ADHS-Diagnostik und Behandlung in Gießen: Ein neurologischer Ansatz

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) stellt eine erhebliche Herausforderung für die Entwicklung der Persönlichkeit dar. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können jedoch entscheidend dazu beitragen, negative Auswirkungen zu minimieren und den Betroffenen ein erfülltes Leben zu ermöglichen. In Gießen bietet die Gemeinschaftspraxis spezialisierte neurologische Leistungen zur Diagnostik und Therapie von ADHS an. Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung der neurologischen Perspektive bei ADHS, die diagnostischen Möglichkeiten in Gießen und gibt Hinweise für Eltern und Betroffene.

Die Bedeutung der neurologischen Perspektive bei ADHS

ADHS ist eine komplexe Störung, die sich nicht nur in Verhaltensauffälligkeiten äußert, sondern auch neurologische Ursachen hat. Neurologische Untersuchungen können helfen, die spezifischen neuronalen Funktionen zu identifizieren, die bei ADHS beeinträchtigt sind. Dies ermöglicht eine zielgerichtete Behandlung, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist.

Neurologische Ursachen von ADHS

Die Forschung hat gezeigt, dass bei Menschen mit ADHS bestimmte Bereiche des Gehirns, insbesondere der präfrontale Kortex, der für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Planung zuständig ist, weniger aktiv sind. Auch Unterschiede in der Konzentration von Neurotransmittern wie Dopamin und Noradrenalin spielen eine Rolle. Neurologische Untersuchungen können diese Unterschiede sichtbar machen und somit zur Diagnose beitragen.

Die Rolle des Neurologen bei der ADHS-Diagnostik

Ein Neurologe ist ein Facharzt, der sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Bei ADHS kann der Neurologe durch verschiedene Untersuchungen feststellen, ob neurologische Ursachen vorliegen, die die Symptome erklären können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Elektroenzephalographie (EEG): Misst die elektrische Aktivität des Gehirns und kann Hinweise auf Störungen der Hirnfunktion geben.
  • Evozierte Potentiale: Messen die Reaktion des Gehirns auf bestimmte Reize und können Aufschluss über die Verarbeitung von Informationen geben.
  • Bildgebende Verfahren (z.B. MRT): Können strukturelle Veränderungen im Gehirn sichtbar machen.

ADHS-Diagnostik in der Gemeinschaftspraxis in Gießen

Die Gemeinschaftspraxis Dr. Michael Hahn, Marko Klippel, Dr. Ann-Kathrin Kaiser und Dr. bietet in Gießen umfassende neurologische Leistungen an, einschließlich der Diagnostik von ADHS. Die Praxis verfügt über eine moderne Ausstattung und führt alle erforderlichen Untersuchungen selbst durch.

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Untersuchungsmethoden in der Gemeinschaftspraxis

  • Ultraschall: Wird zur Beurteilung der Blutgefäße im Gehirn eingesetzt.
  • EEG (Elektroenzephalographie): Misst die elektrische Aktivität des Gehirns und kann Hinweise auf Störungen der Hirnfunktion geben.
  • EMG (Elektromyographie): Misst die elektrische Aktivität der Muskeln und kann helfen, neuromuskuläre Erkrankungen auszuschließen.
  • ENG (Elektroneurographie): Misst die Leitgeschwindigkeit der Nerven und kann helfen, Nervenschäden zu erkennen.
  • Evozierte Potentiale: Messen die Reaktion des Gehirns auf bestimmte Reize und können Aufschluss über die Verarbeitung von Informationen geben.
  • Ambulante Schlafdiagnostik: Untersucht den Schlaf des Patienten und kann Schlafstörungen erkennen, die ADHS-Symptome verstärken können.

Kooperation mit Radiologen im Liebig-Center

In unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftspraxis befindet sich die Gemeinschaftspraxis Radiologie im Liebig-Center von Dr. Henrik Stroh und Dr. Hier können bei Bedarf bildgebende Verfahren wie MRT durchgeführt werden, um detailliertere Informationen über die Gehirnstruktur zu erhalten.

Erreichbarkeit der Praxis

Die Gemeinschaftspraxis ist in unmittelbarer Nähe zum Gießener Bahnhof und der Innenstadt gelegen und somit gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

ADHS bei Kindern: Worauf Eltern achten sollten

ADHS kann sich bei Kindern auf unterschiedliche Weise äußern. Typische Symptome sind:

  • Aufmerksamkeitsstörungen: Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, leicht ablenkbar, vergesslich.
  • Hyperaktivität: Übermäßiger Bewegungsdrang, Zappeligkeit, Schwierigkeiten, still zu sitzen.
  • Impulsivität: Unüberlegtes Handeln, Schwierigkeiten, abzuwarten, Unterbrechen anderer.

Stolpersteine in der Persönlichkeitsentwicklung

Die Aufmerksamkeitsstörung ohne und mit Hyperaktivität ist ein sehr bedeutsamer Stolperstein für die Persönlichkeitsentwicklung. Dieser Weg kann durch rechtzeitiges Erkennen und Behandeln verhindert werden.

Erwartungen an das Kind

Eltern dürfen und sollen ihr Kind an seinen eigenen Erwartungen messen. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und das Kind in seinen Stärken zu fördern.

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ADHS bei begabten Kindern

Gut begabte Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen werden oft nicht rechtzeitig behandelt, weil die Schulnoten ja noch stimmen. Dabei sind sie im Inneren mit sich unzufrieden und die Eltern spüren meist, dass viel mehr in ihnen steckt, sie es aber nicht hin bekommen. Es ist wichtig, auch bei guten Schulleistungen aufmerksam zu sein, wenn das Kind unter seinen Problemen leidet.

Was Eltern tun können

  • Beobachten Sie Ihr Kind genau: Achten Sie auf Verhaltensweisen, die auf ADHS hindeuten könnten.
  • Suchen Sie professionelle Hilfe: Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder einem Spezialisten für ADHS.
  • Informieren Sie sich: Je besser Sie über ADHS informiert sind, desto besser können Sie Ihr Kind unterstützen.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind: Bieten Sie Ihrem Kind eine strukturierte Umgebung, fördern Sie seine Stärken und helfen Sie ihm, mit seinen Schwächen umzugehen.

Therapieansätze bei ADHS

Die Behandlung von ADHS ist multimodal und umfasst in der Regel:

  • Medikamentöse Therapie: Medikamente können helfen, die Symptome von ADHS zu reduzieren und die Konzentration und Aufmerksamkeit zu verbessern.
  • Verhaltenstherapie: Verhaltenstherapeutische Maßnahmen können helfen, Verhaltensweisen zu verändern und Strategien zur Bewältigung von ADHS-Symptomen zu erlernen.
  • Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, die motorischen Fähigkeiten und die sensorische Integration zu verbessern.
  • Elternberatung: Elternberatung kann helfen, die Erziehungskompetenzen zu stärken und den Umgang mit dem Kind zu erleichtern.

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