Das Fachklinikum Brandis bietet ein breites Spektrum an neurologischen Behandlungen und Rehabilitationen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Manuellen Medizin, einer nicht-invasiven Therapieform, die Funktionsstörungen des Bewegungsapparates behandelt.
Manuelle Medizin: Eine zentrale Säule im Behandlungsspektrum
Die Manuelle Medizin, früher als Chirotherapie bekannt, ist ein wichtiger Bestandteil des Behandlungsspektrums im Fachklinikum Brandis. Sie konzentriert sich auf die Erkennung und Behandlung reversibler Funktionsstörungen des Bewegungssystems, einschließlich der Wechselwirkungen mit anderen Organsystemen. Diese Therapieform nutzt manuelle Untersuchungs- und Behandlungstechniken, bei denen Ärzte ihre Hände einsetzen, um Funktionsstörungen zu ertasten und gezielt zu manipulieren.
Bedeutung und Anwendung
Die Manuelle Medizin ist besonders relevant für Fachärzte in den Bereichen Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin und Rehabilitative Medizin. Sie bietet eine nicht-invasive Ergänzung zum traditionellen Behandlungsspektrum und wird von Patienten sehr geschätzt, die Operationen vermeiden möchten. Auch Fachärzte für Pädiatrie, HNO und Schmerzmedizin können von den Möglichkeiten der Manuellen Medizin profitieren.
Die Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin
Um die Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin zu erlangen, ist eine abgeschlossene Facharztausbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung erforderlich. Die Weiterbildung umfasst 320 Stunden und besteht aus mehreren Modulen, die sowohl Grund- als auch Aufbaukurse beinhalten. Die Module I bis IV gelten als Aufbaukurse (je 30 Unterrichtseinheiten pro Modul), während die Module V bis VIII als Grundkurse (je 50 Unterrichtseinheiten) gelten. Teilweise werden diese Kurse auch als Blended Learning angeboten.
Die Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer gibt die Weiterbildungsinhalte als Richtlinie vor, wobei es aufgrund der Zuständigkeit der Landesärztekammern zu Abweichungen in den Voraussetzungen, der Dauer, den Inhalten und den Prüfungsmodalitäten kommen kann. Die ärztliche Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin muss von den Absolventen/-innen im Logbuch dokumentiert werden. Alle Ausbildungsabschnitte und Gespräche werden schriftlich im Ausbildungslogbuch festgehalten und anschließend von Seiten der befugten Weiterbildungsstätte gegengezeichnet. Zur Anerkennung der Zusatzweiterbildung ist das Logbuch bei der zuständigen Ärztekammer vorzulegen. Dort sind in der Regel auch Muster-Logbücher erhältlich.
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Abschluss der Weiterbildung
In der Regel erfolgt der Abschluss der Zusatz-Weiterbildung Manuelle Medizin über eine mündliche Prüfung in Form eines Fachgesprächs anhand von verschiedenen Fallbeispielen. Auch praktische Aufgaben sind möglich.
Perspektiven für Ärzte mit Manueller Medizin
Die Manuelle Medizin bietet natürliche und nicht-invasive Möglichkeiten, Funktionsstörungen des Körpers zu erkennen und zu behandeln. Die Perspektiven sind für Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Manuelle Therapie daher erstklassig. Vor allem im ambulanten Bereich und bei geplanter Praxisniederlassung kann die Manuelle Medizin sehr hilfreich sein. Fachärzte in eigener Praxis können ihren Patientenstamm durch zusätzliche Leistungen erweitern. Viele Patienten leiden unter Störungen des Bewegungsapparates, wollen aber Operationen so lange wie möglich vermeiden. Daher wird die nicht-invasive Therapieform im Rahmen der Manuellen Medizin in der Regel sehr gut angenommen und geschätzt.
Manuelle Medizin in der Praxis
Die Manuelle Medizin bietet vor allem im Bereich der Praxisniederlassung und im ambulanten Sektor positive Effekte auf die Höhe des Monatseinkommens. Viele Patienten/-innen leiden unter Störungen des Bewegungsapparates, wollen aber Operationen so lange wie möglich vermeiden. Daher wird die Nicht-invasive Therapieform im Rahmen der Manuellen Medizin in der Regel sehr gut angenommen und geschätzt.
Neurologische Rehabilitation im Fachklinikum Brandis
Das Fachklinikum Brandis ist auch auf neurologische Rehabilitation spezialisiert. MEDIAN bietet erstklassige Versorgung in allen neurologischen Rehabilitationsphasen, von der Frührehabilitation bis zur beruflichen Wiedereingliederung. Die neurologische Rehabilitation zielt darauf ab, Patienten nach neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen wieder zu einem möglichst selbstständigen Leben zu verhelfen.
Schwerpunkte der neurologischen Rehabilitation
Die neurologische Rehabilitation umfasst ein breites Spektrum an Therapieangeboten, die individuell auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sind. Zu den wichtigsten Therapiebereichen gehören:
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- Physiotherapie: Verbesserung der motorischen Fähigkeiten, der Koordination und des Gleichgewichts.
- Ergotherapie: Förderung der Selbstständigkeit im Alltag durchTraining vonAlltagsaktivitäten und Anpassung der Wohnumgebung.
- Logopädie: Behandlung von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen.
- Neuropsychologie: Behandlung von kognitiven Störungen wie Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der neurologischen Rehabilitation im Fachklinikum Brandis ist die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachbereichen. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte arbeiten Hand in Hand, um den Patienten eine umfassende und individuelle Betreuung zu gewährleisten.
Weitere Fachbereiche und Spezialisierungen
Neben der Manuellen Medizin und der neurologischen Rehabilitation bietet das Fachklinikum Brandis auch Behandlungen in den Bereichen Psychosomatik und Orthopädie an.
Psychosomatik
In der Psychosomatik werden körperliche Beschwerden behandelt, die durch psychische Faktoren beeinflusst oder verursacht werden. Die Reha Kliniken für Psychosomatik bieten Hilfe für Körper und Seele mit erstklassiger Versorgung und Therapie bei allen psychosomatischen Erkrankungen.
Orthopädie
Die Rehakliniken für Orthopädie bieten erstklassige Versorgung und Therapie von allen orthopädischen Erkrankungen. Die Behandlungsschwerpunkte liegen hierbei auf Verschleißerkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems sowie Osteoporose.
Qualitätsanspruch und Leitbild
Das Fachklinikum Brandis legt großen Wert auf eine erstklassige medizinische Versorgung und Betreuung. Das Leitbild "Das Leben leben" steht im Fokus des Handelns und zielt darauf ab, die Patienten auf ihrem Weg zur Genesung und zur Teilhabe am Leben bestmöglich zu unterstützen.
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Rehabilitation und Teilhabe
In der Rehabilitation ist es wichtig, bestehende Krankheiten zu lindern, einer Verschlimmerung vorzubeugen oder auch den Umgang mit einer chronischen Erkrankung zu erlernen oder richtige Verhaltensweisen einzuüben. Damit medizinische Leistungen und Vorsorge- oder Reha-Maßnahmen optimal aufeinander abgestimmt werden können, arbeiten bei der BARMER speziell ausgebildete Mitarbeiter. Sie koordinieren alle Maßnahmen und informieren schon im Vorfeld über sinnvolle Rehabilitationsschritte und Leistungen der beteiligten Einrichtungen.
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