Erfahrungen mit der ambulanten Neurologie und anderen Fachbereichen im Vinzenz Pallotti Hospital (VPH) Bensberg

Das Vinzenz Pallotti Hospital (VPH) in Bensberg, das zu den GFO Kliniken Rhein-Berg gehört, ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln und bietet ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen an. Dazu gehören unter anderem die ambulante Neurologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Erfahrungen der Patientinnen und Patienten mit dem VPH sind vielfältig und reichen von sehr positiven bis hin zu kritischen Rückmeldungen. Dieser Artikel fasst die Erfahrungen zusammen, die über verschiedene medizinische Bereiche hinweg gemacht wurden.

Positive Erfahrungen in der Geburtshilfe

Viele positive Rückmeldungen beziehen sich auf die Geburtshilfe im VPH. Mehrere Mütter berichten von einer sehr schönen und angenehmen Atmosphäre im Kreißsaal. Die Hebammen werden als super lieb und sehr qualifiziert beschrieben, sodass sich die Frauen sehr gut aufgehoben fühlten. Es wurde hervorgehoben, dass die erste Kennenlernzeit für die Familie ausgiebig und ohne Druck oder Hektik genossen werden konnte.

Beckenendlagengeburten: Ein besonderer Schwerpunkt des VPH liegt auf Beckenendlagengeburten. Mehrere Frauen berichten, dass ihnen in anderen Krankenhäusern zum Kaiserschnitt geraten wurde, sie aber im VPH die Möglichkeit einer natürlichen Geburt in Beckenendlage hatten. Das Hebammenteam wird als super und unterstützend beschrieben, auch wenn viel los ist. Es wird betont, dass das VPH dafür bekannt ist, Frauen nicht unnötig Schmerzmedikation zu geben, was aber nicht bedeutet, dass Schmerzmittel generell verweigert werden.

Spontangeburt nach Kaiserschnitt (VBAC): Auch Frauen mit einer vorherigen Kaiserschnittgeburt (VBAC) berichten von positiven Erfahrungen. In anderen Krankenhäusern wurde ihnen eine normale Geburt nach Kaiserschnitt oft verweigert, im VPH wurden sie jedoch ermutigt, spontan zu gebären, wenn die gesundheitlichen Umstände es zuließen. Die Ängste aufgrund des traumatischen Kaiserschnittes wurden berücksichtigt und die Hebammen waren verständnisvoll und empathisch.

Respektvolle Betreuung: Viele Frauen loben den respektvollen und professionellen Umgang während der Geburt. Jede Berührung wurde vorher angekündigt und um Erlaubnis gebeten. Die Hebammenteams werden als super beschrieben, wobei meist eine erfahrene Hebamme gemeinsam mit einer Hebammenschülerin betreute.

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Kaiserschnitt: Auch bei Kaiserschnitten fühlten sich die Frauen gut aufgehoben. Es wurde zu jeder Zeit gesagt, was passiert und der Partner durfte dabei sein. Das Baby wurde den Müttern direkt auf die Brust gelegt und durfte die ganze Zeit bei ihnen bleiben.

Erfahrungen in der Orthopädie und Chirurgie

Auch in der Orthopädie und Chirurgie gibt es positive Rückmeldungen. Ein Patient berichtet von einer ausgiebigen, verständlichen und ausführlichen Beratung in der Orthopädie-Abteilung durch einen Arzt. Sowohl vor als auch während des Aufenthalts fühlte er sich rundherum sehr gut betreut. Ein anderer Patient lobt einen Arzt als sehr empathisch und fachlich kompetent. Er habe immer ein offenes Ohr gehabt und sich Zeit für seine Patienten genommen.

Knie-OP: Ein Patient berichtet von einer Knie-OP, bei der er sich von Anfang an bei dem Arzt und seinem Team in guten Händen gefühlt habe.

Gebärmutterentfernung (LASH-OP): Eine Patientin berichtet von einer Gebärmutterentfernung (LASH-OP), bei der sie sich sehr gut vorbereitet fühlte. Alle Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern waren immer nett und freundlich.

Behandlung von Knochenbrüchen: Eine Familie berichtet, dass ihre 13-jährige Tochter mit einem gebrochenen Unterschenkel ins VPH eingeliefert wurde. Alle Mitarbeiter der Klinik waren unglaublich nett, ruhig und einfühlsam. Die Tochter wurde bestens betreut und schnell versorgt. Auch das Personal auf der Station war trotz der hohen Arbeitsbelastung freundlich und verständnisvoll.

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Kritik und Verbesserungspotenzial

Trotz der vielen positiven Erfahrungen gibt es auch kritische Stimmen, die Verbesserungspotenzial aufzeigen.

Notaufnahme: Einige Patienten berichten von negativen Erfahrungen in der Notaufnahme. Sie fühlten sich nicht ernst genommen, ihre Schilderungen wurden unterbrochen und die Kommunikation wirkte kurz angebunden und wenig empathisch. Lange Wartezeiten und unfreundliches Personal werden ebenfalls kritisiert. Ein Fall schildert, dass ein Kind mit einem gebrochenen Finger über 2,5 Stunden warten musste und erst nach Nachfrage behandelt wurde.

Pflegesituation: Einige Patienten bemängeln die Pflegesituation auf den Stationen. Es wird von überfordertem Personal, mangelhaften hygienischen Bedingungen und fehlender Kommunikation berichtet. Ein Patient berichtet von einer verschmutzten Bettdecke, einem verschmierten Toilettengriff und einer Patientin, die in einer geschlossenen Einrichtung hätte untergebracht werden müssen und die anderen Patienten belästigte.

Innere Abteilung: Die internistische Abteilung wird von einigen Patienten als absolute Frechheit bezeichnet. Es wird von inkompetenten Ärzten und einem unfreundlichen Chefarzt berichtet.

Umgang mit älteren Patienten: Es gibt Berichte, dass ältere Patienten nicht entsprechend behandelt wurden. Infusionsnadeln seien gelegt, aber nicht angeschlossen worden. Eine Familie berichtet vom Tod ihrer 96-jährigen Mutter, die nach unnötigen Untersuchungen völlig am Ende gewesen sei und kurz nach der Entlassung gestorben sei.

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Mangelnde Barrierefreiheit: Eine Rollstuhlbenutzerin kritisiert die mangelnde Barrierefreiheit des Krankenhauses. Es gäbe 4-Bett-Zimmer und nur Stationsbäder, was für Rollstuhlfahrer unmöglich sei.

Allgemeine Organisation und Kommunikation: Einige Patienten bemängeln die mangelnde interne Kommunikation und die allgemeine Organisation des Krankenhauses. Patienten würden allein gelassen, obwohl sie Hilfe benötigen.

Reaktion des Krankenhauses und Verbesserungsmaßnahmen

Die GFO Kliniken Rhein-Berg sind sich der Herausforderungen bewusst und arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen.

Zusammenlegung ambulanter OP-Zentren: Die GFO Kliniken Rhein-Berg haben die beiden Ambulanten OP-Zentren am Marien-Krankenhaus (MKH) zusammengelegt, um schlankere Strukturen zu schaffen und effizienteres Arbeiten zu ermöglichen. Ein dritter OP-Saal ist geplant.

Konzentration stationärer Leistungen im VPH: Die GFO Kliniken Rhein-Berg stellen sich in den kommenden Jahren neu auf. Alle stationären Leistungen werden künftig im Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg konzentriert, das Marien-Krankenhaus in Gladbach soll nur ambulant arbeiten.

Video-Sprechstunde zum Thema Schlaganfall: Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie bietet eine Video-Sprechstunde zum Thema Schlaganfall an, um Patienten und Angehörige über die Erkrankung zu informieren und Fragen zu beantworten.

Hygiene-Konzept: Die GFO-Kliniken haben ein spezielles Hygienekonzept, um alle Patienten vor einer Corona-Infektion zu schützen.

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