Die Frage nach dem Ursprung des Zitats "Gehirn eingefroren völlig" ist komplex und vielschichtig. Es existiert keine eindeutige Quelle oder ein einzelner Urheber für diese Phrase. Vielmehr scheint es sich um eine Metapher zu handeln, die im Laufe der Zeit in verschiedenen Kontexten und von unterschiedlichen Autoren verwendet wurde, um einen Zustand geistiger Starre, des Verlusts von Kreativität oder der Unfähigkeit zu klarem Denken zu beschreiben.
Durs Grünbein und die Entzweiung von Kunst und Wissenschaft
Der Dichter und Essayist Durs Grünbein, geboren 1962 in Dresden, thematisiert in seinem Werk häufig die Entzweiung von sinnlicher Anschauung in den Künsten und den Formelabstraktionen der Naturwissenschaften. Gustav Seibt bezeichnete ihn in der FAZ als "Götterliebling" der deutschsprachigen Lyrik, der seit den Tagen des jungen Enzensberger oder Hugo von Hofmannsthal alle Interessierten hinreißt. Grünbeins Schreiben stand von Anfang an dem Theater und der Malerei nahe, doch später markierte er Literatur als Produkt einer Abtrennung von den darstellenden Künsten.
In einem Rückblick auf seinen Auftritt im Kreis der Autoperforationsartisten von 1990, einer Künstlergruppe aus der Dresdner HBK, beschreibt er in Paris eine Gala mit "Ruch und Irrsinn", bei der "der Blutteig quellen und die frischen Schweineohren rosig aufblühen" . Obwohl dieser Kontext nicht direkt das Zitat "Gehirn eingefroren völlig" enthält, spiegelt er doch eine ähnliche Thematik wider: den Verlust von Lebendigkeit, Kreativität und geistiger Beweglichkeit.
Politische und gesellschaftliche Kontexte
In politischen Diskussionen und gesellschaftlichen Debatten wird die Metapher des "eingefrorenen Gehirns" oft verwendet, um auf Stillstand, mangelnde Innovation oder das Festhalten an veralteten Denkmustern hinzuweisen. Dies zeigt sich beispielsweise in den Debatten des Deutschen Bundestages.
Die Coronasituation und ihre Folgen
Die Coronasituation und die damit verbundenen Maßnahmen führten zu erheblichen Belastungen für die Bevölkerung und das Gesundheitssystem. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach betonte die Notwendigkeit, die besonders vulnerablen Gruppen zu schützen und die Sterblichkeit der Patienten zu senken. Gleichzeitig wies er auf die steigenden Fallzahlen und die Notwendigkeit hin, Maßnahmen zu diskutieren und gegebenenfalls auszuweiten.
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Inflation und Energiepreise
Die hohe Inflation und die massiv gestiegenen Energiepreise stellen eine große Herausforderung für viele Menschen dar. Die Bundesregierung wurde kritisiert, zu wenig gegen diese Entwicklung zu unternehmen. Die Krankenhäuser sehen sich mit einer Finanzlücke von 17 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung konfrontiert, zusätzlich belasten Kostensteigerungen bei Medizinprodukten, Arzneimitteln, Lebensmitteln und Dienstleistungen die Einrichtungen.
Reformen im Gesundheitswesen
Trotz dieser Herausforderungen wurden wichtige Gesetze auf den Weg gebracht, darunter die Einführung der elektronischen Patientenakte als Opt-out-Akte und die Überwindung der Fallpauschalen in der Kinderheilkunde. Auch die Legalisierung von Cannabis wurde diskutiert, wobei der Gesundheitsschutz beim Cannabiskonsum im Vordergrund stehen soll.
Kritik und Lösungsansätze
Die Opposition kritisierte die Ankündigungspolitik des Bundesgesundheitsministers und forderte konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Krankenhäuser und zur Sicherstellung der Versorgung. Es wurde ein Rettungsschirm gefordert, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die Expertenkommission legte Vorschläge vor, die jedoch nicht ausreichen, um das Delta zwischen der Entwicklung der Landesbasisfallwerte und den Inflationskosten vollständig zu beseitigen.
Ambulante Pflegedienste
Auch die ambulanten Pflegedienste sind von den steigenden Kosten betroffen, insbesondere durch die hohen Spritpreise. Es wurde gefordert, dass die Mehrkosten durch die jetzigen Verträge, die oft auch langfristigerer Natur sind, abgedeckt werden und an die Pflegekassen weitergegeben werden können.
Akademisierung der Pflege
Ein weiteres Thema war die Akademisierung der Pflege. Es wurde kritisiert, dass es eine viel zu geringe Anzahl von Studierenden gibt und dass die Kosten in der akademisierten Pflege bei den Studierenden hängen bleiben. Es wurde eine Fondslösung gefordert, um die Akademisierung der Pflege zu fördern.
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Impfsicherheit
In der Debatte um die Sicherheit der Impfstoffe wurde die Frage aufgeworfen, ob die Impfstoffe ausreichend geprüft wurden. Die Bundesregierung betonte, dass die Impfstoffe auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen zugelassen wurden und dass die internationalen Fachgesellschaften weltweit die Nutzung dieser Impfstoffe empfehlen.
Long-Covid-Erkrankung
Ein weiteres wichtiges Thema war die Versorgung von Menschen, die an Long Covid erkrankt sind. Es wurde gefordert, den Ausbau von Spezialambulanzen voranzutreiben, um die Versorgung dieser Patienten zu verbessern.
Demenz und der Verlust der kognitiven Fähigkeiten
Die Erfahrung von Zimt, deren Mutter zunehmend an Demenz leidet und einfachste Sachverhalte nicht mehr begreift, verdeutlicht die Problematik des Verlusts kognitiver Fähigkeiten. Die Schwierigkeit, mit einem Menschen zu kommunizieren, dessen Gehirn das Gehörte nicht mehr zuverlässig der richtigen Bedeutung zuordnen kann, ist eine große Herausforderung für Angehörige.
Umgang mit Demenz
Es gibt keinen einfachen Trick, um mit Demenz umzugehen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Betroffenen nichts mehr verstehen und Vorkehrungen zu treffen, um unerwünschte Handlungen unmöglich zu machen. Nonverbale Kommunikation, Gestik und Pantomimik können helfen, Botschaften zu verdeutlichen. Es ist auch wichtig, die Erkrankten nicht mit neuen Informationen zu überfordern und Routinen beizubehalten.
Unterstützung für Angehörige
Die Pflege von Menschen mit Demenz ist eine große Belastung für die Angehörigen. Es ist wichtig, sich Unterstützung zu suchen und sich nicht zu scheuen, Hilfe anzunehmen. Es gibt verschiedene Angebote, wie z.B. Tagespflege, Betreuungsgruppen oder ambulante Pflegedienste, die Angehörige entlasten können.
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Spiritualität und Wissenschaft
Die Frage, wie Spiritualität und Wissenschaft zusammenpassen, ist ein weiteres Thema, das im Zusammenhang mit dem "eingefrorenen Gehirn" relevant ist. Thomas Metzinger argumentiert, dass Erkenntnis ein gemeinsames Ziel von Spiritualität und Wissenschaft ist. Während es bei der Wissenschaft um Welterkenntnis geht, zielt Spiritualität auf Selbsterkenntnis ab.
Bewusstsein und Erleuchtung
Metzinger diskutiert die Möglichkeit eines Weiterlebens nach dem Tod des Körpers und kommt zu dem Schluss, dass die Vorstellung einer immateriellen Seele und damit verbunden eines Lebens nach dem Tod wissenschaftlich unplausibel ist. Er argumentiert, dass auch fortgeschrittene Meditationszustände ein notwendiges neuronales Korrelat besitzen, ohne das sie nicht auftreten können.
Kritik an Metzingers Position
Metzingers Position wird jedoch auch kritisiert. Es wird argumentiert, dass er eine wichtige Alternative übersieht: Manche Vertreter der Wiederauferstehung interpretieren diese nämlich materialistisch. Das heißt, die Menschen würden dann wieder einen lebendigen Körper bekommen. Auch die Vorstellung von der Reinkarnation wird diskutiert.
Die Rolle der Sprache
Die Diskussion von "Erleuchtung" stößt auf das Problem, dass unsere Wissenschaft und Philosophie immer auch sprachlich vermittelt sind. Jenseits der Grenze dieser Sprachpraxis wird es also sehr schwierig, etwas über Meditationserfahrungen auszusagen.
Der Gottesbegriff
Auch beim Thema "Gott" argumentiert Metzinger, dass die Beweislast bei demjenigen liegt, der solche Entitäten annimmt und dass aus der Abwesenheit der endgültigen wissenschaftlichen oder philosophischen Widerlegung solcher Vorstellung nicht folgt, dass es eine immaterielle Seele oder einen Gott gibt.
Dissoziation als Bewältigungsmechanismus
Dissoziation ist ein psychischer Bewältigungsmechanismus, der dazu dient, traumatische Erlebnisse, unlösbare oder unerträgliche Konflikte erträglich zu machen. Dabei werden unerträgliche Gefühle, Körperempfinden, Erinnerungen, Wahrnehmungsinhalte abgespalten, um auf diese Weise eine Situation erträglich zu machen.
Trauma und Gedächtnis
Normalerweise arbeiten im Hirnstamm zwei Gedächtnissysteme zusammen, um Erlebnisse zu verarbeiten. Bei Erlebnissen mit traumatischem Stressniveau beschäftigt sich das System nur mit den Teilen der Erfahrung, die am brennendsten sind. Was fehlt, ist jeder zeitliche und räumliche Zusammenhang sowie der Beziehungskontext der traumatischen Situation. Leider sind diese abgespaltenen Traumaanteile aber im Gedächtnis wie „eingefroren“.
Therapie
Um einen therapeutischen Zugang auch zu diesem impliziten Gedächtnis (Traumabewusstsein) zu bekommen, hat sich die Kombination analytischtiefenpsychologischer und verhaltenstherapeutischer Verfahren mit hypnotherapeutischen Verfahren und/oder EMDR (Eye Movement Desensitiziation and Reprocessing) als besonders effektiv erwiesen.
Literarische Reflexionen über Sterben und Tod
Die Texte von Rainer Maria Rilke und anderen Autoren bieten Einblicke in die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod. Sie thematisieren die Angst vor dem Tod, die Suche nach Sinn und die Frage nach dem, was nach dem Tod kommt.
Die Geräusche und die Stille
Rilke beschreibt die Geräusche der Stadt, aber auch die furchtbare Stille, wenn sich niemand mehr rührt. Er lernt sehen und entdeckt ein Inneres, von dem er nicht wusste. Er fragt sich, ob er sich verändert und warum er keine Bekannten hat.
Gesichter und Masken
Rilke reflektiert über die Gesichter der Menschen und die Masken, die sie tragen. Er fragt sich, was passiert, wenn man alle Gesichter aufgebraucht hat und nur noch ein Nichtgesicht übrig bleibt.
Erinnerungen und Träume
Rilke beschäftigt sich mit Erinnerungen und Träumen. Er fragt sich, ob es möglich ist, etwas zu kennen, was sich ereignet hat, ehe man geboren war, oder eine Geschichte zu kennen, die nie gewesen ist.
Organoide als Chance für die biomedizinische Forschung
Organoide sind dreidimensionale Zellkomplexe, die aus Stammzellen gezüchtet werden können. Sie ähneln intakten Organen und ahmen charakteristische physiologische Eigenschaften nach. Die Entwicklung der Organoide könnte der biomedizinischen Forschung einen enormen Schub verleihen.
Vorteile der Organoide
Einer der zentralen Vorteile der neuen Methode: Organoide bieten die Möglichkeit, Untersuchungen direkt in vitro an lebenden menschlichen Zellen des gewünschten Typs durchführen zu können. Sie ermöglichen es Forschern, im Reagenzglas Lebensvorgänge des Körpers zu untersuchen und die Wirksamkeit möglicher neuer Wirkstoffe direkt an lebenden humanen Zellen auszutesten.
Grenzen der Organoide
Organoide sind jedoch nicht dasselbe wie ein Organ im lebenden Organismus. Ein wesentlicher Unterschied: Im Körper werden alle Gewebe und Organe von Blutgefäßen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. „Diese Versorgung fehlt bei Organoiden im Inkubationsgefäß völlig“, erläutert Bruder eins von mehreren Problemen der neuen Technik.
Ergänzung zu Tierversuchen
Viele Wissenschaftler sehen den Einsatz von Organoiden als Ergänzung zu Tierversuchen - und nicht als Konkurrenz. Mit Gehirnorganoiden, die etwa aus den Zellen von Parkinson-Patienten gewonnen werden, ließen sich dann aus Tausenden von Testsubstanzen schnell und effektiv wenige, gegen die Krankheit wirksame Verbindungen herausfiltern.
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