Übungen bei eingeklemmtem Nerv in der Halswirbelsäule

Beschwerden im oberen Halsbereich äußern sich oft durch eingeschränkte Beweglichkeit von Kopf und Nacken, nicht selten auch durch Schmerzen in Schulterpartie und Armen. Ursache sind meist verspannte Muskeln, bedingt durch Fehlhaltungen von Rücken und Kopf. Bei Nackenbeschwerden empfinden viele Betroffene Wärme als wohltuend. Wärmekissen regen die Durchblutung an, lockern die Muskeln und lindern Schmerzen.

Ursachen und Symptome eines eingeklemmten Nervs

Ein eingeklemmter Nerv im Nacken entsteht meist durch Kompression eines Nervs, der aus der Halswirbelsäule (HWS) entspringt. Dies führt zu bewegungsabhängigen Schmerzen und manchmal zu neurologischen Beschwerden. Die Ursachen sind vielfältig:

  • Haltungsprobleme und Fehlbelastungen: Eine schlechte Haltung, wie ein Rundrücken oder das Vorstrecken des Kopfes, kann zu einer Überlastung der Nackenmuskulatur führen.
  • Überlastung: Zu schnelles oder ruckartiges Drehen des Kopfes kann schnell zu Muskelverhärtungen führen, die auf einen Nerv drücken.
  • Wiederholte falsche Belastung: Wer immer wieder eine falsche Belastung durchführt, hat ein erhöhtes Risiko für einen eingeklemmten Nerv.
  • Fehlhaltungen: Eine Kyphose (Buckelbildung = Rundrücken) kann zu ungleichmäßiger Belastung der Muskeln und Verhärtungen führen.
  • Myogelosen: Verhärtungen von Muskeln können zu einer Kompression der Nackennerven führen.
  • Unfälle und Traumata: Auch Unfälle können zu Muskelverspannungen führen, die auf einen Nerv drücken. Auffahrunfälle können ein heftiges Reißen des Kopfes verursachen.

Das Leitsymptom eines eingeklemmten Nervs ist lokaler Schmerz, der einschießend ist und die Bewegung sofort stoppt. Typisch ist, dass der Kopf nicht mehr gedreht werden kann, was zu einem steifen Nacken führt. Die Schmerzen strahlen oft in angrenzende Bereiche wie die Schulter aus und können bis in die Arme ausstrahlen. Je nach betroffenem Nerv kann es zu Kribbeln oder Taubheitsgefühlen kommen. Schmerzbedingt kann es auch zu Bewegungsbeeinträchtigungen kommen, wie eingeschränktes Heben der Arme oder Greifen. Die Schmerzen fühlen sich brennend, beißend und ziehend an, beginnend lokal im Nacken und ausgelöst durch Bewegung. Die Schonhaltung führt zu weiterer Muskelverhärtung und Nervenreizung. Bei starken Einklemmungen kann es auch zu Ruheschmerz kommen.

Diagnose

Eingeklemmte Nerven können zunächst von Hausärzten diagnostiziert und behandelt werden. Bei schweren Verläufen können Neurologen hinzugezogen werden. Die Diagnose umfasst eine Krankenbefragung und eine Untersuchung der Halswirbelsäule. Die Muskeln werden betastet und die Schmerzhaftigkeit in Ruhe und bei Bewegung untersucht. Der Patient wird gebeten, den Kopf in verschiedene Richtungen zu bewegen. Bei neurologischen Auffälligkeiten werden neurologische Tests durchgeführt.

Zusätzliche Diagnosemethoden sind:

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  • Ultraschall: Kann Muskelverdickungen und Flüssigkeitsansammlungen zeigen.
  • Röntgenbild: Goldstandard zur Untersuchung von Knochenverletzungen, besonders nach Unfällen.
  • MRT: Wird eingesetzt, wenn die Ursache der Schmerzen unklar ist oder die Beschwerden nicht abklingen. Es zeigt Nerven, Muskeln, Knochen, Bandscheiben und Blutgefäße.

Vorbeugende Maßnahmen

Nackenschmerzen sind ein häufiges Problem, bei dem folgende Maßnahmen zur Vorbeugung beitragen können, um die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens zu reduzieren:

  • Ergonomie am Arbeitsplatz: Ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz kann neben den Übungen dabei unterstützen, Nackenschmerzen zu reduzieren. Achte darauf, dass dein Monitor auf Augenhöhe ist und dein Stuhl so eingestellt ist, dass er deinen unteren Rücken gut unterstützt.
  • Regelmäßige Bewegungspausen: Langes Sitzen kann zu Verspannungen führen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige Pausen einzulegen, um dich zu bewegen und zu dehnen. Stehe alle 30 bis 60 Minuten auf, gehe ein paar Schritte und mache leichte Dehnübungen für Nacken und Schultern. Diese Pausen können helfen, die Durchblutung zu verbessern und Verspannungen zu reduzieren.

Behandlungsmöglichkeiten

Sollte ein eingeklemmter Nerv zu Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule führen, sollten überlastende Bewegungen zunächst pausiert werden. Von der früher favorisierten Halskrause ist man heute total abgewichen, denn die Gefahr besteht bei einer kompletten Ruhigstellung, dass Muskeln im Bereich der Halswirbelsäule atrophieren, also an Funktion verlieren. Des Weiteren können wärmende Maßnahmen in Form von warmen Duschen oder Wärmflaschen auf die Halswirbelsäule eine deutliche Besserung bringen. Auch entzündungshemmende Gele, wie Docgel (Ibuprofen) oder Diclogel (Diclofenac), können durch den entzündungshemmenden Effekt helfen. Sind die Schmerzen in der Halswirbelsäule und die dadurch verursachten Fehlbelastungen sehr stark, sollte für einige Tage ein Entzündungshemmer als Tablette eingenommen werden.Die Klassiker wären Diclofenac 50-75 mg (Voltaren), oder Ibuprofen 400-600 mg. Neben den medikamentösen und schonenden Maßnahmen sollte auch eine krankengymnastische Beübung in Erwägung gezogen werden. Vor allem in der Orthopädie werden noch oft Spritzen appliziert, um lokal eine Entzündungshemmung und Schmerzlinderung zu erzielen. Zuvor werden die Einstichstellen sorgfältig desinfiziert und meistens ein Schmerzmittel-Kortisongemisch aufgezogen. Eine Besserung gegeben viele Patienten schon nach einigen Stunden nach der Spritze an. Es kann allerdings sein, dass nach einiger Zeit die Schmerzen wieder zurückkehren. Obwohl Kälte- und Wärmeanwendung bei verklemmten Nerven individuell unterschiedlich von den Patienten bewertet werden, scheint eine wärmende Behandlung, z.B. durch wärmende Salben, heißem Bad oder Rotlicht einen besseren, heilenden Effekt bei einem eingeklemmten Nerv zu haben. Der Grund liegt wohl darin, dass Wärme die Gefäße weitet und so mehr Blut in die Muskeln strömen lässt, was dann zu einer Lockerung der Muskeln führt. Man vermutet, dass die Hauptursache für eingeklemmte Nerven tatsächlich Muskelverhärtungen im Bereich der Nackenmuskulatur sind, die dann auf einen Nerv in diesem Bereich drücken.

Weitere Behandlungsansätze:

  • Wärme: Wärmende Salben, heiße Bäder oder Rotlicht können die Gefäße weiten und die Muskeln lockern.
  • Dehnübungen: Dehnende Übungen sollten wiederholt durchgeführt werden, um die Muskeln zu lockern. Eine Übung wäre, den Hinterkopf mit beiden Händen zu umgreifen und vorsichtig federnd nach vorne zu ziehen. Am Schluss sollte der Kopf so weit es geht nach links und rechts gedreht und in dieser Position einige Sekunden gehalten werden. Die Übung sollte mehrmals am Tag für ca. eine Woche durchgeführt werden.
  • Kinesiotapes: Selbstklebende Bänder, die auf den Nacken geklebt werden, können die darunterliegenden Muskeln entspannen.
  • Medikamente: Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen können als Tabletten eingenommen werden. Bei Spritzenapplikation werden Schmerzmittel, wie Tramal, Kortison oder ein Gemisch aus beiden verabreicht.
  • Ärztliche Osteopathie: Kann eine entlastende Behandlung durchführen und Schmerzen lindern.

Was kann ich selbst tun?

Erfolgversprechende Selbstbehandlungen bei einem eingeklemmten Nerv sind vor allem Wärme, sowie Massagetechniken, um die Muskeln im Bereich der Halswirbelsäule zu lockern. Auch das Einreiben mit Tigerbalsam 1-3 mal täglich kann eine deutliche Besserung bringen. Wichtig ist auch, den Kopf immer mal wieder nach links und rechts zu drehen, bis man an eine schmerzhafte Blockade kommt.

Dauer

Die Dauer eines eingeklemmten Nervs im Nacken kann stark variieren und hängt von der Ursache, der Schwere der Nervenkompression, dem individuellen Heilungsverlauf und den durchgeführten Behandlungsmaßnahmen ab. Im Allgemeinen kann ein eingeklemmter Nerv im Nacken von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen dauern. Leichte Einklemmungen, z. B. durch Muskelverspannungen oder kurzfristige Fehlbelastungen, können sich innerhalb weniger Tage bis einer Woche bessern, besonders wenn schnell Maßnahmen wie Entlastung, Wärme und Trainingstherapie ergriffen werden. Bei stärkeren Kompressionen, z. B. durch einen Bandscheibenvorfall oder knöcherne Veränderungen, kann die Heilung länger dauern. Eine rechtzeitige und gezielte Behandlung, einschließlich Trainingstherapie, manueller Therapie, Schmerzmedikation und ergonomischer Anpassungen, kann die Genesungszeit verkürzen. Vorerkrankungen (z. B. Osteoporose, Arthrose) können den Heilungsverlauf beeinflussen. Bei wiederkehrenden Einklemmungen oder chronischen Beschwerden kann die Behandlung langwieriger sein. In einigen Fällen können Komplikationen oder eine verzögerte Heilung auftreten. Je nachdem, welche berufliche Tätigkeit ausgeübt wird, variiert auch die Länge der Krankschreibung.

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Übungen zur Linderung und Vorbeugung

Die Integration von Übungen gegen Nackenschmerzen in deinen täglichen Ablauf könnte deine Lebensqualität positiv beeinflussen. Regelmäßige Übungen tragen zur Kräftigung der Nackenmuskulatur bei und könnten ihre Flexibilität unterstützen. Bei akuten Schmerzen ist Vorsicht geboten.

Hier sind einige Übungen, die bei einem eingeklemmten Nerv der HWS helfen können:

  • Kopfneigen: Den Kopf ganz nach links, dann nach rechts, nach vorne und nach hinten beugen, bis man eine entsprechende Spannung in den Muskeln der Halswirbelsäule spürt. Die Position einige Sekunden halten und dann die Muskeln entspannen. Mehrere Wiederholungen über mehrere Tage zeigen schnell, dass es zu einer Lockerung der Muskeln kommt und der Kopf immer weiter in alle Richtungen bewegt werden kann.

Vor der Durchführung der Übungen ist es wichtig, die Halswirbelsäule aufzuwärmen, um Verletzungen zu vermeiden. Eine einfache Möglichkeit, dies zu tun, ist, sanfte Nackenkreisen durchzuführen oder den Kopf langsam von einer Seite zur anderen zu neigen.

  • Nackenflexion und -extension: Dabei wird langsam der Kopf nach vorne und dann nach hinten bewegt, wobei darauf geachtet wird, keine Schmerzen zu verursachen.
  • Seitliche Flexion: Dabei wird der Kopf zur Seite geneigt, um die seitliche Beweglichkeit zu verbessern.
  • Nackenwiderstand: Dabei werden die Hände gegen die Stirn gedrückt, während der Kopf dagegen gehalten wird, um die vorderen Nackenmuskeln zu stärken.
  • Seitlicher Nackendehner: Dabei wird der Kopf zur Seite geneigt, um die Muskeln auf der gegenüberliegenden Seite zu dehnen. Halte die Position für etwa 20-30 Sekunden und wiederhole sie auf der anderen Seite.
  • Hinterer Nackendehner: Dabei werden die Hände hinter dem Hinterkopf verbunden und dann langsam der Kopf nach vorne gesenkt, um die Muskeln im Nacken und oberen Rücken zu dehnen.
  • Kopfkreisel: Dabei wird der Kopf langsam von einer Seite zur anderen gedrehst, um das Gleichgewicht zu verbessern.

Achte immer auf eine gute Haltung während der Übungen. Das bedeutet, die Wirbelsäule neutral zu halten und die Schultern entspannt. Beginne mit geringer Intensität und steigere diese schrittweise, während dein Nacken stärker wird. Falls eine Übung so starke Schmerzen verursacht, dass du nicht mehr ruhig atmen oder die Zähne zusammenbeißen musst, höre sofort auf. Regelmäßige, moderate Übungen sind vorteilhafter als seltene, intensive Sitzungen. Durch die Befolgung dieser Richtlinien solltest du Nackenübungen sicher und effektiv durchführen können, um das Verletzungsrisiko zu verringern und die allgemeine Nackengesundheit zu verbessern.

Weitere Übungen:

  • Der Kopf beschreibt eine Acht: In Rückenlage mit angewinkelten Beinen den Nacken etwas in die Länge ziehen und mit der Nase eine liegende Acht in den Raum zeichnen. 10- bis 15-mal wiederholen.
  • Schulterkreisen: Abwechselnd mit der rechten und linken Schulter kreisen. Die Schultern nach hinten unten bewegen. 10- bis 15-mal wiederholen.
  • Schultern zu den Ohren ziehen: Die Arme hängen locker neben dem Körper. Die Schultern Richtung Ohren ziehen und sie anschließend langsam wieder absenken. 10- bis 15-mal wiederholen. Mit der Atmung kombinieren.
  • Dehnung am Türrahmen: Stellen Sie sich neben einen Türrahmen oder eine Wandecke. Legen Sie Ihren Unterarm am Türrahmen bzw. Drehen Sie den Körper von der Tür weg.
  • Atemübung: Im Sitzen die Unterarme auf den Oberschenkeln ablegen. Langsam durch nur leicht geöffnete Lippen ausatmen. Am Ende der Ausatmung die Unterarme gegen die Oberschenkel bzw. die Armlehnen nach unten in Richtung Boden drücken, sodass sich der Schultergürtel nach unten senkt. In dieser Position tief durch die Nase einatmen. Achten Sie darauf, dass sich der Schultergürtel nicht hebt.

Dehnübungen der Halswirbelsäulenmuskulatur unter neurophysiologischen Gesichtspunkten:

  • Drücken Sie die Schulter auf der zu dehnenden Seite nach unten Richtung Boden. Neigen Sie Ihren Kopf zu der Seite, die Sie nicht dehnen möchten. Beugen Sie nun Ihren Kopf leicht nach vorne, bis Sie eine Dehnung im Schulter-Nacken-Bereich verspüren.
  • Aufrechter Sitz, der Arm der zu dehnenden Seite ist nach unten gestreckt. Neigen Sie den Kopf zur Gegenseite, bis eine leichte Vorspannung im Muskel vorhanden ist. Richten Sie nun den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) auf der zu dehnenden Seite nach oben und atmen Sie langsam und gleichmäßig ein. Halten Sie am Ende der Einatmung den Atem kurz an. Bei der anschließenden langsamen Ausatmung richten Sie den Blick nach unten zur Gegenseite und entspannen Sie. Versuchen Sie, in dieser Entspannungsphase den Kopf evtl. Wiederholung: Führen Sie 2 bis 3 Wiederholungen mit jeweils 10 Atemzügen durch. Machen Sie dazwischen ca.
  • Stehen Sie aufrecht vor einer Wand mit Blickrichtung zur Wand. Legen Sie die Finger des Armes der zu dehnenden Seite auf den oberen Wirbeln der Brustwirbelsäule ab. Heben Sie dabei den Ellenbogen ungefähr auf die Höhe des Kopfes. Drücken Sie den Ellenbogen leicht gegen die Wand. Sie spüren, wie sich dabei die Schulter absenkt. Durchführung: Richten Sie den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) auf der zu dehnenden Seite nach oben. Atmen Sie langsam und gleichmäßig ein. Halten Sie am Ende der Einatmung den Atem kurz an. Bei der anschließenden langsamen Ausatmung richten Sie den Blick nach unten zur Gegenseite und entspannen Sie. Versuchen Sie, in dieser Entspannungsphase den Kopf evtl. Wiederholung: Führen Sie 2 bis 3 Wiederholungen mit jeweils 10 Atemzügen durch. Machen Sie dazwischen ca.
  • Angelehnter Sitz auf einem Stuhl mit niedriger Rückenlehne. Stützen Sie mit den Fingern beider Hände den Hinterkopf von unten und mit den Daumen das Jochbein von oben ab. Durchführung: Richten Sie den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) nach oben und atmen Sie langsam und gleichmäßig ein. Halten Sie am Ende der Einatmung den Atem kurz an. Wiederholung: Führen Sie 2-3 Wiederholungen mit jeweils 10 Atemzügen durch. Machen Sie dazwischen ca.
  • Schieben Sie das Kinn waagerecht nach vorne. Ziehen Sie es dann wieder zurück und richten Sie die Halswirbelsäule bewusst auf.
  • Rückenlage, der Hinterkopf ist leicht unterlagert, sodass sich Ohren und Schultern auf gleicher Höhe befinden. Durchführung: Atmen Sie entspannt ein und aus. Richten Sie den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) Richtung Füße. Führen Sie eine sanfte und kleine Nickbewegung des Kopfes aus, indem Sie Ihr Kinn Richtung Kehlkopf ziehen. Der Kopf wird dabei nicht von der Unterlage abgehoben oder hineingedrückt. Die Finger am Hals sollten möglichst keine Anspannung der oberflächlichen Halsmuskeln (Musculus sternocleidomastoideus und Musculus scalenus) spüren. Halten Sie diese Position ca. 5 Sekunden. Wiederholung: Führen Sie diese Übung 10-mal mit jeweils ca.

Übungen zur Stabilisation der HWS:

  • Drücken Sie mit dem Kopf leicht gegen den Widerstand der Hand.
  • Greifen Sie das Theraband von hinten. Neigen Sie den Kopf gegen den Widerstand nach vorne.
  • Greifen Sie das Theraband seitlich des Kopfes. Neigen Sie den Kopf gegen den Widerstand zur Seite.
  • Drehen Sie den Kopf gegen den Widerstand zur Seite.
  • Ziehen Sie Ihre gestreckten Arme gegen den Widerstand des Bandes nach unten, bis sich Ihre Hände auf Höhe Ihrer Hüfte befinden. Achten Sie darauf, dass Ihre Arme während des gesamten Bewegungsweges gestreckt bleiben und kein Hohlkreuz im Rücken entsteht.
  • Bauchlage, der Kopf ist abgestützt, z. B. auf einem Handtuch. Durchführung: Ziehen Sie die Schulterblätter zur Mitte Richtung Wirbelsäule und nach unten Richtung Gesäß. Heben Sie nun ganz leicht die Arme an und halten diese Spannung für 5 Sekunden. Wiederholen Sie diese Übung 15-mal.

Weitere Übungen zur Lösung einer HWS-Blockade:

  • Der Oberkörper ist aufgerichtet. Die Halswirbelsäule wird, mit geradem Blick nach vorne, nach hinten geschoben.
  • Über einen sanften Fingerdruck seitlich der Halswirbelsäule und einer aktiven Drehbewegung (Rotation) kommt es zur Mobilisation der HWS.
  • Greife jetzt mit deiner rechten Hand bis zum linken Ohr über den Kopf. Bleibe in dieser Dehnung für zwei bis zweieinhalb Minuten.
  • Setze dich wieder aufrecht hin und greife mit beiden Händen an deinen Hinterkopf. Dein Kinn ziehst du nun mithilfe deiner Arme möglichst weit in Richtung Brust.
  • Zum Abschluss richtest du dich auf deinem Stuhl wieder gerade aus und deinem Kopf gönnst du nun die Gegenbewegung zu Schritt eins: Ziehe dafür dein Kinn ein Stück an deinen Körper heran und überstrecke deinen Kopf so weit wie möglich nach hinten, um ihn „in den Nacken zu legen“. Wir empfehlen dir dabei, deinen Kopf mit einer Hand sanft nach hinten zu drücken.

Wichtige Hinweise

Seien Sie aufmerksam bei der Durchführung der Übungen: Beginnen Sie langsam und mit kleinem Bewegungsradius. Verringern sich Ihre Beschwerden, können Sie den Bewegungsradius erweitern. Verstärken sich während einer Übung die Schmerzen, beenden Sie die Übung sofort und konsultieren Sie einen Facharzt. Treten während der Durchführung einer Übung Schmerzen auf, sollten diese sofort nach Beendigung der Übung wieder nachlassen. Die folgenden Übungen setzen außerdem voraus, dass Ihnen vom Arzt keine Bewegungs- oder Belastungseinschränkungen vorliegen.

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Muskuläre Dysbalance

Der Muskuläre Dysbalance Check ist eine diagnostische Maßnahme, bei der geschaut werden soll, ob eine chronische Fehlbelastung vorhanden ist. Der Behandler untersucht jeweils seitengleich sich gegenüberstehende Muskeln bei Belastung und in Ruhe und beurteilt die Ausprägung, Beweglichkeit und Schmerzhaftigkeit. Bei deutlichen Differenzen zwischen rechter und linker Seite ist eine chronische Fehlbelastung als Ursache wahrscheinlich. Die Elektromyografie ist eine neurologische Untersuchung, bei der die elektrische Aktivität von ruhenden und sich bewegenden Muskeln untersucht wird. Kommt es zu einem auffälligen Spannungsunterschied ist von einer Fehlbelastung als Ursache auszugehen. Die Vermessung der Wirbelsäule ist eine alte Untersuchungsmethode, um Fehlhaltungen und Fehlbelastungen herauszufinden. Heute gibt es eine strahlungsfreie Methode.

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