Dopamin und Serotonin: Die Biochemie von Glück, Motivation und mehr

Haben Sie sich jemals gefragt, warum manche Menschen politisch konservativ und andere liberal wählen? Oder warum manche Menschen Künstler oder Wissenschaftler werden? Warum wir so leicht süchtig werden? Und warum die Leidenschaft in einer Liebesbeziehung mit der Zeit oft nachlässt? Die Antwort auf all diese Fragen könnte in einer einzigen Substanz liegen: Dopamin.

Dopamin: Das Molekül der Erwartung

Dopamin, oft als Glückshormon bezeichnet, ist laut Experten das Molekül der Erwartung. Es ermöglicht uns, Entscheidungen zu treffen, die unser Überleben sichern. Es kann sich jedoch manchmal wie eine alte Dame verhalten, die, aus Angst vor schlechten Zeiten, ihre Vorratskammer bereits mit unzähligen Packungen Knäckebrot gefüllt hat - und trotzdem bei jedem Einkauf noch eine mitnimmt.

Dopamin erzeugt vor allem Gefühle wie Vorfreude, die auf die Zukunft gerichtet sind. Aktuelle Sinneseindrücke und Gefühle erleben wir mit Hilfe anderer Neurotransmitter, die als "Hier-und-Jetztler" bezeichnet werden.

Die "Hier-und-Jetztler": Serotonin, Oxytocin und Co.

Zu diesen "Hier-und-Jetztlern" gehören Serotonin, Oxytocin (das "Kuschelhormon"), Endorphine und Endocannabinoide (sozusagen das "Marihuana unseres Gehirns"). Wenn wir uns verlieben, wird unser Körper mit Dopamin überflutet. Wir spüren Schmetterlinge im Bauch und sexuelle Lust. Mit der Zeit ändert sich jedoch die Gehirnchemie, die Aufregung weicht meist einer kameradschaftlichen Liebe, und die "Hier-und-Jetztler" werden aktiv.

Dopamin und Sucht

Da sich ein Dopaminschub gut anfühlt, nehmen manche Menschen Drogen wie Kokain. Dabei wird eine Dopaminmenge freigesetzt, die der Körper natürlicherweise nie bekommt. Weder der Gedanke an den leckersten Hamburger noch die Vorfreude auf den tollsten Urlaub schaffen es, eine derartige Flut des Botenstoffs zu entfesseln. Das ist problematisch, weil so das fragile Gleichgewicht in unserem Gehirn gestört wird. Der Körper gewöhnt sich an die gigantische Dopamindosis - und verlangt nach immer mehr. Alle anderen Belange treten in den Hintergrund.

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Dopamin und gesellschaftlicher Fortschritt

Überraschender sind die Effekte, die der Neurotransmitter auf unser Selbstvertrauen, unsere politischen Einstellungen und den gesellschaftlichen Fortschritt hat. Dopamin spornt Menschen dazu an, neue Technologien zu erfinden.

Beeinflussung der biochemischen Prozesse

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die biochemischen Prozesse aktiv zu beeinflussen. Loretta Breuning erklärt unterhaltsam und anschaulich, wie genau Dopamin, Serotonin, Endorphin und Oxytocin wirken und wie sich die biochemischen Prozesse aktiv beeinflussen lassen. Ihre Forschung ergab, dass wir nur ein paar unserer Gewohnheiten ändern müssen, um das Gehirn innerhalb von 45 Tagen so umzuprogrammieren, dass sich die positiven Gefühle langfristig einstellen.

David Phillips nimmt die Leser*innen mit auf eine Reise durch die Biochemie des eigenen Körpers. Er vermittelt das Wissen, wie Dopamin, Serotonin, Oxytocin, Kortisol, Endorphine und Testosteron funktionieren und wirken, und gibt Werkzeuge an die Hand, um diese bewusst zu stimulieren und zu triggern. So wird es möglich, sich seinen persönlichen "Engelscocktail" zu mixen, um sich jederzeit selbstverantwortlich sein Glücks- und Erfolgsgefühl zu erzeugen. Phillips macht aufmerksam auf die gesunde Balance und fundamentale Ebene, die dies ermöglicht, insbesondere durch eine gesunde Schlafhygiene, bewusste Ernährung, Sport und Meditation. Er zeigt auch den unbewusst selbst geschaffenen "Teufelscocktail" auf, der in unserer heutigen Gesellschaft häufig vertreten ist, und macht Mut, diesen zu verlassen.

Dopamin: Mehr als nur ein "Glückshormon"

Dopamin ist mehr als nur das "Glückshormon". Es ist ein zentraler Motor unseres Antriebs, unserer Entscheidungsfindung und unserer Fähigkeit, Ziele zu verfolgen. Dysfunktionen in diesem System können zu Sucht, Depression oder Motivationstiefs beitragen.

Wie Dopamin Motivation und Vergnügen steuert

Dopamin steuert Motivation und Vergnügen. Dopaminimbalancen haben Folgen, und dieses Wissen kann zu einem bewussteren Umgang mit Belohnung und Verhalten beitragen.

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Praktische Tipps für ein glücklicheres Leben

Es gibt viele Dinge, die wir tun können, um an den guten "Stoff" zu kommen, wie positives Denken, Meditation oder Waldbaden. Um das Gehirn innerhalb von 45 Tagen so umzuprogrammieren, dass sich die positiven Gefühle langfristig einstellen, müssen wir nur ein paar unserer Gewohnheiten ändern.

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