Einführung
Impfungen gegen das Coronavirus sind ein zentraler Bestandteil der globalen Strategie zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Wie bei jeder medizinischen Intervention können jedoch auch nach Corona-Impfungen seltene Komplikationen auftreten. Diese können neurologischer Natur sein und reichen von vorübergehenden Beschwerden bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen. Es ist wichtig zu betonen, dass solche Komplikationen sehr selten sind und das Risiko schwerwiegender neurologischer Folgen einer COVID-19-Infektion deutlich höher ist. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Nervenschäden im Zusammenhang mit Corona-Impfungen, wobei sowohl die Risiken als auch der Nutzen der Impfung berücksichtigt werden.
Seltene neurologische Komplikationen nach Corona-Impfungen
Neurologische Komplikationen nach einer COVID-19-Impfung sind sehr selten, aber es gibt sie. Eine Studie des britischen Forschungsteams im Fachmagazin "Nature Medicine" hat seltene neurologische Impfkomplikationen untersucht, darunter bestimmte Lähmungen und Schlaganfälle. Solche Vorfälle sind so selten, dass sie in den Zulassungsstudien nicht auffallen, weshalb es wichtig ist, mit großen Zahlen zu arbeiten. Die Forscher nutzten Daten aus einer Impfdatenbank des staatlichen Gesundheitssystems NHS sowie aus Schottland. Diese Daten wurden mit Krankenhausdaten abgeglichen.
Die Forscher konnten zwei Signale ausmachen:
- Die Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca wurde in Verbindung mit einem höheren Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) gebracht.
- Beim Impfstoff von Pfizer/Biontech wurde ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle durch Gehirnblutungen festgestellt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Forscher betonen, dass diese Ergebnisse keine Erklärung dafür liefern, wie es zu diesem Zusammenhang von Impfungen und Komplikationen kommt. Sie können also nicht sagen, was dabei im Körper genau geschieht.
Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
Das GBS äußert sich durch Lähmungen, die meistens in den Beinen beginnen, dann aber auch die Arme und das Gesicht betreffen können - in seltenen Fällen auch die Atemmuskulatur. In westlichen Ländern tritt das Guillain-Barré-Syndrom jährlich bei 100 bis 200 Personen pro zehn Millionen Menschen auf. Das britische Forschungsteam hat errechnet, dass es nach einer Impfung mit AstraZeneca 38 zusätzliche Fälle pro zehn Millionen geimpfter Menschen gibt.
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GBS tritt in drei von vier Fällen nach bestimmten Infektionen auf. Dabei kommt es dann zu einer überschießenden Immunantwort. Auch in Verbindung mit Covid-19 wurden GBS-Fälle beobachtet. Und es gab zuvor Berichte aus Indien oder Großbritannien, dass GBS nach einer Impfung gegen Covid-19 auftrat. Es bestand also bereits ein Verdacht.
Eine im „JAMA Network Open“ publizierte Auswertung der Fälle, die an die US-Nebenwirkungsdatenbank VAERS gemeldet wurden, ergab, dass der Impfstoff Jcovden (COVID-19-Impfstoff Ad26.COV2-S [rekombinant]) von Johnson & Johnson mit einem erhöhten Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) assoziiert sein könnte. Die GBS-Melderaten innerhalb von 21 und 42 Tagen nach der Janssen-Impfung waren neun- bis zwölfmal höher als nach einer mRNA-Impfung mit den Covid-19-Vakzinen von BioNTech/Pfizer (Comirnaty) und Moderna (Spikevax). Für die beiden mRNA-Impfstoffe konnte kein entsprechender Zusammenhang ermittelt werden.
Die retrospektive Kohortenstudie wertete die von Dezember 2020 bis Januar 2022 beim Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) eingegangenen Meldungen über Erkrankungen am Guillain-Barré-Syndrom nach einer Covid-19-Impfung aus. Als Vakzine kamen Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson), BNT162b2 (BioNTech/Pfizer) und mRNA-1273 (Moderna) zum Einsatz. Die Forschenden verglichen die Meldemuster in den 21 und 42 Tagen nach der Coronaimpfung. In Summe umfasste die Analyse 487.651.785 Covid-19-Impfdosen.
Bei den Impfdosen entfielen 3,7% auf den Janssen-Impfstoff, 54,7% auf die mRNA-Vakzine von BioNTech/Pfizer und 41,6% auf den mRNA-Impfstoff von Moderna. Insgesamt verzeichnete das VAERS 295 GBS-Fälle nach einer Covid-19-Impfung; in 275 Berichten (93,2%) war eine Hospitalisierung dokumentiert. Die 21-Tage-Raten an Meldungen pro 1.000.000 Impfdosen betrugen 3,29 für Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson), 0,29 für BNT162b2 (BioNTech/Pfizer) und 0,35 für mRNA-1273 (Moderna). Die entsprechenden Raten in den 42 Tagen nach der Impfung lagen bei 4,07 (Johnson & Johnson), 0,34 (BioNTech/Pfizer) und 0,44 (Moderna).
In den 21 Tagen nach der Impfung mit der Covid-19-Vakzine Janssen gab es mehr GBS-Meldungen als nach der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer (RRR 11,40, 95%-KI 8,11-15,99) oder Moderna (RRR 9,26, 95%-KI 6,57-13,07]). Ähnliche Ergebnisse wurden innerhalb von 42 Tagen nach der Impfung beobachtet (BNT162b2: RRR 12,06, 95%-KI 8,86-16,43; mRNA-1273: RRR 9,27, 95%-KI 6,80-12,63).
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Die Rate von beobachteten zu erwarteten (OE-Ratio) Fällen an Guillain-Barré-Syndrom betrug 3,79 (95%-KI 2.88-4.88) für das 21-Tage- und 2,34 (95%-KI 1.83-2.94) für das 42-Tage-Intervall nach der Janssen-Impfung. Nach der mRNA-Impfung mit BNT162b2 und mRNA-1273 lag die OE-Ratio in beiden Zeiträumen unter 1 (nicht signifikant).
Die spezifischen Ursachen und Risikofaktoren einer GBS-Erkrankung sind oft unklar; die Pathogenese ist bis heute nicht vollständig geklärt. Molekulare Mimikry könnte jedoch eine Rolle bei der Ätiologie spielen, schreiben die AutorInnen. Ad26.COV2.S ist ein rekombinanter Impfstoff, der einen nicht replizierenden Adenovirus-Vektor verwendet, welcher für das SARS-CoV-2-Spike-Protein kodiert, um eine immunologische Antikörperreaktion auszulösen. Theoretisch ist es möglich, dass durch den Janssen-Impfstoff induzierte Antikörper mit Glykoproteinen auf der Myelinscheide der Axone peripherer Nerven kreuzreagieren und ein Guillain-Barré-Syndrom auslösen.
Ebenso gab es Berichte über ein erhöhtes GBS-Risiko nach der Impfung mit der ChAdOx1 nCov-19 Vakzine (Vaxzevria von AstraZeneca). Dieser Impfstoff verwendet einen replikationsinkompetenten Schimpansen-Adenovirus-Vektor und wurde in Europa in großem Umfang verabreicht. In einer Studie war die Zahl der GBS-Fälle innerhalb von 14 Tagen nach einer Impfung mit der AstraZeneca-Vakzine 1,4- bis 10-mal höher als erwartet.
Ein erhöhtes GBS-Risiko nach diesen Impfstoffen könnte auf einen Zusammenhang mit Adenovirus-Vektor-Impfstoffklassen hindeuten, zumindest in Bezug auf Covid-19-Impfstoffe, schreiben Abara und Kollegen.
Schlaganfälle durch Gehirnblutungen
Die britischen Forscher haben beim Impfstoff von Pfizer/Biontech gesehen, dass damit ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle durch Gehirnblutungen assoziiert ist. Das waren 60 Fälle pro 10 Millionen Geimpfter. Gezählt wurden in beiden Fällen nur Krankenhauseinweisungen. Das ist eine methodische Einschränkung.
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Das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion
Das Virus SARS-CoV-2 kann ebenfalls schwere neurologische Symptome auslösen. Das Risiko nach einer Infektion ist größer als nach einer Impfung. Eine Forschungsgruppe hat gefunden, dass eine SARS-CoV-2-Infektion das Risiko für weitere neurologische Symptome erhöht. Beispiele dafür sind: 123 zusätzliche Fälle pro zehn Millionen für Hirnhautentzündungen und Nervengewebsschädigung sowie 163 zusätzliche Fälle pro 10 Millionen für eine sogenannte myasthenische Störung, also eine gestörte Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel.
Viele Covid-19-Patientinnen entwickeln neurologische Beschwerden, die unter dem Begriff "Neuro-Covid" zusammengefasst werden. Anhaltende Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme und Schlafstörungen - nicht nur viele Intensivpatientinnen, sondern auch leicht Erkrankte leiden während und noch Monate nach einer Covid-19-Erkrankung unter Neuro-Covid. In extremen Fällen kommt es sogar zu demenzähnlichen Symptomen oder Psychosen. Riechstörungen, Erschöpfung und kognitiven Defiziten können die Folge sein.
Schwere neurologische Komplikationen wie Schlaganfälle und Hirnblutungen haben ihre Ursache in der Blutgerinnung. Störungen der Gerinnung sind bei Covid-19-Pneumonie eher die Regel als die Ausnahme und bilden eine eigene Entität der Covid-19-Erkrankung. Es bilden sich in der Folge Gerinnsel, die ischämische Schlaganfälle oder Embolien auslösen können.
Weitere mögliche Nebenwirkungen und Syndrome
Wie andere Impfstoffe, können auch Vakzine, die auf das Coronavirus abzielen, bei manchen Menschen Nebenwirkungen hervorrufen. Zu den Symptomen können anhaltende Kopfschmerzen, starke Müdigkeit sowie abnormale Herzfrequenz und Blutdruck gehören. In einem Artikel des Fachmagazins Science beschrieben, fanden Wissenschaftler*innen auf der Suche nach den Ursachen dieser Symptome zunehmend Übereinstimmungen mit bereits erforschten Erkrankungen. Bei einer Folgeerscheinung handelt es sich um die Small-Fiber-Neuropathie (SFN), eine Erkrankung des peripheren Nervensystems. Beim zweiten, beschriebenen Krankheitsbild handelt es sich um das sogenannte posturale orthostatische Tachykardiesyndrom (POTS).
Post-Vac-Syndrom und Long COVID
Bernhard Schieffer, Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internationale Intensivmedizin am Universitätsklinikum Marburg, hat inzwischen ein experimentelles Behandlungsschema entwickelt, um Betroffenen mit Post-Vac-Syndrom zu helfen. Dieses habe sich seiner Meinung nach in einer (unveröffentlichten) Studie mit acht Long COVID-Patient*innen und acht Personen mit Post-Vac-Syndrom als vielversprechend erwiesen.
Das sogenannte Spike-Protein des Corona-Virus SARS-CoV-2 verbleibt nach einer Infektion im Gehirn. Chronische Entzündungen des zentralen Nervensystems mit entsprechenden anhaltenden Symptomen im Rahmen von Long COVID können die Folge sein. Forschende von Helmholtz Munich und der Ludwig-Maximilians-Universität München konnten bisher nicht feststellbare Ablagerungen des Spike-Proteins in Gewebeproben von Menschen und Mäusen nachweisen. Dazu nutzten sie eine neuartige, KI-gestützte Bildgebungstechnik. Die Forschenden konnten im Knochenmark des Schädels und in den Hirnhäuten statistisch eindeutig (signifikant) erhöhte Konzentrationen des Spike-Proteins nachweisen - sogar noch Jahre nach der Infektion. Die Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass diese Ansammlungen des Spike-Proteins zu den langfristigen Effekten von COVID-19 auf das Nervensystem und Long COVID beitragen können. Die Forschenden stellten außerdem fest, dass der mRNA-basierte Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer die Anreicherung des Spike-Proteins im Gehirn deutlich reduzieren konnte.
Dem Forschungsteam zufolge haben sich 50 bis 60 Prozent der Weltbevölkerung mit COVID-19 angesteckt. Davon entwickeln laut den Studienautoren fünf bis zehn Prozent Long COVID.
Fallbericht: Guillain-Barré-Syndrom nach AstraZeneca-Impfung
Der AkdÄ wurde der Fall eines 35-jährigen Patienten gemeldet, der zwei Wochen nach Erstimpfung gegen COVID-19 mit Vaxzevria® zunächst ein Taubheitsgefühl an den Füßen sowie Kribbelparästhesien an den Fingern entwickelt hat. Im Verlauf kamen innerhalb von neun Tagen eine schlaffe, leicht rechtsbetonte Tetraparese mit abgeschwächten bzw. ausgefallenen Muskeleigenreflexen sowie eine periphere Fazialisparese rechts hinzu, die zur stationären Aufnahme führte.
Ein zerebrales und spinales MRT waren unauffällig. Im Liquor bestand eine zytoalbuminäre Dissoziation (Eiweiß-Erhöhung von 98 mg/dl bei normaler Zellzahl). In der sensiblen und motorischen Neurographie zeigte sich ein demyelinisierendes Schädigungsmuster mit ausgefallenen F-Wellen. Dies spricht für eine schwerpunktmäßige Schädigung der Myelinschicht des peripheren Nerven. Es wurde die Diagnose eines Guillain-Barré-Syndroms (GBS) gestellt. Da keine anderen Ursachen für ein GBS identifiziert werden konnten, wurde ein Kausalzusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 vermutet.
Unter der Behandlung mit intravenösen Immunglobulinen besserte sich der Zustand des Patienten zunächst und er konnte entlassen werden. Einige Tage später erfolgte die Wiederaufnahme, da sich die Fazialisparese verschlechtert hatte. Nach erneut durchgeführter Diagnostik wurde die Diagnose eines Rezidivs des GBS gestellt und der Patient erneut mit intravenösen Immunglobulinen behandelt. Der Patient wurde schließlich in eine stationäre neurologische Rehabilitation entlassen.
Meldungen von GBS im Zusammenhang mit COVID-19-Impfstoffen
Dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wurden bis zum 31.07.2021 insgesamt 84 Fallberichte eines GBS bzw. Miller-Fisher-Syndroms im Zusammenhang mit Vaxzevria® gemeldet. In sieben Fällen gab es Hinweise auf andere (z. B. infektiöse) Auslöser. Betroffen waren jeweils 42 Männer und Frauen im Alter von 21 bis 93 Jahren (bei zwei Patienten wurde kein Alter angegeben). Die ersten Symptome traten im Mittel 17 Tage nach der Impfung auf. Demgegenüber wurden nur 59 Fälle von GBS/Miller-Fisher-Syndrom im Zusammenhang mit Comirnaty®, sieben im Zusammenhang mit Spikevax® und 18 nach Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen berichtet.
Mit einer „Standard Morbidity Ratio“ (SMR) von 3,91 (95 % Konfidenzintervall 3,05 - 4,93) ergibt sich ein statistisches Signal für Vaxzevria®. Auch für COVID-19 Vaccine Janssen ergibt sich mit einer SMR von 4,27 (95 % Konfidenzintervall 2,39 - 7,04) ein Signal, nicht jedoch für die mRNA-Impfstoffe. Auf Empfehlung des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der EMA wurde GBS als sehr seltene Nebenwirkung in die Fachinformationen von Vaxzevria® und COVID-19 Vaccine Janssen aufgenommen.
Impfung und GBS-Risiko: Aktuelle Erkenntnisse
Eine israelische Studie aus dem Jahr 2023 zeigt, dass eine Impfung mit mRNA-Impfstoffen das Risiko für GBS um mehr als die Hälfte verringern kann. Die Forschenden analysierten die GBS-Fälle, sie sowohl nach einer Impfung mit dem mRNA-Impfstoff BNT162b2 als auch nach einer Covid-19-Erkrankung auftraten. Dafür wurden bei 3.193.951 Patientinnen und Patienten im Alter über 16 Jahren, die zuvor keine GBS-Diagnose hatten, im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 30. Juni 2022 alle Fälle eines GBS erfasst.
Insgesamt erlitten 76 Patientinnen und Patienten ein GBS. Neun der GBS-Betroffenen waren in den sechs Wochen zuvor positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden (11,8 Prozent), ebenso wie 18 der Kontrollpatientinnen und -patienten (2,4 Prozent). Acht der GBS-Betroffenen (10,5 Prozent) hatten in den sechs Wochen zuvor eine Impfung gegen SARS-CoV-2 erhalten (alle BNT162b2) sowie 136 der Kontrollpatientinnen und -patienten (17,9 Prozent), von denen 134 mit BNT162b2 geimpft worden waren. Die Studienautoren kommen daher zu dem Schluss, dass eine Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff nicht mit einem höheren Risiko für GBS einhergeht. Stattdessen zeigt die aktuelle Erhebung, dass eine SARS-CoV-2-Infektion das Risiko eines GBS um über das Sechsfache erhöht.
Anerkennung von Impfschäden
Echte und dauerhafte Impfschäden sind äußerst selten. In Deutschland sind bis Anfang des Jahres nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 192 Millionen Corona-Impfungen gegeben worden. Als Impfschäden werden etwa Herzmuskelentzündungen, Sinusthrombosen (Verstopfung bestimmter Blutgefäße im Gehirn) und das Guillain-Barré-Syndrom anerkannt. Vereinzelt wurden nach Angaben der «Welt am Sonntag» auch Todesfälle durch die Impfung anerkannt.
Ob ein Anspruch auf eine staatliche Versorgung bei einem Impfschaden besteht, entscheidet das Versorgungsamt des jeweiligen Bundeslandes. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kann dies bei sehr gravierenden Impfkomplikationen erfolgen, die «längerfristig eine gesundheitliche oder wirtschaftliche Folge darstellen». Zur Versorgung zählen etwa Rentenzahlungen je nach Schwere des Gesundheitsschadens, Heilbehandlungen oder Hinterbliebenenversorgung.