Die unglaublichen Epilepsie-Warnungen in Filmen: Von "Incredibles 2" bis "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers"

Die Filmindustrie, insbesondere Giganten wie Disney und Pixar, hat in den letzten Jahren zunehmend die Verantwortung übernommen, auf potenzielle Gesundheitsrisiken in ihren Produktionen hinzuweisen. Dies betrifft insbesondere Szenen mit flackernden Lichtern, die bei manchen Zuschauern photosensitive Epilepsie oder andere Formen von Lichtempfindlichkeit auslösen können. Die Fälle von "Incredibles 2" und "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" verdeutlichen, wie wichtig diese Warnungen sind und wie die Sensibilität für dieses Thema gewachsen ist.

Der Fall "Incredibles 2": Kritik und Reaktion

Im Sommer 2018 sah sich Disney mit Kritik in den sozialen Medien konfrontiert, weil es für den Film "Incredibles 2" zunächst keine Warnung bezüglich der Lichteffekte gab. Diese Effekte konnten bei anfälligen Personen Anfälle oder Migräne auslösen. Berichten zufolge forderte die "Epilepsy Foundation" Disney auf, auf diese Gefahr hinzuweisen. Erst dann reagierte das Studio.

Der Film "Incredibles 2" spielte an seinem ersten Wochenende in Nordamerika 180 Millionen Dollar (155 Millionen Euro) ein und brach damit alle Rekorde für Animationsfilme. Der Erfolg wurde jedoch von Diskussionen über Gesundheitsrisiken überschattet. Disney forderte die Kinos auf, ihre Besucher vor den Lichteffekten zu warnen. Dieser Warnung war ein tausendfach geteilter Tweet vorausgegangen, in dem eine US-Bloggerin Menschen mit Epilepsie oder Migräne darauf hinwies, dass sie beim Ansehen des Filmes Probleme bekommen könnten.

Einige Zuschauer berichteten von negativen Erfahrungen. So gab es Berichte, dass Zuschauer nach einem Schwindelanfall aus dem Kino getragen werden mussten und noch Tage später unter den Auswirkungen litten. Viele Kommentatoren im Internet forderten Disney/Pixar auf, selbst eine Warnung für den Film auszusprechen, was letztendlich auch geschah.

Einige forderten sogar eine Heimkino-Veröffentlichung des Films ohne die stroboskopartigen Lichteffekte. Eine Änderung der Kinoversion wurde jedoch nicht gefordert.

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"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers": Eine proaktive Warnung

Dezember stand der Kinostart von "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" bevor. Disney verschickte laut "The Hollywood Reporter" eine "ungewöhnliche Warnung" an Kinobesitzer auf der ganzen Welt. Bestimmte Szenen und längere Sequenzen mit flackernden Lichtern könnten Auswirkungen auf Menschen haben, die an photosensitiver Epilepsie oder anderen Formen von Lichtempfindlichkeit leiden.

Die Organisation bedankte sich dafür, dass Disney vor dem Filmstart von "Der Aufstieg Skywalkers" Kontakt mit ihr aufgenommen hatte und Informationen für Kinobesucher bereitstellte.

Für Disney ist es nicht das erste Mal, dass man sich mit dem Problem konfrontiert sieht: 2018 gab es Beschwerden wegen des Pixar-Films "Die Unglaublichen 2", der auch Szenen beinhaltet, die bei bestimmten Personen eine Reaktion hervorrufen könnten. Dieses Mal scheint man aus dem Fehler gelernt zu haben. Zudem traten die Verantwortlichen mit der US-amerikanischen Epilepsie-Stiftung in Kontakt, die ebenfalls einen Warnhinweis veröffentlichte und dabei auch Tipps für den Gang ins Lichtspielhaus gab: Sollte man selbst von Epilepsie betroffen sein, wird dazu geraten, einen Freund zu bitten, "Star Wars 9" zuerst zu schauen. Anschließend solle man mit diesem Freund ins Kino gehen, der einen dann vor den betreffenden Momenten warnt - dann gilt es, die Augen kurz zu verdecken.

Photosensitive Epilepsie: Eine Erklärung

Epilepsien sind laut der Deutschen Epilepsievereinigung "neurologische Krankheiten mit einem äußerst vielfältigen Erscheinungsbild". Die damit einhergehenden epileptischen Anfälle sind verschiedener Ausprägung und reichen von unkontrolliertem Zucken und Krampfen des Körpers des Betroffenen bis hin zu äußerlich zunächst kaum wahrnehmbarem Verhalten. Diese entstehen "durch vorübergehende abnorme Entladungen größerer Nervenzellverbände an der Hirnoberfläche".

Photosensitive Epilepsie ist eine Form der Epilepsie, bei der Anfälle durch visuelle Reize wie flackernde Lichter oder bestimmte Muster ausgelöst werden. Die Häufigkeit dieser Form der Epilepsie variiert, betrifft aber schätzungsweise einen kleinen Prozentsatz der Menschen mit Epilepsie.

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Die Rolle der Filmstudios und Kinos

Die Reaktion von Disney auf die Kritik an "Incredibles 2" und die proaktive Warnung vor "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" zeigen, dass Filmstudios und Kinos eine wichtige Rolle bei der Information und dem Schutz von Zuschauern mit photosensitiver Epilepsie spielen.

Einige Maßnahmen, die ergriffen werden können, sind:

  • Warnhinweise: Deutliche Warnhinweise vor dem Filmstart, sowohl im Kino als auch online, die auf potenzielle Risiken durch flackernde Lichter hinweisen.
  • Informationen: Bereitstellung von Informationen über photosensitive Epilepsie und wie man sich schützen kann.
  • Sensibilisierung: Schulung des Kinopersonals, um auf Anzeichen eines Anfalls reagieren zu können.
  • Alternativen: Angebot von Vorführungen ohne stroboskopartige Lichteffekte oder die Möglichkeit, den Film zu Hause in einer entschärften Version anzusehen.

Weitere Beispiele für Animationsfilme von Pixar

Pixar hat uns seit seinem Erstlingswert "Toy Story" im Jahr 1995 so einige großartige, herzzerreißende und erstklassige Filme präsentiert und wird dies wohl auch in Zukunft noch ein paar Mal machen. Einer der erfolgreichen und großen Animationsfilme der letzten Jahre war auch der Film "Cars", der sich rund um das Rennauto Lightning McQueen drehte, der unbeabsichtigt auf einmal im Wüstenkaff Radiator Springs landete. Nach "Toy Story" ist dies der zweite Film, von dem man eine Fortsetzung in Auftrag gab. In den darauf folgenden Jahren setzte "Pixar" mit "Cars 2", "Die Monster Uni" und "Findet Dorie" auf Fortsetzungen.

Prinzessin Merida, turbulenter Rotschopf und schottische Königin in spe, ist ein echter Wildfang – ganz zum Leidwesen ihrer Mutter, Königin Elinor, die vergeblich versucht, ihre Tochter zu einer vornehmen Dame zu erziehen. Schließlich soll Merida schon bald eine vorteilhafte Ehe im Königreich eingehen, wie es die Tradition gebietet. "Merida – Legende der Highlands" ist der neueste Streich der kalifornischen Pixar-Animation-Studios, die in den letzten 27 Jahren durch Welterfolge wie "Toy Story", "Findet Nemo" oder "Oben" internationale Anerkennung gewinnen konnten und das Animationsgenre grundlegend revolutionierten.

Viele Jahre vor den Ereignissen in "Die Monster AG" haben sich Mike und Sullivan auf eher ungewöhnliche Art und Weise an der Monster Universität kennengelernt. Im Kampf um die rar gesäten Plätze im Erschreckerprogramm und die Mitgliedschaft in der besten Studentenverbindung sind sich die beiden zu Beginn alles andere als freundlich gesinnt. "Die Monster Uni" erzählt zwölf Jahre nach dem Erscheinen von "Die Monster AG" die Vorgeschichte unserer Lieblingsmonster Mike und Sullivan.

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Riley ist ein ganz gewöhnliches Leben, das gemeinsam mit ihren Eltern in eine neue Stadt zieht. Sie durchlebt allerlei Gefühlslagen, die sich in ihrem Gehirn abspielen. Da gibt es Angst, Wut, Kummer, Ekel und dann gibt es noch Freude – die immer gut gelaunte Anführerin in Rileys Kopf. Gemeinsam steuern sie das Leben ihres elfjährigen Mädchens und sorgen dafür, dass es ihr immer gut geht. Wie bereits "Oben" wollte "Pixar" erneut ernsthaftere Töne mit seinen Filmen anschlagen und so kam es gelegen, dass Regisseur Pete Docter berichtete, wie er als Kind nach dem Umzug seiner Familie emotional litt, da er sich nicht gut in der neuen Situation einleben konnte. Man gab sich besonders viel Mühe, die Emotionen und ihre Charaktere lebensnah darzustellen.

"Arlo und Spot" spielt in einem Land vor unserer Zeit – beziehungsweise in einer parallelen Zeit, in der die Dinosaurier nicht durch einen riesigen Meteoriten ausgerottet wurden, sondern verschont geblieben sind. Arlo ist das kleinste von drei Dinosaurierkindern und mit Abstand das tollpatschigste. Seine furchtbare Angst vor allem, was er nicht kennt (oder im Falle der Hühner, die er jeden Tag füttern muss, auch vor dem, was er kennt), hält ihn davon ab, die Welt um sich herum richtig wahrnehmen und erforschen zu können.

13 Jahre nach dem Kinoerfolg von "Findet Nemo" kommt mit "Findet Dorie" endlich das heißersehnte Sequel ins Kino. Die Abenteuer von "Findet Nemo" hinter sich gelassen, fragt sich Dorie, wer und wo eigentlich ihre Eltern sind. Denn auch wenn sie immer noch sehr vergesslich ist, so weiß sie dennoch, dass sie doch irgendwo hergekommen sein muss.

Lightning McQueen hat sich einen Ruf als Rennlegende zugelegt und gilt nun schon zu den Alten auf der Rennstrecke. Als dann eine neue Generation in das Geschäft drängt, die auch das Interesse hat, Lightning und seine Freunde zu verdrängen, bleibt nur ein Ziel: den Piston Cup zu gewinnen.

Coco – Lebendiger als das Leben! Miguel (Anthony Gonzalez) ist anders als der Rest seiner Familie. Er lebt für die Musik und ist passionierter Gitarrenspieler wie sein großes Vorbild Ernesto de la Cruz (Benjamin Bratt). Doch in seiner Familie ist Musik seit Generationen verboten. Die Idee zum Film kam 2010 auf und um Recherchen anzustellen suchten die Filmemacher daraufhin mehrmals Landstriche in Mexiko auf, um sich mit den Traditionen der Einheimischen vertraut zu machen.

Durch den großen Schaden, den der Kampf der Familie Parr gegen den 'Tunnelgräber' verursacht hat, wird das Programm gestrichen, was die Superhelden finanziell unterstützt hat. Das Leben der Parrs ändert sich beträchtlich, bis Winston Deavor auftaucht, der sie finanzieren will, weil er ein großer Fan von Superhelden sei. Brad Bird, der Regisseur des ersten Films, hatte zwar schon früh Ideen, hat die Entwicklung aber immer weiter hinausgezögert, denn er wollte, dass der zweite Teil besser würde als der erste.

Cowboy Woody und seine Freunde leben bei Bonnie, die aber zunehmend mit anderen Sachen spielt, so dass sie im Schrank landen. Er bekommt aber mit, dass sich das Mädchen fürchtet und begleitet es in die Vorschile, wo sie gemeinsam ein Spielzeug namens Forky basteln, das komplett aus Abfall besteht. Der Film ist bereits die vierte Ausgabe der Welt von "Toy Story" und hat sogar beim Einspielergebnis "Toy Story 3" übertroffen.

Früher war die Welt voller Magie, doch mit dem enormen Fortschritt der Technologie wurde sie obselet und irgendwann regelrecht vergessen. Ian ist ein Elf im Teenageralter, der mit mangelndem Selbstvertrauen zu kämpfen hat, ganz im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Barley, der immer voller Elan übersprüht. Am 16. Geburtstag von Ian bekommt er von seiner Mutter einen magischen Stab geschenkt und dieser scheint den Vater für einen Tag wiederbeleben zu können.

Joe war ein hoffnungsvoller Jazz-Musiker, doch sein Leben hat nicht die gewünschte Richtung eingeschlagen. Inzwischen ist er Lehrer einer Schulband und führt ein eintöniges Leben. "Soul" ist für Disney/Pixar ein wahrlich ungewöhnlicher Animationsfilm, aber einer mit einer Botschaft, die umso lauter wahrzunehmen ist.

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