritt (bereits nach etwa 30 Minuten) und seine lange Wirkdauer (bis zu 4 Stunden) aus. Wichtig: Triptane sollen nur nach ärztlich sichergestellter Migränediagnose angewendet werden. Sie können Müdigkeit verursachen und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Nach der Einnahme ist daher besondere Vorsicht geboten.
  7. Sumatriptan ist für seine rasche Wirkung bekannt, die bereits innerhalb von 30 Minuten einsetzt und innerhalb von 2 Stunden ihr Maximum erreicht. Im Vergleich zu anderen Triptanen hält die Wirkung von Sumatriptan etwas kürzer an (ca. 2 bis 3 Stunden). Übliche Sumatriptan-Dosierung: 50 mg pro Tablette, maximale Tagesdosis 200 mg.
  8. Naratriptan ist insbesondere für langanhaltende Migräneepisoden geeignet. Im Gegensatz zu seinen schnell wirksamen Alternativen Almotriptan und Sumatriptan benötigt Naratriptan etwas mehr Zeit, um seine volle Wirkung zu entfalten - etwa 4 Stunden. Doch mit einer Wirkungsdauer von bis zu 24 Stunden wirkt es dafür viel länger. Darüber hinaus kann Naratriptan besonders bei wiederkehrenden Migräneattacken von Vorteil sein, da es dazu beiträgt, die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu reduzieren. Übliche Naratriptan-Dosierung: 2,5 mg pro Tablette, maximale Tagesdosis 5 mg Einzeldosis.
  9. Teufelskralle ist ein pflanzliches Mittel, das vor allem bei chronischen Gelenk- und Rückenschmerzen eingesetzt wird. Die Wurzel der südafrikanischen Pflanze enthält Bitterstoffe, die zur Linderung von Schmerzen und zur Unterstützung der Beweglichkeit beitragen können. Besonders geeignet ist Teufelskralle für Menschen, die eine pflanzliche Alternative zu klassischen Schmerzmitteln bevorzugen oder diese nicht vertragen. Übliche Teufelskralle-Dosierung: je nach Präparat meist 480-960 mg Extrakt pro Tag.
  10. Kombinationspräparate wie Thomapyrin oder Boxagrippal vereinen mehrere Wirkstoffe, um Schmerzen gezielt und effektiv zu lindern. Sie enthalten meist eine Kombination aus Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) und Koffein oder anderen ergänzenden Substanzen, wodurch die schmerzlindernde Wirkung verstärkt werden kann.

Die Wahl eines geeigneten Schmerzmittels hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Art und Lokalisation des Schmerzes, dem Alter, dem Gesundheitszustand, der Einnahme anderer Medikamente und eventueller Allergien. Es ist wichtig, die Tageshöchstdosis auf der Verpackung zu beachten und das Schmerzmittel ohne ärztlichen Rat maximal 3 Tage am Stück einzunehmen. Die zeitlichen Einnahmeabstände sollten beachtet werden, besonders bei Kindern. Bei Grunderkrankungen wie Leber- oder Nierenerkrankungen ist es ratsam, sich ärztlich beraten zu lassen. Bei anhaltenden oder ungewöhnlichen Beschwerden ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren.

Alternative Behandlungsmethoden bei Migräne

Neben Schmerzmitteln gibt es auch eine Reihe von alternativen Behandlungsmethoden, die bei Migräne helfen können.

Hausmittel bei Migräne

Sobald die Anzeichen einer Migräne bemerkt werden, können verschiedene Migräne-Hausmittel die Symptome abmildern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass auch Naturheilmittel Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben können. Daher sollte immer zuerst das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden, bevor die Migräne-Behandlung durch Hausmittel erweitert wird.

Während die ersten Anzeichen für eine Migräneattacke bemerkt werden, kann es vorteilhaft sein, sich an einen dunklen und ruhigen Ort zurückzuziehen. Eisbeutel können zusätzlich Linderung verschaffen.

Entspannungsübungen bei Migräne

Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training oder auch Meditation können dabei helfen, Migräneattacken vorzubeugen. Neben einer entspannenden Wirkung wird die Informationsverarbeitung während der Kopfschmerzphase heruntergefahren, was Schmerzen verringern kann.

Verhaltenstherapie bei Migräne

Durch die starken Schmerzen bei einer Migräneattacke leidet vor allem auch die Psyche. Allein die Angst vor der nächsten Schmerzepisode kann innerlichen Stress auslösen, der ein neuerliches Auftreten von Migräne wahrscheinlicher macht. Viele Migräne-Betroffene berichten von solchen Ängsten, depressiven Verstimmungen und einem Gefühl der Machtlosigkeit, wenn die Schmerzen erneut auftreten. Auch, wenn sie in diesem Sinne kein Hausmittel ist, können Sie mit einer kognitiven Verhaltenstherapie Techniken erlernen, die Ihnen in diesen Situationen helfen nicht in Panik zu verfallen und einen besseren Umgang mit den Schmerzen zu erlernen.

Migräne-Tagebuch führen

Ein Migräne-Tagebuch hilft dabei, Ihre persönlichen Triggerfaktoren besser kennenzulernen. Durch das regelmäßige Beobachten und Festhalten Ihrer Migräne-Verläufe erhalten Sie wichtige Erkenntnisse, um Migräne-Anfälle zu reduzieren. Es ist ratsam, Migräne-Trigger ausgewogen zu steuern, anstatt diese strikt zu vermeiden, denn sonst erzeugen Sie nur unnötigen Stress und damit womöglich die nächste Migräneattacke.

Ernährung bei Migräne

Die Ernährung bei Migräne ist ein komplexes Thema und kann Diäten, Fasten, Entgiftungen und Darmreinigungen umfassen. Generell ist es vorteilhaft, den Körper nicht allzu großen Schwankungen auszusetzen. Versuchen Sie deshalb Blutzuckerschwankungen zu minimieren, regelmäßige Tagesabläufe und Schlafzyklen einzuhalten und Suchtstoffe wie Koffein, Alkohol und Nikotin zu meiden. Ein Verzicht auf Fertigprodukte, Gluten und tierische Lebensmittel hat bei einigen Migräne-Leidenden zu Verbesserungen geführt. Die Auslöser für Migräne sind immer individuell. Ihr Körper reagiert anders auf bestimmte Nahrungsmittel oder Umweltreize als der einer anderen Person. Oft heißt es einfach auszuprobieren welche Inhaltsstoffe ihre Migräne-Beschwerden verstärken. Achten Sie auf jeden Fall auch immer darauf genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Was sind Triptane und wie wirken sie?

Triptane sind eine Gruppe von Medikamenten, die speziell Menschen mit diagnostizierter Migräne helfen. Wenn herkömmliche Schmerzmittel wie NSAR (z. B. Ibuprofen) oder Paracetamol nicht den gewünschten Effekt erzielen, kommen Triptane zum Einsatz. Die Medikamente imitieren die Eigenschaften des körpereigenen Botenstoffes Serotonin, mit dessen Hilfe die Weite der Blutgefäße reguliert wird. Sie besetzen die Bindungsstellen von Serotonin auf den Gefäßen, was eine Verengung der Blutgefäße in den Hirnhäuten bewirkt und den Migräneanfall unterbricht. Zudem hemmen sie die Freisetzung entzündlicher Eiweißstoffe im Gehirn und reduzieren die Fortleitung von Schmerzimpulsen.

Triptane helfen auf Grund ihrer spezifischen Wirkungsweise nur bei Migräne und Cluster-Kopfschmerz, und sie dürfen laut bisherigen Ansichten nicht regelmäßig eingenommen werden, da sie sonst zu medikamenteninduziertem Dauerkopfschmerz führen können.

Vergleich verschiedener Triptane

Eine Studie ergab, dass einige Migränemedikamente bei der Behandlung zwei- bis fünfmal so wirksam sein können wie Ibuprofen - insbesondere die Wirkstoffklassen Triptane, Ergotika und Antiemetika sollen hier positiv herausgestochen haben. Die drei wirksamsten Medikamentenklassen im Vergleich zu Ibuprofen waren Triptane, Ergotika und Antiemetika. Triptane waren laut Studie fünfmal wirksamer als Ibuprofen, Ergotika dreimal wirksamer und Antiemetika zweieinhalbmal wirksamer. Betrachtet man die einzelnen Medikamente, so ragten offenbar drei Schmerzmittel hinsichtlich ihrer Wirksamkeit heraus: Eletriptan, Zolmitriptan und Sumatriptan. Alle drei gehören, wie ihr Name verrät, zur Klasse der Triptane, die in der akuten Migränetherapie gegen Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. In der vorliegenden Studie erwies sich das Kopfschmerzmittel Eletriptan als sechsmal wirksamer als Ibuprofen, Zolmitriptan war fünfeinhalbmal und Sumatriptan fünfmal so wirksam. Die Fachleute stellten fest, dass die Teilnehmer Eletriptan in 78 Prozent der Fälle als hilfreich empfanden - Zolmitriptan in 74 Prozent und Sumatriptan in 72 Prozent der Fälle. Ibuprofen nahmen die Patientinnen und Patienten hingegen nur in 42 Prozent der Fälle als wirksam wahr.

  • Almotriptan: Almotriptan zeichnet sich unter den Triptanen besonders durch seinen schnellen Wirkeintritt (bereits nach etwa 30 Minuten) und seine lange Wirkdauer (bis zu 4 Stunden) aus.
  • Sumatriptan: Sumatriptan ist für seine rasche Wirkung bekannt, die bereits innerhalb von 30 Minuten einsetzt und innerhalb von 2 Stunden ihr Maximum erreicht. Im Vergleich zu anderen Triptanen hält die Wirkung von Sumatriptan etwas kürzer an (ca. 2 bis 3 Stunden).
  • Naratriptan: Naratriptan ist insbesondere für langanhaltende Migräneepisoden geeignet. Im Gegensatz zu seinen schnell wirksamen Alternativen Almotriptan und Sumatriptan benötigt Naratriptan etwas mehr Zeit, um seine volle Wirkung zu entfalten - etwa 4 Stunden. Doch mit einer Wirkungsdauer von bis zu 24 Stunden wirkt es dafür viel länger. Darüber hinaus kann Naratriptan besonders bei wiederkehrenden Migräneattacken von Vorteil sein, da es dazu beiträgt, die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu reduzieren.

Wichtig: Triptane sollen nur nach ärztlich sichergestellter Migränediagnose angewendet werden. Sie können Müdigkeit verursachen und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Nach der Einnahme ist daher besondere Vorsicht geboten.

Aspirin, Paracetamol und Koffein als Migräne-Mittel

Das Forschungsteam untersuchte auch andere Medikamentengruppen wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), zu denen etwa Ibuprofen gehört, Paracetamol und Kombinationen verschiedener Präparate. Andere NSAR waren demzufolge zu 94 Prozent wirksamer als Ibuprofen, bei den Mitteln Ketorolac, Indomethacin und Diclofenac lagen die Angaben zur Wirksamkeit bei um die 60 Prozent (Ketorolac 62, Indomethacin 57, Diclofenac 56 Prozent wirksamer als Ibuprofen). Paracetamol hingegen empfanden die Untersuchten nur in 37 Prozent der Fälle als hilfreich, und es erwies sich in der Migränetherapie als 17 Prozent weniger wirksam als Ibuprofen. Interessanterweise erwies sich eine gängige Kombination von Medikamenten zur Behandlung von Migräne, nämlich Aspirin, Paracetamol und Koffein, als um 69 Prozent wirksamer als Ibuprofen, was das Manko des für sich genommen weniger wirksamen Paracetamols wieder ausgleicht.

Spezielle Therapie von Migräne in der Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel

Die Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel bietet eine spezielle Therapie von Migräne mit und ohne Aura, Migräne-Komplikationen, alle Kopfschmerzen, wie z.B. chronische Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch, Clusterkopfschmerz, Nervenschmerz (neuropathischer Schmerz), Rückenschmerz und andere Formen chronischer Schmerzerkrankungen.

Zur Planung des Aufnahmetermins sind folgende drei Punkte zu erledigen:

  1. Der behandelnde Arzt stellt eine Verordnung von Krankenhausbehandlung aus.
  2. Der behandelnde Arzt füllt die Aufnahme-Checkliste aus.
  3. Der Patient füllt den Schmerzkalender und den Schmerzfragebogen aus.

Alle Unterlagen und zusätzlich Kopien aller relevanter Arztbriefe, Röntgenbilder etc. werden an die auf der Aufnahme-Checkliste angegebene Anschrift gesendet. Je nach Krankenkasse gelten folgende Regelungen für die Kostenübernahme: Zahlreiche Krankenkassen haben eine integrierte Versorgung ihrer Versicherten mit dem Behandlungsnetz vertraglich geregelt.

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