Brainrot: Ursprung, Auswirkungen und Gegenmaßnahmen des modernen Phänomens

Millionen von Kindern und Jugendlichen konsumieren Videos mit bizarren Figuren und absurden Handlungen. Ein neuer Trend in den sozialen Medien spielt damit, sinnbefreit zu sein - und süchtig macht: Brainrot. Dieser Artikel beleuchtet den Ursprung, die Auswirkungen und die möglichen Gegenmaßnahmen dieses modernen Phänomens.

Was ist Brainrot?

Brainrot, übersetzt Hirnfäule, bezeichnet ein Genre ständig neuer Videos von meist unter einer Minute Länge, die vor allem bei jungen Usern in Endlosschleife laufen. Das Oxford Dictionary definiert Brainrot als „die vermeintliche Verschlechterung des geistigen oder intellektuellen Zustands einer Person, insbesondere als Ergebnis eines übermäßigen Konsums von Inhalten (vor allem von Online-Inhalten), die als trivial oder anspruchslos angesehen werden.“

Regionale Ableger und Open Source

Brainrot ist ein Genre mit regionalen Ablegern. Ende 2024 tauchten erstmals Videos mit einer deutsch sprechenden Taube auf. Niemand wisse, woher die Figur kommt und was sie bedeutet, alle seien einfach auf den Trend aufgesprungen! Bei Brainrot wacht niemand darüber, was die Figuren so treiben; alles ist „open source“, also frei verfügbar und manipulierbar. „Du kannst machen, was du willst“, bestätigt Obogrelov.

Die Rolle der Creators

Obogrelov betont, dass sich seine Creators als Künstler sähen, obwohl sie teilweise noch zur Schule gingen und anonym bleiben möchten. Schließlich würden sie die Tauben-Videos nicht einfach durch eine Eingabe an die KI generieren, sondern alles selbst zusammenschneiden. „Die sitzen teilweise 16 bis 20 Stunden an einem einzigen Video!“ Denn bei aller Absurdität der Clips sei ein stimmiger Handlungsbogen nötig. „Es muss schon irgendwie spannend sein und braucht Sinn im Unsinn, sonst würden die Leute nicht dranbleiben“, sagt Obogrelov. Witzig und bizarr werden die Filme dadurch, dass unerwartet und kontextlos Elemente aus Bereichen der deutschen Jugendkultur eingebaut werden. Neben German Brainrot dominiert Italian Brainrot die Feeds der Kids: anthropomorphe Tiere und Gegenstände mit Italienisch klingenden Namen wie Ballerina Cappuccina (eine junge Frau im pinkfarbenen Tutu mit einer Kaffeetasse als Kopf). Die „New York Times“ berichtete über Videos, in denen das Krokodil-Flugzeug Bombardino Crocodilo angeblich Bomben über Gaza abwirft.

Sound Memes als Teil von Brainrot

Sound Memes sind Memes für die Ohren. Das ist Comedy als Microdosing. Der Dopamin-Kick zum Hören, Bingen und Teilen. Binged sie wie Insta-Reels vorm Schlafengehen - egal ob zwei, zehn oder 100. Teilt sie mit euren Freund- oder Feind:innen. Eurer Partyplaylist fehlt die nötige Prise Humor? Auch zwischen Taylor Swift und Ed Sheeran passt immer ein Sound Meme.

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Die Wissenschaft hinter Brainrot

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in Scientific Reports (Nature, 2025), zeigt, dass der übermäßige Konsum von Social Media Content die neuronale Aktivität verändert. Die Forscher konnten nachweisen, dass sich Aufmerksamkeit und Motivation nach intensiver Nutzung digitaler Inhalte verringern. Experten sehen im Phänomen Brain Rot daher weit mehr als nur einen vorübergehenden Trend - es ist ein ernstzunehmender Zustand, der Körper und Geist gleichermaßen betrifft.

Wie Social Media so anziehend wirkt

Brainrot Content, etwa endlose KI Videos oder kurze Clips, ist so gestaltet, dass er das Belohnungssystem im Gehirn anspricht. Jede neue Information, jedes lustige Meme oder jede Botschaft setzt kleine Impulse frei, die uns zum Weiterscrollen animieren. Genau hier liegt die Suchtgefahr: Das Gehirn verlangt nach immer neuen Reizen, selbst wenn die Inhalte zunehmend sinnlos wirken. Viele Botschaften sind austauschbar, die Informationsflut enorm. Für die Nutzer bedeutet das: weniger Tiefe, mehr Ablenkung. Studien zeigen, dass gerade die ständige Nutzung solcher Medien ein Gefühl von Sinnlosigkeit erzeugen kann. Brainrot ist somit ein Phänomen, das eng mit den Geschäftsmodellen moderner Plattformen verbunden ist - je mehr Content konsumiert wird, desto größer ist die Bindung an die App.

Anzeichen von Brainrot erkennen

Nicht jeder, der viel Social Media nutzt, leidet sofort unter Brainrot. Doch es gibt typische Anzeichen, die Sie ernst nehmen sollten:

  • Rückgang der Konzentrationsfähigkeit bei Arbeit oder Studium
  • Gefühle von Sinnlosigkeit nach längeren Scroll-Sessions
  • Schlafstörungen und innere Unruhe
  • Körperliche Beschwerden wie verspannte Muskulatur oder Kopfschmerzen
  • Anstrengungen, offline zu gehen, ohne das Gefühl, etwas zu verpassen

Wenn mehrere dieser Zeichen auftreten, ist es sinnvoll, bewusste Pausen einzulegen und den Social Media Konsum kritisch zu reflektieren.

Die Folgen von Social Media Konsum

Experten beschreiben Brainrot nicht nur als Trend, sondern als ernstzunehmendes Phänomen. Typische Folgen:

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  • Rückgang der Konzentrationsfähigkeit - Inhalte werden zwar aufgenommen, aber nicht mehr verarbeitet.
  • Suchtgefahr - das endlose Scrollen verstärkt den Wunsch nach mehr Content.
  • Verschlechterung des Wohlbefindens - Unruhe, Schlafstörungen und körperliche Beschwerden nehmen zu.
  • Gefühl der Sinnlosigkeit - Botschaften und Informationen wirken austauschbar.
  • Körperliche Folgen - langes Sitzen, verspannte Muskulatur und weniger Energie für den Alltag.

Brainrot und Körper: Warum Physiotherapie hilft

Brainrot ist mehr als ein digitales Schlagwort - es betrifft den gesamten Organismus. Die Studie in Scientific Reports betont die Bedeutung von Offline Aktivitäten als Ausgleich zur digitalen Nutzung. Genau hier unterstützt Physiotherapie, indem sie Körper und Geist wieder in Einklang bringt.

Offline Aktivitäten als Gegengewicht

Die Studie hebt hervor, dass Offline Aktivitäten entscheidend sind, um die negativen Auswirkungen von Brainrot zu reduzieren. Henry David Thoreau sprach bereits im 19. Jahrhundert vom Wert der Einfachheit - ein Gedanke, der heute aktueller denn je ist. Spaziergänge, Sport, kreative Ideen oder soziale Kontakte abseits von Online Inhalten fördern nicht nur das Wohlbefinden, sondern stellen auch die Balance zwischen digitalem Konsum und realem Leben wieder her. Physiotherapie unterstützt dabei gezielt: Sie hilft, körperliche Beschwerden zu lindern und durch Bewegungstherapie die Energie für den Alltag zurückzugewinnen.

Wie Sie Brainrot vorbeugen können

  • Bewusster Medienkonsum: Planen Sie feste Zeiten für Social Media Nutzung.
  • Regelmäßige Pausen: Machen Sie nach 30-60 Minuten Bildschirmzeit kurze Bewegungspausen.
  • Offline Aktivitäten fördern: Spazieren gehen, Sport, soziale Kontakte pflegen.
  • Physiotherapie nutzen: Für gezielte Übungen gegen Verspannungen, zur Verbesserung der Beweglichkeit und zum Stressabbau.
  • Reflexion: Henry David Thoreau betonte schon im 19. Jahrhundert den Wert der Einfachheit. Eine bewusste Reduktion digitaler Reize folgt genau diesem Gedanken.

Der Einfluss von Schlafmangel auf die Entwicklung von Kindern

Schlaf ist nicht einfach nur eine Pause. Es ist ein total aktiver Prozess, super wichtig für ihr Wachstum, fürs Lernen und eigentlich für alles, was ihre Entwicklung ausmacht. Während sie schlummern, arbeitet das Gehirn auf Hochtouren: Es verarbeitet all die neuen Eindrücke und festigt Dinge, die sie tagsüber gelernt haben. Stellen Sie sich vor, der Schlaf ist wie die ultimative Putzkraft fürs Kinderhirn! Er unterstützt aktiv die Gehirnentwicklung, indem er Lernprozesse und Erinnerungen festigt. Nachts wird so richtig "aufgeräumt": Unnötige Verbindungen werden gekappt, wichtige hingegen gestärkt. Und das ist kein Zufall, denn genug Ruhe fördert auch die Entwicklung der grauen Hirnsubstanz. Die ist extrem wichtig für so zentrale Funktionen wie Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und das Gedächtnis.

Was passiert, wenn der Schlaf fehlt?

Der direkte Schlag des Schlafmangels auf die motorischen Fähigkeiten unserer Kinder rührt von ganz konkreten physiologischen und neurologischen Veränderungen im Gehirn her. Ganz einfach: Wenn zu wenig Schlaf da ist, leiden Struktur und Funktion wichtiger Hirnbereiche. Studien belegen: Bei Kindern, die weniger als neun Stunden schlafen, ist die graue Hirnsubstanz in entscheidenden Gehirnregionen reduziert. Und genau diese Bereiche sind für unsere Aufmerksamkeit, die Impulskontrolle und das Gedächtnis zuständig. Eine Schädigung dort wirkt sich direkt auf die kognitive und motorische Steuerung aus.

Verursacht Schlafmangel dauerhafte Hirnschäden?

Chronischer Schlafmangel kann tatsächlich zu dauerhaften strukturellen Veränderungen im Gehirn führen. Das beeinflusst dann über Jahre hinweg Aufmerksamkeit, Gedächtnis und die Impulskontrolle. Auch motorische Defizite bei Kindern mit Schlafmangel und Sprachentwicklungsstörungen können auftreten.

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Was können Eltern tun?

Wir Eltern spielen eine entscheidende Rolle dabei, unseren Kindern gesunden Schlaf zu ermöglichen - das ist einfach unerlässlich für ihre optimale Entwicklung. Wenn wir die richtigen Gewohnheiten etablieren und eine schlaffreundliche Umgebung schaffen, können wir die Qualität und Quantität des kindlichen Schlafs enorm verbessern. Schulkinder sollten mindestens neun Stunden pro Nacht schlafen. Das ist die absolute Basis für eine gesunde Gehirnentwicklung und gute motorische Fähigkeiten. Und ganz wichtig: Feste Schlaf- und Wachzeiten helfen enorm, die innere Uhr des Kindes zu regulieren. Zu gesunden Schlafgewohnheiten gehört auch die richtige Umgebung. Das A und O sind feste Schlafzeiten, damit der Tagesrhythmus stabil bleibt. Genauso entscheidend ist eine ruhige Schlafumgebung, frei von Lärm und zu viel Licht. Und ganz wichtig: Weniger Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen ist ein Muss! Das blaue Licht von Handys, Tablets & Co.

Die Verdummung der Jugend? Experten äußern sich

Anekdotische Evidenz für die ‘Verdummung der Jugend’ wird man mühelos finden. Seit Langem das Paradebeispiel: Lesen. Die Jugend lese seltener und schlechter, so die Behauptung. Doch wenn einer der weltweit renommiertesten Literaturwissenschaftler, Sir Jonathan Bate, das jetzt auch über seine Studierenden sagt, sollte man vielleicht hinhören. Bate ist Professor an der University of Oxford und an der Arizona State University. Seine Studierenden gelten als globale Elite der englischen Literatur. In einem Interview sagte Bate kürzlich, vor vierzig Jahren „konnte man zu einem Studenten sagen: Diese Woche ist Dickens dran. Bitte lesen Sie Great Expectations, David Copperfield und Bleak House. Heutzutage, anstatt drei Romane in einer Woche zu lesen, haben viele Studierende Mühe, einen einzigen Roman in drei Wochen durchzuarbeiten.“ Wenn man sich auf Bate’s Aussage verlassen kann, dann ist sie höchst aufschlussreich - und beunruhigend. Schließlich haben Studierende der Literaturwissenschaft eine intrinsische Motivation für das Lesen, sie wollen die Literatur tendenziell zu ihrem Beruf machen.

Auch die Kinderärzte werden zunehmend nervös. Ich selbst habe gute Einblicke in eine Praxis für Neuropädiatrie, also in die Praxis eines Kinderneurologen. Dieser Arzt ist seit rund 20 Jahren tätig und äußerte sich vor einigen Tagen wie folgt: „Wir Kinderneurologen sehen in den letzten Jahren immer häufiger Entwicklungsverzögerungen. Die Kinder zeigen zunehmend Verhaltensweisen, die eigentlich symptomatisch für Autismus sind.“ Gemeint ist vor allem die Unfähigkeit, sozial angemessen zu interagieren.

Das “Still Face” Experiment

Nun ist Autismus aber eine hirnorganische Erkrankung - und als solche gibt es erstmal keinen Grund zur Annahme für einen sprunghaften Anstieg der Erkrankung. Es ist wahrscheinlicher, dass Änderungen der Umwelt die Symptome der Erkrankung begünstigen, nicht aber die Krankheit selbst. Ob das allein am Smartphone und Social Media liegt, lässt sich so noch nicht sicher sagen. Es gibt aber ein wissenschaftliches Experiment, das für diese Interpretation spricht und das alle, denen wirklich am Wohl unserer Kinder gelegen ist, an dieser Stelle aufhorchen lassen sollte. Die Rede ist vom sogenannten „Still Face Experiment.“ Bei diesem Experiment wurden Kleinkinder in der Interaktion mit ihren Eltern beobachtet. Zuerst interagierten die Eltern ganz normal mit ihren Kindern. In einem zweiten Schritt sollten die Eltern ihre Kinder dann zwar immer noch anschauen, den Eltern wurde aber gesagt, dass sie dabei keinerlei Mimik zeigen sollten. Klingt eigentlich harmlos. Die Kinder aber brachen dabei schon innerhalb weniger Momente in Panik aus.

Man denke nun einmal an all die Eltern, die ihr Kind neben sich oder im Kinderwagen sitzen haben (wo diese durchweg den Blick auf die Eltern gerichtet haben) und dabei auf ihr Smartphone schauen. Könnte es sein, dass das Smartphone, welches mittlerweile alle von uns haben, eine flächendeckende Still Face Epidemie verursacht? Das jedenfalls wäre eine Interpretation für die autistisch anmutende soziale Verkümmerung der Kleinkinder.

Langzeitdaten zum Brain Rot

Verschiedene internationale Organisationen messen seit vielen Jahrzehnten die kognitiven Kapazitäten von Kindern, Jugendlichen und teils Erwachsenen, beispielsweise PISA, die OECD, Monitoring the Future und andere. John Burn-Murdoch, Data Scientist und Journalist für die Financial Times hat jetzt die Mittelwerte all dieser Langzeitstudien für die letzten 20 Jahre errechnet. Ergebnis: Seit 2010 nehmen alle dokumentierten Kompetenzen junger Menschen in allen beobachteten Ländern ab.

Wie man sieht, sinken die Denk- und Problemlösefähigkeiten von Teenagern im Lesen, Rechnen und bei naturwissenschaftlichen Aufgabenstellungen seit ca. 2010. Auch Erwachsene sind, bei selteneren Messungen, schlechter im Lesen und Rechnen geworden. Fast noch bemerkenswerter sind die Berichte zu Konzentration und Lernfähigkeit: Seit den 2010er Jahren berichtet ein immer höherer Prozentsatz von 18-jährigen, dass sie sich in letzter Zeit nicht mehr so gut konzentrieren können wie früher und dass es ihnen schwerer fällt, neue Dinge zu lernen.

Wo liegt die Ursache?

Der Befund, der sich immer weiter erhärtet, lautet also: unsere kognitiven Fähigkeiten bauen seit rund 15 Jahren ab. Was ungeklärt bleibt: warum. Burn-Murdoch selbst identifiziert Social Media als Ursache und erklärt sich die Daten wie folgt: „Wir sind von begrenzten Webseiten zu unbegrenzten, ständig aktualisierten Feeds und einer ständigen Flut von Benachrichtigungen übergegangen. Wir verbringen nicht mehr so viel Zeit damit, aktiv im Internet zu surfen und mit Menschen zu interagieren, sondern werden mit einer Flut von Inhalten konfrontiert. Es ist eine Abkehr vom selbstbestimmten Handeln hin zu passivem Konsum.“

Ein Kulturwandel

ChatGPT ist zwar neurowissenschaftlich und philosophisch betrachtet nichts, was den Namen ‘Künstliche Intelligenz’ auch nur im Entferntesten verdient hätte. Es ist aber unter anderem ein Taschenrechner, in den jetzt auch Textaufgaben eingegeben werden können. Jedes Rechenproblem kann jetzt mehr oder weniger intelligent formuliert werden, mit ein bisschen rumprobieren versteht ChatGPT die Frage schon und spuckt die Lösung aus. Um es auf einen Punkt zu bringen, den Menschen Ü40 wahrscheinlich noch immer nicht ganz begriffen haben: Lesen, Schreiben und Rechnen sind keine Kulturtechniken mehr. Man muss das alles nicht mehr können. Zumindest in der Theorie.

Use it or lose it

Ein letztes Hindernis allerdings gibt es: die grundsätzliche Funktionsweise unseres Gehirns. Neuroplastizität ist, was das Gehirn zum Gehirn macht. Alles, was uns im Alltag passiert, jedwede Eindrücke, Interaktionen, aber auch das Ausbleiben dieser (Still Face) schlägt sich in unseren neuronalen Netzwerken nieder. Ein einzelnes Neuron hat ca. 10.000 synaptische Verbindungen zu anderen Neuronen und stärkt oder schwächt diese Verbindungen je nach aktuellem Input oder bildet gleich ganz neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Das Stichwort, unter dem diese Prozesse laufen, hat in der Neurowissenschaft den Slogan „Use it or lose it“ bekommen. Wer eine Woche jeden Tag zehn Kopfrechenaufgaben macht, wird eine Verbesserung im Kopfrechnen feststellen. Die Social Media Umwelt aus Feeds, Reels und KI-Assistenten, die wir geschaffen haben, hat höchstwahrscheinlich einen verlustreichen Effekt auf unsere mentalen Fähigkeiten - man könnte sagen: if you use it, you will lose it. Die Kulturtechniken unserer Zivilisation aufzugeben würde also bedeuten, einen Teil unserer geistigen Fähigkeiten aufzugeben. Die Frage, die wir als Gesellschaft allmählich beantworten müssen: sind uns die Vorteile, die uns Social Media bringen, diesen Verlust wert?

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