Eine Entzündung des Nervs im Auge kann verschiedene Ursachen haben und sich auf unterschiedliche Weise äußern. Zwei Haupttypen von Entzündungen, die das Auge betreffen können, sind die Sehnerventzündung (Optikusneuritis) und die Hornhautentzündung (Keratitis). Beide Erkrankungen können erhebliche Auswirkungen auf das Sehvermögen haben und erfordern eine angemessene Diagnose und Behandlung.
Sehnerventzündung (Optikusneuritis)
Definition und Ursachen
Die Optikusneuritis ist eine Entzündung des Sehnervs, der die Verbindung zwischen der Netzhaut des Auges und dem Gehirn darstellt. Dieser Nerv leitet die vom Auge empfangenen Signale an das Gehirn weiter, wo sie zu Bildern verarbeitet werden. Bei einer Entzündung werden meist die Myelinscheiden, die isolierenden Schichten der Nervenfasern, geschädigt, was die Funktion des Nervs einschränkt.
Die Ursachen einer Sehnerventzündung können vielfältig sein. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Autoimmunreaktion, bei der die körpereigenen Abwehrzellen das eigene Gewebe angreifen. Eine Sehnerventzündung kann auch ein erstes Zeichen einer Multiplen Sklerose (MS) sein. Andere Ursachen können Reaktionen auf Giftstoffe, Medikamentenmissbrauch oder Erkrankungen wie Lupus erythematodes, Sarkoidose oder Borreliose sein. Bei Kindern tritt die Erkrankung häufig im Zusammenhang mit einer Virusinfektion auf.
Symptome
Das typische Symptom einer Sehnerventzündung ist eine Beeinträchtigung des Sehvermögens, oft begleitet von mäßigen Schmerzen hinter dem Augapfel, die sich bei Augenbewegungen verstärken. In etwa 75 % der Fälle tritt die Erkrankung einseitig auf, aber auch beide Sehnerven können betroffen sein. Die Sehstörungen können unterschiedlich stark sein und bis zum Sehverlust reichen. Weitere Symptome können vermindertes Kontrastempfinden, verändertes Farbsehen und Gesichtsfeldausfälle sein. Auch die Wahrnehmung von Lichtblitzen ist möglich. Da eine Sehnerventzündung im Rahmen einer MS auftreten kann, können auch neurologische Symptome wie Missempfindungen oder Schwindel auftreten.
Diagnose
Um eine Sehnerventzündung zu diagnostizieren, wird der Arzt zunächst eine ausführliche Anamnese erheben und Fragen zu den Symptomen, Vorerkrankungen und familiären Belastungen stellen. Anschließend folgen verschiedene Augenuntersuchungen, darunter:
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- Bestimmung der Sehschärfe: Mithilfe einer Buchstaben- oder Zahlentafel wird die Sehschärfe bestimmt.
- Test der Pupillenreaktion: Der Arzt leuchtet abwechselnd mit einer Lampe in die Augen, um die Reaktion der Pupillen zu beobachten. Bei einer Sehnerventzündung liegt oft ein relativer afferenter Pupillendefekt (RAPD) vor.
- Prüfung der Augenbeweglichkeit: Der Arzt überprüft die Beweglichkeit der Augen und fragt nach Schmerzen oder Doppelbildern.
- Bestimmung des Gesichtsfeldes: Das Gesichtsfeld wird getestet, um Einschränkungen im Sichtbereich festzustellen.
- Untersuchung des Augenhintergrundes: Der Arzt spiegelt den Augenhintergrund, um Veränderungen an der Netzhaut und der Papille (Austrittsstelle des Sehnervs aus dem Auge) zu beurteilen.
- Prüfung der Farbwahrnehmung: Die Farbwahrnehmung wird getestet, da bei einer Sehnerventzündung oft die Farbsättigung für Rot abgeschwächt ist.
- Test der Sehnervleitung: Mithilfe von visuell evozierten Potenzialen (VEP) kann die Leitungsgeschwindigkeit des Sehnervs überprüft werden.
Bei einer typischen Sehnerventzündung wird der Arzt weitere Untersuchungen durchführen, um die Ursache der Erkrankung herauszufinden. Dazu gehören eine Kernspintomografie (MRT) des Kopfes und der Wirbelsäule sowie eine Liquorpunktion, um eine MS auszuschließen. Bei einer atypischen Sehnerventzündung können Blutuntersuchungen auf verschiedene Krankheitserreger oder Antikörper durchgeführt werden.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung des Sehvermögens und die Verhinderung weiterer Schübe, insbesondere im Rahmen einer MS. In der Akutsituation können Kortikosteroide eingesetzt werden, um die Zeit bis zur Erholung der Sehfähigkeit zu verkürzen. Die Behandlung einer Sehnerventzündung, die im Rahmen eines MS-Schubs auftritt, erfolgt nach den Prinzipien der MS-Therapie.
Prognose
Die Prognose der Sehnerventzündung ist insgesamt gut. Etwa 95 % der Patienten erlangen mit der Zeit wieder ein fast normales Sehvermögen. In seltenen Fällen kann es zu dauerhaften Einschränkungen des Sehvermögens kommen. Das Sehvermögen kehrt fast immer nach einigen Tagen oder Wochen zurück,manchmal dauert es jedoch Monate, bis alle Symptome verschwunden sind. Innerhalb von fünf Jahren kommt es bei etwa 30 % der Patienten zu einem Rückfall.
Hornhautentzündung (Keratitis)
Definition und Ursachen
Die Keratitis ist eine Entzündung der Hornhaut, der klaren, kuppelförmigen Gewebsschicht, die das Auge bedeckt und Pupille und Iris schützt. Die Entzündung kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen, Verletzungen, trockene Augen oder andere Erkrankungen.
Infektiöse Keratitis
- Bakterielle Keratitis: Wird häufig durch Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken oder Pneumokokken verursacht. Kontaktlinsenträger haben ein erhöhtes Risiko, insbesondere bei unsachgemäßer Pflege der Linsen.
- Virale Keratitis: Wird meist durch Herpes-simplex-Viren, Varizella-zoster-Viren oder Adenoviren verursacht.
- Pilzkeratitis: Tritt seltener auf und kann durch Pilze wie Aspergillus oder Candida verursacht werden, insbesondere bei Personen mit geschwächtem Immunsystem.
- Parasitäre Keratitis: Selten, aber möglich, insbesondere durch Amöben, die in verunreinigtem Wasser vorkommen können.
Nicht-infektiöse Keratitis
- Trockene Augen: Unzureichende Tränenproduktion oder eine gestörte Zusammensetzung des Tränenfilms können die Hornhautoberfläche aufrauen und zu einer Entzündung führen.
- Verletzungen: Fremdkörper, Kratzer oder andere Verletzungen der Hornhaut können eine Entzündung auslösen.
- Lidfehlstellungen: Fehlstellungen der Augenlider können die Verteilung des Tränenfilms beeinträchtigen und zu einer Keratitis führen.
- UV-Strahlung: Übermäßige UV-Strahlung, beispielsweise im Gebirge, kann die Hornhaut reizen und eine Entzündung verursachen.
- Bestimmte Vorerkrankungen: Nervenlähmungen am Augenlid oder rheumatische Erkrankungen können ebenfalls eine Keratitis begünstigen.
Symptome
Die Symptome einer Keratitis können je nach Ursache und Schweregrad variieren. Häufige Symptome sind:
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- Schmerzen: Oft starke Schmerzen im Auge.
- Rötung: Rötung des Auges, da die Bindehaut meist gleichzeitig entzündet ist (Keratokonjunktivitis).
- Juckreiz: Juckreiz im Auge.
- Vermehrter Tränenfluss: Das Auge tränt vermehrt.
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit: Lichtempfindlichkeit (Photophobie).
- Fremdkörpergefühl: Das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben.
- Eiter am Auge: Eiterbildung am Auge, insbesondere bei bakteriellen Infektionen.
- Verschwommenes Sehen: Verschwommenes Sehen oder eine Beeinträchtigung der Sehschärfe.
In schweren Fällen kann sich ein Hornhautgeschwür (Ulcus corneae) entwickeln, das mit starken Schmerzen, Eiterbildung und einer erheblichen Beeinträchtigung des Sehvermögens einhergeht.
Diagnose
Zur Diagnose einer Keratitis wird der Arzt zunächst eine Anamnese erheben und Fragen zu den Symptomen, Vorerkrankungen und möglichen Risikofaktoren stellen. Anschließend erfolgt eine Augenuntersuchung mit einer Spaltlampe, einem speziellen Mikroskop, das eine detaillierte Betrachtung der Hornhaut ermöglicht. Weitere diagnostische Maßnahmen können sein:
- Abstrich: Ein Abstrich von der Hornhaut oder Bindehaut kann entnommen werden, um den Erreger zu identifizieren (Bakterien, Viren, Pilze).
- Färbung der Hornhaut: Die Hornhaut kann mit speziellen Farbstoffen (Fluoreszein, Bengalrosa) angefärbt werden, um Verletzungen oder Defekte sichtbar zu machen.
- Schirmer-Test: Dieser Test misst die Tränenproduktion, um ein trockenes Auge als Ursache auszuschließen.
Behandlung
Die Behandlung der Keratitis richtet sich nach der Ursache der Entzündung:
- Bakterielle Keratitis: Antibiotische Augentropfen oder -salben, um die Bakterien zu bekämpfen.
- Virale Keratitis: Antivirale Augentropfen oder -salben (z. B. Aciclovir), um die Viren zu hemmen.
- Pilzkeratitis: Antimykotische Augentropfen oder -salben, um die Pilze zu bekämpfen.
- Keratitis durch trockene Augen: Künstliche Tränen, um die Hornhaut zu befeuchten und den Tränenfilm zu stabilisieren.
- Hornhautgeschwür: Intensive antibiotische und entzündungshemmende Therapie, eventuell stationär im Krankenhaus. In einigen Fällen kann eine Amniontransplantation erforderlich sein, um die Heilung zu fördern.
Zusätzlich können befeuchtende Augentropfen mit Wirkstoffen wie Hyaluronsäure die Reizung lindern. Bei einer nicht-infektiösen Ursache sollte eine bestehende Grunderkrankung behandelt werden.
Vorbeugung
Einige Maßnahmen können helfen, einer Hornhautentzündung vorzubeugen:
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- Kontaktlinsenhygiene: Sorgfältige Reinigung und Desinfektion der Kontaktlinsen, regelmäßiger Austausch der Linsenbehälter, Vermeidung des Tragens von Kontaktlinsen über Nacht.
- Augenschutz: Tragen einer Schutzbrille bei Arbeiten, bei denen es zu umherfliegenden Splittern kommen kann.
- Vermeidung von Augenreiben: Vermeidung von unnötigem Reiben der Augen, um Verletzungen der Hornhaut zu verhindern.
- Behandlung trockener Augen: Regelmäßige Anwendung von künstlichen Tränen, um die Hornhaut feucht zu halten.
- Ausreichender UV-Schutz: Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Schutz, um die Augen vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen.
Augenlidentzündung (Blepharitis)
Definition und Ursachen
Eine Augenlidentzündung, auch Blepharitis genannt, ist eine Entzündung des Lidrandes. Sie kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter bakterielle Infektionen, Verstopfung der Talgdrüsen am Lidrand, Allergien oder Hauterkrankungen wie Rosazea.
Ursachen für ein Gerstenkorn und ein Hagelkorn
- Gerstenkorn (Hordeolum): Entsteht durch eine bakterielle Infektion (meist Staphylokokken) einer Drüse am Augenlid. Begünstigt wird die Entstehung durch ungewaschene Hände, verstopfte Talgdrüsen oder ein geschwächtes Abwehrsystem.
- Hagelkorn (Chalazion): Entsteht durch eine Verstopfung und chronische Entzündung einer Talgdrüse am Lidrand.
Symptome
Zu den typischen Symptomen einer Augenlidentzündung gehören:
- Gerötete und geschwollene Augenlider: Die Lider sind gerötet und geschwollen, insbesondere am Lidrand.
- Juckreiz und Brennen: Juckreiz und Brennen der Augenlider.
- Krustenbildung: Krustenbildung am Lidrand, besonders morgens nach dem Aufwachen.
- Tränende Augen: Vermehrter Tränenfluss.
- Fremdkörpergefühl: Das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben.
- Gerstenkorn: Eitrige Schwellung am Lidrand, die schmerzhaft sein kann.
- Hagelkorn: Langsam wachsende, schmerzlose Schwellung am Lidrand.
Diagnose
Die Diagnose einer Augenlidentzündung wird in der Regel durch eine Inspektion der Augenlider gestellt. Der Arzt kann eine Vergrößerungslampe (Spaltlampe) verwenden, um die Lider und den Lidrand genauer zu untersuchen. In einigen Fällen kann ein Abstrich von den Lidern entnommen werden, um Bakterien oder andere Erreger zu identifizieren.
Behandlung
Die Behandlung einer Augenlidentzündung zielt darauf ab, die Entzündung zu reduzieren und die Symptome zu lindern. Zu den Behandlungsmaßnahmen gehören:
- Lidrandhygiene: Regelmäßige Reinigung der Lidränder mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel oder speziellen Reinigungstüchern für die Augenlider.
- Warme Kompressen: Auflegen warmer Kompressen auf die Augenlider für 5-10 Minuten, um die Talgdrüsen zu öffnen und die Verstopfung zu lösen.
- Lidmassage: Sanfte Massage der Augenlider, um die Talgdrüsen zu entleeren.
- Antibiotische Salben oder Augentropfen: Bei bakteriellen Infektionen können antibiotische Salben oder Augentropfen verschrieben werden.
- Kortikosteroid-Salben: In einigen Fällen können Kortikosteroid-Salben verwendet werden, um die Entzündung zu reduzieren.
- Behandlung von Grunderkrankungen: Behandlung von Hauterkrankungen wie Rosazea oder Allergien, die zur Augenlidentzündung beitragen können.
- Operativer Eingriff: Wenn ein Gersten- oder Hagelkorn nicht von allein abheilt, kann ein kleiner operativer Eingriff erforderlich sein, um die Schwellung zu entfernen.
Vorbeugung
Einige Maßnahmen können helfen, einer Augenlidentzündung vorzubeugen:
- Regelmäßige Lidrandhygiene: Regelmäßige Reinigung der Lidränder, um Verstopfungen der Talgdrüsen zu verhindern.
- Vermeidung von Augenreiben: Vermeidung von unnötigem Reiben der Augen.
- Gute Händehygiene: Regelmäßiges Händewaschen, um die Übertragung von Bakterien zu verhindern.
- Vermeidung von Make-up-Resten: Sorgfältiges Entfernen von Make-up vor dem Schlafengehen.
- Behandlung von Grunderkrankungen: Behandlung von Hauterkrankungen oder Allergien, die zur Augenlidentzündung beitragen können.
Augendruck
Definition und Ursachen
Der Augendruck, auch intraokularer Druck genannt, ist der Druck innerhalb des Auges. Er wird durch das Kammerwasser reguliert, eine Flüssigkeit, die Nährstoffe zur Linse und zur Hornhaut transportiert. Ein normaler Augendruck liegt zwischen 10 und 21 mmHg. Ein dauerhaft erhöhter Augendruck kann zu Schäden am Sehnerv führen und einen Grünen Star (Glaukom) verursachen.
Symptome
Ein erhöhter Augendruck verursacht in der Regel keine Schmerzen oder Beschwerden. Betroffene bemerken eine Veränderung oft erst spät, wenn bereits Schäden am Sehnerv entstanden sind. Ein akut erhöhter Augendruck (Glaukomanfall) kann jedoch mit folgenden Symptomen einhergehen:
- Augenschmerzen: Starke Augenschmerzen.
- Gerötete Augen: Gerötete Augen.
- Tränende Augen: Tränende Augen.
- Sehverschlechterung: Deutliche Sehverschlechterung.
- Übelkeit und Erbrechen: Übelkeit und Erbrechen.
- Kopfschmerzen: Kopfschmerzen.
Diagnose
Der Augendruck wird mit einem Tonometer gemessen. Es gibt verschiedene Arten von Tonometern, darunter:
- Applanationstonometer: Misst den Druck, der erforderlich ist, um die Hornhaut abzuflachen.
- Non-Contact-Tonometer: Misst den Druck mit einem Luftstoß.
Zusätzlich zur Messung des Augendrucks kann der Arzt weitere Untersuchungen durchführen, um einen Grünen Star zu diagnostizieren, darunter:
- Untersuchung des Sehnervs: Beurteilung des Sehnervs auf Schäden.
- Gesichtsfelduntersuchung: Prüfung des Gesichtsfeldes auf Ausfälle.
- Gonioskopie: Untersuchung des Kammerwinkels, des Bereichs, in dem das Kammerwasser abfließt.
Behandlung
Die Behandlung eines erhöhten Augendrucks zielt darauf ab, den Druck zu senken und Schäden am Sehnerv zu verhindern. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören:
- Augentropfen: Verschiedene Arten von Augentropfen können den Augendruck senken, indem sie entweder die Produktion von Kammerwasser reduzieren oder den Abfluss von Kammerwasser erhöhen.
- Laserbehandlung: Eine selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) kann den Abfluss von Kammerwasser verbessern.
- Operation: In einigen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um den Abfluss von Kammerwasser zu verbessern oder ein künstliches Abflusssystem zu implantieren.
Vorbeugung
Da ein erhöhter Augendruck oft keine Symptome verursacht, ist eine regelmäßigeAugenuntersuchung wichtig, insbesondere für Menschen ab 40 Jahren oder mit einem erhöhten Risiko für einen Grünen Star. Zu den Risikofaktoren gehören:
- Familiäre Vorbelastung: Grüner Star in der Familie.
- Hohes Alter: Alter über 40 Jahre.
- Kurzsichtigkeit: Kurzsichtigkeit.
- Diabetes: Diabetes.
- Bluthochdruck: Bluthochdruck.
- Ethnische Zugehörigkeit: Afroamerikaner haben ein höheres Risiko für einen Grünen Star.
Augenentzündung
Definition und Ursachen
Eine Augenentzündung ist eine allgemeine Bezeichnung für Entzündungen verschiedener Teile des Auges oder der umliegenden Strukturen. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von Infektionen über Allergien bis hin zu Verletzungen oder Reizungen.
Symptome
Die Symptome einer Augenentzündung können je nach betroffenem Bereich und Ursache variieren. Häufige Symptome sind:
- Schmerzen: Schmerzen im Auge oder um das Auge herum.
- Rötung: Rötung des Auges oder der Augenlider.
- Schwellung: Schwellung der Augenlider.
- Juckreiz: Juckreiz im Auge oder an den Augenlidern.
- Brennen: Brennen im Auge.
- Tränende Augen: Vermehrter Tränenfluss.
- Fremdkörpergefühl: Das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben.
- Lichtempfindlichkeit: Lichtempfindlichkeit (Photophobie).
- Verschwommenes Sehen: Verschwommenes Sehen oder eine Beeinträchtigung der Sehschärfe.
- Eiterbildung: Eiterbildung am Auge, insbesondere bei bakteriellen Infektionen.
Diagnose
Die Diagnose einer Augenentzündung wird in der Regel durch eine Augenuntersuchung gestellt. Der Arzt wird die Augen und die umliegenden Strukturen untersuchen und Fragen zu den Symptomen und der Krankheitsgeschichte stellen. Weitere diagnostische Maßnahmen können sein:
- Abstrich: Ein Abstrich von der Bindehaut oder den Augenlidern kann entnommen werden, um den Erreger zu identifizieren (Bakterien, Viren, Pilze).
- Spaltlampenuntersuchung: Eine Spaltlampe ermöglicht eine detaillierte Betrachtung der Augenstrukturen.
- Allergietest: Bei Verdacht auf eine allergische Entzündung kann ein Allergietest durchgeführt werden.
Behandlung
Die Behandlung einer Augenentzündung richtet sich nach der Ursache der Entzündung:
- Infektiöse Entzündungen: Antibiotische, antivirale oder antimykotische Augentropfen oder -salben, um die Erreger zu bekämpfen.
- Allergische Entzündungen: Antihistaminika oder Mastzellenstabilisatoren, um die allergische Reaktion zu lindern.
- Entzündungen durch Reizung: Tränenersatzmittel, um die Augen zu befeuchten und Reizungen zu lindern.
- Kortikosteroide: In einigen Fällen können Kortikosteroide verwendet werden, um die Entzündung zu reduzieren.
Zusätzlich können Hausmittel wie warme Kompressen oder Spülungen mit Augentrost die Symptome lindern. Es ist jedoch wichtig, bei anhaltenden oder schweren Symptomen einen Arzt aufzusuchen.
Vorbeugung
Einige Maßnahmen können helfen, Augenentzündungen vorzubeugen:
- Gute Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen und Vermeidung des Berührens der Augen mit ungewaschenen Händen.
- Vermeidung von Reizstoffen: Vermeidung von Reizstoffen wie Rauch, Staub oder Chemikalien.
- Schutz der Augen: Tragen einer Schutzbrille bei Arbeiten, bei denen es zu umherfliegenden Partikeln kommen kann.
- Richtiger Gebrauch von Kontaktlinsen: Sorgfältige Reinigung und Desinfektion der Kontaktlinsen.
- Behandlung trockener Augen: Regelmäßige Anwendung von Tränenersatzmitteln.
- Vermeidung von Allergenen: Vermeidung von Allergenen, wenn eine Allergie bekannt ist.
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