Neuhaus Neurologe Dülmen: Ein umfassender Überblick

Dieser Artikel bietet einen detaillierten Einblick in das Fachgebiet der Neurologie in Dülmen, insbesondere im Zusammenhang mit Dr. Neuhaus und den Christophorus Kliniken. Dabei werden verschiedene Aspekte beleuchtet, von der neurologischen Versorgung im Allgemeinen bis hin zu spezifischen Schwerpunkten und Behandlungsmethoden. Zudem wird ein Einblick in die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Region gegeben.

Neurologische Versorgung in Dülmen: Christophorus Kliniken im Fokus

Die Christophorus Kliniken in Dülmen spielen eine zentrale Rolle in der neurologischen Versorgung des Kreises Coesfeld und darüber hinaus. Die Klinik für Neurologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Neuhaus bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen. Die Abteilung ist für die primäre Akutversorgung des gesamten Kreises Coesfeld zuständig. Aufgrund des differenzierten Angebotes reicht das Einzugsgebiet jedoch deutlich darüber hinaus. Im Jahr 2023 wurden mehr als 3.500 Betroffene stationär betreut.

Schwerpunkte der Neurologischen Klinik

Die Schwerpunkte der Neurologischen Klinik liegen in der Diagnostik und Therapie von Patient:innen mit:

  • Schlaganfall
  • Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson)
  • Multipler Sklerose (MS)
  • Epilepsie
  • Rückenmarkserkrankungen
  • Polyneuropathie
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel

Neben einer allgemeinen neurologischen Sprechstunde werden auch spezielle Sprechstunden für Parkinson (einschließlich Tiefer Hirnstimulation) und Multiple Sklerose angeboten. Die Ambulanzen erfreuen sich einer deutlich überregionalen Akzeptanz.

Diagnostische Möglichkeiten

Die Neurologische Klinik verfügt über ein modern ausgestattetes neurophysiologisches und neurosonographisches Labor. Hier werden Arm- und Beinnerven und Hirnströme gemessen (Elektroneurographie, Evozierte Potentiale, EEG) und die hirnversorgenden Arterien mittels einer Doppler-/Duplexsonographie nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurophysiologie (DGKN) untersucht. Eine hohe Untersuchungsqualität wird erreicht durch vorliegende DGKN-Fortbildungszertifikate für sämtliche neurophysiologische Untersuchungen. Es besteht auch die Möglichkeit eines 24 Stunden Video-EEGs und einer differenzierten Schluckdiagnostik mittels Endoskopie (FEES).

Lesen Sie auch: Neurologen Paderborn & Schloß Neuhaus

Komplettiert wird die Diagnostik durch ein hauseigenes Liquorlabor unter Leitung von Herrn Prof. von Müller und durch eine eigene Radiologische Klinik mit MRT und CT unter Leitung von Frau Dr. Christel Vockelmann.

Folgende diagnostische Verfahren werden in der Neurologischen Klinik durchgeführt:

  • Elektroencephalographie (EEG) einschl.

Die Stroke Unit der Christophorus Kliniken

Die Neurologische Klinik verfügt über acht modern ausgestattete Stroke Unit-Betten, in denen jährlich etwa 900 Schlaganfallpatient:innen behandelt werden. Hier werden Patient:innen mit einem Schlaganfall notfallmäßig von ärztlichen und pflegerischen Spezialisten aufgenommen und innerhalb kurzer Zeit alle erforderlichen Untersuchungen wie eine Bildgebung des Kopfes oder ein Ultraschall der hirnversorgenden Arterien veranlasst. Ein Schwerpunkt liegt hier in der engen Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kardiologie in der Suche nach möglichen Quellen eines Gerinnsels.

Diagnostik:

  • Computertomographie des Schädels, EKG, Blutgasanalyse
  • Überwachung von Herzrhythmus, Blutdruck und Atmung
  • Ultraschall der hirnversorgenden Arterien
  • ggf. Telemetrie auch auf der peripheren Station
  • ggf. Implantation eines Event-Rekorders
  • ggf. Blutdruckmessung der Beine
  • ggf. Magnetresonanztomographie des Schädels
  • ggf Echokardiographie (Ultraschall des Herzens)
  • ggf videounterstützte endoskopische Schluckuntersuchung

Meist ist ein verstopftes Hirngefäß Ursache des Schlaganfalls. Mit modernen Medikamenten kann es gelingen, rasch wieder einen ausreichenden Blutfluss im Gehirn herzustellen. Die Chance, einen Schlaganfall weitgehend unbeschadet zu überstehen, ist umso größer, je früher die Behandlung einsetzt.

Lesen Sie auch: Ihr Neurologe in Paderborn

Therapiemöglichkeiten:

Die Akutbehandlung erfolgt zunächst auf der Stroke Unit (Schlaganfall Spezialeinheit), wo speziell geschultes Personal schnell die notwendige Diagnostik durchführt. Es wird versucht, falls möglich, bei einer Durchblutungsstörung das Gerinnsel durch eine Lyse (vorübergehende Aufhebung der Blutgerinnung) aufzulösen, um den Schaden zu begrenzen.

Gleichzeitig gilt es, rasch Ursachen für den Schlaganfall zu erkennen und Komplikationen zu behandeln. Bei größeren Gefäßverschlüssen muss das Gefäß ggf. auch mechanisch mittels Katheter wiedereröffnet werden (Thrombektomie). Seit Januar 2021 führen wir Thrombektomien in unserem Hause durch. Darüber hinaus besteht weiterhin eine enge Kooperation, u. a.

Parkinson-Zentrum Dülmen

Die Neurologische Klinik der Christophorus-Kliniken in Dülmen ist als Kompetenzzentrum für die Behandlung von Parkinson-Patient:innen anerkannt. Dies spiegelt sich in der Mitgliedschaft im Kompetenznetz Parkinson und im Parkinsonnetz Münsterland Plus (PNM+) wider.

Symptomatik:

Lesen Sie auch: Bewertungen: Neurologie Neuhaus

Die Erkrankung zeichnet sich durch die motorischen Leitsymptome aus:

  • Verlangsamung der Bewegungsabläufe (Bradykinese)
  • Zittern (Tremor)
  • Muskelsteifigkeit (Rigor)
  • Haltungsinstabilität

Als Folge sind häufig ein kleinschrittiger, unsicherer Gang, eine kleiner werdende Schrift und eine gebückte Körperhaltung zu beobachten. Neben den motorischen Symptomen finden sich auch vegetative Symptome wie starkes Schwitzen, vermehrter Speichelfluss, Schwindel durch lageabhängigen Blutdruckabfall, Schluck- und Riechstörungen. Darüber hinaus leiden einige der Betroffenen unter psychischen Begleitsymptomen (depressive Verstimmung, Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Veränderungen der Persönlichkeit) und neuropsychologischen Auffälligkeiten (Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen, Störungen exekutiver und visuokonstruktiver Funktionen).

Für die Diagnosestellung ist eine genaue körperliche Untersuchung entscheidend.

Stationäre Parkinson-Therapie:

Um die Patient:innen kümmert sich ein interdisziplinäres, speziell geschultes Team aus Ärzt:innen, Pflegekräften (einschließlich einer Parkinson Nurse), Physio- und Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen und Neuropsycholog:innen. Eine medikamentöse Therapie gleicht den Dopaminmangel aus. Bei nachlassender Wirkung der konventionellen Therapie kann unter bestimmten Bedingungen, je nach Patient:in, eine alternative Therapieoption, wie das Apomorphin subkutan, die Tiefe Hirnstimulation oder die Duodopa-Pumpe in Betracht gezogen werden.

Ambulante Videotherapie:

Als eines von wenigen Zentren in Deutschland ist unsere Neurologische Klinik für die ambulante Videotherapie zugelassen. Parkinsonpatient:innen können über vier Wochen im häuslichen Umfeld durch mehrfache Videoaufzeichnungen über den Tag medikamentös eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem niedergelassenen Neurologen und dem Chef- bzw. Oberarzt der Klinik.

Ermächtigungsambulanz zur Behandlung von Patient:innen mit Bewegungsstörungen im fortgeschrittenen Stadium:

Die Neurologische Klinik der Christophorus-Kliniken in Dülmen bietet auf Überweisung vom Neurologen eine ambulante Möglichkeit zur Behandlung von Patienten mit Bewegungsstörungen unter der KV-Ermächtigung der hierauf spezialisierten Ärzte an.

Sprechstunde: jeweils dienstags 13:30 - 15:30 Uhr

Hier können z. B. bei Patient:innen mit fortgeschrittenem M. Parkinson in Frage kommende Therapieoptionen wie z.B. die Tiefe Hirnstimulation, Einstellung auf eine Apomorphin-Pumpe oder auf eine Duodopa-Pumpe besprochen werden und im Verlauf eine ambulante Begleitung der gewählten Therapie erfolgen.

Multiple Sklerose Schwerpunktzentrum

Die Neurologische Klinik ist von der Deutschen MS Gesellschaft als Schwerpunktzentrum für die Behandlung von Multipler Sklerose anerkannt.

Symptomatik:

Die Symptome der MS können sehr verschieden sein - unter anderem treten Gefühlsstörungen, Lähmungen, Sehstörungen, Blasenfunktionsstörungen oder Erschöpfungssymptome auf. Die Verlaufsformen der MS reichen von primär schubförmigen zu chronisch-progredienten Formen.

Diagnostisches Spektrum:

  • Kernspintomographie des zentralen Nervensystems
  • Elektrophysiologie (VEP, MEP, SEP, AEP, EEG)
  • Labor- und Liquordiagnostik

Therapeutisches Spektrum:

  • intravenöse Kortisontherapie im akuten Schub
  • Plasmaaustauschtherapie
  • intrahekale Baclofentherapie inclusive Einstellung einer Baclofenpumpe
  • intrathekale Kortisontherapie
  • Einstellung einer Immuntherapie mit injizierbaren sowie oral verfügbaren Medikamenten
  • Umstellung der Immuntherapie auf stärker wirksame Substanzen, so z.B. Anitkörpertherapien über die MS-Ambulanz
  • Diagnostik und symptomatische Behandlung von Begleitsymptomen
  • Neuropsychologische Diagnostik und Therapie
  • Physiotherapie und Ergotherapie

Ermächtigungsambulanz zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver Multiple Sklerose:

Das therapeutische Spektrum zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose wird ständig erweitert.

Diagnostik und Therapie von Schwindel

Der Schwindel ist ein häufiges Symptom, hinter welchem sich viele verschiedene und oft auch neurologische Erkrankungen verbergen können.

Zur weiteren diagnostischen Einordnung ist u.a. die Unterscheidung zwischen Schwank- und Drehschwindel, aber auch zwischen attacken-/episodenartigem bzw. lageabhängigem Schwindel und einem Dauerschwindel bedeutsam.

Ursachen:

Auf neurologischem Fachgebiet können als Ursache von Schwindel häufig Störungen des Gleichgewichtsorgans, welches im Innenohr lokalisiert ist, nachgewiesen werden. Die häufigsten Erkrankungen dabei sind der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPLS), der M. Meniere und die akute einseitige Vestibulopathie. Weiterhin kann aber auch eine Erkrankung des Gehirnes, zum Beispiel ein Schlaganfall oder eine Migräne mit Aura Schwindel auslösen. Darüber hinaus kommt es gar nicht so selten zu Schwindelbeschwerden ohne das Vorliegen einer organischen Ursache (phobischer Schwindel). Davon abzugrenzen sind andere Schwindelursachen, beispielsweise eine Kreislaufregulationsstörung.

Diagnostik:

Zunächst wird bei der Aufnahme eine ausführliche körperliche Untersuchung mit speziellen Schwindeltests (Lagerungsmanöver, Kopf-Impuls-Test, ggf. Untersuchung mit Frenzelbrille etc.) durchgeführt. In der Mehrheit der Fälle kann bereits dadurch zwischen einer zentralen Ursache des Schwindels oder einer Schädigung des Gleichgewichtsorganes als Schwindelauslöser unterschieden werden. Zur weiteren Einordnung der Beschwerden stehen neben einem MRT-Gerät (zur Darstellung des Gehirns und des Gleichgewichtsnervs) auch weitere neurologische Untersuchungsverfahren zur Verfügung. So sind z.B. eine thermische Vestibularisprüfung, die subjektive visuelle Vertikale (SVV), Lagerungsproben mit Videonystagmographie, AEP, Blinkreflex, Schellongtest (Kreislauftest) oder auch Doppler-/Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien (Ultraschall der Halsschlagadern) in unserer Abteilung durchführbar. Ergänzt wird das diagnostische Spektrum um ausführliche Herz-Kreislauf-Diagnostik, wie z.B. Telemetrie (Überwachung des Herzrhythmus) oder auch Herzultraschall, ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit mit unserer hiesigen kardiologischen Abteilung. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der HNO-ärztlichen Praxis im benachbarten Ärztehaus. Bei Verdacht auf einen phobischen Schwindel besteht die Möglichkeit einer neuropsychologischen Untersuchung durch unsere Neuropsychologin.

Therapie:

Die Therapie ist abhängig von der Grunderkrankung.

Epilepsie

Mit der Bezeichnung Epilepsie werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, bei denen das Auftreten von spontanen Anfällen vorkommt. Diese Anfälle entstehen durch abnorme überschießende Entladungen in den Nervenzellen im Gehirn. Je nach Ursache und Entstehungsgebiet im Gehirn werden mehrere Epilepsieformen unterschieden.

Ursachen können verschiedene Hirnschädigungen, z.B. nach einer Kopfverletzung, ein Schlaganfall, aber auch Alkohol und Medikamente sein. Allerdings kann nicht immer eine Ursache gefunden werden. Auslöser für epileptische Anfälle können Schlafmangel, Fieber, Alkohol, Flickerlicht etc. sein.

Symptomatik:

Die epileptischen Anfälle können sehr unterschiedlich sein. Teilweise gehen sie mit Bewusstseinsverlust und ggf. einem Sturz einher, teils bleibt das Bewusstsein erhalten und nur ein Teil des Körpers erleidet unwillkürliche „Zuckungen“ der Muskeln oder Mißempfindungen auf der Haut. Aber auch stereotype „merkwürdige“ wiederkehrende Verhaltensweisen können Ausdruck eines epileptischen Anfalls sein.

Gerade die Verletzungen durch Stürze oder unwillkürliche Bewegungen sowie der Bewußtseinsverlust in einer gefährlichen Situation, z.B. beim Autofahren oder Baden, machen epileptische Anfälle gefährlich. Aus diesem Grund ist eine rasche Diagnosestellung und Therapie von besonderer Bedeutung. Auch die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, die zu einem Bewusstseinsverlust führen können (z.B.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigen Symptomen, die zum Aufsuchen des Hausarztes, eines Neurologen oder zu einer Krankenhausaufnahme führen. Frauen sind davon insgesamt öfter betroffen. Schon aufgrund der Schilderung des/der Betroffenen (Beginn, Verteilung, Schmerzcharakter, Dauer, Intensität, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit/Erbre…

Ergänzende Informationen: Kinder- und Jugendpsychiatrie

Neben der neurologischen Versorgung ist auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Dülmen von Bedeutung. Die Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die 1966 gegründet wurde, bietet therapeutische Hilfe für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen. Das Behandlungsangebot umfasst dabei das gesamte Spektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auf der EKE behandeln wir Kinder und Eltern gemeinsam. Wir behandeln psychische Störungen des Kleinkind- und Vorschulalters (1. Lebensjahr bis zum vollendeten 7.

Die Klinik hat im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Schwerpunkte gesetzt und für ihre tägliche Arbeit eine Reihe von Auszeichnungen bekommen.

Weitere Anlaufstellen und Kooperationen

Neben den genannten Kliniken und Praxen gibt es in der Region weitere Anlaufstellen für Patient:innen mit neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem:

  • ONZ (Orthopädisch-Neurochirurgisches Zentrum): Ein Praxisverbund mit Standorten in Recklinghausen und Dortmund, der ein breites Spektrum an konventionellen Therapien sowie modernsten OP-Verfahren anbietet. Die Ärzte des ONZ besitzen besondere Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen und nutzen diese im stetigen Dialog. Dr. Neuhaus ist ein ausgewiesener Spezialist der Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen des Kindes und Erwachsenenalters. Seine operativen Schwerpunkte liegen in der Fuss - und Sprunggelenkschirurgie, Schulter und Kniechirurgie einschließlich der Knorpelchirurgie.
  • Kopf-Hals-Tumorzentrum Hornheide: Ein Zentrum, in dem verschiedene Spezialisten eng zusammenarbeiten, um für jeden Krebspatienten eine individuelle und optimale Therapie durchzuführen.
  • Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten: Die Fachklinik Hornheide bietet niedergelassenen Ärzten Kooperationsverträge an.

tags: #neuhaus #neurologe #dulmen