Orthopädische Behandlung von Neuralgien im Bein

Nervenschmerzen im Bein sind ein weit verbreitetes, aber oft missverstandenes Problem, das auf eine Schädigung oder Irritation der Nerven hinweist. Diese Schmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und erfordern oft eine fundierte medizinische Beurteilung.

Was sind typische Symptome von Nervenschmerzen im Bein?

Nervenschmerzen im Bein sind eine spezielle Art von Schmerz, die ihren Ursprung im Nervensystem hat. Im Gegensatz zu anderen Schmerzarten, die möglicherweise durch Verletzungen oder Entzündungen verursacht werden, resultieren Nervenschmerzen aus Schädigungen oder Irritationen der Nerven selbst. Diese Schmerzen können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden und äußern sich oft in einer Vielzahl von empfundene Symptomen.

Zu den häufigsten Beschwerden zählen:

  • Brennende Schmerzen: Viele Betroffene beschreiben den Schmerz als stechend oder brennend, der oft in episodischen Schüben auftritt und bis in die Zehen ausstrahlen kann.
  • Kribbeln und Taubheitsgefühl: Ein häufiges Symptom sind auch Empfindungen wie Kribbeln oder Taubheit im Bein. Diese können sporadisch auftreten oder konstant vorhanden sein, was das Gehen und die Durchführung alltäglicher Aktivitäten erschwert.
  • Muskelverspannungen: Zusätzlich können Muskelverspannungen und -krämpfe auftreten, die die Beweglichkeit einschränken und unangenehm sein können.
  • Schwäche in den Beinen: Eine Schwäche in den Oberschenkeln oder Waden kann ebenfalls auftreten, was das Risiko von Stürzen oder Verletzungen erhöht.
  • Schmerzempfindlichkeit: Betroffene berichten häufig von einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Berührung oder Druck im betroffenen Bereich. Ein leichtes Berühren des Beins kann extreme Schmerzen auslösen.
  • Verstärkter Schmerz bei Bewegungen: Oftmals werden die Schmerzen durch Bewegung oder bestimmte Körperhaltungen verstärkt. Aktivitäten wie Sitzen

Viele Patienten berichten, dass die Schmerzen häufig nachts intensiver werden, was den Schlaf erheblich stören kann. Die Schmerzen treten oft plötzlich auf und werden als brennend, schneidend oder sogar bohrend beschrieben. Es ist wichtig zu beachten, dass Nervenschmerzen sowohl akut als auch chronisch auftreten können, wobei die chronischen Schmerzen oft das tägliche Leben stark einschränken und zu einer ständigen Belastung werden. Begleitend können Empfindungsstörungen wie Missempfindungen, Taubheitsgefühle oder das unangenehme Gefühl von „Ameisenlaufen“ auftreten, die sich insbesondere bei Belastung verstärken und in den betroffenen Beinen lokalisiert sind.

Ursachen von Nervenschmerzen im Bein

Wenn Sie unter Nervenschmerzen im Bein leiden, ist es wichtig zu verstehen, dass diese Schmerzen oft auf eine Schädigung oder Beeinträchtigung der Nerven zurückzuführen sind. Nervenschmerzen, auch als neuropathische Schmerzen bekannt, sind ein komplexes Phänomen, das sowohl durch periphere als auch durch zentrale Ursachen ausgelöst werden kann. Sie können sich als brennendes, stechendes oder einschießendes Gefühl äußern und häufig mit einer Überempfindlichkeit auf Berührungen einhergehen.

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Hier sind einige der häufigsten Ursachen für Nervenschmerzen im Bein, die Sie kennen sollten:

  • Diabetes mellitus: Diese Stoffwechselerkrankung kann zu diabetischer Neuropathie führen, einer Form der Nervenschädigung, die typischerweise in den Beinen auftritt und mit Schmerzen, Taubheit und Schwäche einhergeht.
  • Multiple Sklerose: Eine autoimmune Erkrankung, bei der das Immunsystem das zentrale Nervensystem angreift, was zu Nervenschäden und damit verbundenen Schmerzen führen kann.
  • Autoimmunerkrankungen: Erkrankungen wie Lupus oder rheumatoide Arthritis können ebenfalls die Nerven schädigen und zu Nervenschmerzen führen.
  • Verletzungen: Mechanische Verletzungen wie Quetschungen oder Knochenbrüche können Nerven verletzen, was zu akuten oder chronischen Schmerzen führt.

Verletzungsbedingte Ursachen sind ein weiterer wichtiger Aspekt, den Sie beachten sollten. Mechanische Verletzungen, die durch Unfälle, Sport oder Stürze verursacht werden, können Nerven schädigen oder komprimieren. Diese Verletzungen führen oftmals zu Entzündungen oder Narbengewebe, das die Nervenfunktion beeinträchtigen kann und zu Nervenschmerzen führt. Zudem können Stoffwechselstörungen wie Diabetes zu erheblichen Nervenschäden führen, da bei kontinuierlich hohen Blutzuckerwerten die Nervenfasern geschädigt werden, was als diabetische Neuropathie bekannt ist.

Weitere Ursachen können sein:

  • Alkoholmissbrauch: Langfristiger, übermäßiger Alkoholkonsum kann periphere Neuropathie verursachen, was zu Nervenschmerzen in den Beinen führt.
  • Vitaminmangel: Ein Mangel an Vitamin B, insbesondere B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin), kann periphere Neuropathie verursachen, die Nervenschäden und Schmerzen in den Beinen auslöst.
  • Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS): Eine Verengung des Wirbelkanals im unteren Rückenbereich, oft durch altersbedingte Veränderungen wie Bandscheibenvorfälle oder Wirbelkörperveränderungen.
  • Neuroforamenstenose: Eine ähnliche Verengung, die die Nervenwurzelausgänge betrifft und ähnliche Symptome hervorruft.
  • Nervenkompressionen: Nervenkompressionen am Hüftgelenk können lokal durch enge Kleidung ("Jeanskrankheit") oder durch Gewichtszunahme (Fettgewebe, Muskelgewebe) verursacht werden.

Es ist zu beachten, dass Stress allein ohne das Vorliegen der entsprechenden Vorerkrankungen nicht direkt zu Nervenschmerzen im Bein führen kann. Aber Stress kann indirekt zu Nervenschmerzen im Bein beitragen, indem er vorhandene Bedingungen wie z. B. Neuropathie oder Verspannungen verstärkt. Es erhöht die Muskelspannung, kann die Schmerzwahrnehmung verstärken und den Körper anfälliger für Schmerzen machen.

Was hilft bei Nervenschmerzen im Bein?

Wenn Sie unter Nervenschmerzen im Bein leiden, wissen Sie, wie belastend und einschränkend diese Empfindungen sein können. Nervenschmerzen treten auf, wenn Nervenfasern gereizt oder geschädigt sind, was oft zu stechenden, brennenden Schmerzen sowie Taubheitsgefühlen führen kann. Eine gezielte Behandlung ist daher unerlässlich, um die Lebensqualität wiederherzustellen und die Beschwerden zu lindern. In der Regel wird die Behandlung individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und kann verschiedene medikamentöse Ansätze umfassen. Häufig kommen dabei Schmerzmittel, Antidepressiva oder Antiepileptika zum Einsatz, um die Schmerzintensität zu verringern. Oft werden diese Medikamente in Kombination mit weiteren Therapien eingesetzt, um eine umfassende Linderung zu erreichen.

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Zusätzlich können Wärmeanwendungen, wie warme Kompressen oder heiße Bäder, eine erhebliche Erleichterung bringen, indem sie Verspannungen lösen und die Durchblutung fördern. Physikalische Therapien, insbesondere Physiotherapie, sind ebenfalls sehr effektiv, da sie dazu beitragen, die betroffenen Muskeln zu stärken und die Mobilität zu verbessern. In bestimmten Fällen können minimalinvasive Verfahren wie Nervenblockaden in Betracht gezogen werden, um gezielt Schmerzen zu lindern. Um Nervenschäden langfristig vorzubeugen, sind präventive Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung von zentraler Bedeutung. Diese fördern nicht nur Ihre allgemeine Gesundheit, sondern helfen auch, das Risiko für weitere Nervenschäden zu reduzieren.

Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

Nervenschmerzen im Bein können eine erhebliche Belastung für Ihr tägliches Leben darstellen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, eine gezielte und individuelle Behandlung zu wählen, um Ihre Symptome zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Schmerzen, und die Ursachen können vielfältig sein, sei es durch einen Bandscheibenvorfall, Nervenschädigungen oder andere Erkrankungen. Eine maßgeschneiderte Therapie, die auf Ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmt ist, ist unerlässlich, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Physiotherapie, Bewegungstherapie und Ergotherapie spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie helfen, die Belastung der Nerven zu reduzieren, Verspannungen zu lösen und Ihre Mobilität zu verbessern. Durch gezielte Übungen können Sie nicht nur Ihre Muskeln stärken, sondern auch die Durchblutung fördern, was zu einer Linderung der Schmerzen führen kann.

Zusätzlich zu diesen therapeutischen Ansätzen gibt es alternative Methoden wie die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), Akupunktur und Nervenblockaden, die wertvolle Unterstützung bieten können, insbesondere wenn herkömmliche Medikamente nicht ausreichen. TENS kann durch elektrische Impulse die Schmerzübertragung zum Gehirn blockieren, während Akupunktur die körpereigenen Heilungsprozesse anregen kann. Nervenblockaden hingegen zielen darauf ab, Schmerzsignale direkt an der Quelle zu unterbrechen. Diese Methoden können Ihnen helfen, Ihre Schmerzen besser zu kontrollieren und Ihre Lebensqualität erheblich zu steigern. Zunächst muss die dem Schmerz zugrunde liegende Krankheit untersucht und gut eingestellt werden. Die Schmerzkrankheit selbst kann mittels Schmerztagebüchern gut aufgezeichnet werden und dient dem Behandlungsteam als Grundlage. Medikamentöse Therapie in Verbindung mit in Schmerzbehandlung geschulten Psycholog:innen sind eine häufig angewandte Kombinationen. Motorische Therapien wie Physiotherapie und Ergotherapie ergänzen das Spektrum. Die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGS) nennt als realistische Ziele gemäß Leitlinie zur Behandlung neuropathischer Schmerzen eine Schmerzreduktion um > 30-50 %, eine Verbesserung der Schlafqualität und Lebensqualität, den Erhalt der sozialen Aktivitäten sowie den Erhalt der Arbeitsfähigkeit.

Medikamentöse Behandlung

  • Gabapentin: Ein Medikament, das zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, einschließlich Nervenschmerzen im Bein, eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die Übererregbarkeit der Nerven verringert, was zur Schmerzlinderung beiträgt.
  • Pregabalin: Ein Medikament, das zur Behandlung von Nervenschmerzen im Bein eingesetzt wird. Es gehört zur gleichen Medikamentenklasse wie Gabapentin und wirkt ähnlich, indem es die Übererregbarkeit der Nerven verringert und somit Schmerzen reduziert.
  • Carbamazepin: Ein Antikonvulsivum, das auch zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, einschließlich Nervenschmerzen im Bein, eingesetzt werden kann. Es wirkt, indem es die Erregbarkeit der Nerven verringert, was zur Schmerzlinderung beiträgt.
  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR): Obwohl sie bei neuropathischen Schmerzen in der Regel weniger wirksam sind als bei entzündungsbedingten Schmerzen, können sie in einigen Fällen zur Schmerzlinderung beitragen.
  • Opioide: Werden bei schweren neuropathischen Schmerzen eingesetzt, wenn andere Behandlungen nicht wirksam sind.

Hausmittel und alternative Behandlungen

  • Wärmeanwendungen: Warme Kompressen oder ein warmes Bad können die Muskeln entspannen und Schmerzen reduzieren.
  • Entspannungstechniken: Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen, der Nervenschmerzen verstärken kann.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Alpha-Liponsäure oder Omega-3-Fettsäuren können entzündungshemmende Eigenschaften haben und bei der Linderung von Nervenschmerzen unterstützen.
  • Johanniskraut Öl: Kann lokale Schmerzlinderung bieten. Einige Studien deuten darauf hin, dass Johanniskrautöl bei neuropathischen Schmerzen helfen könnte, aber die Forschung ist begrenzt, und es können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten.
  • Gelsemium: Ein pflanzliches Mittel aus der Gelsemiumpflanze, wird manchmal bei Nervenschmerzen verwendet. Es wird angenommen, dass es beruhigende und entspannende Eigenschaften hat, die bei nervösen Spannungen und Schmerzen helfen können.
  • Aconit: Auch als Eisenhut bekannt, wird traditionell in der Naturheilkunde zur Schmerzlinderung eingesetzt, aber seine Verwendung bei Nervenschmerzen ist umstritten. Es wird angenommen, dass Aconit entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften hat, aber es kann toxisch sein und schwere Nebenwirkungen verursachen, wenn es nicht korrekt verwendet wird.
  • Akupunktur: Die Methode aus der traditionellen chinesischen Medizin setzt auf das Einbringen von Nadeln in die Haut an bestimmten Energiepunkten und eine ganzheitliche Sichtweise zur Linderung der Beschwerden.

Bewegung und Übungen

Bewegung kann bei Nervenschmerzen im Bein vorteilhaft sein, da sie die Durchblutung verbessert und die Flexibilität erhöht. Angepasste Übungen können Muskelverspannungen lösen und die Schmerzen reduzieren.

Welches sind die besten Übungen gegen Nervenschmerzen in den Beinen?

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  • Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur, wie Planks oder Bauchmuskelübungen, verbessern die Körperhaltung und verringern den Druck auf die Wirbelsäule.
  • Yoga oder Tai Chi können Flexibilität und Entspannung fördern, was zur Schmerzlinderung beitragen kann.
  • Zehenheben: um die Muskeln zu stärken, die die Mittelfußknochen stabilisieren
  • Zehenspreizen: zur Verbesserung der Beweglichkeit und Stärkung der kleinen Fußmuskeln
  • Fußrollen: mit einer kleinen Rolle oder einem Ball unter dem Fuß, um die Plantarfaszie zu dehnen und zu massieren
  • Waden- und Achillessehnendehnungen: um die Flexibilität zu erhöhen und Druck vom Vorfuß zu nehmen

Konservative Behandlung des Morton-Neuroms

Unter einer konservativen Behandlung des Morton-Neuroms versteht man nicht operative Maßnahmen, die darauf abzielen, die Belastung des Nervs zu verringern und die Symptome zu lindern. Ziel dieser sanften Therapie ist es, den mechanischen Druck auf den Nerv zu reduzieren und dadurch eine spürbare Reduktion der Schmerzen herbeizuführen. In vielen Fällen führt diese Art der Behandlung bereits zu einer deutlichen Besserung, Symptome können in einigen Fällen sogar gänzlich verschwinden. Allerdings erfordert der Heilungsprozess Geduld, denn er kann eine gewisse Zeit beanspruchen.

Spezielle Schuhe und Einlagen für Morton-Neurom

Speziell angefertigte Schuhe und orthopädische Einlagen können Personen, die unter einem Morton-Neurom leiden, eine erhebliche Erleichterung verschaffen. Diese orthopädischen Hilfsmittel sind darauf ausgelegt, den Druck auf den betroffenen Bereich des Fußes zu minimieren und die Fußstellung zu korrigieren, um so die Belastung des Nervs zu reduzieren. Spezielle Morton-Neurom-Schuhe weisen oft einen breiteren Zehenbereich auf, um Druckstellen zu vermeiden und den Zehen mehr Raum zu geben. Eine niedrige Absatzhöhe hilft, den Vorfuß zu entlasten. Orthopädische Morton-Neurom-Einlagen, die individuell angepasst werden, unterstützen das Fußgewölbe und sorgen für eine gleichmäßigere Druckverteilung beim Gehen. Sie können auch spezifische Polsterungen enthalten, die gezielt den Bereich um das Neurom entlasten.

Wann ist ein operativer Eingriff erforderlich?

In einigen Fällen kann ein operativer Eingriff erforderlich sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn konservative Behandlungsmethoden nicht ausreichend helfen oder wenn die Nervenschädigung schwerwiegend ist.

Mögliche operative Eingriffe sind:

  • Dekompression des Nervs: Bei einer Nervenkompression wird der Nerv durch mechanische Einwirkung gequetscht oder zusammengepresst. Eine mikrochirurgische Dekompression an der Wirbelsäule kommt in Frage, wenn es im knöchernen Wirbelkanal eng wird und darin verlaufende Nervenwurzeln oder Nervenbahnen unter Druck geraten sind.
  • Entfernung des Morton-Neuroms: Meist erfolgt die Entfernung des geschwollenen Mittelfußnerven beim Morton Neurom durch einen offenen operativen Zugang von der Fußsohle aus. Wenn die Schwellung an der Fußsohle noch nicht zu stark ausgeprägt ist, kann alternativ eine nervenerhaltende Therapie durchgeführt werden, die man als Dekompression (Druckentlastung) des Morton Neuroms bezeichnet.
  • Nervenrekonstruktion: Nerven können beispielsweise bei Autounfällen geschädigt oder sogar durchtrennt werden. Im letzten Fall hat der Chirurg die Möglichkeit, die beiden Nervenenden mit einer End-zu-End-Naht wieder zu verbinden. Voraussetzung hierfür ist, dass nicht zu lange gewartet wird. Denn schon nach wenigen Wochen bilden sich die beiden Enden soweit zurück, dass keine direkte Naht mehr möglich ist. Eine therapeutische Option ist in einem solchen Fall eine Nerventransplantation.

Weitere Therapieansätze

  • Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS): Ein konservatives Verfahren zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Die elektrische Reizung von Hautarealen erfolgt über Oberflächenelektroden. Dabei unterbindet der elektrische Reiz die Schmerzübertragung der Nerven zwischen Gehirn und Entstehungsort des Schmerzes.
  • Axomera-Therapie: Ein elektronisches Stimulationsverfahren, welches von einer wachsenden Zahl von Orthopäden und Sportmedizinern zur Behandlung von Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Muskeln eingesetzt wird.

Diagnose von Nervenschmerzen im Bein

Die Diagnose von Nervenschmerzen im Bein erfordert eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung, um Symptome zu erfassen. Neurologische Tests wie Reflexprüfungen und Empfindungsprüfungen können helfen, den betroffenen Nerven zu lokalisieren.

Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT können strukturelle Probleme wie Bandscheibenvorfälle aufzeigen. Nervenleitgeschwindigkeitstests können Nervenschäden quantifizieren. Blutuntersuchungen können auf zugrunde liegende Ursachen wie Diabetes oder Vitaminmangel hinweisen.

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