Cannondale ist eine Marke, die sich kontinuierlich mit Fahrradinnovationen auseinandersetzt. Das Cannondale Synapse positioniert sich als Endurance-Rennrad, das Komfort, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit für lange Fahrten, unebene Straßen und den täglichen Gebrauch vereint.
Das Cannondale Synapse im Überblick
Das Cannondale Synapse ist ein Endurance-Rennrad, das Leistung, Komfort und Alltagstauglichkeit vereint. Es wurde entwickelt, um lange Strecken komfortabel zu bewältigen, ohne dabei auf sportliche Aspekte zu verzichten.
Rahmen und Gewicht
Der Carbon C2 Rahmen des Cannondale Synapse wiegt etwa 1100 g (Größe 56). Cannondale bietet das Chassis in zwei Qualitätsstufen an. Rahmen und Gabel der Basisversion sollen rund 1644 Gramm wiegen. Das Rahmen-Set der High-End-Variante namens Lab71 soll knapp 200 Gramm leichter sein, kommt allerdings nur bei zwei von insgesamt sieben Ausstattungsvarianten zum Einsatz. TOUR erhielt kurz vor der offiziellen Präsentation des neuen Synapse das exklusive Top-Modell, das mit 8040 Kilogramm an der Waage hing. Ein ausführlicher Testbericht inklusive Messwerten aus dem Labor sowie Fahreindrücken folgt.
- Gewicht Komplettrad: 8,0 Kilogramm (gewogenes Gewicht, Top-Version, Größe 56)
- Gewicht Rahmen (Standard/Hi-Mod): unter 1150/1000 Gramm
- Gewicht Gabel (Standard/Hi-Mod): 494/445 Gramm
Geometrie und Fahrverhalten
Das Synapse zeichnet sich durch eine komfortable Geometrie aus. Durch das hohe Steuerrohr sitzt der Lenker weit über dem Vorderrad, was eine aufrechte Sitzposition ermöglicht. Ein langer Radstand und viel Gabelnachlauf sorgen für ein laufruhiges Fahrverhalten.
Die Sitzposition ist komfortabel und dennoch recht sportlich. Wer keine Lust auf technische Hilfsmittel hat und sein Rennrad eher als puristisches Sportgerät betrachtet, bekommt das Cannondale Synapse auch in mehreren Varianten ohne Akku oder Leuchten.
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Reifenfreiheit und Allroad-Eigenschaften
Die Reifenfreiheit des Cannondale Synapse beträgt bis zu 42 mm, an der Gabel sogar 48 mm. Dies ermöglicht die Nutzung von breiteren Reifen, die den Komfort erhöhen und das Fahren auf unterschiedlichen Untergründen erleichtern.
SmartSense Technologie
Cannondale bietet das Synapse mit der SmartSense Technologie an. Diese umfasst ein integriertes LED-Licht von LightSkin mit 400 Lumen und ein Garmin Radar-Rücklicht, das vor herannahenden Fahrzeugen warnt. Die Warnsignale werden über einen Fahrradcomputer oder ein Smartphone wiedergegeben.
Der Akku für SmartSense ist im Unterrohr integriert und kann auch zum Laden von Smartphones oder anderen Geräten verwendet werden. Bei Modellen mit SRAM AXS kann die Batterie auch Umwerfer und Schaltwerk mit Strom versorgen.
Die Beleuchtung wird über den zentralen Smart Sense Akku mit Energie versorgt. Die Synapse Modelle mit Smart Sense sind bestens gerüstet für Fahrten in der Dunkelheit. Die neue Batterie hat eine Kapazität von 43,2 Wh und bietet die Möglichkeit unterwegs auch ein Smartphone oder andere Devices über einen USB-C-Port zu laden.
Ausstattungsvarianten und Preise
Das Cannondale Synapse ist in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich, die sich in Preis und Komponenten unterscheiden. Das Basismodell mit mechanischer Schaltung und einfachen Alu-Laufrädern kostet bereits 3499 Euro. Für den Aufbau mit Carbonlaufrädern von Reserve oder DT Swiss muss man mindestens 7899 Euro einkalkulieren. Das Top-Modell, das als einzige Variante auf einen Umwerfer verzichtet und mit geländespezifischer 1x13-Schaltung von Sram aufgebaut ist, kostet sage und schreibe 15799 Euro.
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Für den deutschen Markt bietet Cannondale vorerst vier Ausstattungsvarianten an, die durch die Ausstattung mit Shimano-Schaltgruppen ohne Lichtanlage und Warnradar auskommen müssen. Da SRAM kurz vor dem Update der beiden Schaltgruppen Force und Rival steht, dürften bald jedoch Räder mit “Smartsense” folgen.
Aerodynamik und Komfort
Cannondale hat bei der Entwicklung des Synapse auf eine aerodynamische Effizienz geachtet. Die Integration von Leitungen und Kabeln trägt dazu bei, den Luftwiderstand zu reduzieren.
Das Carbon-Layup wurde unter Komfort-Gesichtspunkten optimiert. Dank den Fortschritten bei der Konstruktion und Rahmenfertigung will Cannondale es geschafft haben, das neue Synapse „um 18 % komfortabler“ zu gestalten als den Vorgänger.
Staufach
Das Cannondale Synapse verfügt über ein integriertes Staufach im Unterrohr, das Platz für Werkzeug und andere Utensilien bietet.
Testeindruck
Der erste Kontakt mit dem Cannondale Synapse ist durchaus positiv. Das von Momo designte Cockpit ist nicht nur schön anzuschauen, sondern hat auch eine sehr angenehm zu greifende Oberfläche. Mit lediglich 80 mm Überhöhung liegt das Cockpit recht hoch für mich. Ich würde deshalb auf jeden Fall die 20 mm verbauten Spacer entfernen, wenn ich das Synapse länger bei mir im Fuhrpark hätte. Auffällig für mich persönlich ist zudem eine recht lange Sitzlänge, an der auch die gekröpfte Sattelstütze ihren Anteil beiträgt. Der im Vergleich zum Vorgänger deutlich verlängerte Radstand mag auch seinen Anteil an diesem Gefühl haben, wirkt sich jedoch nicht negativ auf das Handling aus. Das Synapse lässt sich behände ums Eck zirkeln und scheut auch schnelle Richtungswechsel keineswegs. Erfreulicherweise liegt es dabei immer sehr stabil und spurtreu auf seiner Linie. Bergab zieht das Synapse souverän seine Bahn. Dank dem Rahmen mit höchster Carbonqualität und exklusiver Ausstattung bringt unser Testbike trotz 300 Gramm schwerem Akku lediglich knapp unter 8 kg auf die Redaktionswaage. Was gemessen an der kompletten Ausstattung mit Aero-Laufrädern, 32er Reifen, Licht und Radar ein mehr als passabler Wert ist.
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Für wen ist das Cannondale Synapse geeignet?
Das Cannondale Synapse ist ideal für Fahrer, die ein komfortables und dennoch schnelles Rennrad suchen. Es eignet sich für lange Touren, unebene Straßen und den täglichen Gebrauch. Echte Racer möchten sicher sportlicher sitzen. Wer ein echtes High-End Endurance-Rennrad mit exklusiver Ausstattung sucht, ist mit unserem Testbike Cannondale Synapse LAB71 sicher gut bedient. Dank feinster Ausstattung und dem toll funktionierenden SmartSense System bleiben hier keine Wünsche offen. Viel mehr zeigt Cannondale mit dem Top-Modell der Synapse Reihe was aktuell an integrierter Technik möglich ist. Die gebotenen Fahrleistungen und der Komfort sind auf ähnlich hohem Niveau wie die technische Ausstattung und Funktionsvielfalt. Allerdings ist auch der Preis von fast 16.000 Euro auf allerhöchster Ebene.
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