Migräne verstehen: Die vier Phasen einer Migräneattacke

Eine Migräne kann den Alltag stark beeinträchtigen und Pläne für die nächsten Tage zunichtemachen. Da sie oft unerwartet und plötzlich auftritt, ist es wichtig, mögliche Vorboten frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Eine Migräne durchläuft in der Regel vier Phasen, die jeweils eigene Symptome mit sich bringen. Das Erkennen dieser Phasen kann helfen, rechtzeitig zu reagieren und die Intensität der Attacke zu reduzieren.

Die Migräne Diagnose

Es ist nicht immer einfach, die Symptome einer Migräne eindeutig einzugrenzen, da jede Migräneattacke unterschiedlich verlaufen kann. Neben den Kopfschmerzen berichten viele Betroffene auch von Symptomen in den Augen oder im Nacken, während andere Übelkeit und Erbrechen erleben. Auch wenn eine einheitliche Migräne Diagnose schwerfällt, gibt es dennoch einige typische Anzeichen und Phasen, die sich von den Symptomen anderer Kopfschmerzarten unterscheiden und eine Diagnose durch den Arzt ermöglichen. Eine fundierte Diagnose ist wichtig, um andere Ursachen Ihrer Kopfschmerzen und Beschwerden auszuschließen. Um sicherzugehen, an welcher Kopfschmerzart Sie leiden, welche Migräne Auslöser ihr zugrunde liegen und welche Migräne Behandlung angeraten ist, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen - insbesondere, wenn die Schmerzen häufiger auftreten. Für eine Migräne Diagnose wird Ihnen Ihr Arzt Fragen stellen, um die Krankheit einzugrenzen, u. a. wie sich die Schmerzen anfühlen und wie stark sie sind, ob es bestimmte Auslöser gibt und welche Begleiterscheinungen auftreten. Dieses ausführliche Beratungsgespräch (Anamnese) reicht oft aus, um eine Diagnose zu stellen.

Was ist Migräne: Typische Symptome

Meist äußern sich die Beschwerden auf folgende Weise:

  • Pochende und pulsierende Kopfschmerzen, die meist einseitig auftreten
  • Die Schmerzen und Symptome erscheinen in Form einer Migräneattacke
  • Beschwerden verschlimmern sich bei körperlicher Aktivität
  • Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Erbrechen treten auf
  • Eine deutliche Lärm- oder Licht- und Geruchsempfindlichkeit ist zu bemerken
  • Visuelle Beeinträchtigungen, das Gefühl einer „Aura“ oder Bewegungs- bzw. Sprachstörungen sind möglich

Die für die Migräne typischen einseitigen Kopfschmerzen können im Verlauf eines Migräneanfalls auch die Kopfseite wechseln. Die starken körperlichen Migräne-Symptome während eines Migräneanfalls haben oft auch einen negativen Effekt auf den psychischen Zustand. Betroffenen ist es in diesen Phasen unmöglich, am normalen Alltag teilzunehmen. Aus dem anhaltenden Leiden heraus ergeben sich deshalb auch manchmal depressive Verstimmungen.

Phase I - Die Migräneattacke kündigt sich an (Prodromalphase)

Schon Stunden oder sogar Tage (4-48 Stunden) vor der eigentlichen Migräne-Attacke können Vorboten auftreten. Etwa 30 Prozent der Migränepatienten nehmen Migräne-Vorboten bereits 4 bis 48 Stunden vor der eigentlichen Migräneattacke wahr. Während der Frühphase treten verschiedene Vorboten auf. Viele Patienten berichten über Anzeichen, die schon einen Tag zuvor die nächste Migräneattacke ankündigen können. Dem Schmerz gehen dann Hochstimmungen oder das Gefühl einer besonderen Leistungsfähigkeit voraus. Andere leiden unter einer vermehrten Gereiztheit oder unter depressiven Verstimmungen.

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In dieser Phase können folgende Symptome auftreten:

  • Stimmungsschwankungen: Schlechte Laune ohne ersichtlichen Grund, Gereiztheit über Kleinigkeiten.
  • Appetitveränderungen: Heißhunger, besonders auf Süßes.
  • Konzentrationsschwierigkeiten: Probleme, sich zu konzentrieren, Vergesslichkeit.
  • Müdigkeit: Ununterbrochenes Gähnen trotz ausreichend Schlaf.
  • Muskelverspannungen: Nacken und Schultern sind verspannt.
  • Verhaltensänderungen: Getriebenes Aufräumen oder Euphorie und Überdrehtheit.
  • **Magen-Darm-Beschwerden
  • **Geräuschempfindlichkeit
  • Müdigkeit

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder Patient alle diese Symptome erlebt und die Ausprägung individuell variieren kann. Wenn du die Symptome, die deine Migräne ankündigen kennst, kannst du ihnen schon entgegenwirken, sobald du sie bemerkst.

Gegenmaßnahmen in Phase I

  • Stress reduzieren: Stress und Anspannung rechtzeitig ausbremsen. Wenn du merkst, dass dein Stresspegel steigt und deine Stimmung schlecht ist, ohne dass es dafür einen bestimmten Grund gibt, dann schalte vorsichtshalber einen Gang runter. Vielleicht hast du bemerkt, dass diese Stimmungslage schon häufig einer Migräne-Attacke vorausgegangen ist.
  • Entspannung suchen: Tu dir jetzt selbst etwas Gutes und finde auf deine Art ein wenig Entspannung.
  • Trugschlüsse vermeiden: Viele Menschen neigen dazu, bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Schokolade) als Auslöser ihrer Migräne zu betrachten. In Wahrheit war aber der Heißhunger darauf ein Ankündigungssymptom der Migräne - und die Schokolade ist (zum Glück) unschuldig.

Phase II - Die Aura (Auraphase)

Die Auraphase tritt nur bei ungefähr 10 Prozent der Patienten auf und nicht bei jeder Migräne. Sie betrifft etwa 10 bis 15 % der Patienten. Die Aura-Symptome erscheinen im Migräne-Verlauf meist vor der Schmerzphase, und halten ca. 15 bis 30 Minuten an. Als Aura werden Zeichen bezeichnet, die dem Kopfschmerz direkt vorausgehen. Die Aura besteht häufig aus Sehstörungen, die sehr unterschiedlich sein können. Manche Patienten sehen Lichtblitze oder Farben - am häufigsten flimmernde Zickzack-Linien, die in der Mitte des Sehens beginnen und sich langsam über das Gesichtsfeld ausbreiten. Bei anderen Patienten kommt es zu blinden Flecken im Sehfeld, die sich langsam ausbreiten. Manche Patienten berichten über Schwäche, Taubheit oder ein Kribbeln im Gesicht, an der Hand oder an den Beinen einer Seite. Es kann auch zu Störungen beim Sprechen kommen. Aura-Anzeichen entwickeln sich meist über einen Zeitraum von 5 bis 10 Minuten (max. 20 Min.) und halten typischerweise etwa 15 bis 30 Minuten (max. 60 Min.) an. Meistens setzt der Kopfschmerz erst nach dem Ende der Aura ein. Manchmal überlappen sich Aura und Kopfschmerz jedoch. Teilweise kommt es auch nur zu einer Aura ohne nachfolgenden Schmerz.

Typische Symptome sind:

  • Sehstörungen: Plötzliches Flimmern vor den Augen, Zickzacklinien, Lichtblitze, blinde Flecken oder kurzzeitiger Sehverlust.
  • Sensibilitätsstörungen: Kribbeln oder Taubheit in Fingern oder anderen Körperteilen.
  • Sprachstörungen: Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden oder Sätze zu bilden.
  • Schwindel
  • Sichtfeldeinschränkungen

Nicht alle Menschen mit Migräne erleben eine Aura. Wenn du unter Migräne mit Aura leidest, weißt du, wie wichtig es ist, während der Aura Zugriff auf die richtigen Medikamente zu haben. Die richtige Vorbereitung und die passenden Medikamente können entscheidend sein.

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Gegenmaßnahmen in Phase II

  • Medikamente bereithalten: Nimm deine Medikamente immer mit! Sobald du Aura-Symptome wahrnimmst, kannst du bereits die Medikamente einnehmen, die dir bei deiner Migräne helfen. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab, welche Medikamente im akuten Migräneanfall die richtigen für dich sind und wie du sie dosieren solltest - und habe sie am besten immer in deiner Tasche.

Phase III: Die Kopfschmerzphase

In der akuten Kopfschmerzphase erleben Patienten äußerst starke Schmerzen, die durch Übelkeit und Erbrechen begleitet werden können. Bei Erwachsenen beträgt die Migräne-Dauer zwischen 4 und 72 Stunden. Bei Kindern ist die Dauer der Migräne in der Regel kürzer. Dein Kopf droht förmlich zu platzen. Einseitig, pochend und pulsierend hämmern die Kopfschmerzen gnadenlos auf dich ein. Dir ist übel, du musst dich übergeben. Jeder Lichtstrahl, jedes Geräusch, jede Bewegung sind eine einzige Qual. Du willst einfach nur im Dunkeln liegen, die Augen schließen und keine Geräusche hören. Es gibt jetzt nichts, außer den Schmerz. Diese Kopfschmerzphase kann zwischen 4 und 72 Stunden lang andauern.

Die Symptome dieser Phase sind:

  • Intensive Kopfschmerzen: Einseitig, pochend, pulsierend oder stechend.
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
  • Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie)
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Appetitlosigkeit

Die Phase deiner Migräne ist dir bestimmt bekannt. Wenn du vorher die ersten Anzeichen von Phase I erkannt hast, konntest du vielleicht schon rechtzeitig deine Schmerzmedikamente einnehmen und der Schmerz erreicht seinen Höhepunkt nicht. Denn wenn du Schmerzmittel oder spezifische Migräne-Medikamente frühzeitig einnimmst, kannst du die Intensität deiner Beschwerden meist reduzieren.

Gegenmaßnahmen in Phase III

  • Ruhe und Dunkelheit: Zieh dich in einen abgedunkelten, ruhigen Raum zurück.
  • Schmerzmittel: Wenn du vorher die ersten Anzeichen von Phase I erkannt hast, konntest du vielleicht schon rechtzeitig deine Schmerzmedikamente einnehmen und der Schmerz erreicht seinen Höhepunkt nicht. Denn wenn du Schmerzmittel oder spezifische Migräne-Medikamente frühzeitig einnimmst, kannst du die Intensität deiner Beschwerden meist reduzieren. Auch ASS (900 bis 1000 mg), Ibuprofen (400 mg), Naratriptan (2,5 mg), Paracetamol (1000 mg) bzw. Phenazon (1000 mg) gelten als Mittel der ersten Wahl. Die Kombination mit Coffein ist allerdings besonders wirksam und gleichzeitig gut verträglich.
  • Hilfe annehmen: Trau dich, um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen! Wahrscheinlich kennst du es selbst nur zu gut: In der Kopfschmerzphase ist nicht viel mehr möglich als liegen, Augen schließen und hoffen, dass es schnell wieder vorbei ist. In dieser Phase sind Menschen in deinem Umfeld, die dir Aufgaben abnehmen oder die zumindest ein Verständnis für deine Erkrankung haben, unglaublich wertvoll. Es lohnt sich also, deinem Umfeld die Erkrankung Migräne immer wieder zu erklären und näherzubringen. Nur so können sie dich verstehen und unterstützen.

Phase IV - Die Rückbildungs- und Erholungsphase (Postdromalphase)

In der Erholungsphase, auch oft als Rückbildungsphase bezeichnet, klingen die Migräne-Beschwerden langsam ab. Der Patient ist nach den starken Schmerzen oft erschöpft und fühlt sich müde. Eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit kann noch bis zu zwei Tage nach der Attacke nachwirken. Wir empfehlen viel Schlaf und Erholung, damit Sie schnell wieder neue Kraft schöpfen können. Die Schmerzen sind weg: Was für eine Erleichterung! Aber du bist immer noch müde und fühlst dich völlig erschöpft, so als hättest du eine lange Krankheit oder einen Marathon hinter dich gebracht. Du kannst dich immer noch nicht gut konzentrieren und merkst, dass du noch nicht wieder voll in deinen Alltag einsteigen kannst. Das ist die Phase der Rückbildung deiner Migräneattacke, die sogenannte Remission. Diese Erschöpfungsphase nach der Migräneattacke kann einige Stunden bis zu Tagen andauern. Viele fühlen sich jetzt müde und völlig erschöpft, aber andererseits auch erleichtert, dass die Schmerzen und andere Symptome vorüber sind. Die Rückbildungsphase setzt sich aus der Auflösungs- und Erholungsphase zusammen. Die Symptome klingen langsam wieder ab. Doch auch danach sind fast alle Patienten nicht gleich wieder voll leistungsfähig, sondern leiden an Migräne-Nachwehen. Ein starkes Erschöpfungsgefühl, Abgeschlagenheit und Müdigkeit sowie eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit können noch bis zu zwei Tage nach dem Höhepunkt der Attacke zu Beeinträchtigungen führen.

Mögliche Symptome sind:

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  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • Muskelschmerzen
  • Energielosigkeit

Gegenmaßnahmen in Phase IV

  • Zeit nehmen: Es ist noch nicht ganz vorbei, lass dir Zeit! Mach dir bewusst, dass diese Phase immer noch zur Migräneattacke gehört. Niemand - auch nicht du selbst - sollte nun erwarten, dass du schon wieder voll einsatzfähig bist und alles doppelt aufholen kannst, was du während der Kopfschmerzphase nicht tun konntest.
  • Erholung: Gib dir Zeit und erwarte nicht zu viel von dir selbst.
  • Leber entlasten und Muskeln lockern: Der Körper beginnt nun mit dem Abbau der Medikamente, daher ist es wichtig, die Leber zu entlasten und die Muskeln wieder zu lockern.

Verschiedene Formen der Migräne

Durch eine fachliche Diagnostik beim Arzt können die Migräne-Symptome häufig einer Migräne-Form zugeordnet werden. Davon ausgehend lassen sich eine passende Therapie, vorbeugende Maßnahmen oder auch praktische Hausmittel gegen Migräne bestimmen. Man unterscheidet zwei Formen der Migräne. Die klassische Migräne mit einer Aura und eine Migräne ohne Aura. Migräne-Formen ohne Aura beginnen häufig langsamer als die Migräne mit Aura, sie dauern länger an und beeinträchtigen die Patienten mehr als eine Migräne mit Aura. Gemäß der Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen (ICHD-3) der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft gibt es mehrere Formen der Migräne. Circa 80 Prozent der Betroffenen leiden an einer gewöhnlichen Migräne ohne Aura. Bei etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen gehen den Kopfschmerzen neurologische Symptome voraus, die Fachleute als Aura bezeichnen. Üblicherweise gehen die Aurasymptome nach etwa einer Stunde in den eigentlichen Migränekopfschmerz über oder werden von ihm abgelöst (Migräne mit typischer Aura mit Kopfschmerz). Trotzdem entwickeln manche Betroffene von Zeit zu Zeit isolierte Auren, denen keine Kopfschmerzen folgen.

Zudem lassen sich folgende Unterformen unterscheiden:

  • Migräne der Augen (auch okulare Migräne genannt): Eine Form der Migräne, die Sehstörungen wie Flimmern, Lichtblitze oder vorübergehenden Sehverlust verursacht, oft ohne Kopfschmerzen.
  • Menstruelle Migräne: Migräne, die in direktem Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus steht, oft kurz vor oder während der Menstruation auftritt.
  • Abdominelle Migräne: Eine Migräneform, die hauptsächlich bei Kindern auftritt und durch wiederkehrende Bauchschmerzen und Übelkeit gekennzeichnet ist, oft ohne Kopfschmerzen.
  • Hemiplegische Migräne: Eine seltene und schwere Form der Migräne, die vorübergehende Lähmungen auf einer Körperseite (Hemiplegie) verursachen kann.
  • Migräne mit Hirnstammaura (früher als basilaris Migräne bekannt): Eine seltene Form der Migräne, bei der Symptome wie Schwindel, Sprachstörungen, Doppelbilder und Bewusstseinsveränderungen auftreten, die auf den Hirnstamm zurückzuführen sind.
  • Vestibuläre Migräne: Eine Migräneform, bei der Schwindel und Gleichgewichtsstörungen die Hauptsymptome sind, oft begleitet von den klassischen Migränekopfschmerzen.

Migräne mit Aura Symptomen

Nach Angaben der Schmerzklinik Kiel erleben ca. 10 % der Migräniker besondere Migräne-Symptome: Man spricht hier von einer Migräne mit Aura. Sie tritt vor dem eigentlichen Migräneanfall für eine Dauer von ca. 15-30 Minuten auf und ist durch eine allmähliche Zunahme und durch ein langsames Abklingen gekennzeichnet. Dauert die Auraphase länger an, sollten Sie mit Ihrem Arzt über diese Auffälligkeit sprechen.

Die Migräne mit Aura umfasst sowohl optische als auch sensible Wahrnehmungsstörungen:

  • Optische Wahrnehmungsstörungen: Die visuellen Beschwerden werden auch Augenmigräne genannt. Hier treten die Migräne-Symptome der Augen meist einseitig links oder rechts im Sichtfeld auf. Typisch sind Flimmererscheinungen, Zickzacklinien, Lichtblitze oder Sichtfeldeinschränkungen.
  • Sensible Wahrnehmungsstörungen: Taubheitsgefühl oder Kribbeln, das sich von einer Hand über den Arm bis zum Gesicht ausbreitet. Seltener sind auch Füße und Beine betroffen. Auch Lähmungs- und Sprachstörungen treten in einigen seltenen Fällen auf.

Sowohl die optischen als auch die sensiblen Wahrnehmungsstörungen sind im Normalfall reversibel, das heißt sie bleiben nicht dauerhaft bestehen.

Migräne ohne Aura Symptome

Als häufigste Migräne-Form gilt die Migräne ohne Aura, also Migräne ohne auffällige Vorboten. Bei Frauen tritt die Migräne ohne Aura häufig im Zusammenhang mit der Regelblutung, also vor oder während der Periode auf. Egal um welche Form der Migräne es sich handelt, wir empfehlen bei wiederkehrenden Beschwerden das Gespräch mit Ihrem Arzt.

Zusammenfassung

Die vier Phasen einer akuten Migräne verlaufen jeweils mit spezifischen Symptomen. Wenn du die Anzeichen dieser Phasen kennst, kannst du rechtzeitig reagieren und Gegenmaßnahmen ergreifen, wie beispielsweise Stress reduzieren oder die richtigen Medikamente einnehmen. So kannst du deine Migräneattacke abmildern und die Dauer verkürzen.

Was tun bei Migräne?

Zusätzlich haben wir auf dieser Seite die wichtigsten Kennzeichen und Unterscheidungsmerkmale der Migräne für Sie zusammengefasst, die als Hilfe für eine erste Einstufung der Symptome dienen sollen.

Weitere Informationen und Unterstützung

Es gibt zahlreiche Ressourcen, die dir helfen können, deine Migräne besser zu verstehen und zu behandeln:

  • Kopfschmerztagebuch: Ein Kopfschmerztagebuch kann Ihnen außerdem helfen, Ihre Auslöser (Trigger-Faktoren) zu finden. Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch und notieren Sie Trigger und Prodrom-Symptome.
  • Ärztliche Beratung: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihre Migräne und lassen Sie sich individuell beraten.
  • Spezielle Kliniken und Therapiezentren: Kliniken der St. Augustinus Gruppe bieten eine umfassende Behandlung für Migräne, die sich durch modernste Therapien auszeichnet. Im Fachbereich Neurologie gehen erfahrene Ärztinnen und Ärzte auf die individuelle Krankengeschichte der Patientin bzw. des Patienten ein. Auf Basis einer ausführlichen Diagnose kann die passende Therapie zusammengestellt werden. Die neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel bietet spezielle Therapien für Migräne mit und ohne Aura sowie Migräne-Komplikationen an.
  • Selbsthilfegruppen: Der Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr hilfreich sein.

Medikamentöse Behandlung

Für eine erfolgreiche Medikation muss die Therapie zu Beginn der Migräne angewandt werden. Laut deutscher Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft ist eine schrittweise und für den Bedarf gerechte Medikation vorgesehen. Dabei gibt es gegen Übelkeit und Erbrechen ein Antiemetikum, während bei Schmerzen Analgetika, Triptane oder Cortison eingesetzt werden können. Zudem empfiehlt die deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft die Medikation der jeweiligen Patientin bzw. Triptane und Ergotamine sollten bei mittelschweren Migräneanfällen oder Migraine accompagnée - allerdings nicht zusammen oder kurz hintereinander - eingesetzt werden. Die vielen unterschiedlichen Darreichungsformen bieten Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, die für sie passende zu finden. Allerdings sollten Triptane erst nach Abklingen der Aura und beim beginnenden Migränekopfschmerz angewandt werden.

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