Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, wobei Spannungskopfschmerzen und Migräne die häufigsten Arten sind. Die Unterscheidung zwischen beiden kann jedoch schwierig sein, besonders zu Beginn einer Attacke. Dolormin® Migräne kann hier eine schnelle und umfassende Hilfe bieten. Der folgende Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe von Dolormin® Migräne, die Anwendungsgebiete, die richtige Anwendung und gibt wichtige Hinweise zu Gegenanzeigen und Nebenwirkungen.
Was ist Dolormin® Migräne?
Dolormin® Migräne Filmtabletten sind ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und entzündungshemmendes Arzneimittel (nicht-steroidales Antiphlogistikum/Analgetikum). Es wird zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit oder ohne Aura bei Kindern ab 20 kg Körpergewicht (ab 6 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt.
Der Wirkstoff: Ibuprofen
Der in Dolormin® Migräne enthaltende Wirkstoff ist Ibuprofen, ein Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Ibuprofen hemmt die Produktion von Prostaglandinen, körpereigenen Stoffen, die an der Entstehung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber beteiligt sind. Ibuprofen wirkt somit gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber.
In Dolormin® Migräne ist Ibuprofen mit dem körperverwandten Eiweißbaustein Lysin verbunden. Diese Verbindung ermöglicht eine schnellere Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper, wodurch die schmerzlindernde Wirkung schneller eintritt.
Weitere Dolormin®-Produkte
Neben Dolormin® Migräne gibt es weitere Produkte der Dolormin®-Familie, die unterschiedliche Wirkstoffe und Anwendungsgebiete haben:
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- Dolormin® Extra/Schmerztabletten: Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1) zur symptomatischen Kurzzeitbehandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und Fieber.
- Dolortriptan bei Migräne®: Almotriptan zur akuten Behandlung von Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura bei Erwachsenen von 18 bis 65 Jahren.
- Dolormin® für Frauen: Naproxen gegen schmerzhafte Beschwerden während der Regelblutung.
- Dolormin® GS: Naproxen zur symptomatischen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen z.B. bei bekannter Arthrose (Gelenkverschleiß).
- Dolormin® für Kinder Ibuprofensaft: Ibuprofen gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen wie Kopfschmerzen und Zahnschmerzen sowie Fieber bei Kindern ab 10 kg (1 Jahr und älter), Jugendlichen und Erwachsenen.
Anwendungsgebiete von Dolormin® Migräne
Dolormin® Migräne wird zur symptomatischen Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit oder ohne Aura eingesetzt. Es eignet sich auch zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen, wie Spannungskopfschmerzen.
Migräne vs. Spannungskopfschmerz
Es ist wichtig, zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen zu unterscheiden:
- Spannungskopfschmerzen: Werden meist als beidseitig und drückend charakterisiert.
- Migräne: Tritt meist nur einseitig auf und wird oft als stechend und pochend beschrieben. Einer Migräneattacke kann eine sogenannte Auraphase vorausgehen, die sich z.B. durch Sehstörungen äußern kann.
Anwendung von Dolormin® Migräne
Die folgenden Hinweise zur Anwendung von Dolormin® Migräne sollten beachtet werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen und Risiken zu minimieren.
Dosierung
Die Dosierung von Dolormin® Migräne ist abhängig vom Körpergewicht und Alter:
- Kinder von 6-9 Jahren (20-29 kg Körpergewicht): Einzeldosis ½ Filmtablette (200 mg), maximale Tagesgesamtdosis 1½ Filmtabletten (600 mg).
- Kinder von 10-11 Jahren (30-39 kg Körpergewicht): Einzeldosis ½ Filmtablette (200 mg), maximale Tagesgesamtdosis 2 Filmtabletten (800 mg).
- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene (über 40 kg Körpergewicht): Einzeldosis 1 Filmtablette (400 mg), maximale Tagesgesamtdosis 3 Filmtabletten (1200 mg).
Das Dosierungsintervall sollte 6 Stunden nicht unterschreiten. Die niedrigste wirkungsvolle Dosis sollte für die kürzeste Dauer, die zur Linderung der Symptome erforderlich ist, angewendet werden.
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Art und Dauer der Anwendung
Dolormin® Migräne Filmtabletten sollten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen werden. Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich, das Präparat während einer Mahlzeit einzunehmen.
Die Anwendungsdauer sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage betragen. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Das Arzneimittel ist nur für eine kurzfristige Anwendung vorgesehen.
Was tun bei Überdosierung oder vergessener Einnahme?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit sowie zu Atemstörungen kommen. Setzen Sie sich bei Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Wurde die Einnahme vergessen, sollte die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fortgesetzt werden.
Gegenanzeigen: Wann darf Dolormin® Migräne nicht eingenommen werden?
Es gibt bestimmte Umstände, unter denen Dolormin® Migräne nicht eingenommen werden darf. Dazu gehören:
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- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile
- Bekannte Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis, Angioödem oder Hautreaktionen nach der Einnahme von ASS oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAID) in der Vergangenheit
- Ungeklärte Blutbildungsstörungen
- Bestehende oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene peptische Ulcera oder Hämorraghien
- Gastrointestinale Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAID)
- Zerebrovaskuläre oder andere aktive Blutungen
- Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- Schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV)
- Schwere Dehydration (ausgelöst durch Erbrechen, Diarrhö oder unzureichende Flüssigkeitszufuhr)
- Letztes Drittel der Schwangerschaft
- Kinder unter 6 Jahren oder unter 20 kg Körpergewicht.
Unter bestimmten Umständen ist besondere Vorsicht geboten und die Einnahme sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker erfolgen. Dies gilt beispielsweise bei Magen-Darm-Beschwerden, entzündlichen Darmerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, Risikofaktoren für Gefäßverengungen am Herzen, Kollagenosen, Porphyrie, kurz zuvor stattgefundenen größeren Operationen und Windpocken.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Dolormin® Migräne kann Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eingehen. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Zu den Arzneimitteln, mit denen Wechselwirkungen auftreten können, gehören:
- Andere NSAID einschl. Salicylate: Erhöhtung des Risikos gastrointestinaler Ulcera und Blutungen auf Grund eines synergistischen Effekts möglich.
- Digoxin, Phenytoin, Lithium: Erhöhtung des Serumspiegels dieser Arzneimittel möglich.
- Diuretika, ACE-Hemmer, Betarezeptorenblocker und Angiotensin-II Antagonisten: Wirkung von Diuretika und Antihypertensiva kann abgeschwächt werden; Verschlechterung der Nierenfunktion, einschl. eines möglichen akuten Nierenversagens bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion; Hyperkaliämie bei kaliumsparenden Diuretika.
- Glucocorticoide: Erhöhtes Risiko gastrointestinaler Ulcera oder Blutungen.
- Thrombozytenaggregationshemmer und selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (SSRI): Erhöhtes Risiko gastrointestinaler Blutungen.
- ASS: Potenzial für vermehrte Nebenwirkungen; mögliche kompetitive Hemmung der Thrombozytenaggregationshemmung (experimentelle Daten), bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist klinisch relevante Wechselwirkung nicht wahrscheinlich.
- Methotrexat: Erhöhte Methotrexat-Konzentration und damit Zunahme der toxischen Wirkung möglich.
- Ciclosporin: Risiko einer nierenschädigenden Wirkung erhöht.
- Antikoagulanzien (z.B. Warfarin): Wirkverstärkung dieser Arzneimittel möglich.
- Sulfonylharnstoffe: vorsichtshalber Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen.
- Tacrolimus: Erhöhtes Risiko einer Nephrotoxizität.
- Zidovudin: Erhöhtes Risiko für Hämarthrosen und Hämatome bei HIV-positiven Hämophilie-Patienten.
- Probenecid, Sulfinpyrazon: Verzögerte Ibuprofenausscheidung möglich.
- Chinolon-Antibiotika: Möglicherweise erhöhtes Risiko für Krampfanfälle (tierexperimentelle Daten).
- CYP2C9-Inhibitoren (z.B. Voriconazol, Fluconazol): Erhöhung der Konzentration an Ibuprofen möglich (CYP2C9-Substrat).
Nebenwirkungen von Dolormin® Migräne
Wie alle Arzneimittel kann auch Dolormin® Migräne Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Häufige Nebenwirkungen sind:
- Gastrointestinale Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Diarrhö, Verstopfung und geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Anämie verursachen können.
Gelegentliche Nebenwirkungen sind:
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken sowie Asthmaanfällen (ggf. mit Blutdruckabfall)
- Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, Müdigkeit
- Sehstörungen
- Gastrointestinale Ulcera, u. U. mit Blutung und Durchbruch, auch mit letalem Ausgang
- Ulcerative Stomatitis, Verstärkung einer Colitis und eines Morbus Crohn
- Gastritis
- Verschiedene Arten von Hautausschlägen
Seltene Nebenwirkungen sind:
- Tinnitus
- Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen)
- Erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut
Sehr seltene Nebenwirkungen sind:
- Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen
- Symptome einer aseptischen Meningitis
- Störungen der Blutbildung
- Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen
- Psychotische Reaktionen, Depression
- Palpitationen, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt
- Arterielle Hypertonie
- Ösophagitis, Pankreatitis, Ausbildung von intestinalen, diaphragmaartigen Strikturen
- Leberfunktionsstörungen, Leberschäden, insbes. bei der Langzeittherapie, Leberversagen, akute Hepatitis
- Schwere Hautreaktionen
- Verminderung der Harnausscheidung und Ausbildung von Ödemen, nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, die mit einer akuten Niereninsuffizienz einhergehen kann.
Es ist wichtig, bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion oder anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen die Einnahme von Dolormin® Migräne abzubrechen und einen Arzt zu konsultieren.
Wichtige Hinweise
- Reaktionsvermögen: Vorsicht ist geboten, da das Reaktionsvermögen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein kann. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.
- Schmerzen oder Fieber: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
- Daueranwendung: Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.
- Nierenschädigung: Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Asthma/Allergien: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen sollten vor der Anwendung ihren Arzt fragen, da das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen kann.
- Alkohol: Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden.
Dolormin® Migräne in Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Dolormin® Migräne nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Dolormin® Migräne wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.
Der Wirkstoff Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich.
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