Riopan Gel bei Epilepsie: Ein umfassender Überblick

Die Frage nach der Anwendbarkeit von Riopan Gel bei Epilepsie ist komplex und erfordert eine differenzierte Betrachtung verschiedener Aspekte. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkstoffe von Riopan Gel, ihre potenziellen Wechselwirkungen mit Antiepileptika sowie allgemeine Hinweise zur Behandlung von Epilepsie.

Was ist Riopan Gel und wie wirkt es?

Riopan Gel ist ein rezeptfreies Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung von säurebedingten Magenbeschwerden eingesetzt wird. Der Hauptwirkstoff ist Magaldrat, eine Magnesium-Aluminium-Verbindung mit einer Schichtgitterstruktur aus Aluminium-, Calcium- und Magnesiumsalzen.

Wirkmechanismus von Magaldrat

Magaldrat wirkt, indem es überschüssige Magensäure neutralisiert. In Gegenwart von Magensäure reagiert Magaldrat und bildet Aluminium- und Magnesiumhydroxid. Diese Hydroxidverbindungen wirken als Basen und erhöhen den pH-Wert im Magen, wodurch die Säure neutralisiert wird. Zusätzlich bildet Magaldrat einen schützenden Film auf der Magenschleimhaut.

Anwendungsgebiete von Magaldrat

Magaldrat ist indiziert zur symptomatischen Therapie von Erkrankungen, bei denen Magensäure gebunden werden soll, wie:

  • Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden
  • Ulcus ventriculi oder duodeni

Magaldrat soll nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren angewendet werden.

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Epilepsie und ihre Behandlung

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte Anfälle gekennzeichnet ist. Diese Anfälle entstehen durch abnorme elektrische Entladungen im Gehirn. Die Behandlung von Epilepsie zielt darauf ab, die Anfallshäufigkeit zu reduzieren oder die Anfälle vollständig zu verhindern. Dies wird in der Regel durch die Einnahme von Antiepileptika erreicht.

Levetiracetam: Ein gängiges Antiepileptikum

Levetiracetam ist ein häufig verschriebenes Antiepileptikum, dessen Wirkmechanismus noch nicht abschließend geklärt ist. Es wird überwiegend renal eliminiert, jedoch auch enzymatisch hydrolysiert.

Anwendung von Levetiracetam während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft erhöht sich die Clearance von Levetiracetam, wobei eine vermehrte renale Ausscheidung sowie ein gesteigerter enzymatischer Abbau eine Rolle spielen können. Die Plasmaspiegel sinken dadurch auf bis zu 40% im 3. Trimenon, wobei es ausgeprägte interindividuelle Unterschiede gibt. Postpartal normalisiert sich die Clearance wieder innerhalb von Tagen bis Wochen.

Insgesamt wurden über 2.000 im 1. Trimenon exponierte Schwangerschaftsverläufe unter Levetiracetam analysiert, die meisten Daten stammen aus Registerstudien. Es wurden keine Hinweise auf ein erhöhtes Gesamtfehlbildungsrisiko oder ein spezifisches Fehlbildungsmuster unter Levetiracetam-Monotherapie beobachtet. Auch wurde keine dosisabhängige Erhöhung der Fehlbildungsrate gefunden. Unter Kombinationstherapie mit anderen Antiepileptika wurden erhöhte Fehlbildungsraten beobachtet, insbesondere in Kombination mit der bekanntermaßen teratogenen Valproinsäure und wahrscheinlich auch durch diese verursacht. Experimentelle Studien mit Ratten und Kaninchen berichteten über ein vermehrtes Auftreten von Skelettanomalien bei exponierten Tieren.

Meist sinken die Plasmaspiegel von Levetiracetam auch während des 2. und 3. Trimenon noch weiter ab, was für den erwünschten antikonvulsiven Schutz Dosiserhöhungen notwendig macht. Außerdem kann der Levetiracetam-Talspiegel durch die erhöhte Clearance bei niedriger Halbwertzeit schneller als außerhalb der Schwangerschaft in den subtherapeutischen Bereich fallen, was zum Wiederauftreten von epileptischen Anfällen führen kann. Es kann deshalb notwendig sein, die Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen zu verteilen und lange nächtliche Einnahmepausen mit subtherapeutischen Plasmaspiegeln zu vermeiden.

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Wie bei allen ZNS-aktiven Medikamenten muss bei Behandlung mit Levetiracetam bis zur Geburt mit Anpassungsstörungen beim Neugeborenen gerechnet werden. Levetiracetam ist neben Lamotrigin das Antiepileptikum der Wahl in der Schwangerschaft. Bei gegebener Wirksamkeit sollten diese Arzneimittel daher bei einer antiepileptischen Neueinstellung bevorzugt werden. Levetiracetam sollte möglichst in Monotherapie verordnet werden. Nach Therapie im 1. Trimenon kann eine sonographische Feindiagnostik zur Kontrolle der fetalen Entwicklung empfohlen werden. Die Entbindung sollte aufgrund möglicher neonataler Anpassungsstörungen in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen. Zur Anpassung der Dosis während der Schwangerschaft siehe oben. Nach der Entbindung muss die Dosis unter Kontrolle der Plasmakonzentration ggf.

Es liegen publizierte Erfahrungen zu etwa 40 Mutter-Kind-Paaren vor; nicht bei allen wurden pharmakokinetische Parameter untersucht. Eine nur im Abstract veröffentlichte Studie berichtet über eine verminderte Milchproduktion bei sieben von 18 mit Levetiracetam behandelten stillenden Müttern.

HWZ: 6 - 8 h, bei Neugeborenen 16 - 18 h; Proteinbindung: < 10 %; molare Masse: 170 g/mol; relative Dosis mit großen interindividuellen Unterschieden: 2,9% bis 15%, in einem Fallbericht wurden 8 mg/kg/d für das gestillte Kind errechnet (therapeutische Säuglingsdosis: 14 - 42 mg/kg/d); M/P-Quotient: 0,76 - 1,55, in einem Einzelfall bis 3,09; orale Bioverfügbarkeit: nahezu 100%.

Unter Levetiracetam-Monotherapie wurden bisher keine unerwünschten Wirkungen bei den gestillten Kindern beschrieben. In Kombination mit weiteren Antiepileptika wurden bei mehreren gestillten Kindern Symptome wie Sedierung, Trinkschwäche mit ungenügender Gewichtszunahme, Hypotonie und in einem Fall auch Erbrechen mit Gewichtsverlust beobachtet.

Mögliche Wechselwirkungen zwischen Riopan Gel und Antiepileptika

Die gleichzeitige Anwendung von Riopan Gel und bestimmten Medikamenten kann zu Wechselwirkungen führen. Es ist wichtig zu beachten, dass Antazida wie Riopan Gel die Aufnahme anderer Medikamente im Magen-Darm-Trakt beeinflussen können.

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Beeinflussung der Aufnahme anderer Medikamente

Die Aufnahme und damit auch die Wirksamkeit von anderen Arzneimitteln kann durch das Präparat vermindert werden. Dies gilt besonders für Herzglykoside und Antibiotika (z. B. die Tetracycline Doxycyclin und Minocyclin und Chinolonderivate wie Ciprofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin und Trovafloxacin). Eine Resorptionsverminderung kann auch bei Halofantrin (Malariamittel), Phenytoin (Epilepsiemittel), H2-Rezeptorenblockern vom Typ Cimetidin, Ranitidin (Mittel gegen Magen-, Darmgeschwüre), bestimmten Ionen (Eisen, Fluorid, Phosphat) und Betablockern (z. B. Propranolol, Sotalol) auftreten.

Alkalisierung des Urins

Eine Alkalisierung des Urins unter der Therapie kann die Ausscheidung einiger Arzneimittel beeinflussen. Dieses kann z. B.

Säurehaltige Getränke

Die gleichzeitige Einnahme des Präparates mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u. a.) führt zu einer unerwünschten Steigerung der Aluminiumaufnahme aus dem Darm.

Spezifische Wechselwirkungen mit Antiepileptika

Obwohl keine spezifischen Wechselwirkungen zwischen Magaldrat und Levetiracetam bekannt sind, ist es ratsam, bei der gleichzeitigen Einnahme beider Medikamente Vorsicht walten zu lassen. Antazida können die Resorption von Antiepileptika beeinflussen und somit deren Wirksamkeit beeinträchtigen.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme von Riopan Gel

Bei der Einnahme von Riopan Gel sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:

  • Nierenfunktion: Falls Sie an einer Nieren- oder Leberkrankheit leiden, sollten Sie ihren Arzt aufsuchen, bevor Sie das Präparat einnehmen. Dieser muss regelmäßig die Aluminiumspiegel und -ausscheidung kontrollieren um eine mögliche Aluminiumeinlagerung ins Gewebe und deren Folgen (z. B. Knochenschäden, Hirn-schäden) zu erkennen bzw. zu verhindern. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) und langfristigem Gebrauch ist eine regelmäßige Kontrolle der Aluminium- und Magnesiumspiegel durch Ihren Arzt erforderlich.

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Das Nutzen- Risiko- Verhältnis sollte vor der Einnahme von aluminiumhaltigen Antazida während der Schwangerschaft sorgfältig abgewogen werden. Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über.

  • Dauer der Anwendung: Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, wie z. B. ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Eine Behandlung sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern.

  • Einnahmehinweise: Nehmen Sie das Arzneimittel entweder unzerkaut möglichst nach der Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) ein oder lutschen bzw. kauen Sie die Tabletten. Bei Bedarf kann Flüssigkeit nachgetrunken werden. Nicht auf nüchternen Magen einnehmen!

Alternativen zu Riopan Gel

Es gibt verschiedene Alternativen zu Magaldrat, die zur Behandlung von Sodbrennen, saurem Aufstoßen und anderen Magenbeschwerden verwendet werden können:

  • Protonenpumpenhemmer (PPIs): PPIs wie Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol oder Lansoprazol reduzieren die Produktion von Magensäure und werden oft zur Behandlung von Sodbrennen und Refluxerkrankungen eingesetzt.
  • H2-Blocker: H2-Blocker wie Ranitidin und Famotidin hemmen die Produktion von Magensäure und können zur Linderung von Sodbrennen eingesetzt werden.
  • Antazida mit anderen Wirkstoffen: wie z. B. Calciumcarbonat, Hydrotalcit
  • Alginate: Alginate bilden eine schützende Schicht auf der Magenschleimhaut und können zur Behandlung von Sodbrennen eingesetzt werden.

Weitere Medikamente und ihre Anwendung

Acetylsalicylsäure

Acetylsalicylsäure (ASS) ist ein Medikament, das zur Vorbeugung von Blutgerinnseln eingesetzt wird. Es hemmt u.a. das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugt dadurch der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor (Thrombozytenaggregationshemmung).

Anwendungsgebiete von Acetylsalicylsäure

Das Präparat wird angewendet

  • bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - als Teil der Standardtherapie
  • bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie
  • zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach erstem Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe)
  • nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z. B. nach aortokoronarem Venen-Bypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA])
  • zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorischen ischämischen Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehender Sehverlust) aufgetreten sind.

Hinweis: Das Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen.

Kontraindikationen von Acetylsalicylsäure

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, Salicylate oder einen der in sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie in der Vergangenheit auf bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen (Salicylate oder andere nichtsteroidale Entzündungs-hemmer) mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise überempfindlich (allergisch) reagiert haben
  • bei akuten Magen- und Darmgeschwüren
  • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese)
  • bei Leber- und Nierenversagen
  • bei schwerer, nicht durch Medikamente eingestellter Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • wenn Sie gleichzeitig 15mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in einer Dosierung von mehr als 150mg Acetylsalicylsäure pro Tag.

Nebenwirkungen von Acetylsalicylsäure

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Manche Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Sie sollten die Einnahme des Arzenimittels abbrechen und umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie Anzeichen einer dieser folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich bemerken.

  • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen: Hautreaktionen (sehr selten bis hin zu schweren, fieberhaft verlaufenden Hautausschlägen mit Schleimhautbeteiligung [Erythema exsudativum multiforme]).
  • Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Bereiches und des Herz-Kreislaufsystems, vor allem bei Asthmatikern. Folgende Krankheitsmerkmale können auftreten: z. B. Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, Entzündungen der Nasenschleimhaut, verstopfte Nase, allergischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem).

Weitere Nebenwirkungen:

  • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfälle. Geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen).
  • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen: Magen- oder Darmblutungen. Nach längerer Anwendung kann eine Blutarmut (Eisenmangelanämie) durch verborgene Blutverluste aus dem Magen- oder Darmbereich auftreten. Magen- oder Darmgeschwüre, die sehr selten zum Durchbruch führen können. Magen-Darm-Entzündungen. Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) müssen Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen.
  • Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen: Erhöhungen der Leberwerte, Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen, Verminderung der Blutzuckerwerte (Hypoglykämie). Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei hierfür gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.

Dimenhydrinat

Dimenhydrinat, der Wirkstoff des Arzneimittels, ist ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-Antihistaminika.

Anwendungsgebiete von Dimenhydrinat

Das Präparat ist ein Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.

Für Kinder ab 6 Jahren und über 30 kg Körpergewicht, Jugendliche und Erwachsene.

Hinweis: Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Gefolge einer medikamentösen Krebsbehandlung (Zytostatika-Therapie) nicht geeignet.

Kontraindikationen von Dimenhydrinat

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Dimenhydrinat, andere Antihistaminika oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei akutem Asthma-Anfall
  • bei grünem Star (Engwinkelglaukom)
  • wenn Sie an einem Nebennieren-Tumor (Phäochromozytom) erkrankt sind
  • wenn Sie an einer Störung der Produktion des Blutfarbstoffs (Porphyrie) leiden
  • bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie) mit Restharnbildung
  • wenn Sie an Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie) leiden
  • wenn Sie an einer Herzrhythmusstörung (z. B. Herzjagen, Wolff-Parkinson-White Syndrom) leiden.

Generell darf der Wirkstoff Dimenhydrinat nicht bei einem Körpergewicht unter 6 kg eingesetzt werden.

Nebenwirkungen von Dimenhydrinat

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen:

In Abhängigkeit von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis kommt es sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) - insbesondere zu Beginn der Behandlung - zu folgenden Nebenwirkungen: Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindelgefühl und Muskelschwäche. Diese Nebenwirkungen können auch noch am folgenden Tage zu Beeinträchtigungen führen.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen verspüren, hören Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels auf und suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf: allergische Reaktionen (selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen): Hautausschlag, rote oder violette Flecken auf der Haut (Purpura), Juckreiz, Ödeme (Schwellungen im Gesicht oder am Hals, die mit Atembeschwerden verbunden sein können), anaphylaktische Reaktionen

Cetirizin

Cetirizin dihydrochlorid ist der Wirkstoff des Arzneimittels. Das Arzneimittel ist ein Antiallergikum.

Anwendungsgebiete von Cetirizin

Das Arzneimittel wird bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren angewendet zur:

  • Linderung von Nasen- und Augensymptomen bei saisonaler und ganzjähriger allergischer Rhinitis
  • Linderung von chronischer Urtikaria (Nesselsucht)

Kontraindikationen von Cetirizin

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie eine schwere Nierenkrankheit haben und Dialyse benötigen;
  • wenn Sie allergisch gegen Cetirizin, einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels, gegen Hydroxyzin oder andere Piperazin-Derivate (eng verwandte Wirkstoffe anderer Arzneimittel) sind.

Nebenwirkungen von Cetirizin

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen treten selten oder sehr selten auf. Wenn Sie diese Nebenwirkungen bei sich feststellen, müssen Sie die Einnahme des Arzneimittels sofort beenden und sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen:

  • Allergische Reaktionen, einschließlich schwerwiegende allergische Reaktionen und Angioödem (schwerwiegende allergische Reaktion, die ein Anschwellen des Gesichts und des Rachens hervorruft).

Diese Reaktionen können kurz nachdem Sie das Arzneimittel zum ersten Mal eingenommen haben oder später auftreten.

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