Alex Mason: Ein Blick in das verworrene Gehirn der Black Ops-Saga

Die Call of Duty-Reihe hat im Laufe der Jahre viele denkwürdige Charaktere hervorgebracht, aber Alex Mason, der Protagonist des ersten Black Ops-Spiels, sticht besonders hervor. Seine Geschichte ist eine Geschichte von Täuschung, Gehirnwäsche und dem Kampf um die eigene Identität. Dieser Artikel taucht tief in die komplexe Psyche von Alex Mason ein und untersucht seine Rolle in der Black Ops-Timeline.

Die Anfänge: Schweinebucht und Gehirnwäsche

Alex Mason, ein Marine aus Alaska, wird zusammen mit Frank Woods und Joseph Bowman von der CIA rekrutiert, um Fidel Castro während der Invasion in der Schweinebucht im Jahr 1961 auszuschalten. Doch die Mission schlägt fehl, und Mason wird gefangen genommen und an Nikita Dragovich und Lew Krawtschenko ausgeliefert. Diese nutzen ihn für Experimente zur Gehirnwäsche.

In Vorkuta unterziehen Dragovich und der deutsche Wissenschaftler Friedrich Steiner Mason einer Gehirnwäsche mit einem Zahlenprogramm. Das Ziel ist, Mason in einen Schläferagenten zu verwandeln, der auf Befehl hin Präsident John F. Kennedy ermorden soll. Doch Viktor Reznov, ein Überlebender des Nova-6-Verrats, greift ein. Er manipuliert Masons Programmierung, um Dragovich, Krawtschenko und Steiner als Ziele zu bestimmen.

Der Kampf um die Realität: Black Ops

Nach seiner Rückkehr in die USA wird Mason dem Handler Jason Hudson zugewiesen. Doch die Gehirnwäsche hat tiefe Spuren hinterlassen. Mason leidet unter Halluzinationen und kann Realität und Einbildung nicht mehr unterscheiden. Er wird auf gefährliche Missionen geschickt, um das sowjetische Raumfahrtprogramm zu sabotieren und die Nazi-Wissenschaftler hinter Nova 6 zu eliminieren.

In Vietnam trifft Mason seine alten Kameraden Woods und Bowman wieder. Gemeinsam suchen sie nach Informationen über Nova 6 von den Sowjets. Doch die Vergangenheit holt Mason immer wieder ein. Er trifft einen Überläufer, den er für Reznov hält, und gemeinsam überstehen sie zahlreiche Gefechte.

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Schließlich decken Hudson und Weaver Steiners Plan auf, Schläferagenten zu befehlen, Nova 6 in den USA einzusetzen. Sie eilen zu Steiners Labor auf Rebirth Island, aber Mason ist ihnen zuvorgekommen. In einem finalen Showdown tötet Mason Dragovich und beendet dessen Plan.

Kalter Krieg und Familiäre Konflikte: Black Ops Cold War und Black Ops II

In Black Ops Cold War, das zeitlich vor den Rückblenden von Black Ops 2 spielt, wird Mason erneut in den Kampf gegen sowjetische Agenten verwickelt. Er schließt sich mit Russell Adler und Frank Woods zusammen, um den Spionagechef Perseus zu jagen.

Nach dem Kalten Krieg zieht sich Mason nach Alaska zurück, um seinen Sohn David großzuziehen. Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Er wird in einen Konflikt mit Raul Menendez hineingezogen, einem Waffenhändler, der Rache für den Tod seiner Schwester schwört.

In Black Ops II übernimmt David Mason die Rolle des Protagonisten. Er setzt die Mission seines Vaters fort, Menendez zu eliminieren. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen: den 1980er Jahren, in denen Alex Mason gegen Menendez kämpft, und dem Jahr 2025, in dem David Mason die Konsequenzen der Vergangenheit bewältigen muss.

Black Ops 3: Eine Abkehr von der Persönlichen Geschichte

Während die vorherigen Black Ops-Spiele stark auf den Charakteren und Ereignissen der Vergangenheit aufbauten, schlägt Black Ops 3 einen anderen Weg ein. Das Spiel spielt im Jahr 2065, in einer Welt, die von einem neuen Kalten Krieg geprägt ist. Von kleineren Erwähnungen abgesehen gibt es jedoch keinerlei Facetten, die „Black Ops III“ sonderlich stark mit den Charakteren und Ereignissen seiner drei Vorgänger verbindet.

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Black Ops 4: Ein Wiedersehen im Blackout

In Black Ops 4, das keine Singleplayer-Kampagne besitzt, kehren Alex Mason, Frank Woods, Raul Menendez und Viktor Reznov im Blackout-Modus zurück. Sie alle sind Teil von „Projekt Blackout“, das von Alex‘ Enkelin Savannah geleitet wird. Alex wird erneut einer Gehirnwäsche unterzogen - diesmal von Woods -, um seine andere Enkelin, Jessica, zu töten.

Die Kontinuität der Black Ops-Saga: Black Ops 6 und 7

Call of Duty: Black Ops 6 setzt die Geschichte des Black Ops-Universums mit einer neuen Kampagne fort, die in den frühen 1990er Jahren spielt. Sgt. Frank Woods, Alex Mason und Joseph Bowman führen während der Invasion der Schweinebucht „Operation 40“ durch. Nach Masons Rückkehr autorisiert Kennedy eine Mission, Dragovich zu töten, der gemeinsam mit Kravchenko und Friedrich Steiner plant, einen chemischen Kampfstoff namens Nova 6 gegen die Vereinigten Staaten einzusetzen. Auf Kennedys Befehl hin nehmen Mason, Woods und Bowman in Vietnam die Verfolgung von Dragovich und Kravchenko auf.

Call of Duty: Black Ops 7 knüpft direkt an die Geschehnisse von Black Ops 2 an: Masons Team untersucht die Rückkehr des Terroristen Raul Menendez, der mit einer erschreckenden Waffe zurückkehrt. Fans des Spiels dürfen sich also auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten und neuen Gesichtern freuen.

Die Psychologischen Auswirkungen: Trauma und Identität

Alex Masons Geschichte ist von Trauma und Verlust geprägt. Er wird gefangen genommen, einer Gehirnwäsche unterzogen und gezwungen, gegen seine eigenen Überzeugungen zu handeln. Diese Erfahrungen hinterlassen tiefe Wunden in seiner Psyche.

Mason kämpft mit seiner Identität und versucht, die Kontrolle über sein eigenes Leben zurückzugewinnen. Er wird von Halluzinationen geplagt und kann Realität und Einbildung nicht mehr unterscheiden. Sein Kampf um die Wahrheit und seine Suche nach Erlösung machen ihn zu einem komplexen und faszinierenden Charakter.

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