Einleitung:Entzündungen im Gehirn können eine Vielzahl von Symptomen verursachen, darunter Schwindel, Vergesslichkeit und Hörverlust. Diese Symptome können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, von denen einige harmlos sind, während andere eine ernsthafte medizinische Behandlung erfordern. Dieser Artikel befasst sich mit den Symptomen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Entzündungen im Gehirn, um ein besseres Verständnis dieser komplexen Erkrankung zu ermöglichen.
Erhöhter Hirndruck: Ursachen, Symptome und Behandlung
Bei erhöhtem Hirndruck herrscht innerhalb des Schädels ein zu hoher Druck. Da der Schädel knöchern ist, ist der Raum begrenzt. Hirngewebe, Blut oder Hirnwasser können an Volumen zunehmen und die anderen Elemente verdrängen. Das Hirnwasser (Liquor oder Nervenflüssigkeit) kann Volumenzunahmen bis zu einem gewissen Grad ausgleichen, indem es in Räume entlang des Rückenmarks entweicht. Dieser Spielraum ist jedoch begrenzt.
Symptome
Ein erhöhter Hirndruck führt durch die Komprimierung von Hirnstrukturen zu Ausfallerscheinungen. Die Symptome unterscheiden sich je nach Ursache und den betroffenen Elementen. Häufige Symptome sind:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bewusstseinsstörungen
- Unterschiedlich große Pupillen
- Sehstörungen
- Blutdruckanstieg
- Abfallen der Herzfrequenz
- Atemstörungen
Ursachen
Die Ursachen für einen Anstieg des Hirndrucks können vielfältig sein:
- Entzündungen wie Meningitis
- Blutungen
- Infarkte
- Aneurysmen
- Tumore
- Erhöhte Nervenwasserproduktion
Pseudotumor cerebri
Bei einem erhöhten Hirndruck mit unklarer Ursache spricht man vom Pseudotumor cerebri. Die Symptome ähneln denen eines Tumors, jedoch ist keine umfassend erklärende Ursache vorhanden. Übergewichtige Frauen im gebärfähigen Alter sind besonders häufig betroffen. Häufige Symptome sind Kopfschmerzen und Sehstörungen, wie Gesichtsfeldausfälle, Doppelbilder, Verlust des Scharfsehens oder Erblindung. Eine zügige Therapie ist wichtig, um irreversible Schäden zu vermeiden.
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Behandlung
Je nach Dringlichkeit stehen folgende Behandlungen zur Verfügung:
- Körpergewichtsreduktion
- Verringerung der Hirnwasser-Neuproduktion durch Medikamente
- Ablassen von Nervenwasser durch Lumbalpunktionen
Normaldruckhydrozephalus
Bei einem Normaldruckhydrozephalus kommt es zu einer teilweisen Erweiterung der Hohlräume im Schädel, in denen sich das Hirnwasser befindet. Der gemessene mittlere Hirndruck ist jedoch normal.
Symptome
Zu den Symptomen des Normaldruckhydrozephalus zählen:
- Demenz
- Gangstörungen
- Urininkontinenz
Alle drei Beschwerden nehmen mit Fortschreiten der Erkrankung immer mehr zu.
Diagnose
Für eine Diagnose werden zunächst die Symptome unter die Lupe genommen. Mithilfe von CT- und Kernspin-Bildern können Veränderungen im Gehirn festgestellt werden. Der Liquorablasstest sorgt meist für Klarheit: Dabei lässt der Neurologe etwas Hirnwasser (30 bis 50 Milliliter) aus dem Rückenmarkkanal ab. Dadurch bessern sich bei vielen Betroffenen die Symptome, vor allem das Gangbild, relativ zügig.
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Behandlung
Um das Gehirn bei Normaldruckhydrozephalus auf Dauer vom Nervenwasser zu entlasten, setzen Neurochirurgen einen sogenannten Shunt. Dabei wird ein Ventilsystem in den Kopf eingesetzt, das sich bei Überdruck öffnet und Hirnwasser durch einen Schlauch in die Bauchhöhle leitet. Eine rechtzeitige OP ist wichtig, um bleibende Schäden zu verhindern.
Hirntumore: Symptome und Anzeichen
Ein Hirntumor kann Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel usw. verursachen. Wenn sie aber mit der Zeit stärker werden und in Kombination auftreten, ist dies ein möglicher Hinweis auf einen Hirntumor.
Wie lange dauert es bis zu den ersten Anzeichen?
Bis ein Hirntumor Symptome verursacht, vergeht manchmal eine längere Zeitspanne. Ein Tumor, der von der WHO als Grad 1 oder 2 eingestuft wird, verursacht oft erst nach Monaten Symptome. Bei WHO-Grad 3 oder 4 entstehen die ersten Anzeichen dagegen schon nach wenigen Wochen bis Tagen.
Ursachen für Symptome
Wenn ein Hirntumor Symptome verursacht, hat das verschiedene Gründe:
- Der Tumor nimmt meist sehr viel Platz ein und verdrängt wichtige Strukturen im Gehirn.
- Der Tumor wächst in das umliegende Hirngewebe ein und zerstört es.
- Der Druck im Schädel steigt.
- Bösartige Hirntumoren zerstören Teile des Nerven- beziehungsweise Hirngewebes.
Typische Anzeichen für einen Hirntumor
Kopfschmerzen
Neu auftretende Kopfschmerzen, die über einige Tage oder Wochen immer heftiger werden und im Liegen zunehmen, sind ein verdächtiges und typisches Anzeichen. Kopfschmerzen wegen eines Hirntumors treten nachts und in den frühen Morgenstunden auf und bessern sich tagsüber häufig spontan. Sie lassen sich durch herkömmliche Schmerzmittel nur wenig oder gar nicht lindern.
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Übelkeit und Erbrechen
Viele Menschen entwickeln bei einem Hirntumor Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, meist in den Morgenstunden.
Sehstörungen
Ein Hirntumor kann Symptome im Sinne von Sehstörungen auslösen. Meistens fällt ein bestimmtes Areal im Gesichtsfeld aus. Sehstörungen zeigen sich mitunter auch dadurch, dass Betroffene Bilder doppelt sehen. Sehstörungen treten besonders oft bei einem Hypophysenadenom auf.
Weitere neurologische Ausfälle
Neben Sehstörungen deuten auch andere neurologische Ausfälle auf einen Hirntumor hin. Mögliche Symptome sind Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle, Sprachstörungen, Zuckungen, Schluckstörungen, eine veränderte Geschmackswahrnehmung, Schwindel, Schwerhörigkeit oder Ohrenpfeifen (Tinnitus).
Krampfanfall
Ein neu auftretender epileptischer Krampfanfall ist vor allem bei Kindern oft eines der allerersten Hirntumor-Symptome.
Hormonelle Störungen
Hirntumor-Symptome treten auch in Form verschiedenster hormoneller Störungen auf, beispielsweise bei einem Hypophysenadenom.
Beeinträchtigung des Gedächtnisses
Ein bösartiger Prozess im Kopf verursacht teilweise auch kognitive Symptome. Hirntumor-Erkrankte sind beispielsweise in ihrer Aufmerksamkeit beeinträchtigt und schlechter in der Lage, sich bestimmte Dinge zu merken.
Veränderungen der psychischen Gesundheit
Es ist möglich, dass ein Hirntumor die psychische Gesundheit beeinträchtigt. So sind manchmal Depression, Teilnahmslosigkeit (Apathie) und Angst auf die Erkrankung zurückzuführen.
Persönlichkeitsveränderungen
Persönlichkeitsstörungen zählen ebenfalls zu den Symptomen, die möglicherweise auf einen Hirntumor zurückzuführen sind. Erkrankte sind zum Beispiel leichter reizbar oder weniger konzentriert und leichter abgelenkt.
Besonderheit bei Kindern mit Hirntumor
Babys und Kleinkinder, die bereits an einem Hirntumor leiden, haben oft einen vergrößerten Kopf (Hydrozephalus).
Schwindel und Gangstörungen: Ursachen
Schwindel (Vertigo) und Gangstörungen können zahlreiche Ursachen haben. Zuerst muss geklärt werden, ob ein gerichteter, ein ungerichteter Schwindel oder eine reine Gangstörung vorliegt.
Gerichteter Schwindel
Dem gerichteten Schwindel liegt eine Störung des Gleichgewichtssystems zugrunde. Dazu gehören das Gleichgewichtsorgan, der Gleichgewichtsnerv und die zugehörigen Zentren in Hirnstamm und Kleinhirn. Störungen können durch Entzündungen, Elektrolytstörungen, mechanische Reizung des Gleichgewichtsnervs, Tumoren, Durchblutungsstörungen, Migräne, Unfälle und degenerative Veränderungen entstehen.
Ungerichteter Schwindel
Ursachen ungerichteten Schwindels sind Sauerstoffmangel im Gehirn bei Kreislaufstörungen, Herzerkrankungen, Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße, Störungen des Stoffwechsels, Entzündungen, Hirndruck, Vergiftungen, Anfallserkrankungen und psychische Störungen.
Gangstörungen
Gangstörungen treten bei Erkrankungen des Kopfes, der Wirbelsäule und des Rückenmarks sowie bei Erkrankungen der peripheren Nerven auf.
Morbus Menière
Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs, bei der es zu plötzlichen Attacken von Drehschwindel kommt. Zu dem typischen Drehschwindel kommen häufig Ohrgeräusche wie Tinnitus und eine Verschlechterung des Hörvermögens. Manchmal verspüren Betroffene auch einen Druck im Ohr. Vermutlich löst zu viel Flüssigkeit im Innenohr die Beschwerden aus.
Symptome
Hauptsymptom von Morbus Menière ist der akut einsetzende Drehschwindel. Die Schwindelattacken dauern von 20 Minuten bis zu mehreren Stunden. Diese Symptome können den Schwindel begleiten:
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Schwerhörigkeit
- Übelkeit und Erbrechen
- Nystagmus (rhythmische, unwillkürliche Bewegungen des Augapfels)
- Druckgefühl im Ohr
Folgeschäden
Zu Beginn der Erkrankung erleiden rund 40 Prozent der Betroffenen eine Störung des Hörvermögens. Hält die Krankheit länger an, kann die Schwerhörigkeit anhalten - bis hin zum vollständigen Hörverlust. Zusätzlich kann es zu einer Schädigung des Gleichgewichtsorgans und andauernder Unsicherheit beim Gehen kommen. Regelmäßig wiederkehrende Schwindelanfälle sind für die Betroffenen eine große psychische Belastung.
Diagnose
Eine sichere Diagnose ist möglich, wenn die drei Symptome akuter Drehschwindel, Tinnitus und Schwerhörigkeit gleichzeitig auftreten und wenn während oder nach einem Anfall ein Hörverlust feststellbar ist.
Behandlung
Die Behandlung soll die Symptome abmildern und die Häufigkeit der Anfälle reduzieren. Am häufigsten werden eingesetzt:
- Medikamente gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen während des akuten Anfalls
- Medikamente zur Vorbeugung von Schwindel (zum Beispiel Betahistin)
- Entwässernde Medikamente zur Reduzierung der Flüssigkeit im Innenohr
- Einspritzung kortisonhaltiger Präparate durch das Trommelfell direkt ins Innenohr
- Operation (Sakkotomie)
Vestibuläre Störungen
Das vestibuläre System besteht aus den Teilen des Innenohrs und Gehirns, die das Gleichgewicht und die Augenbewegungen kontrollieren. Wenn das System durch eine Erkrankung, durch das Altern oder eine Verletzung beschädigt ist, können vestibuläre Störungen entstehen.
Symptome
Diese Störungen werden mit einem oder mehreren dieser Symptome assoziiert, unter anderem:
- Schwindel und Benommenheit
- Ein gestörtes Gleichgewicht oder eine gestörte räumliche Orientierung
- Sehbeeinträchtigung
- Veränderungen des Hörens
- Kognitive und/oder psychologische Veränderungen
Diagnose
Ärzte nutzen die Informationen aus der persönlichen Krankengeschichte und die Befunde der körperlichen Untersuchung als Grundlage, um diagnostische Tests anzuordnen, womit sie die Funktion des vestibulären Systems untersuchen und alternative Ursachen der Symptome ausschließen.
Behandlung
Neben der Behandlung der Grunderkrankung, die vielleicht zu der Gleichgewichtsstörung beiträgt, kann die Behandlung auch folgendes enthalten:
- Vestibuläre Rehabilitationstherapie (VRT)
- Canalith-Repositionsmanöver (z.B. das Epley-Manöver)
- Übungen für zuhause
- Ernährungsumstellung
- Gesprächstherapie - psychologische Beratung
- Medikamente
- Chirurgie
Akustikusneurinom
Ein Akustikusneurinom ist ein seltener, gutartiger Tumor, der am Nervus vestibulocochlearis entsteht, der das Innenohr mit dem Gehirn verbindet. Symptome können Tinnitus, Gleichgewichtsstörungen und Schwindelanfälle sein. Behandlungsmöglichkeiten umfassen die Beobachtung des Tumors, chirurgische Entfernung oder Bestrahlung.
Autoimmune Innenohrerkrankung
Eine autoimmune Innenohrerkrankung entsteht, wenn das Immunsystem das Innenohr fälschlicherweise angreift. Die Behandlung umfasst Immunsuppressiva wie Kortikosteroide.
Gehirntumore
Bei einem Gehirntumor handelt es sich um eine Wucherung im Gehirn.
Symptome
Die Symptome von Tumoren im Gehirn hängen von der Größe, Art und Lage des Tumors ab. Folgende Symptome können auf einen Tumor im Gehirn hinweisen, aber auch Symptome anderer Erkrankungen sein:
- Starke Kopfschmerzen
- Schwindel
- Erbrechen
- Sprach-, Seh- und Bewegungsstörungen
- Vergesslichkeit
- Konzentrationsschwäche
- Epileptische Anfälle
Diagnose
Neurologische Untersuchungen und bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) sichern die Diagnose, ob ein Hirntumor vorliegt, ab.
Behandlungsoptionen
Nach der Diagnose werden dann die verschiedenen Möglichkeiten einer Therapie geklärt, um die Gehirntumore zu bekämpfen. Neben einer Operation sind auch Chemotherapie und eine Therapie durch Strahlung möglich.
Glioblastom
Das Glioblastom ist ein sehr aggressiver Tumor des Gehirns. Auf Grund des aggressiven Wachstums zeigen sich die ersten Symptome beim Glioblastom-Patienten oft frühzeitig.
Symptome
- Heftige Kopfschmerzen
- Epileptische Anfälle
- Lähmungen
- Sprach- und Sehstörungen
- Hirnödeme
Diagnose
Die Diagnose auf einen Tumor erfolgt mit Hilfe bildgebender Verfahren. Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) zeigen dem Arzt den Glioblastom.
Behandlungsoptionen
Nach der Diagnose folgt eine Operation. Der Neurochirurg verringert zunächst die Tumormasse. Anschließend folgen Chemotherapie und Bestrahlung als Behandlung.
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