Ein Ganglion, im Volksmund auch als Überbein bekannt, ist eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Zyste, die sich typischerweise in der Nähe von Gelenken oder Sehnenscheiden bildet, seltener an Nervenscheiden. Besonders häufig tritt sie an Hand, Fuß, Finger oder Knie auf. Betroffene nehmen sie als störenden, prall-elastischen „Knubbel“ unter der Haut wahr.
Was ist ein Ganglion?
Der medizinische Fachbegriff für ein Überbein ist Ganglion. Diese Bezeichnung stammt aus einer Zeit, in der man annahm, dass es sich um eine knöcherne Struktur handelte. Tatsächlich ist ein Ganglion aber eine zystische Aussackung, also ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum, der meist an Gelenken (arthrogen) entsteht. Mediziner sprechen daher heute auch präziser von einer "Synovialzyste", da Ganglien über eine Art Tülle mit dem Gelenk verbunden sind und sich kaum verschieben lassen. Synovia ist die Bezeichnung für die Gelenksflüssigkeit.
Wo kann ein Ganglion entstehen?
Ganglien treten am häufigsten an der Hand auf (in rund 65 Prozent der Fälle), besonders am Handrücken. Seltener sind Finger oder Handgelenk betroffen. Weniger oft entsteht ein Überbein an Hüfte, Knie, Füßen oder Wirbelsäule. Seltener tritt ein Ganglion an den Sehnenscheiden (tendinogen) auf. In diesem Fall spricht man auch von einem Sehnenscheidenganglion. Eine weitere Sonderform des Überbeins ist das sogenannte intraossäre Ganglion, das sich in einem Knochen bildet und sich nach innen statt nach außen wölbt.
Prinzipiell kann ein Überbein bei Menschen jeden Alters auftreten, auch bei Kindern. Am häufigsten zeigt es sich jedoch zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, was auf ihr von Natur aus schwächeres Bindegewebe und beweglichere Gelenkkapseln zurückgeführt wird.
Symptome: Wie erkenne ich ein Ganglion?
In der Regel ist ein Ganglion harmlos. Allerdings kann es Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen - vor allem, wenn es vom Gelenk ausgeht oder ungünstig liegt. Dann kann Behandlungsbedarf entstehen.
Lesen Sie auch: Umfassender Ratgeber: Ganglion geplatzt
Betroffene bemerken meist eine Beule am Handgelenk oder Handrücken, seltener an anderen Körperstellen. Es ist möglich, dass sich mehrere Überbeine ausbilden. Der "Knubbel" am Handgelenk oder an anderen Körperstellen ist typischerweise prallelastisch. Er hat im Schnitt einen Durchmesser von wenigen Millimetern bis zwei Zentimetern, es gibt aber auch Ganglien, die bis zu acht Zentimeter groß werden. Manche bleiben so klein, dass der Betroffene die Ausstülpung gar nicht bemerkt und sie nur zufällig entdeckt wird.
Typischerweise verursacht ein Ganglion keine Schmerzen und macht sich auch sonst kaum bemerkbar. Je nach Größe und Lage schränkt es jedoch die Beweglichkeit von Gelenken und Muskeln ein oder schmerzt, wenn sich der Betroffene darauf stützt. Die (Druck-) Schmerzen strahlen unter Umständen aus. Auch bei Bewegung oder Berührung schmerzt das Ganglion eventuell. Wenn ein Überbein auf Sehnen drückt, ist es möglich, dass es diese quetscht und durch die dauerhafte Belastung eventuell eine Entzündung (Sehnenscheidenentzündung) hervorruft.
Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schwäche in der Hand sind ein möglicher Hinweis darauf, dass das Ganglion einen Nerv "abklemmt". Häufig sind die Nerven bei sogenannten Ringbandganglien in Mitleidenschaft gezogen. Das sind kleine Überbeine an den Ringbändern der Finger, welche eventuell das Beugen und Strecken erschweren. Aber auch Handgelenk, oder Fuß(rücken) sind anfällig für abgedrückte Nervenbahnen und Gefäße. Der Druck auf Gefäße verursacht unter Umständen Blutungen. Außerdem ist es möglich, dass sich im flüssigkeitsgefüllten Raum des Ganglions Infektionen ausbreiten.
Spezifische Lokationen und ihre Symptome
- Ganglion am Handgelenk: Meist auf der Streckseite (Oberseite) tastbar, kann mit Druck- oder Bewegungsschmerzen einhergehen oder asymptomatisch sein.
- Ganglion am Fuß (insbesondere am Fußrücken oder Sprunggelenk): Stört oft beim Tragen enger Schuhe oder beim Laufen, Druck auf umliegendes Gewebe kann zu Schmerzen führen, Mobilität kann eingeschränkt sein.
- Ganglion am Finger (Ringband-, Sehnenscheidenganglien und Mucoidzysten): Ringbandganglion (meist auf Höhe des Grundgelenkes der Finger) und Sehnenscheidenhygrom entstehen durch chronische Entzündungen des Sehnengleitgewebes. Mucoidzysten sind eine Sonderform an der Streckseite eines Finger- oder Zehenendgelenkes, oft verbunden mit Arthrose.
- Ganglion am Knie (Poplitealzyste bzw. Baker-Zyste): Kann Schmerzen beim Beugen oder Strecken verursachen, Beweglichkeit einschränken, Spannungsgefühl oder Instabilität verursachen.
Symptome bei einem Ganglion am Fuß
Ein Ganglion am Fuß erscheint in der Regel als eine kleine, runde oder ovale Schwellung unter der Haut. Diese kann von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern im Durchmesser reichen. Das Ganglion hat eine feste Konsistenz und fühlt sich oft leicht elastisch oder gummiartig an. Die Haut über einem Ganglion ist in der Regel normal gefärbt und zeigt keine Verfärbungen. Man kann es in der Regel unter der Haut verschieben. Ganglien am Fuß können an verschiedenen Stellen auftreten, wobei der Bereich des Sprunggelenks am häufigsten betroffen ist.
- Eine sichtbare, meist gut abgegrenzte Schwellung unter der Haut tritt auf.
- Das Ganglion fühlt sich fest an und kann leicht elastisch oder gummiartig sein.
- Nicht alle Ganglien verursachen Schmerzen, aber einige können Druck auf umliegendes Gewebe ausüben und dadurch schmerzhaft sein.
- Sowie kann in einigen Fällen Druck auf das Ganglion schmerzhaft sein.
- Je nach Lage des Ganglions kann es die Beweglichkeit des Fußes beeinträchtigen.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder mit einem Ganglion die gleichen Symptome hat, und manche Menschen können möglicherweise keinerlei Beschwerden verspüren.
Lesen Sie auch: Handgelenksganglion: Symptome, Diagnose und Therapie
Verursacht ein Ganglion am Fuß Schmerzen und wie fühlen sie sich an?
Ein Ganglion am Fuß kann Schmerzen verursachen, ist jedoch nicht in jedem Fall schmerzhaft.
- Druckschmerz Das Ganglion kann empfindlich auf Druck reagieren.
- Bewegungsschmerz Je nach Lage des Ganglions kann es Schmerzen verursachen, wenn der Fuß bewegt wird.
Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle Ganglien Schmerzen verursachen und die Intensität der Schmerzen von Person zu Person variieren kann.
Was sind die Ursachen für ein Ganglion?
Wie genau ein Ganglion entsteht, ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Häufig liegt eine Schwächung des Bindegewebes in Gelenkkapseln oder Sehnenscheiden vor. Diese entsteht oftmals durch chronische Überlastung, wiederholte Mikroverletzungen oder degenerative Veränderungen. In der Folge kann sich Gelenkflüssigkeit durch eine kleine Aussackung nach außen drücken und ein Ganglion bilden. Auch Erkrankungen wie Arthrose, rheumatoide Arthritis oder Bindegewebsschwächen (z. B. beim Ehlers-Danlos-Syndrom) können das Risiko erhöhen.
Die genauen Ursachen eines Ganglions sind bisher nicht bekannt. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren bei der Entstehung eines Überbeins eine Rolle. Beispielsweise eine Bindegewebsschwäche: Um die Gelenke herum liegt (festes) Bindegewebe, die sogenannte Gelenkkapsel. Diese hält das Gelenk in Position und sorgt dafür, dass es sich nur in die gewünschte Richtung bewegt. Im Gelenk kleidet eine weiche Schicht Bindegewebe (Synovialmembran) wie eine Tapete die Gelenkshöhle aus. In der Gelenkhöhle befindet sich galleartige Flüssigkeit ("Gelenkschmiere"), ohne die die knöchernen Anteile der Gelenke aneinander reiben würden.
Bei einer Bindegewebsschwäche passiert es in einigen Fällen in Verbindung mit einer Überbelastung des Gelenks, dass Gelenkflüssigkeit aus der Gelenkhöhle austritt und sich im umgebenden Weichteilgewebe sammelt. Auf diese Weise entsteht ein Ganglion, vermuten Experten.
Lesen Sie auch: Alles über Ganglien: Ein umfassender Leitfaden
Risikofaktoren für ein Ganglion sind:
- Erhöhte Gelenkbelastungen wie durch wiederholte kleine Verletzungen der Kapsel und des Bandapparats
- Störungen der Biomechanik des Gelenks oder der Sehne
- Gelenkerkrankungen und rheumatische Erkrankungen (wie Arthrose, Lupus erythematodes, Gicht)
- Etwa zehn Prozent der Patienten haben sich im Bereich des Ganglions zuvor verletzt.
Zusätzlich stimulieren bei einem Ganglion wahrscheinlich die Bindegewebszellen (Fibroblasten) die Produktion von Gelenkflüssigkeit. Deren Bestandteile Hyaluronsäure und sogenannte Mukopolysaccharide bilden eine zähe Flüssigkeit, die sich dann im Überbein ansammelt. Außerdem spielen wohl abnutzungsbedingte Schäden des Gewebes eine Rolle bei der Entstehung eines Ganglions.
Ursachen für ein Ganglion am Fuß
Die genaue Ursache für die Entstehung eines Ganglions am Fuß können unterschiedlicher Natur sein.
- Gelenk- oder Sehnenprobleme (z.B.
- Fehlbelastung des Fußes (z.B.
Diagnose und Behandlung: Was tun bei einem Ganglion?
Ein erfahrener Orthopäde oder Hand- und Fußchirurg kann ein Ganglion meist durch Abtasten in Verbindung mit einer klinischen Untersuchung erkennen. Bestätigt wird die Diagnose gegebenenfalls durch Ultraschall oder MRT. Zusätzlich ist eine Röntgen Diagnostik zur Abklärung der Ursache unerlässlich.
Suchen Sie bei Verdacht auf ein Ganglion einen Orthopäden oder Chirurgen auf. Er schließt eventuell Grunderkrankungen wie Arthrose als Auslöser des Knubbels aus. Am besten kontaktieren Sie einen Arzt, der sich auf die betroffene Körperregion spezialisiert hat, also beispielsweise einen Handchirurgen bei einem Überbein an der Hand.
Zur Abklärung des vermuteten Ganglions geht der Arzt meist folgendermaßen vor:
- Erhebung der Krankengeschichte: Im Gespräch mit dem Patienten erkundigt sich der Arzt nach den genauen Beschwerden sowie eventuellen Verletzungen und Grund- oder Vorerkrankungen.
- Körperliche Untersuchung: Danach untersucht der Arzt die Schwellung, um sie genauer zu beurteilen. Ein Ganglion fühlt sich prallelastisch an, ähnlich wie ein fester Gummiball. Es lässt sich durch seine Verankerung an das Gelenk oder die Sehnenscheide nur wenig verschieben. Im Gegensatz zu hochentzündlichen Prozessen ist die betroffene Region weder überwärmt noch gerötet. Eventuell macht der Arzt Fotos zur Dokumentation. Zudem wird er Durchblutung, Motorik und Sensibilität im Bereich der betroffenen Körperregion prüfen. So erkennt er zum Beispiel Bewegungseinschränkungen durch das Ganglion, Durchblutungsstörungen und Nervenschäden. Auch ein "Durchleuchten" der Schwellung (Transillumination) ist möglich: Indem das Ganglion mit einer Lichtquelle seitlich durchleuchtet wird, stellt der Arzt fest, ob das Innere flüssig (Hinweis auf Ganglion, Zyste) oder fest ist.
- Bildgebung: Bildgebende Verfahren sind bei Ganglien unüblich. Sie werden nur eingesetzt, wenn der Fall unklar ist und zum Beispiel der Verdacht auf einen bösartigen Prozess oder auf Arthritis besteht. Auch wenn der Arzt ein "verstecktes" Ganglion vermutet, ist es möglich, per Ultraschall und Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) diesen Verdacht zu bestätigen oder zu entkräften.
- Feinnadelaspiration: Zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken sticht der Arzt ultraschallkontrolliert mit einer sehr dünnen, hohlen Nadel in das Ganglion, um Flüssigkeit aus dem Inneren zu gewinnen. Diese meist dickflüssige, klare Flüssigkeit untersucht dann ein Pathologe im Labor. So lassen sich Entzündungen oder bösartige Prozesse ausschließen. Das Ablassen von Flüssigkeit aus dem Ganglion führt dazu, dass es sich sichtbar verkleinert. Das ist in den meisten Fällen aber keine dauerhafte Lösung.
Wann muss ich mit einem Ganglion am Fuß zum Arzt und zu welchem?
In Bezug auf den Arzt, den man aufsuchen solltest, ist ein Orthopäde oder ein Spezialist für Fuß- und Sprunggelenksprobleme eine gute Anlaufstelle. Sie sind gut qualifiziert, um Ganglien am Fuß zu diagnostizieren und mögliche Behandlungsoptionen zu besprechen.
Diagnostische Verfahren bei einem Ganglion am Fuß
- körperlicher Untersuchung: Der Arzt wird den Fuß genau untersuchen, um die Schwellung zu lokalisieren, ihre Größe, Form und Konsistenz festzustellen.
- Die Durchleuchtung (Transillumination) ist eine spezielle Technik, bei der das Ganglion gegen eine Lichtquelle gehalten wird.
- Der Ultraschall ist ein wichtiges bildgebendes Verfahren, das bei der Diagnose und Beurteilung eines Ganglions am Fuß eingesetzt werden kann. Ultraschall ermöglicht es dem Arzt, das Ganglion in Echtzeit zu sehen. Dadurch kann die Größe, Lage und Struktur des Ganglions genauer beurteilt werden. Er hilft dabei, das Ganglion von umliegenden Gewebestrukturen wie Sehnen, Muskeln und Gelenken zu unterscheiden und kann feststellen, ob das Ganglion mit Flüssigkeit gefüllt ist. Dies ist ein wichtiges diagnostisches Merkmal für ein Ganglion.
- Ein Röntgenbild ist in der Regel nicht die erste Wahl zur Diagnose eines Ganglions am Fuß, da Ganglien hauptsächlich aus Weichteilgewebe bestehen und auf Röntgenbildern oft nicht sichtbar sind. Röntgenstrahlen sind hauptsächlich dazu geeignet, Knochen und knöcherne Strukturen darzustellen. Wenn ein Arzt jedoch vermutet, dass eine andere Ursache für die Schwellung vorliegt oder eine Verknöcherung im Bereich des Ganglions vorhanden ist, könnte er ein Röntgenbild anordnen.
- Ein Magnetresonanztomographie (MRT) wird in Betracht gezogen, wenn zusätzliche Informationen über ein Ganglion benötigt werden oder wenn andere bildgebende Verfahren nicht ausreichend klären können, was die Ursache der Schwellung ist. Ein MRT ist sinnvoll, wenn die körperliche Untersuchung und andere bildgebende Verfahren keine eindeutige Diagnose ergeben haben und der Arzt weitergehende Informationen benötigt oder das Ganglion in der Nähe von komplexen anatomischen Strukturen liegt, wie beispielsweise Nerven oder Blutgefäßen. Ein MRT kann helfen, die umgebenden Weichteilstrukturen, wie Sehnen, Muskeln und Gelenke, besser zu visualisieren, um eventuelle Auswirkungen des Ganglions auf diese Strukturen zu erkennen.
Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt mehrere Optionen:
- Abwarten: Viele Ganglien bilden sich von selbst zurück.
- Konservative Therapie: Bestehen keine Beschwerden oder kosmetische Beeinträchtigungen, ist eine Behandlung meist nicht nötig. Ganglien können spontan verschwinden, zum Beispiel durch das versehentliche Anstoßen mit nachfolgendem Zerplatzen des Ganglions. Den Knubbel zu kühlen oder ein abschwellender Salbenverband können zusätzlich helfen. Auch frei verkäufliche Mittel mit Wirkstoffen wie Ibuprofen oder Diclofenac können Nebenwirkungen haben und sollten nur genau nach Packungsbeilage eingenommen werden. Massieren ist nur sinnvoll, wenn die Ärztin oder der Arzt gezeigt hat, wie das geht. Den Knubbel selbst aufpiksen ist gefährlich, das sollte man keinesfalls versuchen!
- Punktion: Absaugen der Flüssigkeit mit einer Nadel - allerdings hohes Rückfallrisiko und Gefahr von Infektionen. Die Punktion bzw. Aspiration eines Ganglions am Fuß ist ein medizinischer Eingriff, bei dem mit einer Nadel die Flüssigkeit aus dem Ganglion abgesaugt wird.
- Operative Entfernung: Bei anhaltenden Beschwerden oder Rezidiven die sicherste Methode. Allerdings treten sehr selten auch hier Rückfälle auf. Technisch kann die Ganglionentfernung durch einen offenen chirurgischen Zugang erfolgen. In manchen Fällen bietet sich alternativ die minimalinvasive, arthroskopische Gelenkspiegelung mit Ganglienentfernung an. Die Indikation zum operativen Eingriff bei rein optischem Stören des Ganglions sollte streng gestellt und mit den möglichen Risiken abgewogen werden.
Behandlung eines Ganglion am Fuß
- In einigen Fällen kann es ausreichen, das Ganglion zu beobachten und keine sofortige Behandlung einzuleiten.
- Wenn das Ganglion Schmerzen oder Beeinträchtigungen verursacht, kann eine Flüssigkeitsentnahme mittels Aspiration durchgeführt werden, um Schmerzen und Schwellung zu reduzieren. Alternativ können entzündungshemmende Medikamente in das Ganglion injiziert werden.
- Gezielte Übungen und Physiotherapie können die Beweglichkeit des Fußes verbessern und Beschwerden lindern.
- Speziell angepasste Einlagen oder Schuhe können den Druck auf den Bereich reduzieren.
- In Fällen, in denen das Ganglion erhebliche Beschwerden verursacht oder nicht auf andere Behandlungen anspricht, kann eine operative Entfernung in Erwägung gezogen werden.
Hausmittel gegen ein Ganglion am Fuß
Einige Hausmittel können möglicherweise zur Linderung der Beschwerden eines Ganglions am Fuß beitragen. Zu den möglichen Hausmitteln gehören mitunter Wärmebehandlungen, wie das Auftragen von warmen Kompressen oder das Eintauchen des Fußes in warmes Wasser, um Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren. Manchmal kann Wärme helfen, die Zirkulation zu verbessern und die Schmerzen zu lindern.
- Ingwer: Ingwer hat entzündungshemmende Eigenschaften.
- Kurkuma: Kurkuma enthält Curcumin, das entzündungshemmende Wirkungen hat.
- Ätherische Öle: Einige ätherische Öle wie Weihrauch- oder Myrrheöl haben entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften.
- Ernährung: Eine Ernährung, die reich an entzündungshemmenden Lebensmitteln ist, kann ebenfalls hilfreich sein. Dazu gehören Obst und Gemüse, Omega-3-Fettsäuren (z.B.
Welches Schuhwerk kann helfen?
Bequemes und gut angepasstes Schuhwerk kann dazu beitragen, die Beschwerden eines Ganglions am Fuß zu lindern. Schuhe mit ausreichend Platz im Zehenbereich können den Druck auf das Ganglion verringern, während ein enges Schuhwerk zusätzlichen Druck auf das Ganglion ausübt. Gut gepolsterte Innensohlen können zusätzlichen Komfort bieten und den Druck auf das Ganglion reduzieren. Hingegen können Schuhe mit hohen Absätzen den Druck auf den Fußballenbereich erhöhen und sollten vermieden werden.
Wann ist eine OP bei einem Ganglion am Fuß notwendig?
Die Entscheidung für eine Operation hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Schwere der Symptome, der Größe des Ganglions und dem Ansprechen auf konservative Behandlungen.
Wie lange dauert die Genesung nach einer OP bei einem Ganglion am Fuß?
Die Dauer der Genesung nach einer Operation zur Entfernung eines Ganglions am Fuß kann je nach individuellen Faktoren und dem spezifischen Eingriff variieren. Viele Operationen zur Entfernung eines Ganglions am Fuß werden ambulant durchgeführt, was bedeutet, dass der Patient am selben Tag nach Hause gehen kann. In den ersten Tagen nach der Operation ist es wichtig, den Fuß ausreichend zu schonen und Ruhe zu geben, um die Heilung zu unterstützen. Je nach Anweisungen des Chirurgen sollte der betroffene Fuß in den ersten Wochen nach der Operation nur eingeschränkt belastet werden.
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach einer Operation eines Ganglions am Fuß kann variieren und hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich des Ausmaßes der Operation, des Heilungsverlaufs und der Art der beruflichen Tätigkeit.
- Unmittelbare postoperative Phase: In den ersten Tagen nach der Operation ist es üblich, dass der Fuß geschont und hochgelagert wird. In dieser Zeit kann der Patient starke Schmerzen und Schwellungen erleben, die durch Schmerzmittel und Kühlung behandelt werden. Meistens wird auch ein Verband oder eine Schiene angelegt, um den Fuß zu stabilisieren.
- Bürotätigkeiten: Wenn Ihre berufliche Tätigkeit vorwiegend sitzend ist und keine wesentlichen Anforderungen an den Fuß stellt, können Sie oft nach etwa 1 bis 2 Wochen wieder arbeiten.
- Physisch anstrengende Tätigkeiten: Wenn Sie in einem Beruf arbeiten, der körperlich anstrengend ist oder viel Stehen, Gehen oder Heben erfordert, kann die Arbeitsunfähigkeit deutlich länger dauern.
Wie kann eine Gang- oder Laufanalyse bei der Behandlung helfen?
Eine Gang- oder Laufanalyse kann bei der Behandlung eines Ganglions am Fuß hilfreich sein, da sie wichtige Einblicke in die Belastung und Bewegung des betroffenen Fußes bietet. Eine Analyse kann zeigen, an welchen Stellen des Fußes während des Gehens oder Laufens der größte Druck ausgeübt wird. Dies kann Hinweise darauf geben, ob bestimmte Bereiche besonders von einem Ganglion beeinträchtigt werden. Eine Gang- oder Laufanalyse kann Abweichungen in der Fußbewegung aufdecken, die möglicherweise dazu beitragen, dass das Ganglion entsteht oder sich verschlimmert.
Welche Übungen kann ich bei einem Ganglion am Fuß machen?
Bei einem Ganglion am Fuß können gezielte Übungen zur Linderung von Beschwerden und zur Verbesserung der Beweglichkeit und Stärke des Fußes beitragen. Strecken Sie die Zehen gegen einen Widerstand (z. B.
Krankheitsverlauf und Prognose
Ein Ganglion ist eine gutartige Ausstülpung mit günstigem Verlauf. Es bildet sich oft spontan wieder zurück, aber vergrößert sich auch in manchen Fällen. Meist verursacht es keine Beschwerden. Je nach Lage verursacht es jedoch (Druck-) Schmerzen oder Taubheitsgefühle oder schränkt die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks ein.
Wurde ein Ganglion erfolgreich behandelt, besteht die Gefahr eines Rückfalls (Rezidiv): Es ist möglich, dass sich an der gleichen oder an einer anderen Stelle ein neues Ganglion bildet. Am nachhaltigsten scheint eine Operation bei einem Überbein zu sein: Nur bei rund jedem fünften Patienten bildet sich nach einer offenen OP an der gleichen Stelle erneut eine zystische Ausstülpung. Bei einer minimal-invasiven Operation ist das Rückfall-Risiko noch geringer. Nach einer Aspirationsbehandlung entwickelt sich dagegen bei der Hälfte der Patienten erneut ein Überbein.
Ein Ganglion kann sich über einen längeren Zeitraum hinweg stabilisieren, ohne sich zu verändern oder Beschwerden zu verursachen. Es kann über Jahre bestehen bleiben, ohne dass eine Behandlung erforderlich ist. Es ist jedoch möglich, dass es wiederkehrt. Durch eine operative Entfernung kann das Ganglion dauerhaft beseitigt werden.
Risiken einer Operation
Neben den allgemeinen Operationsrisiken kann es nach einer Ganglionoperation zu narbigen Verklebungen mit Bewegungseinschränkungen kommen. Die gelegentliche Nähe zu sensiblen Hautästen von Nerven kann nach Verletzungen zu einer umschriebenen vorübergehenden Überempfindlichkeit oder Taubheit führen. Die Möglichkeit des Wiederauftretens des Ganglions nach konsequenter Operation wird mit etwa fünf Prozent angegeben.
Nachbehandlung
Je nach Ausdehnung der Operation kann eine kurzzeitige Schienenruhigstellung des Handgelenkes oder Fingers erfolgen. Einfache manuelle Tätigkeit ist nach der Wundheilung etwa zwei Wochen nach der Operation, schwere manuelle Tätigkeit nach vier bis sechs Wochen möglich.
Vorbeugen
Um Rückfälle zu verhindern, sollten Risikofaktoren für Ganglien reduziert und die Muskulatur immer wieder entspannt und gelockert werden. Das beugt Überlastungen vor, die eventuell ein Ganglion begünstigen. Generell lässt sich einem Überbein aber nur schwer vorbeugen.
Patienten, die ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen mitbringen, sollten regelmäßig abklären, ob alles in Ordnung ist. Das eigenen Risiko zu kennen, bedeutet auch, einseitige Belastungen durch langes Sitzen oder schwere körperliche Arbeit zu erkennen und entgegenzuwirken. Überbelastungen der Gelenke sollten minimiert werden. Auf passende Schuhe ist zu achten. Zur Entlastung im Bereich der Fuß- und Zehengelenke können Druckschutzartikel empfohlen werden. Zur Förderung der Durchblutung und physiologischen Gelenkfunktion sowie Muskelkräftigung sind häusliche Fußgymnastik, Fußmassagen und Fußbäder mit Zusätzen zu empfehlen.