Schmerzen sind ein vielschichtiges Phänomen. Sie können in unterschiedlicher Intensität und Form auftreten. Dolormin Migräne und Dolormin GS mit Naproxen bieten Optionen zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkungsweise, Anwendungsgebiete und wichtigen Aspekte dieser Medikamente, um Ihnen ein umfassendes Verständnis zu ermöglichen.
Was ist Naproxen und wie wirkt es?
Naproxen gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Diese wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. NSAR behandeln Symptome von Entzündungsprozessen wie Schmerzen und Schwellungen. Der Wirkstoff Naproxen hemmt die Bildung von Prostaglandinen. Prostaglandine sind Botenstoffe, die eine Rolle bei der Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn spielen. Indem Naproxen die Prostaglandinbildung hemmt, dämpft es Schmerz- und Entzündungsreaktionen.
Naproxen wird oral gegeben und vollständig im Dünndarm resorbiert, teilweise auch schon im Magen. Es wird in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden.
Anwendungsgebiete von Naproxen
Naproxen wird zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt, insbesondere in Verbindung mit Entzündungen. Aufgrund seiner vergleichsweise langen Wirkdauer findet Naproxen häufig Anwendung bei langanhaltenden Schmerzen, wie zum Beispiel:
- Menstruationsbeschwerden während der Periode (Dolormin® für Frauen).
- Schmerzen bei Gelenkverschleiß (Arthrose) (Dolormin® GS).
Dolormin® GS mit Naproxen wird zur symptomatischen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen, zum Beispiel bei bekannter Arthrose (Gelenkverschleiß), eingesetzt. Dolormin® für Frauen bei Menstruationsbeschwerden mit Naproxen wird bei schmerzhaften Beschwerden während der Regelblutung eingesetzt.
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Naproxen versus Ibuprofen: Ein Vergleich
Naproxen und Ibuprofen sind sich chemisch ähnlich, weisen aber Unterschiede auf. Naproxen zeichnet sich durch eine längere Wirkdauer von bis zu 12 Stunden aus, was eine zweimal tägliche Einnahme ermöglicht. Ibuprofen hingegen hat eine etwas kürzere Wirkdauer, wirkt aber schneller.
Dosierung und Anwendung von Naproxen
Naproxen-Tabletten sind in der Regel mit einer Dosierung von 250 mg pro Tablette rezeptfrei erhältlich. Die maximale Tagesdosis beträgt 750 mg. Bei leichten bis mäßig starken Schmerzen kann der Wirkstoff in der Selbstmedikation bis zu 4 Tage eingenommen werden, wie im Fall von Dolormin® für Frauen bei Menstruationsbeschwerden. Bei Arthroseschmerzen kann mit Dolormin® GS eine Einnahme von 5 bis 7 Tagen erfolgen.
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene können als erste Dosis 1-2 Tabletten einnehmen. Die Gesamtdosis sollte ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker nicht überschritten werden. Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Bei bekannter Arthrose können Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene als erste Dosis 2 Tabletten einnehmen.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung müssen in Absprache mit ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich, das Arzneimittel während der Mahlzeit einzunehmen.
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Ohne ärztlichen Rat sollte das Arzneimittel nicht länger als 4 Tage angewendet werden; bei bekannter Arthrose nicht länger als 5-7 Tage. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Mögliche Nebenwirkungen von Naproxen
Wie die meisten Schmerzmittel kann auch Naproxen Nebenwirkungen haben. Daher sollte es nur so kurz wie möglich und in der geringstmöglichen Dosierung eingenommen werden.
Häufige Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Sodbrennen. Gelegentlich treten Hautausschläge, Entzündungen der Mund- oder Magenschleimhaut, Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit oder Sehstörungen auf.
Seltene Nebenwirkungen sind Ohrgeräusche (Tinnitus), Nierenschädigungen oder erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut. Sehr selten sind schwere Nebenwirkungen wie Symptome einer aseptischen Hirnhautentzündung, Verschlechterung von Entzündungen durch Infektionen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, psychotische Reaktionen, Herzklopfen, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Speiseröhren- oder Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Leberfunktionsstörungen, Blutbildungsstörungen, schwere Hautreaktionen, Haarausfall, verminderte Harnausscheidung, Wassereinlagerungen (Ödeme) oder Nierenfunktionsstörungen.
Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion oder starken Hautreaktionen sollte die Einnahme von Naproxen beendet und umgehend ein Arzt konsultiert werden.
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Gegenanzeigen und Warnhinweise
Naproxen sollte nicht eingenommen werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Inhaltsstoffe.
- Blutbildungsstörungen.
- Geschwüren oder Blutungen im Verdauungstrakt.
- Stark eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion.
- Schwerer Herzschwäche.
Vor der Einnahme von Naproxen sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden bei:
- Magen-Darm-Beschwerden.
- Entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).
- Blutgerinnungsstörungen.
- Bluthochdruck.
- Herzschwäche.
- Eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion.
- Porphyrie.
- Kollagenosen (z.B. Lupus erythematodes).
- Kurz zuvor stattgefundener größerer Operation.
Naproxen in Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft, insbesondere im letzten Drittel, sollte Naproxen nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden, da es sich auf die Prostaglandinsynthese auswirkt und das Risiko für Fehlbildungen und Fehlgeburten erhöhen kann. In der Stillzeit sollte von einer Anwendung abgeraten werden.
Wichtige Hinweise
- Naproxen kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung während der Anwendung.
- Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen.
- Seien Sie vorsichtig bei Allergien gegen Schmerzmittel oder bestimmte Inhaltsstoffe.
- Vermeiden Sie Alkoholgenuss während einer Dauerbehandlung.
Dolormin Migräne: Speziell gegen Migräne
Dolormin Migräne enthält den Wirkstoff Ibuprofen in Form seines Salzes der Aminosäure Lysin (Ibuprofen-Lysinat). Dadurch nimmt der Körper den Wirkstoff schneller auf, und die Wirkung setzt rasch ein. Es wird zur symptomatischen Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit oder ohne Aura eingesetzt und ist bereits für Kinder ab sechs Jahren geeignet.
Wirkung von Dolormin Migräne
Ibuprofen hemmt die Cyclooxygenasen (COX) im Körper, Enzyme, die an der Herstellung von Prostaglandinen beteiligt sind. Auf diese Weise wirkt Ibuprofen schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend.
Dosierung und Einnahme von Dolormin Migräne
Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Wasser eingenommen. Bei empfindlichem Magen empfiehlt sich die Einnahme während einer Mahlzeit.
Die Dosierung richtet sich nach dem Alter bzw. dem Körpergewicht des Patienten:
- Kinder zwischen 6 und 9 Jahren (20 bis 29 kg): ½ Tablette, bis zu 3 Mal täglich (max. 1,5 Tabletten pro Tag).
- Kinder zwischen 10 und 11 Jahren (30 bis 39 kg): ½ Tablette, maximal 2 Tabletten pro Tag.
- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene (über 40 kg): ½ bis 1 Tablette, maximal 3 Tabletten pro Tag.
Dolormin Migräne sollte nicht länger als drei Tage ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden.
Wann ist ärztliche Rücksprache erforderlich?
Vor der Einnahme von Dolormin Migräne sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden bei:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Bypass-Operationen.
- Erhöhten Cholesterinwerten.
- Diabetes.
- Rauchen.
- Magen-Darm-Geschwüren in der Vergangenheit.
- Gleichzeitiger Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten, oralen Kortikosteroiden oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmern.
- Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.
- Leber- und Nierenfunktionsstörungen.
- Bestimmten angeborenen Blutbildungsstörungen oder Autoimmunerkrankungen.
- Wassermangel des Körpers.
- Allergien, Nasenpolypen, Heuschnupfen, Asthma oder dauerhaften Nasenschleimhautschwellungen.
- Operativen Eingriffen.
Nebenwirkungen von Dolormin Migräne
Häufige Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden. Gelegentlich treten Hautausschläge, Verstärkung einer Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, Mund- oder Magenschleimhautentzündung, Magen-Darm-Geschwüre, Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Sehstörungen oder allergische Reaktionen auf.
Seltene Nebenwirkungen sind Ohrgeräusche, Nierenschädigungen oder erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut. Sehr selten sind schwere Nebenwirkungen wie Symptome einer aseptischen Hirnhautentzündung, Verschlechterung von Entzündungen durch Infektionen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, psychotische Reaktionen, Herzklopfen, Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Speiseröhren- oder Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Leberfunktionsstörungen, Blutbildungsstörungen, schwere Hautreaktionen oder Nierenfunktionsstörungen.
Wann hilft Dolormin Migräne?
Dolormin Migräne hilft in der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit oder ohne Aura.