Anti-Dekubitus-Matratzen bei Parkinson: Erfahrungen und Orientierung

Ein erholsamer Schlaf ist die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Wer gut schläft, kann sich besser von Krankheiten erholen, sein Immunsystem stärken und ist seelisch ausgeglichener. Gerade für Menschen mit Parkinson, die häufig unter Schlafstörungen leiden, ist die Wahl der richtigen Matratze von entscheidender Bedeutung. Dieser Artikel bietet eine umfassende Orientierungshilfe für Betroffene, Angehörige und Pflegepersonal, um die passende Anti-Dekubitus-Matratze zu finden und die Erfahrungen damit besser zu verstehen.

Parkinson und Schlafstörungen

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dies führt zu motorischen Störungen wie verlangsamten Bewegungen, Muskelsteifheit, Zittern und einer starren Mimik. Im weiteren Verlauf können auch nicht-motorische Symptome wie Schlafstörungen auftreten. Studien zeigen, dass bis zu 70 % der Parkinson-Patienten unter verschiedenen nächtlichen Schlafstörungen leiden. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können sowohl in der Erkrankung selbst als auch in deren Therapie liegen.

Anti-Dekubitus-Matratzen: Eine Übersicht

Bei der Pflege von immobilen Personen ist die Vorbeugung von Dekubitus, auch Druckgeschwüren genannt, eine große Herausforderung. Die richtige Matratze spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es gibt verschiedene Systeme, die sich in ihrer Funktionsweise und Eignung für unterschiedliche Bedürfnisse unterscheiden:

1. Weichlagerung (Schaumstoff-Matratzen)

Weichlagerungsmatratzen bestehen aus speziellen Schaumstoffen, die eine gleichmäßige Druckentlastung bieten. Sie eignen sich besonders für die Dekubitusprophylaxe oder zur Behandlung von Druckgeschwüren bis Grad II.

Vorteile:

  • Druckverteilung: Hochwertige Schaumstoffmatratzen, wie viskoelastische Modelle, reduzieren den Druck gleichmäßig auf gefährdete Körperstellen.
  • Ruhige Liegefläche: Im Vergleich zu Wechseldrucksystemen gibt es keine Bewegungen oder Geräusche, was den Schlaf fördert.
  • Einfache Handhabung: Keine technischen Einstellungen erforderlich, ideal für die häusliche Pflege.

Empfehlung:

Weichlagerungsmatratzen sind ideal für Patienten mit einem geringen bis mittleren Risiko für Dekubitus. Sie eignen sich auch hervorragend für Personen, die auf eine besonders ruhige Liegefläche angewiesen sind.

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2. Wechseldrucksysteme

Wechseldruckmatratzen nutzen Luftkammern, die abwechselnd mit Luft befüllt und entleert werden. Dadurch wird der Druck von gefährdeten Körperstellen regelmäßig verlagert. Diese Systeme eignen sich zur Behandlung von Dekubitus bis Grad IV.

Vorteile:

  • Dynamische Druckentlastung: Die kontinuierliche Druckumverteilung minimiert das Risiko von Druckgeschwüren effektiv.
  • Anpassbarkeit: Viele Modelle verfügen über einstellbare Druckniveaus, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden können.
  • Unterstützung bei schwerwiegenden Fällen: Optimal für Patienten mit bereits bestehenden Druckgeschwüren oder sehr hohem Risiko.

Herausforderungen:

  • Geräuschentwicklung: Die Pumpe kann Geräusche verursachen, die als störend empfunden werden können.
  • Energiebedarf: Diese Matratzen benötigen eine Stromversorgung.

Empfehlung:

Wechseldrucksysteme sind ideal für bettlägerige Patienten mit hohem Risiko oder fortgeschrittenem Dekubitus. Sie werden häufig in Kliniken und Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Vorsicht gilt allerdings bei Personen mit Wahrnehmungsstörungen, insbesondere bei neurologischen Erkrankungen wie Demenz oder Parkinson. Bei sensiblen Patienten sollte die Matratze langsamer eingestellt werden, um die Wahrnehmung weniger zu stören. Ergänzend können zum Beispiel eine gleichbleibende Routine vor dem Schlafengehen oder Berührungs-Rituale helfen, die Anpassungsphase zu erleichtern.

3. Hybrid-Matratzen (Kombination aus Wechseldruck und Schaumstoff)

Hybrid-Matratzen kombinieren die Vorteile von Wechseldrucksystemen und Schaumstoffmatratzen. Sie verfügen über eine druckentlastende Schaumstoffbasis und integrierte Luftkammern für dynamische Druckverlagerung.

Vorteile:

  • Flexibilität: Kann sowohl statisch als auch dynamisch genutzt werden - je nach Patientenbedarf.
  • Hoher Liegekomfort: Die weiche Schaumstoffschicht sorgt für ein angenehmes Liegegefühl.
  • Reduzierte Geräuschentwicklung: Hybrid-Matratzen arbeiten oft leiser als reine Wechseldrucksysteme.
  • Vielseitigkeit: Geeignet für Patienten mit wechselnden Pflegeanforderungen.

Empfehlung:

Hybrid-Matratzen sind ideal für Patienten, die von einer Kombination aus statischer und dynamischer Druckentlastung profitieren. Sie eignen sich sowohl für die Prophylaxe als auch für die Behandlung von Dekubitus bis Grad IV.

Die ThevoCalm-Parkinson-Matratze: Eine spezielle Option

Die ThevoCalm ist eine spezielle Matratze, die für Parkinson-Patienten entwickelt wurde. Sie sieht aus wie eine normale Matratze, enthält aber im Inneren eine Vielzahl von speziellen Flügelfedern. Diese nehmen kleinste Bewegungen des Schlafenden auf und geben sie über Micro-Stimulationen zurück. Diese wiederum helfen, Schmerzen und den Muskeltonus zu reduzieren. Die Eigenbewegung des Schläfers werden positiv unterstützt und gefördert.

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Erfahrungen von Anwendern:

  • Verbesserter Schlaf: Viele Anwender berichten von einem erholsameren Schlaf und weniger Schlafstörungen.
  • Schmerzlinderung: Einige Patienten berichten von einer deutlichen Reduktion von Rückenschmerzen und Muskelkrämpfen.
  • Erhöhte Beweglichkeit: Die Matratze erleichtert das Umdrehen im Schlaf und das Aufstehen am Morgen.
  • Mehr Lebensqualität: Viele Anwender berichten von einer insgesamt gesteigerten Lebensqualität durch den besseren Schlaf und die verbesserte Beweglichkeit.

Beispiele:

  • Frau L. möchte ihre Thevo-Calm-Parkinson-Matratze nicht mehr missen und schläft sehr gut darauf. Sie kann auch auf der Seite liegen und wacht ohne Rückenschmerzen auf.
  • H. berichtet, dass die Matratze zwar keine Heilung bringt, aber das Leben erleichtert. Die Beweglichkeit ist verbessert und eine kleine Hilfe beim Umdrehen und Aufstehen ist erkennbar.
  • Fam. D. ist sehr zufrieden mit der Parkinson-Matratze. Der Mann schläft ruhiger und schmerzfreier, kann sich einfacher drehen und aufrichten und fühlt sich tagsüber ausgeglichener.
  • D. berichtet, dass die Matratze hält, was sie verspricht. Umdrehen passiert noch immer bei vollem Bewusstsein, aber es ist leicht möglich. Die Rückenlage vor dem Aufstehen trägt zur absoluten Entspannung bei. Das Aufstehen selbst ist insgesamt flüssiger.
  • Friedrich W. ist begeistert von seiner Parkinson-Matratze. Er schläft besser und ruhiger, muss nachts nicht mehr so oft aufstehen und es ist eine Wohltat für seinen Rücken.
  • R. und seine Frau schlafen seit einem Dutzend Wochen traumhaft auf ThevoCalm-Matratzen. Für R. als Parkinson-Patient ist die Nachtruhe von wesentlicher Bedeutung.
  • H. schlief bereits in der ersten Nacht wesentlich besser, wurde nicht so häufig wach und hatte morgens weniger Rückenschmerzen.
  • Ein Vater, medikamentös eingestellter Parkinson-Patient, berichtete bereits nach der ersten Nacht über eine bessere Liegequalität und entspanntere Nackenmuskulatur. Er beschreibt eine Erleichterung der Lageveränderungen.
  • Steven H. berichtet, dass die MiS Liegesystem ihm ein großes Stück Lebensqualität zurückgab. Endlich kann er nachts wieder gut schlafen. Und trotz seiner eingeschränkten Mobilität, kann er sich jetzt viel besser im Bett bewegen und morgens selbstständig aufstehen.
  • Herr und Frau Huch sind nun 100% überzeugt, die 2 Wochen Testphase hat deutliche Besserungen gebracht. Herr Huch hat weniger Schmerzen und fühlt sich besser, diesen Morgen sagte seine Frau: Man Junge, siehst du gut aus! Am Anfang war ich nicht überzeugt da ich dachte das die Wirklung sofrt einsetzt, Doch jetzt schlafe ich besser und kann mich besser bewegen. Ich bin absolut von der Matratze überzeugt! Nach der Testphase schlafe ich wieder besser und meine Rückenschmerzen haben sich verringert.
  • J. schreibt, dass die ThevoCalm ein Meisterstück ist! Ihr Mann wacht entspannter auf, kann sich besser bewegen und fühlt sich den Tag über gut.
  • Ein weiterer Anwender berichtet, dass er nachts keine Wadenkrämpfe mehr hat, sich mehrmals während der Nacht umdreht und dadurch morgens kein Gefühl von Steifheit und keine Schmerzen mehr hat. Er ist beim Aufstehen viel beweglicher. Nur eine Nacht auf einer „normalen“ Matratze hat ihm gezeigt, die ThevoCalm bringt ihm als Parkinson-Betroffener eine Menge Lebensqualität und Wohlgefühl zurück.

Weitere Hilfsmittel bei Parkinson

Neben speziellen Matratzen gibt es eine Reihe weiterer Hilfsmittel, die Parkinson-Patienten im Alltag unterstützen können:

  • Mobilitätshilfsmittel: Rollstühle, Rollatoren, Gehhilfen, E-Mobile, Bewegungstrainer, Treppenlifter
  • Hilfsmittel für die Pflege zu Hause: Pflegebetten, Matratzen und Zubehör, mobile und stationäre Patientenlifter
  • Hilfsmittel für Bad und Toilette: Toilettensitzerhöhung, Duschhocker
  • Alltagshilfen: Wandgriffe, Greifzangen, Anziehhilfen

Entscheidungskriterien für die richtige Matratze

Bei der Wahl der geeigneten Matratze sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Dekubitus-Risiko: Liegt bereits ein Druckgeschwür vor oder besteht ein hohes Risiko?
  • Mobilität des Patienten: Ist der Patient teilweise mobil oder vollständig bettlägerig?
  • Pflegesituation: Wird der Patient zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung versorgt?
  • Persönliche Vorlieben: Bevorzugt der Patient eine ruhige Liegefläche oder ist eine regelmäßige Druckumverteilung notwendig?
  • Budget und Kostenübernahme: Wird die Matratze von der Krankenkasse übernommen (HMV-Nummer erforderlich) oder privat finanziert?
  • Vorliegen von Wahrnehmungsstörungen: Bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson können Wechseldrucksysteme unter Umständen negative Auswirkungen haben.

Wechseldruckmatratzen: Was ist zu beachten?

Wechseldruckmatratzen bestehen aus Luftkammern, die in einem selbst wählbaren Rhythmus abwechselnd mit Luft befüllt und entleert werden. Eine elektrische Pumpe mit Steuereinheit übernimmt diesen Vorgang vollautomatisch.

Wichtige Hinweise:

  • Einstellung: Der Luftdruck der Pumpe muss zum Körpergewicht der Person passen. Eine falsche Einstellung kann zu unzureichender Entlastung oder einer unnatürlichen Wirbelsäulen- und Gelenkstellung führen.
  • Materialien: Wechseldruckmatratzen bestehen hauptsächlich aus Nylon, das Wärme speichern kann. In Kombination mit falschen Bettdecken kann dies zu Überhitzung und Schweißbildung führen, was das Dekubitus-Risiko erhöht. Verwenden Sie daher atmungsaktive Decken und Bettlaken mit Stretch-Anteil.
  • Manuelle Positionierung: Auch auf einer Wechseldruckmatratze muss die liegende Person in Abständen von mehreren Stunden manuell positioniert werden. Die Matratze kann nur die zeitlichen Abstände verlängern. Seien Sie vorsichtig mit Lagerungshilfen wie Kissen oder Keilen, da diese den Effekt der Wechseldruckmatratze verringern können.
  • Wechseldruck-Auflagen: Günstige Wechseldruck-Auflagen, die zusätzlich zu einer Matratze verwendet werden sollen, funktionieren nur eingeschränkt, da durch die geringere Höhe kaum Be- und Entlastung stattfindet.
  • Verordnung und Kostenübernahme: Für eine Wechseldruckmatratze benötigen Sie eine ärztliche Verordnung oder die schriftliche Empfehlung einer Pflegefachkraft. Die Kosten können unter Umständen von der Krankenkasse oder Pflegeversicherung übernommen werden. Da die Matratze Strom benötigt, haben Sie Anspruch auf eine Stromkostenerstattung.

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