Ring gegen Migräne: Magnete, Piercings und andere Ansätze

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch anfallsartige Kopfschmerzen von grösster Schmerzintensität gekennzeichnet ist. Sie wird durch sogenannte Schlüsselreize ausgelöst, zu denen Stress, Umweltfaktoren, Ernährungsgewohnheiten, Wetterlagen und Hormonveränderungen gehören können. Hierzulande leiden rund zehn Prozent der Bevölkerung unter halbseitigen, pulsierenden und anfallsartigen Kopfschmerzen. Frauen sind dreimal so häufig betroffen wie Männer.

Was ist Migräne?

Migräne zählt zu den neurologischen Erkrankungen. Dahinter verbergen sich äusserst starke, anfallsartig auftretende und wiederkehrende Kopfschmerzen, die in der Regel nur einseitig auftreten. Einem Migräneanfall geht häufig eine Migräneaura voraus, im Rahmen derer Betroffene unter optischen Wahrnehmungsstörungen leiden. Häufig werden beispielsweise Blitze oder gezackte Linien im Sichtfeld wahrgenommen.

Abgrenzung von Migräne und Kopfschmerzen

Der Unterschied zwischen Spannungskopfschmerzen (Kopfschmerzen ohne spezielle zugrunde liegende Ursache) und Migräne liegt in erster Linie in der Intensität der Schmerzen. Zwar sind Kopfschmerzen allgemein störend und unangenehm, Migräne jedoch schränkt die Betroffenen im Alltag gänzlich ein. Während Spannungskopfschmerzen meist am gesamten Kopf auftreten, beschränkt sich der Schmerz bei Migräne nicht selten auf eine Kopfhälfte.

Starke Licht- und Schmerzempfindlichkeit geht im Gegensatz zu Kopfschmerzen meist mit einer starken Licht- und Lärmempfindlichkeit einher, die Betroffene oft zur Ruhe in abgedunkelten, stillen Räumen zwingt. Auch schlagen allgemeine Massnahmen wie frische Luft und Bewegung bei Migräne kaum an. Darüber hinaus zeigt sich der enorm starke Migräneschmerz meist nur in einer Schädelhälfte und er wird von Übelkeit und Erbrechen begleitet.

Dauer und Verlauf eines Migräneanfalls

Ein Migräneanfall kann unterschiedlich lang dauern, meist zwischen vier und 72 Stunden. Dennoch sind mehrtägige Anfälle eher die Seltenheit. In der Regel ist die Migräneattacke nach einem Tag durchgestanden. Eine Besonderheit ist jedoch die Ankündigungsphase der Migräne, die häufig schon zwei Tage vor dem eigentlichen Anfall beginnt und mit diffusen Beschwerden wie Gereiztheit und Müdigkeit einhergeht. Der Migräneanfall kündigt sich bei einem Drittel aller Betroffenen durch Aufgedrehtheit, Gereiztheit oder Müdigkeit an. Rund zehn Prozent aller Betroffenen entwickeln zudem vor dem eigentlichen Schmerzanfall neurologische Störungen, die sogenannte Aura. Es kommt zu Sehstörungen wie flackernden Punkten und Blitzen im Gesichtsfeld. Die Aura dauert üblicherweise nicht länger als eine Stunde und wird schliesslich von stark pulsierenden, einseitigen Kopfschmerzen abgelöst, die von vielen Betroffenen als durchaus vernichtend beschrieben werden. Der Kopfschmerz tritt in fast allen Fällen zunächst einseitig auf, im Verlauf des Migräneanfalls wandert er jedoch in andere Schädelbereiche. Die Schmerzqualität ist pochend und drückend und weitaus stärker als die normaler Spannungskopfschmerzen.

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Migräneaura

Wie bereits angerissen, tritt die Migräneaura meist unmittelbar vor dem eigentlichen Migräneanfall auf. Meist bleibt es bei optischen Störungen, in einigen Fällen erreicht die Aura jedoch auch grössere Ausmasse in Form von: Taubheitsgefühlen im Bereich der Finger, des Gesichts und der Zunge. Auch Sprachstörungen und Schwindel können auftreten. Die Migräneaura dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde an. Nur sehr selten halten die neurologischen Symptome noch während des Schmerzanfalls an. Allerdings kann eine Migräneaura auch ohne nachfolgende Schmerzattacke auftreten und somit das einzige Symptom einer Migräne sein.

Migräneformen

Die Migräne kann in unterschiedlichen Formen auftreten, mit und ohne Aura, als hormonelle Migräne und als chronische Migräne. Diese Formen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Symptomatik, sondern auch im Verlauf:

  • Migräne mit und ohne Aura: Bei der Migräne ohne Aura steht der einseitige, pulsierende Kopfschmerz im Mittelpunkt. Bei einer Migräne mit Aura kommt es kurz vor dem Schmerz zu Sichteinschränkungen in Form von Lichtblitzen, Flackerlinien und Schleiern. Sehr selten treten ausserdem Schwindel, Hautkribbeln und Taubheitsgefühle in einer Gesichtshälfte auf.
  • Chronische Migräne: Eine Migräne wird dann als chronisch bezeichnet, wenn sie mindestens drei Monate in Folge an mehr als 15 Tagen im Monat auftritt. Betroffene leiden quasi unter dauernden Migräneanfällen. Häufig ist der chronische Verlauf die Folge einer zuvor über viele Jahre bestehenden Kopfschmerzerkrankung. Die chronische Migräne ist ein Sonderfall und keineswegs der übliche Verlauf.
  • Retinale Migräne: Im Rahmen der retinalen Migräne kommt es während des Migräneanfalls zu einseitigen Sehstörungen, die nicht den neurologischen Störungen einer Aura entsprechen. Bei einer retinalen Migräne kann es vorübergehend sogar zur Blindheit auf einem Auge kommen. Die Symptome verschwinden jedoch mit dem Eintreten der Kopfschmerzen oder spätestens während der Kopfschmerzphase wieder.
  • Hormonelle Migräne: Sie tritt kurz vor dem Einsetzen oder während der Periode auf. Ursächlich sind die hormonellen Veränderungen im Verlauf des Zyklus. Die hormonelle Migräne ist schlechter zu behandeln, sie verschwindet erst mit der Normalisierung des Hormonhaushaltes nach Ende der Periode und kehrt zyklisch einmal im Monat wieder.
  • Triptane Migräne: Durch die häufige Einnahme der Triptane kann es jedoch zu einem Gewöhnungseffekt kommen, der wiederum neuerliche Kopfschmerzen und Migräneattacken auslösen kann.
  • Hemiplegische Migräne: Diese Form geht mit zusätzlichen motorischen Störungen und Störungen des Gleichgewichts einhergeht. Auch Bewusstseinsstörungen wie Ohnmacht oder sogar Koma treten in Einzelfällen auf.
  • Basilarismigräne: Klassische Symptome sind neben den Kopfschmerzen auch Tinnitus, Doppelbildsehen, Bewusstseinsstörungen, Schwindelgefühle und Sprachstörungen. Anders als beim klassischen Migränetypus leiden Betroffene im Falle einer Basilarismigräne meist unter beidseitigen Kopf- und Augenschmerzen.

Ursachen und Auslöser von Migräne

Obwohl Migräne als Krankheitsbild längst anerkannt ist, sind ihre Ursachen bislang nicht abschliessend erforscht. Eine genetische Vorbelastung scheint ebenso eine Rolle zu spielen wie der körpereigene Serotoninspiegel. Ein unausgeglichener Serotoninspiegel verändert die Reizbarkeit der Nerven, macht die Blutgefässwände durchlässiger und wirkt sich nicht zuletzt auch auf den Magen-Darm-Trakt aus, sodass Übelkeit und Erbrechen ebenfalls damit in Zusammenhang gebracht werden können.

Unabhängig von den Ursachen der Migräne stehen die Auslöser im Mittelpunkt. Als sogenannte Trigger kommen vor allem Stress und ein gestörter Schlafrhythmus infrage. Aber auch Hormonschwankungen, etwa während der Regel oder in der Schwangerschaft, können Migräne begünstigen. Häufig treten Migräneanfälle auch bei bestimmten Wetterlagen auf, genauer im Rahmen bestimmter Luftdruckverhältnisse. Obwohl wissenschaftlich nicht belegt, reagieren viele Migräniker auf sich zu schnell verändernde Wetter- und Temperaturverhältnisse, genauso wie auf starken Fön. Häufig tritt die Migräne bei Frauen jungen und mittleren Alters auf, die mithilfe der Anti-Babypille verhüten. Speziell in der Pillen-Pause, also kurz vor, während und kurz nach der Menstruation, wenn der Körper stärkeren hormonellen Schwankungen ausgesetzt ist, aber auch während einer Schwangerschaft, sind Migräneanfälle häufig zu beobachten. Viele jüngere Frauen leiden hingegen während der Pilleneinnahme unter Migräne, weil das Gleichgewicht des Körpers unter Zufuhr hormonhaltiger Präparate aus den Fugen geraten kann. Ein weiteres häufiges Phänomen ist ausserdem die Wochenend-Migräne. Sie entsteht, wenn der Körper aus der Stress-Phase in die Entspannungs-Phase übergeht.

Symptome der Migräne

Migräne-Symptome sind vielgestaltig und teilweise unspezifisch, da innerhalb der Migräneerkrankung mehrere Migräneformen bekannt sind. Migräne geht mit unterschiedlichen Beschwerden einher, je nach Form der Migräne können folgende Symptome auftreten: Bei der klassischen Migräne stehen die massiven, einseitigen Kopfschmerzen von pulsierendem Charakter im Mittelpunkt. In vielen Fällen tritt im Vorfeld die Aura auf. Die Kopfschmerzen nehmen im Verlauf des Migräneanfalls zu und werden meist von Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet. Darüber hinaus gibt es weitere Verlaufsformen. In seltenen Fällen ist die Aura das einzige Symptom einer Migräneerkrankung, die nachfolgenden Kopfschmerzen bleiben hingegen aus. Die Aura dauert in diesen Fällen nur zehn bis 30 Minuten und geht mit folgenden Symptomen einher: Sehstörungen wie Lichtblitze, Flackerlinien und Schatten, Kribbeln auf der Haut oder in den Gliedmassen, Schwindel, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen. Das führende Symptom der Augen-Migräne ist das sogenannte Flimmerskotom, welches beidseitig auftritt. Es ist durch kranzartiges Flimmern, Funken, Flackern und eine Einschränkung des Gesichtsfelds vom Rand zur Mitte gekennzeichnet. Die Augen-Symptome bilden sich nach etwa 20 bis 40 Minuten zurück. Häufig setzt bei der Augen-Migräne kein anschliessender Kopfschmerz ein, sodass das Flimmerskotom das einzige Symptom bleibt. In den meisten Fällen geht eine Migräneattacke mit Übelkeit einher, die bis zum Erbrechen führen kann. Unabhängig davon, ob die Migräne von einer Aura begleitet ist oder nicht. Eine Ausnahme stellt die Migräne ohne Kopfschmerzen dar. Die Übelkeit tritt in der Regel nicht vor der Schmerzphase auf, sondern währenddessen. Migräneschübe treten üblicherweise in vier Phasen auf, im Falle einer Migräne ohne Aura sind es hingegen nur drei Phasen. Ein Migräneanfall läuft daher wie folgt ab:

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  • Vorbotenphase: In dieser Phase, die von vielen Migränikern nicht wahrgenommen wird, kündigt sich die Migräne an. Typische Vorboten für einen nahenden Migräneanfall sind beispielsweise gesteigerte Müdigkeit und häufiges Gähnen, aber auch Heisshungerattacken, Darmbeschwerden, Verstopfungen und eine bereits erhöhte Licht- und Lärmempfindlichkeit. Die Vorbotenphase kann sich in Einzelfällen über bis zu zwei Tagen erstrecken, dauert in der Regel aber nur wenige Stunden.
  • Auraphase: Bei einer Migräne mit Aura folgt die Auraphase der Vorbotenphase. Die Aura entsteht unmittelbar vor Beginn der starken Kopfschmerzen. Sie ist geprägt von fehlerhaften Sinneswahrnehmungen im Bereich des Sehens. Betroffene verlieren zum Beispiel die Fähigkeit zum räumlichen Sehen, es entstehen Zick-Zack-Linien im Bild, die Konturen werden unscharf und verschleiert. Ausserdem können zusätzliche Strukturen im Bild entstehen, oder aber fehlen. Rund 20 Prozent aller Patienten sehen zudem nur noch halbe Bilder, weil das Gesichtsfeld während der Auraphase stark eingeschränkt sein kann. Die Aura ist typischerweise ein dynamischer Prozess, die Sinnesausfälle wandeln sich also innerhalb einer Auraphase mehrmals. Die Aura dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde an, sämtliche Symptome verschwinden anschliessend wieder gänzlich.
  • Kopfschmerzphase: Sehr selten tritt eine Migräneaura ohne anschliessende Kopfschmerzen auf. In über 90 Prozent der Fälle folgt der Auraphase jedoch die Kopfschmerzphase, die mit einseitigen, starken Kopfschmerzen im Bereich der Stirn und Schläfe einhergeht. Oftmals ist zudem ein Auge betroffen, sodass die Schmerzen in das Augenlid ausstrahlen. Die Migränekopfschmerzen werden von Betroffenen als pochend oder pulsierend, aber auch als stechend und vor allem quälend wahrgenommen. Bei körperlicher Aktivität nehmen die Schmerzen zu, wohingegen sie bei Ruhe und Schonung eher nachlassen. Die Kopfschmerzen werden in der Regel von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Brechreiz, Licht- und Geruchsempfindlichkeit sowie Appetitlosigkeit begleitet.
  • Rückbildungsphase: In der Rückbildungsphase, wenn der Schmerzanfall bereits überstanden ist, befindet sich der Körper noch in der Erholung. Betroffene fühlen sich müde und abgespannt, die Appetitlosigkeit und die Übelkeit können in dieser Phase noch bis zu 24 Stunden bestehen bleiben, bevor die vollständige Erholung von der Migräneattacke einsetzt.

Therapieansätze bei Migräne

Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist eine nicht-invasive Methode, bei der Magnetfelder eingesetzt werden, um Nervenzellen im Gehirn zu stimulieren. US-Forscher haben die sogenannte Transkranielle Magnetstimulation in einer Studie untersucht. Dabei wird eine Magnetspule am Hinterkopf des Patienten angelegt und kurzzeitig ein Magnetfeld erzeugt. Dieses soll die häufig beobachtete erhöhte Erregbarkeit der Hirnrinde herunterregulieren und dadurch die Symptome ausschalten. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA kündigte am 13.12.2013 die Zulassung einer neuen Migräneakuttherapie mittels Magnetstimulation an. Das Verfahren ist als “Cerena transkranielle Magnetstimulation (TMS)” bekannt. Das Gerät ist bisher nur für die Behandlung von Kopfschmerzen bei Migräne mit Aura zugelassen und wird durch ärztliche Verordnung verschrieben. Es wird angewandt, indem man es an den Hinterkopf positioniert und durch Knopfdruck ein magnetischer Puls freigesetzt wird, der die Hirnrinde im Bereich des Hinterhauptes stimuliert.

Die Zulassung beruht auf einer Studie bei 201 Patienten, die an einer mittelstarken bis starken Migräne mit Aura litten. Von denen, die den Magnetstimulator einsetzten, berichteten 38%, dass der Schmerz nach 2 Stunden bedeutsam reduziert worden sei. In einer Kontrollgruppe ohne entsprechende Stimulation berichteten nur 17% der Patienten von einer Besserung. 34% der Anwender berichteten nach 24 Stunden von Schmerzfreiheit. Die FDA wies darauf hin, dass Schwindel als Nebenwirkung auftreten kann. Insgesamt sind jedoch die Nebenwirkungen sehr mild und ihr Auftreten sehr unwahrscheinlich. Es gibt nur wenige Berichte über Nebenwirkungen wie Sinusitis, Sprachstörungen und Schwindel. Die FDA empfiehlt, dass das Gerät nicht häufiger als einmal pro 24 Stunden eingesetzt wird. Es ist nur für Personen über 18 Jahre zugelassen. Das Gerät sollte nicht bei Patienten eingesetzt werden, die metallische Gegenstände im Kopfbereich oder im Oberkörper tragen, dies gilt insbesondere auch für Herzschrittmacher oder Hirnstimulatoren.

Daith-Piercing

Neben den starken Schmerzen und eventuell damit einhergehenden Begleiterscheinungen kommen für viele Erkrankte Belastungen wie Arbeitsausfälle und ein reduziertes Sozialleben hinzu. Dazu gehört auch das Daith-Piercing gegen Migräne: An der korrekten Stelle am Ohr angebracht soll es dazu in der Lage sein, die Migränehäufigkeit spürbar zu reduzieren. Das Migräne-Piercing beruht auf dem Prinzip der Akupunktur. Im Fall eines Daith-Piercings bei Migräne wird nicht nur vorübergehend eine Nadel gesetzt, sondern dauerhaft ein Ohrstecker angebracht. Der Piercer macht den Akupunkturpunkt gegen Migräne im Ohr ausfindig - er liegt auf der knorpeligen Falte über dem Eingang ins Gehör - und sticht genau dort das Piercing. Die Meinungen zum Daith-Piercing bei Migräne sind allerdings nicht uneingeschränkt positiv. Von wissenschaftlicher Seite wird es nicht als medizinisches Heilmittel anerkannt. Aktuell gibt es keine Studien, die ihm eine Wirkung nachweisen. Viele Ärzte und Migräne-Experten stehen dem Daith-Piercing äusserst skeptisch gegenüber. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. veröffentlichte sogar ein Statement, in dem sie Migränekranken dringend vom Migräne-Piercing abrät. Aufgrund der nicht nachweisbaren Wirkung und der möglichen Gesundheitsrisiken sollten Patienten von einem Daith-Piercing bei Migräne absehen. Stattdessen sollten sie mit ihrem Arzt sprechen und konventionelle Behandlungsmethoden wie Triptane und Schmerzmittel nutzen.

Magnetringe

Es gibt verschiedene Anbieter von Magnetringen, die Linderung bei Migräne versprechen. Die Erfahrungen der Nutzer sind jedoch sehr unterschiedlich und reichen von positiven Berichten bis hin zu Enttäuschung und dem Vorwurf der Abzocke. Viele Kunden bemängeln die mindere Qualität der Ringe, die oft aus billigem Material gefertigt sind und scharfe Kanten aufweisen. Auch die versprochene Grössenverstellbarkeit ist oft nicht gegeben. Zudem gibt es Berichte über unseriöse Geschäftspraktiken, wie beispielsweise die Nichterstattung des Kaufpreises bei Rücksendung oder die Aufforderung, die Ware auf eigene Kosten ins Ausland zurückzuschicken. Es ist daher ratsam, vor dem Kauf eines Magnetrings zur Migränebehandlung die Bewertungen anderer Kunden sorgfältig zu prüfen und sich über die Rückgabebedingungen des Anbieters zu informieren.

Konventionelle Behandlungsmethoden

Neben den genannten alternativen Ansätzen gibt es eine Vielzahl an Medikamenten zur Behandlung von Migräneattacken und Vorbeugung der Migräne. Dazu gehören Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol sowie Triptane, die speziell bei Migräne eingesetzt werden. Auch Mittel gegen die Übelkeit sind bei der Therapie anzuraten. Eine Therapie kann durch das Erlernen einer Entspannungsmethode oder eine Ernährungsumstellung unterstützt werden, z.B. im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie.

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Leben mit Migräne

Kopfschmerzen und Migräne können den Alltag stark beeinträchtigen - sei es durch Schmerzen, Einschränkungen oder die Sorge vor der nächsten Attacke. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann eine wertvolle Unterstützung im Umgang mit Kopfschmerzen und Migräne sein. Gut informiert zu sein, kann helfen, Kopfschmerzen und Migräne besser zu verstehen und damit umzugehen. Es ist ratsam, ein Tagebuch zu führen, wann die Kopfschmerzen auftreten. So kann sich der Arzt ein Bild von der Art und Häufigkeit der Schmerzen im Kopf machen und mögliche Auslöser der Kopfschmerzen erkennen. Zudem kann er so Kopfschmerzen aufgrund von Migräne oder andere Ursachen ausschliessen und die perfekte Art der Behandlung verordnen. Oft sind Entspannungstechniken und Sport bereits die beste Schmerztherapie gegen den Spannungskopfschmerz. So lösen sich verkrampfte Muskeln in Schultern und Nacken und führen dazu, dass die Kopfschmerzen nachlassen.

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