LED-Masken und andere Lichttherapien: Ein umfassender Leitfaden für strahlende Haut

LED-Masken sind in der Schönheitswelt immer beliebter geworden und versprechen eine einfache und effektive Möglichkeit, das Hautbild zu verbessern. Aber was genau sind LED-Masken, wie funktionieren sie und welche Ergebnisse können Sie erwarten? Dieser Artikel untersucht die Wissenschaft hinter LED-Masken und anderen Lichttherapien, bewertet verschiedene Produkte und gibt Tipps für eine sichere und effektive Anwendung.

Was sind LED-Masken?

LED-Masken nutzen die Photobiomodulation, eine sanfte Lichttherapie zur Modulation biologischer Prozesse. Sie werden im medizinischen Kontext der Low-Level-Light-Therapie (LLLT) zugeordnet. Die meisten Geräte bestehen aus flexiblem, leichtem und hautfreundlichem Silikon, das sich problemlos an verschiedene Gesichtsformen anpasst und reisefreundlich ist.

Wie funktionieren LED-Masken?

LED-Masken verwenden Licht in verschiedenen Farben wie Blau, Gelb oder Rot. Die Farben stehen für unterschiedliche Lichtfrequenzen, die in verschiedenen Tiefen in die Haut eindringen. Das Licht wird von Rezeptoren in der Haut aufgenommen und jede Frequenz stimuliert eine bestimmte Funktion der Haut. So fördert die Lichttherapie etwa die Kollagenbildung der Haut und kann so Fältchen ausmerzen und kleine Narben heilen. Außerdem wirkt LED-Licht entzündungshemmend und kann leichte Akne bekämpfen. Die Lichttherapie kann ebenso dabei helfen, Pigmentflecken entgegenzuwirken.

Moderne LED-Masken verwenden ein enges Lichtspektrum: sichtbares rotes Licht mit einer Wellenlänge im Bereich von 630 bis 660 Nanometern (633 gilt als ideal) sowie unsichtbare Nah-Infrarotstrahlung um 830 nm. Ziel der Behandlung ist es, kollagen- und elastinbildende Fibroblasten zu aktivieren, indem deren zelluläre „Kraftwerke“ - die Mitochondrien - gezielt mit Photonen stimuliert werden.

Die Bedeutung von Lichtstärke und Diodendichte

Das Wirkpotenzial einer LED-Maske steht und fällt mit einer sinnvollen, hochwertigen Konstruktion sowie konsistenter Anwendung. Das zweite Standbein einer wirksamen Lichttherapie fürs Gesicht ist die Lichtstärke der verarbeiteten Dioden, die in Milliwatt pro Quadratzentimeter Haut angegeben wird (mW/cm²). Eine Intensität von 25 bis 30 mW/cm² gilt als ideal im Sinne von Wirkung und Verträglichkeit. Von mehr als 50 mW/cm² wird im Heimgebrauch abgeraten, weil die damit einhergehende Wärmeentwicklung zu oxidativem Stress (Pro-Aging / Hyperpigmentierung) führen kann.

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Die Anzahl der Dioden bietet keinen Hinweis darauf, mit welcher Leistung eine LED-Maske arbeitet. Die Diodendichte ist dennoch nicht unwichtig. Schließlich möchte man eine möglichst gleichmäßige Verteilung des wirksamen Lichts im Gesicht erzielen. Zwei Riemen statt einem sorgen dafür, dass eine Maske dichter an der unteren Gesichtshälfte anliegt. Bei der Verteilung der LEDs sollte man darauf achten, ob und auf welche Weise eventuelle „Problemzonen“ bedacht werden. Insbesondere um die Oberlippe oder auch dicht am Auge fehlen häufig Dioden, die gegen Plisséefalten und Krähenfüße wirken könnten.

Die verschiedenen Farben und ihre Wirkung

Die verschiedenen Lichtwellenlängen lösen unterschiedliche, erholsame Prozesse in der Haut aus. Je nachdem, was Sie bewirken wollen, ist eine andere LED-Lichtfarbe die beste Wahl für Sie:

  • Rotes LED-Licht / Infrarot-Licht: Rotes LED-Licht kann die Sauerstoffversorgung und die Durchblutung der Haut anregen. Es kurbelt die Zellerneuerung an und beschleunigt den natürlichen Heilungsprozess der Haut, wodurch eine bessere Polsterung und ein gestrafftes Hautbild gefördert werden. Infrarot-Licht dringt tiefer in die Haut ein und wirkt auf einer weiteren Ebene.
  • Blaues LED-Licht: Blaues LED-Licht soll entzündungshemmend wirken und kann helfen, die Talgproduktion zu reduzieren. Bei der Behandlung einer leichten bis mittelschweren Akne kann dies sinnvoll sein, um dermatologische Therapien zusätzlich zu unterstützen. Eine verminderte Talgproduktion führt zu weniger verstopften Poren, was wiederum die Wahrscheinlichkeit von Pickeln und Mitessern verringert.
  • Grünes LED-Licht: Dem grünen LED-Licht wird eine ausgleichende Wirkung nachgesagt. Die Produktion von überschüssigem Melanin soll gehemmt, Pigmentstörungen so gelindert werden. Wünschen Sie sich also ein gleichmäßigeres Hautbild ohne Pigmentflecken oder chronische Rötungen, ist grünes LED-Licht die beste Wahl.
  • Gelbes LED-Licht: Gelbes LED-Licht wirkt revitalisierend und sorgt dafür, dass die Haut einen strahlenden Glow bekommt. Der Lymphkreislauf soll durch das gelbe Licht stimuliert werden, ebenso wie die Flüssigkeitszufuhr. Dies erfrischt trockene, stumpf erscheinende Haut und ist gerade im Winter praktisch.

Beliebte LED-Masken im Überblick

Hier sind einige der beliebtesten LED-Masken auf dem Markt, zusammen mit ihren wichtigsten Funktionen und Vorteilen:

  • Currentbody Skin LED Lichttherapie Maske: Diese Maske der zweiten Generation besitzt eine Anordnung von 236 LED-Lampen in drei Wellenlängen: Rot, Nahinfrarot und tiefes Nahinfrarot. Dadurch soll die Fähigkeit der Haut zur Kollagenproduktion erhöht werden, was zu weniger feinen Linien, Falten und Rötungen führen soll.
  • FAQ Swiss 201 Silikon-LED-Gesichtsmaske: Die kabellose LED-Maske von FAQ Swiss arbeitet mit Licht in drei Farben: Rot, Grün und Blau. Das blaue Licht soll innerhalb von zwei Wochen bereits existente Akne um beinahe die Hälfte reduzieren, indem es die Ölproduktion in der Haut reguliert.
  • Silk'n Dual LED Mask für Gesicht und Hals: Die Silk'n Dual LED Mask konzentriert sich nicht nur auf das Gesicht, sondern auch auf den Hals. Dort zeigen sich bekanntermaßen oft die ersten Hautalterungsanzeichen. Das Set aus Maske und Halsstück bietet 115 Lämpchen und verfügt über vier verschiedene Einstellungen, die drei Rotlicht-Farben und blaues LED-Licht kombinieren.
  • Rosental Organics LED Face Mask: Die Rosental Organics LED Face Mask ist auf die Vorbeugung von Alterserscheinungen wie Pigmentflecken und Fältchen spezialisiert und bietet einigen Spielraum während der Bedienung. Die Intensität der Behandlung kann individuell eingestellt werden, sodass sich die Haut erst einmal an die Lichttherapie gewöhnen kann.
  • Déesse Pro LED Mask: Die Déesse Pro LED Mask ist dank ihrer beeindruckenden 770 LED-Lampen besonders stark und nutzt vier verschiedene Farboptionen, die zu sechs Behandlungsmodi kombiniert werden können.

Tipps für die Anwendung von LED-Masken

Hier sind einige Tipps für die sichere und effektive Anwendung von LED-Masken:

  1. Reinigen Sie Ihr Gesicht: Reinigen Sie zunächst Ihr Gesicht gründlich von sämtlichem Make-up, überschüssigem Talg und sonstigem Schmutz, der sich über den Tag hinweg in den Poren abgesetzt hat.
  2. Verwenden Sie ein Serum (optional): Gerne können Sie nun schon einmal einen Toner oder ein pflegendes Serum verwenden, je nachdem, wie Ihre Hautbedürfnisse derzeit aussehen.
  3. Stellen Sie die Maske ein: Stellen Sie die Maske ein. Gibt es unterschiedliche Modi, wählen Sie den passenden für Ihre gewünschte Wirkung aus und beachten Sie die jeweiligen Herstellerangaben in der Anleitung Ihres Gerätes.
  4. Schützen Sie Ihre Augen: Die gängigen LED-Gesichtsmasken besitzen Aussparungen für die Augen. Doch Sie sollten diese trotzdem bewusst fest geschlossen halten oder, für mehr Komfort, eine Schutzbrille aufsetzen. Teilweise ist diese im Lieferumfang enthalten, sie kann aber auch einzeln erworben werden.
  5. Entspannen Sie sich: Je nach Maske dauert die Anwendung unterschiedlich lange, meist jedoch nicht länger als fünfzehn Minuten. Mit entspannender Musik, einem Hörbuch oder Podcast wird die LED-Behandlung zur wohltuenden Me-Time. Einige Lichttherapie-Masken schalten sich nach der entsprechenden Behandlungsdauer von alleine ab, ansonsten sollten Sie einen Timer stellen.
  6. Tragen Sie Feuchtigkeitspflege auf: Im Anschluss können Sie Ihre gewohnte Feuchtigkeitspflege oder Nachtcreme auftragen. Unser Tipp: Verwöhnen Sie Ihr Gesicht bei diesem Schritt zusätzlich mit einer sanften Klopfmassage.
  7. Reinigen Sie die Maske: Vor und nach jeder Nutzung sollten Sie Ihre LED-Gesichtsmaske mit einem feuchten, fusselfreien Tuch reinigen. Wenn Sie die Maske längere Zeit nicht verwendet haben, ist es aus hygienischen Gründen empfehlenswert, sie besonders gründlich von Staub und Co. zu befreien. Manche Hersteller bieten spezielle Reiniger für diesen Zweck an.

Wie oft und wie lange sollte man eine LED-Maske anwenden?

Laut Dr. Fatemi komme es beim Bestimmen der Häufigkeit der Lichttherapie ganz auf Ihre persönlichen Hautbedürfnisse und den individuellen Zustand Ihrer Haut an. Idealerweise besprechen Sie mit dem Dermatologen bzw. der Dermatologin Ihres Vertrauens vor dem Erwerb einer LED-Maske, ob sich diese Art von Behandlung für Sie lohnt - und wenn ja, in welchen Intervallen Sie vorgehen sollten. Allgemein lautet die häufigste Empfehlung, eine LED-Maske etwa zwei- bis dreimal in der Woche für etwa zehn bis fünfzehn Minuten anzuwenden. Jedes Gerät ist anders konzipiert, sodass Sie auf jeden Fall die spezifischen Herstellerangaben für Ihr jeweiliges Modell miteinbeziehen sollten.

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Vorteile und Nachteile von LED-Masken

Zu den Vorteilen der LED-Geräte zählen die positiven Auswirkungen, die die unterschiedlichen Lichter auf die Haut haben können:

  • Regt die Blutzirkulation an
  • Unterstützt die Regeneration
  • Wirkt der Hautalterung entgegen
  • Wirkt entzündungshemmend und beruhigend
  • Reduziert die Talgproduktion
  • Hemmt Pigmentflecken und Verfärbungen
  • Entspannt und erfrischt die Haut

Die LED-Gesichtsmasken besitzen weniger akute Nachteile, sondern eher Risiken für bestimmte Personengruppen beziehungsweise einige medizinische Ausschlusskriterien. Natürlich sind die LED-Masken für den Hausgebrauch nicht so effektiv wie eine Behandlung im Schönheits-Salon. Trotzdem haben sie einen bestimmten Vorteil gegenüber einer professionellen Behandlung außer Haus, denn mithilfe der Gesichtsmasken lässt sich die LED-Therapie viel regelmäßiger in den Alltag integrieren.

Wer sollte keine LED-Maske verwenden?

Jeder Hauttyp kann theoretisch von den LED-Masken profitieren. Wer sich nicht sicher sei, sollte laut Dr. Fatemi vor dem Gebrauch ärztlichen Rat einholen. Und weiter: „Vor der Anwendung einer LED-Maske ist die Beratung bei einem Facharzt für Dermatologie sinnvoll. Je nach Hautbild, Hauterkrankungen, Medikamenteneinnahme oder gesundheitlicher Vorbelastung kann die Nutzung einer LED-Maske mit Risiken wie Hautreizungen, Kopfschmerzen oder Irritationen der Augen verbunden sein.“

Radiofrequenzgeräte für straffere Haut

Neben LED-Masken gibt es auch Radiofrequenzgeräte, die zur Hautstraffung eingesetzt werden können. Diese Geräte senden elektromagnetische Wellen aus, die bis in die zweite Hautschicht (die sogenannte Dermis) eindringen. Dort erwärmen die Wellen das Gewebe auf etwa 40 °C. Das kann verschiedene positive Auswirkungen auf die Haut haben, wie z.B.:

  • Straffere Haut durch Stimulation des Kollagens
  • Gemilderte Fältchen durch Bildung von Kollagen und Elastin
  • Frischeres Hautbild durch verbesserte Durchblutung

Einige beliebte Radiofrequenzgeräte sind:

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  • CurrentBody: Hautstraffung mit Radiofrequenz und Microneedling
  • Déesse Pro Sculpta mit Radiofrequenz, LED- und EMS-Technologie
  • Silk'n FaceTite Prestige mit Radiofrequenz, LED und Infrarot

IPL-Haarentfernung: Was Sie wissen müssen

IPL (Intense Pulsed Light) ist eine weitere Lichttherapie, die zur Haarentfernung eingesetzt wird. Hier sind einige wichtige Informationen, die Sie vor der Anwendung eines IPL-Geräts zu Hause beachten sollten:

  1. IPL ist keine Laserbehandlung! IPL steht für Intense Pulsed Light bzw. intensiv pulsierendes Licht.
  2. Überprüfen Sie Ihren Hauttyp und Ihre Haarfarbe. Die IPL-Haarentfernung ist vor allem für die helle Haut mit dunklen Härchen ideal geeignet.
  3. Erstellen Sie einen Plan. Sie müssen vor dem Sommer beginnen, da die Haut nach der IPL-Behandlung nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden sollte.
  4. Vorsicht beim Bräunen. Eine dunkel werdende Haut in Kombination mit einem IPL-Haarentfernungsgerät ist nicht sinnvoll.
  5. Zuerst rasieren. Rasieren Sie sich an einem Abend mit einem klassischen Rasierer und enthaaren Sie sich am nächsten Abend, wenn Sie wieder die schwarzen Punkte in Ihrer Haut sehen können.
  6. Und waschen Sie sich auch. Die Achselhöhlen müssen nicht nur rasiert, sondern auch sauber sein.
  7. Verwenden Sie die Aufsätze. Wenn Ihr IPL-Haarentfernungsgerät über Aufsätze verfügt, dann sollten Sie die speziellen Aufsätze für die Beine, die Leistengegend und das Gesicht verwenden.
  8. Der rechte Winkel. Das IPL-Haarentfernungsgerät muss genau im 90°-Winkel auf die Haut platziert werden.
  9. Keine IPL-Haarentfernung während der Schwangerschaft. Vermeiden Sie sie auch bei Diabetes und bei Epilepsie.
  10. Tattoos und Sommersprossen auslassen! Das IPL-Haarentfernungsgerät ist auch für die Anwendung von Stellen mit Ekzemen, Schuppenflechte usw. ungeeignet.
  11. Probieren Sie die richtige Lichtintensität aus. Je dunkler die Haut, desto schonendere Lichtimpulse sollten Sie wählen.
  12. Das IPL-Haarentfernungsgerät nicht Männern leihen!
  13. Lassen Sie die Intimpartie aus! Obwohl die IPL-Haarentfernung für die Bikinizone geeignet ist, ist eine direkte Behandlung der Geschlechtsorgane nicht empfehlenswert.
  14. Zum Schluss eincremen. Tragen Sie nach der IPL-Haarentfernung eine Feuchtigkeitscreme oder Bodylotion auf.
  15. Denken Sie an den Sonnenschutz. Um eine Reizung der Haut nach der IPL-Haarentfernung zu vermeiden, empfehlen wir, sie mindestens 24 Stunden nicht der Sonne auszusetzen.
  16. Zupfen Sie zwischen den Behandlungen nicht die Härchen.

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