Schöne Epilepsiehelme im Test: Sicherheit und Komfort für ein aktives Leben

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende Anfälle gekennzeichnet ist. Diese Anfälle können zu Stürzen führen, die schwere Kopfverletzungen zur Folge haben können. Daher ist ein geeigneter Kopfschutz, insbesondere in Form eines Epilepsiehelms, von entscheidender Bedeutung, um das Verletzungsrisiko zu minimieren und den Betroffenen ein aktiveres und selbstbestimmteres Leben zu ermöglichen.

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der das Gehirn oder einzelne Regionen im Gehirn übermäßig aktiv sind und zu viele Signale abgeben. Das charakteristische Merkmal für Epilepsie ist der epileptische Anfall. Die Ursachen für solch einen Anfall sind ganz verschieden. Ein epileptischer Anfall kann sehr unterschiedlich aussehen. So kann er zum Beispiel nur einen einzelnen Arm oder ein Bein betreffen oder den ganzen Körper erfassen. In manchen Fällen bleibt ein Anfall sogar unbemerkt und dauert nur wenige Sekunden. Fokale Anfälle betreffen nur einen bestimmten Ort im Gehirn. Diese Anfälle können mit dem Erhalt, aber auch mit dem Verlust des Bewusstseins einhergehen. Fokale Anfälle mit Erhalt des Bewusstseins können unterschiedliche Formen annehmen: motorisch, sensibel, sensorisch, vegetativ und psychisch. Bei fokalen Anfällen mit Bewusstseinsstörung kann sich die betroffene Person nach dem Anfall nicht mehr daran erinnern. Oft beginnt ein solcher Anfall mit dem Abbruch eines begonnenen Bewegungsablaufes. Im Gegensatz zu den fokalen Anfällen, sind bei den generalisierten Anfällen immer beide Gehirnhälften betroffen. Bei nahezu allen Formen der generalisierten Anfälle kommt es zum Verlust des Bewusstseins.

Warum ein Epilepsiehelm?

Ein Epilepsiehelm dient als Schutzmaßnahme, um schwere Kopfverletzungen bei Stürzen während eines Anfalls zu verhindern. Insbesondere bei Anfällen, die mit einem Sturzrisiko verbunden sind, wie generalisierten tonisch-klonischen Anfällen, atonischen Anfällen oder komplexen partiellen Anfällen, die zu Stürzen führen, kann ein Helm lebensrettend sein.

Auswahlkriterien für eine Studie über Epilepsiehelme

Forscher suchen nach Personen, die bestimmte Kriterien erfüllen, um an Studien über Epilepsiehelme teilzunehmen. Diese Kriterien können in Ein- und Ausschlusskriterien unterteilt werden.

Einschlusskriterien:

Die Einschlusskriterien variieren je nach Studienteil. Hier sind einige Beispiele:

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  • Teil 1:
    • Alter: 18-60 Jahre zum Zeitpunkt der Einschreibung.
    • Halsumfang: Zwischen 34 und 42 cm.
    • Verständnis und Abgabe einer schriftlichen Einverständniserklärung.
    • Fähigkeit, alle Studienverfahren zu befolgen.
    • Fähigkeit, Englisch zu lesen, sprechen und verstehen.
  • Teil 2:
    • Mindestens alle 6 Monate einen Anfall, der zu einem Sturz führen kann.
    • Anfallshäufigkeit von mindestens einmal alle 2 Monate.
    • Alter: Zwischen 18 und 65 Jahre zum Zeitpunkt der Anmeldung.
    • Halsumfang: Zwischen 34 und 42 cm.
    • Wohnsitz in einem Haushalt mit Stromanschluss.
    • Bei weiblichen Teilnehmerinnen: Negativer Schwangerschaftstest zu Beginn der Studie und Bereitschaft zur Anwendung einer geeigneten Empfängnisverhütung während der Studiendauer.

Ausschlusskriterien:

  • Teil 1:
    • Bewertung eines bestimmten Punktes als "Leiden Sie jetzt (d. h. innerhalb der letzten 30 Tage) unter mittelschweren oder schweren Kopfschmerzen?".
    • Diagnose einer progressiven neurologischen Störung (z. B. Demenz, Parkinson).
    • Bekannte strukturelle Hirnanomalie.
    • Aktive Beteiligung an einem anderen Arzneimittel- oder Geräteinterventionsversuch.
    • Jede andere Erkrankung, die die Sicherheit des Teilnehmers oder die Durchführung der Studie gefährden könnte.
    • Einnahme von mehr als einem Antidepressivum.
    • Kürzliche Änderung der Einnahme von Antidepressiva (innerhalb der letzten 30 Tage).
    • Medizinische Kontraindikation für eine MRT-Untersuchung.
    • Vorhandensein von Metall im Körper, das eine MRT-Untersuchung verhindert.
    • Schwangerschaft.
  • Teil 2:
    • Diagnose einer progressiven neurologischen Störung (z. B. Demenz, Parkinson).
    • Bekannte strukturelle Hirnanomalie.
    • Aktive Beteiligung an einem anderen Arzneimittel- oder Geräteinterventionsversuch.
    • Jede andere Erkrankung, die die Sicherheit des Teilnehmers oder die Durchführung der Studie gefährden könnte.
    • Medizinische Kontraindikation für eine MRT-Untersuchung.
    • Vorhandensein von Metall im Körper, das eine MRT-Untersuchung verhindert.
    • Schwangerschaft.

Arten von Epilepsiehelmen

Es gibt verschiedene Arten von Epilepsiehelmen, die sich in Design, Material und Schutzwirkung unterscheiden. Einige Beispiele sind:

  • Klassische Epilepsiehelme: Diese Helme bestehen in der Regel aus einem stoßdämpfenden Material wie Schaumstoff und sind mit einer harten Außenschale versehen. Sie bieten einen guten Schutz für den gesamten Kopf.
  • Sporthelme: Einige Sporthelme, wie z.B. Fahrradhelme oder American-Football-Helme, können ebenfalls als Epilepsiehelme verwendet werden, sofern sie ausreichend Schutz bieten und gut sitzen.
  • Spezialanfertigungen: In manchen Fällen kann es erforderlich sein, einen Epilepsiehelm speziell an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anzupassen.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines Epilepsiehelms achten?

Bei der Auswahl eines Epilepsiehelms sollten folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Schutzwirkung: Der Helm sollte einen hohen Schutz vor Kopfverletzungen bieten, insbesondere bei Stürzen.
  • Passform: Der Helm sollte gut sitzen und nicht verrutschen, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Der Halsumfang sollte zwischen 34 und 42 cm liegen.
  • Komfort: Der Helm sollte bequem zu tragen sein, auch über längere Zeiträume.
  • Belüftung: Eine gute Belüftung ist wichtig, um Überhitzung und Schwitzen zu vermeiden.
  • Gewicht: Der Helm sollte nicht zu schwer sein, um den Tragekomfort nicht zu beeinträchtigen.
  • Design: Das Design des Helms sollte ansprechend sein, um die Akzeptanz des Trägers zu erhöhen.

Alternativen zu klassischen Epilepsiehelmen

Einige Betroffene bevorzugen möglicherweise Alternativen zu klassischen Epilepsiehelmen, die oft als stigmatisierend empfunden werden. Eine interessante Alternative sind High-End-American-Football-Helme, die von einem niederländischen Orthopädietechniker für schwere Fälle empfohlen und angepasst werden. Ein Beispiel hierfür ist der "Riddell Axiom"-Helm, der sich durch gute Belüftung, aufblasbare Luftkissen zur Dämpfung und einfache Zerlegbarkeit auszeichnet. Dieser Helm bietet nicht nur hohen Schutz, sondern auch Komfort und Ästhetik.

Innovative Entwicklungen: Intelligente Fahrradhelme

Das Studententeam EPIONE der Universität Freiburg hat beim Freiburger Pfiffikus-Wettbewerb den ersten Preis für ihr Konzept eines intelligenten Fahrradhelms mit integriertem Warnsystem bei epileptischen Anfällen gewonnen. Dieser Helm kombiniert ein diskretes EEG-Messsystem mit einer Smartphone-App, die mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen Anfälle erkennt und unterschiedliche Warnmechanismen auslöst. Ziel ist es, Menschen mit Epilepsie mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im Alltag zu geben.

Hilfsmittel für Epilepsie-Erkrankte

Neben Epilepsiehelmen gibt es noch weitere Hilfsmittel, die das Leben von Epilepsie-Erkrankten erleichtern können:

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  • Sturzmelder: Diese Geräte erkennen Stürze und alarmieren automatisch einen Notdienst oder Angehörige.
  • Anfallsmelder: Diese Geräte überwachen das Anfallsgeschehen und dokumentieren bestimmte Anfallsformen.
  • Notruf-Systeme: Diese Systeme ermöglichen es, im Notfall per Knopfdruck Hilfe zu rufen.
  • Schutzvorrichtungen im Haushalt: Diese Vorrichtungen, wie z.B. Herdabdeckungen oder Duscharmaturen mit Temperaturbegrenzung, helfen, Verbrennungsunfälle zu vermeiden.
  • Schwimmhilfen: Diese Hilfsmittel sorgen für Sicherheit im Wasser.

Mobilität und Selbstständigkeit erhalten

Epilepsie kann die Mobilität und Selbstständigkeit der Betroffenen einschränken. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, diese zu erhalten oder wiederzugewinnen:

  • Fahrradfahren: Für viele Patientinnen und Patienten ist Radfahren sicher und empfehlenswert. Ein intelligenter Fahrradhelm wie der von EPIONE kann zusätzliche Sicherheit bieten.
  • Öffentlicher Nahverkehr: Viele Verkehrsverbünde bieten spezielle Angebote für Seniorinnen und Senioren an.
  • Elektrofahrräder: Diese Fahrräder unterstützen beim Treten und ermöglichen es, auch längere Strecken oder Hügel zu bewältigen.
  • Gehhilfen: Gehstock oder Rollator können beim Gehen unterstützen und für mehr Sicherheit sorgen.
  • Mobile Notrufsysteme: Diese Systeme geben ein Gefühl von Sicherheit und sorgen dafür, dass in einer Notsituation schnell Hilfe vor Ort ist.

Hilfsmittel beantragen

Gesetzlich Versicherte haben einen Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln durch die Krankenkasse. Allerdings muss eine ärztliche Verordnung vorliegen. Das Rezept sollte so präzise wie möglich ausgefüllt sein. Besonders wichtig ist, dass die medizinische Notwendigkeit aus diesem hervorgeht. Wenn nur ein bestimmtes Hilfsmittel in Frage kommt, sollte dies direkt benannt werden - am besten mit der konkreten Hilfsmittelnummer aus dem Hilfsmittelverzeichnis.

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