In der heutigen Gesellschaft, in der permanenter Leistungsdruck und ständige Erreichbarkeit allgegenwärtig sind, klagen viele Menschen über innere Unruhe, Stress und Angstzustände. Der Artikel beleuchtet die Ursachen und Folgen von Stress, stellt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vor und geht dabei auch auf die Inhaltsstoffe von Apozema Stress und Nerven ein.
Wie entstehen nervöse Unruhe und Stress?
Stress ist ein evolutionsbedingter Mechanismus, der uns in Gefahrensituationen hilft, zu überleben. Der Körper schaltet blitzschnell in einen Alarmzustand und ist bereit für "Kampf oder Flucht". Heutzutage sind wir jedoch weniger akuten Gefahren ausgesetzt, sondern vielmehr chronischem Stress, der durch den Berufsalltag, familiäre Verpflichtungen und ständige Erreichbarkeit verursacht wird. Dieser chronische Stress führt dazu, dass der Körper nicht mehr zur Ruhe kommt und mit Stresshormonen überschüttet wird. Innere Unruhezustände sind die Folge.
Stress "früher" vs. Stress "heute"
Der Stress war früher nicht unbedingt weniger - doch technische Weiterentwicklungen bringen uns neben der Unterstützung im Alltag auch indirekt eine Beschleunigung. Damit Schritt zu halten, ist für viele oft nicht mehr möglich. Stresssituationen sind rund um die Uhr präsent und immer häufiger resultiert daraus eine völlige Überlastung, das so genannte „Burn-Out“-Syndrom. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Stress zur größten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts!
Reaktionsmöglichkeiten auf Stress
- Kampf (Fight): „Angriff ist die beste Verteidigung“
- Flucht (Flight): Manchmal ist Rückzug die sicherere Variante. Ganz nach dem Motto - „Wenn ich dir nichts tue, tu du mir bitte auch nichts“!
- Erstarrung (Freeze): Die Dritte Möglichkeit ist völlig zu erstarren. In diesem Zustand ist man nicht mehr dazu in der Lage klar zu Denken und man wird handlungsunfähig.
Was passiert im Körper bei Stress?
In Stresssituationen werden die Hormone Cortisol und Adrenalin vermehrt ausgeschüttet. Cortisol, ein Glukokortikoid, wird in der Nebennierenrinde gebildet und unterliegt einem tageszeitlichen Rhythmus. Es beeinflusst verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper, wie z.B. die Erhöhung des Blutzuckerspiegels, den Abbau von Fettreserven und Proteinen sowie die Erhöhung des Blutdrucks. Adrenalin, ebenfalls in der Nebenniere gebildet, passt den Körper an veränderte Kreislaufsituationen an, indem es Herzfrequenz und Blutdruck erhöht.
Auswirkungen von Cortisol und Adrenalin
- Cortisol: Steigert den Blutzuckerspiegel, baut Fettreserven und Proteine ab, wirkt entzündungshemmend, erhöht den Blutdruck, verstärkt die Wirkung von Adrenalin.
- Adrenalin: Erhöht Herzfrequenz und Blutdruck, versorgt Muskeln und Gehirn mit mehr Energie, reduziert die Verdauungstätigkeit und Speichelproduktion.
Abbau von Stresshormonen
Cortisol und Adrenalin müssen nach dem Erfüllen ihrer Aufgabe auch wieder abgebaut werden, um den Körper nicht mehr als nötig zu belasten. Bewegung sorgt hier für eine rasche Wiederherstellung der normalen Stoffwechsellage. Entspannung funktioniert zwar auch, ist aber allein weniger effektiv. Die Kombination aus Bewegung und anschließender Entspannung ist nach Stresssituationen optimal.
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Häufigkeit von innerer Unruhe und Stress
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung bezeichnet sich selbst als gestresst und gut ein Viertel gibt sogar an, sehr gestresst zu sein. Unterschiede zwischen Mann und Frau scheint es hier nur bedingt zu geben. Was sich jedoch deutlich zeigt ist, dass in den mittleren Lebensjahren, etwa zwischen 20 und 60 die Stressbelastung merklich ansteigt. Den Spitzenwert erreichen die 30- bis 39-Jährigen, hier ist der Stresspegel am höchsten. Ab dem 50. Lebensjahr nimmt der Druck erneut deutlich zu.
Ursachen für innere Unruhe und Stress
Stress ist eine subjektive Empfindung und wird von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen. Als bedeutendster Auslöser für Stress wird der Berufsalltag und die ständige Erreichbarkeit genannt. Weitere häufige Auslöser sind Mehrfachbelastung durch Familie und Haushalt, zu viele Freizeitaktivitäten, Heimpflege von Angehörigen, finanzielle Sorgen und sehr hohe Ansprüche an sich selbst.
FOMO - Fear of missing out
In der heutigen Gesellschaft besteht oft die Sorge, etwas zu versäumen. Daher gilt heute mehr denn je - hin und wieder Ruhepausen einlegen!
Stress und Angst
Stress ist nicht nur negativ. Man unterscheidet „Eustress“ (positiver Stress) und „Distress“ (negativer Stress). Eustress fördert die Konzentration, Kreativität und die Leistungsfähigkeit, während Distress uns erschöpft oder überfordert. Übermäßiger Stress gilt als Vorläufer für Angststörungen, wie z.B. generalisierte Angststörung, Panikstörung, soziale Phobie und spezifische Phobie.
Arten von Angststörungen
- Generalisierte Angststörung: Dauerhafter Angstzustand, der nicht auf einzelne Situationen bezogen ist.
- Panikstörung: Wiederkehrende schwere Angstattacken.
- Soziale Phobie: Angst vor negativer Beurteilung durch andere.
- Spezifische Phobie: Angst vor bestimmten Dingen oder Ereignissen.
Symptome von innerer Unruhe und Stress
Bei langanhaltendem, chronischem Stress ohne Entspannungsphasen kann die dauerhafte Überlastung zu krankhaften Symptomen führen, die im schlimmsten Fall im „Burn-Out“-Syndrom münden. Zu den Symptomen gehören Schlafstörungen, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, erhöhter Herzschlag und Blutdruck, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Schwindel, Magenverstimmungen, Rückenschmerzen, Lustlosigkeit, Perspektivenverlust, Unsicherheit und Konzentrationsstörungen.
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Körperliche Symptome
Schlafstörungen, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Erhöhter Herzschlag und Blutdruck, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Schwindel, Magenverstimmungen, Rückenschmerzen.
Emotionale Symptome
Lustlosigkeit, Perspektivenverlust.
Geistige Symptome
Unsicherheit, Konzentrationsstörungen.
Burn-Out-Syndrom
Das „Burn-Out“-Syndrom wird als vollkommene körperliche, geistige, psychische sowie emotionale Erschöpfung bezeichnet. Es äußert sich in Form von Persönlichkeitsveränderung und der völligen Unfähigkeit den täglichen Aufgaben oder der Arbeit nachzugehen.
Stufen des Burnouts (adaptiert nach Freudenberger und North 2012)
Das „Burn-Out“-Syndrom wurde modellhaft von Freudenberger und North beschrieben. In diesem Modell gibt es 12 Stadien, die nicht bewusst ablaufen. Dies reicht zu Beginn von eigener Vernachlässigung über Veränderung des persönlichen Verhaltens bis hin zur völligen Leere und Selbstaufgabe.
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Wann zum Arzt?
Bei innerer Unruhe, Stress und Nervosität kann man im ersten Schritt auch selbst noch gut gegensteuern. Wenn die Selbsthilfemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen und die Beschwerden längerfristig anhalten oder sich verschlimmern, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Behandlungsmöglichkeiten bei innerer Unruhe, Stress und Angst
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei innerer Unruhe, Stress und Angst, wie z.B. Psychotherapie und medikamentöse Therapie. Psychotherapie und medikamentöse Therapie werden als gleichberechtigt eingestuft und sind in Kombination stärker wirksam als allein.
Psychotherapie und Psychologische Behandlung
- Psycho-dynamische Psychotherapie: Klassische Gesprächstherapie zur Aufdeckung und zum Verständnis der Auslöser.
- Kognitive Verhaltenstherapie: Aufdeckung von Gedanken, Empfindungen oder Verhaltensweisen, die eine angemessene Reaktion verhindern.
Medikamentöse Behandlung
Bei nervösen Unruhezuständen, Angst und erhöhter körperlicher Anspannung kann eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden.
Apozema Stress und Nerven: Homöopathische Unterstützung
Apozema Stress und Nerven ist ein homöopathisches Arzneimittel, dessen Anwendungsgebiete sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ableiten. Es dient zur Aktivierung und Stärkung der körpereigenen Selbstheilungskräfte bei Verstimmungszuständen, Niedergeschlagenheit, Angst, nervöser Unruhe und geistiger Erschöpfung.
Inhaltsstoffe und ihre Eigenschaften
- Acidum phosphoricum (Phosphorsäure): Geistige und körperliche Erschöpfungszustände, vor allem bei jungen Menschen.
- Aurum colloidale (Kolloidales Gold): Schwermut.
- Hypericum (Johanniskraut): Verstimmungszustände, Erregung, Angst und Niedergeschlagenheit.
- Ignatia (Ignatiusbohne): Konstitutionsmittel für das zentrale Nervensystem, Melancholie.
- Mandragora e radice (Alraune oder Erdmännchen): Apathische, depressive Stimmung mit Arbeitsunlust, Müdigkeit tagsüber und Schlaflosigkeit nachts.
- Platinum (Platin): Gesteigerte Erregbarkeit bei rasch wechselnder Stimmungslage.
- Sepia (Getrocknete Tinte des Tintenfisches): Gereizte Verstimmung und Traurigkeit.
Zusammensetzung
Acidum phosphoricum Dil. D6, Aurum colloidale Dil. D5, Hypericum Dil. D5, Ignatia Dil. D6, Mandragora ex herba Dil. D4, Platinum Dil. D10, Sepia Dil. D6.
Anwendung
- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Zu Beginn der Beschwerden 21 Tropfen halbstündlich bis stündlich max. 8-mal täglich, bei beginnender Besserung bis zu 4-mal täglich.
- Kinder von 6 bis 12 Jahren: Zu Beginn der Beschwerden 7 Tropfen in etwas Wasser verdünnt halbstündlich bis stündlich max.
Weitere pflanzliche Therapiemöglichkeiten
Neben Apozema Stress und Nerven gibt es weitere pflanzliche Therapiemöglichkeiten bei innerer Unruhe, Stress und Angst, wie z.B. Dr. Böhm® Passionsblume, Schüßler Salz Adler Nr. 7 Magnesium phosphoricum und Präparate mit Mateblätter und Schisandra.
Dr. Böhm® Passionsblume
Das rein pflanzliche Beruhigungsmittel Dr. Böhm® Passionsblume beeinflusst die Nervenbotenstoffe des Körpers positiv. Dadurch löst es nervöse Anspannungen und sorgt wieder für mehr Gelassenheit.
Schüßler Salz Adler Nr. 7 Magnesium phosphoricum
Magnesium phosphoricum steuert alle unwillkürlichen Tätigkeiten im Organismus. Die Nr. 7 unterstützt das vegetative Nervensystem und hat daher Einfluß auf die Tätigkeit von Herz, Nerven, Kreislauf, Drüsensystem und Verdauungsorgane.Sie entspannt bei Stress jeder Art und unterstützt die Leistungsfähigkeit der Muskulatur im Sport.
Mateblätter und Schisandra
Mateblätter mit energetisierenden Eigenschaften. Gemeinsam mit Vitamin B6, B12 und C sowie Eisen tragen sie zur Reduktion von Müdigkeit und Erschöpfung bei. Als Adaptogen unterstützt Schisandra den Körper dabei sich besser an Stresssituationen anzupassen.
Tipps gegen Stress und innere Unruhe
Neben den genannten Behandlungsmöglichkeiten gibt es auch zahlreiche Tipps, die man selbst umsetzen kann, um Stress und innerer Unruhe entgegenzuwirken, wie z.B. regelmäßige Bewegung, Entspannungsübungen, ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und das Setzen von Prioritäten.