Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die neurologische Versorgung in Marburg, mit besonderem Fokus auf Migräne, Kopfschmerzen und das Leistungsspektrum des Nervenzentrums Marburg. Darüber hinaus wird die Expertise einer Fachärztin für Neurologie vorgestellt, die in Marburg tätig ist.
Kopfschmerzen: Eine Volkskrankheit
Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem. Schätzungsweise leiden 60 % der Deutschen unter Kopfschmerzen. Es wird zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen unterschieden.
- Primäre Kopfschmerzen: Hierzu zählen Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen.
- Sekundäre Kopfschmerzen: Diese treten als Folge anderer Erkrankungen im Kopfbereich auf, z.B. bei Nasennebenhöhlenentzündungen, Hirnhautentzündungen, Schädel-Hirn-Traumata, Tumoren oder Gefäßstörungen. Auch Medikamente können Kopfschmerzen auslösen oder verstärken.
Spannungskopfschmerzen: Ursachen und Behandlung
Häufige Ursachen für Spannungskopfschmerzen sind Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur sowie psychischer Stress. Diese Verspannungen entstehen oft durch eine falsche Haltung, langes Sitzen und mangelnde Bewegung, insbesondere der Rücken- und Schultermuskulatur. Psychische Anspannung, die sich in einer "Hab-Acht-Stellung" der Schultern oder "Angst im Nacken" äußert, kann die Muskulatur zusätzlich verspannen und zu einer oberflächlichen Brustatmung führen.
Migräne: Mehr als nur Kopfschmerzen
Migräne betrifft mehr Frauen als Männer (3:1) und tritt meistens zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr auf. Die genaue Ursache der Migräne ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen können, darunter:
- Klimaeinflüsse
- Bestimmte Genussmittel: Alkohol, Koffein, Nikotin
- Bestimmte Nahrungsmittel: Zitrusfrüchte, Milchprodukte, tyraminhaltige Nahrungsmittel wie Schokolade oder Rotwein
- Familiäre Disposition
- Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus
- Hormonelle Veränderungen bei Frauen: Menstruation, Pilleneinnahme
Typische Symptome einer Migräne sind einseitige Kopfschmerzen, die mit Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit und Erbrechen einhergehen können. In etwa 10-30 % der Fälle treten sogenannte "Auraphänomene" auf. Dies sind reversible neurologische Ausfälle, die in der Regel weniger als 60 Minuten anhalten.
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Bedeutung von Bewegung und Entspannung
Bewegungsmangel kann zu einer Verkürzung und Versteifung der Muskulatur führen und Schmerzen begünstigen. Daher sind Bewegung und die Kräftigung der Bauch-, Rumpf- und Rückenmuskulatur ein wichtiger Bestandteil der Therapie von Kopfschmerzen. Individuell passende Entspannungs- und Atemtechniken können helfen, Stress zu minimieren.
Nervenzentrum Marburg: Kompetenz in der Neurologie
Das Nervenzentrum Marburg bietet eine umfassende neurologische Versorgung in der Region. Es wird Wert auf höchste medizinische Ansprüche, Exzellenz in der Wissenschaft und Leidenschaft in der Lehre und Ausbildung gelegt. Das Zentrum versteht sich als Gesundheitsdienstleister für das Fachgebiet Neurologie. Die Forschungsschwerpunkte reichen von der Grundlagenforschung über die krankheitsorientierte bis hin zur patientenorientierten klinischen Forschung mit einer Ausstattung, die höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.
Leistungsspektrum
Das Nervenzentrum Marburg bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen, darunter:
- Diagnostik und Therapie von Kopfschmerzen und Migräne
- Behandlung von Multipler Sklerose
- Behandlung von Polyneuropathien
- Behandlung von Myasthenia Gravis
- Schlaganfallversorgung
- Elektrophysiologische Untersuchungen (EMG, evozierte Potentiale, Nervenleitgeschwindigkeitsmessung) zur Diagnostik zentraler, spinaler und peripherer Nervenerkrankungen
- Dopplersonographie
Fachärztin für Neurologie in Marburg: Expertise und Erfahrung
Seit September 2023 ist eine niedergelassene Fachärztin für Neurologie im Nervenzentrum Marburg tätig. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der neurologischen Diagnostik und Therapie.
Ausbildung und Berufserfahrung
- Promotion an der Philipps-Universität Marburg zum Thema immunsuppressiver Wirkungen von Dopaminrezeptoragonisten bei autoimmunen Erkrankungen im Rahmen der MS-Forschung unter der Leitung von Prof. Dr. N.
- Neurologische Ausbildung an der Neurologischen Klinik der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Facharzt für Neurologie.
- Assistenzärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitätsklinikum Marburg (2020 - 2023)
- Assistenzärztin in der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Marburg (2015 - 2020): Tätigkeit in der Normalstation, Stroke Unit und Intensivstation, Durchführung von Elektrophysiologie und Dopplersonographie, Mitarbeit in der neuroimmunologischen Tagesklinik, Teilnahme an der Spezialsprechstunde für Neuroimmunologie
Spezialisierungen
Die Fachärztin hat sich auf folgende Bereiche spezialisiert:
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- Multiple Sklerose
- Polyneuropathien
- Myasthenia Gravis
- Schlaganfall
- Kopfschmerzen
Zertifikate und Weiterbildungen
- Seit 2021: Ausbildung in fachgebundener Psychotherapie am Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin, Marburg
- 2022: Erlangung des Facharzttitels für Neurologie
Elektrophysiologische Untersuchungen
Ein wichtiger Schwerpunkt der klinischen Tätigkeit liegt in der Durchführung elektrophysiologischer Untersuchungen betreffend zentraler, spinaler und peripherer Nervenerkrankungen mittels EMG, evozierter Potentiale und Nervenleitgeschwindigkeitsmessung.
Sprachkenntnisse
Die Fachärztin verfügt über Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch.
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