Schmerzen sind eine komplexe Sinneswahrnehmung und dienen im Normalfall als Warnsignal. Bei chronischen Schmerzen hat sich diese Warnfunktion jedoch verloren. In solchen Fällen kann eine gezielte Schmerztherapie helfen, die gereizten Nerven zu beruhigen und die Lebensqualität zu verbessern. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, sind Injektionen, die direkt an der Stelle, an der die Schmerzen entstehen, platziert werden.
Ursachen gereizter Nerven
Gereizte Nerven können verschiedene Ursachen haben. Häufige Auslöser sind:
- Bandscheibenvorfälle: Hierbei drückt der Gallertkern der Bandscheibe auf die Nervenwurzel, was zu Schmerzen, Taubheitsgefühl und Lähmungen führen kann. Der hervor gebrochene Gallerkern drückt dann auf die Nervenwurzel oder den Spinalnerven. Im Bereich der Lendenwirbelsäule kann dies zu Schmerzen, Taubheitsgefühl in den Beinen und Lähmungen führen.
- Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule (Spondylarthrose oder Spondylose): Verschleißerscheinungen können zu knöchernen Anbauten führen, die die Nervenwurzeln einengen. Durch Verschleiß entstehen z. B. Nervenwurzeln.
- Wirbelsäulenfehlstellungen: Eine Fehlstellung der Wirbelsäule kann dazu führen, dass die Nerven im Wirbelkanal bedrängt werden. Wirbelsäulenfehlstellung kommen in Frage.
- Tumore: Sowohl gutartige als auch bösartige Tumore können auf die Nervenwurzeln drücken. Beispiele sind Chondrosarkome und Osteosarkome. Allerdings Metastasen anderer Malignome zu Verengungen im Bereich von Nervenwurzeln.
- Hämatome: Blutergüsse im Wirbelkanal können so groß werden, dass sie auf Nervenwurzeln drücken. Hämatome: Blutergüsse im Wirbelkanal können so groß werden, dass sie auf Nervenwurzeln drücken.
- Infektionen: In seltenen Fällen können Infektionskrankheiten die Nervenwurzeln direkt bedrohen. B. Infektionskrankheiten: Nervenwurzeln werden auch direkt durch Infektionskrankheiten bedroht.
Radikulopathie: Wenn die Nervenwurzel gereizt ist
Eine häufige Folge gereizter Nerven ist die Radikulopathie. Bei einer Radikulopathie wird eine Nervenwurzel des Rückenmarks gereizt oder geschädigt. Radikulopathien (von lat. radix „Wurzel“, griech. Spinalnerven betreffen. Diese Nervenwurzeln stammen aus dem Rückenmark, das aus 31 Segmenten besteht. dieser Segmente entspringen rechts und links je eine vordere und eine hintere Nervenwurzel. verbinden sich noch im Wirbelkanal und verlassen diesen als Spinalnerv durch das Zwischenwirbelloch. Einklemmung oder Entzündung können die Nervenwurzel reizen oder schädigen. Je nachdem, welche Nervenwurzeln betroffen sind, kommt es zu Beschwerden. Je nachdem, welche Nervenwurzel betroffen ist, kommt es zu Schmerzen, Missempfindungen oder neurologischen Ausfällen. Die Ursachen für eine Radikulopathie sind vielfältig und reichen vom Bandscheibenprolaps bis zu Wirbelsäulentumoren. Radikulopathie gibt es viele. Sie reichen vom Bandscheibenprolaps bis zu Wirbelsäulentumoren.
Symptome einer Radikulopathie
Die Symptome einer Radikulopathie hängen davon ab, welche Nervenwurzel betroffen ist. Typische Beschwerden sind:
- Radikuläre Schmerzen: Diese Schmerzen entstehen durch Reizung, Druck oder Schädigung von Nervenwurzeln und strahlen typischerweise entlang des Versorgungsgebietes (Dermatom) des Spinalnervs aus. Radikuläre Schmerzen entstehen durch Reizung, Druck oder Schädigung von Nervenwurzeln. typischerweise entlang des Versorgungsgebietes (Dermatom) des Spinalnervs aus. Die Schmerzen werden oft als elektrisierend, brennend oder scharf beschrieben. elektrisierend, brennend oder scharf.
- Sensibilitätsstörungen: Taubheitsgefühl oder Missempfindungen können ebenfalls auftreten. von der Haut und aus dem Körperinneren zum Gehirn leiten. Taubheitsgefühl oder Missempfindungen.
- Motorische Störungen: In manchen Fällen kann es zu Muskelschwäche oder sogar Lähmungen kommen. so sind vor allem motorische Störungen die Folge.
- Schmerzen im Nacken, Schulter, Arm und Hand: Bei einer zervikalen Radikulopathie, die Nervenwurzeln der Halswirbelsäule betrifft, können Schmerzen in diesen Bereichen auftreten. Bei der zervikalen Radikulopathie ist eine Nervenwurzel der Halswirbelsäule gereizt. Nackenschmerzen, die auch in die Schulter und den Arm ausstrahlen können. Nicht immer bleibt es dabei. empfinden die Patienten auch Taubheitsgefühle oder Kribbeln bis in die Fingerspitzen. Die Beschwerden breiten sich dabei typischerweise entlang der sogenannten Dermatome aus.
- Rückenschmerzen und Schmerzen im Brustkorb oder der Körpermitte: Bei einer thorakalen Radikulopathie, die Nervenwurzeln im Bereich der Brustwirbelsäule betrifft, können diese Symptome auftreten. Bei der thorakalen Radikulopathie sind Nervenwurzeln im Bereich der Brustwirbelsäule betroffen. Spinalnerven sind Th1 bis Th12. Die thorakale Radikulopathie ist eher selten. Rückenschmerzen und/oder Schmerzen im Bereich des Brustkorbs und der Körpermitte. Missempfindungen um den Brustkorb/Bauch herum.
- Schmerzen, Taubheitsgefühl und Lähmungen in den Beinen: Bei einer lumbalen Radikulopathie, die Nervenwurzeln der Lendenwirbelsäule betrifft, können diese Symptome auftreten. Im Bereich der Lendenwirbelsäule kann dies zu Schmerzen, Taubheitsgefühl in den Beinen und Lähmungen führen.
Diagnose einer Radikulopathie
Um eine Radikulopathie zu diagnostizieren, führt der Arzt zunächst eine körperliche Untersuchung durch. Dabei werden u. a. die Reflexe, die Sensibilität und die Beweglichkeit geprüft. Hinweise auf das Vorliegen einer Radikulopathie und ihre Lokalisation. und Beweglichkeit, Sensibilität und Reflexe geprüft, um die Höhe der Nervenwurzelreizung festzustellen. Ergänzend kommen bildgebende Verfahren wie MRT oder CT zum Einsatz, um die Ursache der Nervenreizung zu finden. Mithilfe der Bildgebung wird versucht, die Ursache und die genaue Lokalisation für die Nervenreizung zu finden. der Regel reicht dazu eine MRT oder CT des betroffenen Areals.
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Injektionsbehandlung zur Beruhigung gereizter Nerven
Eine Möglichkeit, gereizte Nerven zu beruhigen und Schmerzen zu lindern, ist die Injektionsbehandlung. Dabei werden verschiedene Medikamente direkt an die betroffene Nervenwurzel oder in den umliegenden Bereich injiziert. Die verschiedenen Injektionen, die je nach Beschwerdebild eingesetzt werden, machen die gereizten Nerven unempfindlich.
Arten von Injektionen
- Periradikuläre Injektion (PRT): Bei dieser Methode wird ein Lokalanästhetikum, oft in Kombination mit Kortison, direkt an die betroffene Nervenwurzel gespritzt. Wenn ein Nerv durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Verengung im Wirbelkanal gereizt wird, können Schmerzen ins Bein oder den Arm ausstrahlen. In der PRT - der periradikulären Infiltrationstherapie - bringen wir das Medikament gezielt an die betroffene Nervenwurzel. Das geschieht unter CT-Steuerung. Rückenschmerzen, besonders wenn sie in die Beine oder Arme ausstrahlen, können durch gereizte Nervenwurzeln entstehen, oft als Folge von Bandscheibenvorfällen oder degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule. Die periradikuläre Injektion ist eine minimal-invasive Therapieform, die direkt an der Nervenwurzel wirkt. Dabei wird unter bildgebender Kontrolle (bei uns unter Ultraschallkontrolle) ein lokales Betäubungsmittel, oft in Kombination mit entzündungshemmenden Medikamenten (Kortison), an den betroffenen Nerv gespritzt. PRT ist besonders sinnvoll bei Patienten mit chronischen Rückenbeschwerden, Ischialgien, Nervenwurzelreizungen durch Bandscheibenvorfälle oder bei Arthrose der kleinen Wirbelgelenke.
- Epidurale Injektion: Hierbei wird das Medikament in den Epiduralraum, also den Raum zwischen Wirbelkanal und Rückenmarkshaut, injiziert. Diese Form der Infiltration wenden wir bei ausgeprägten Rückenschmerzen an, zum Beispiel bei Spinalkanalstenose. Dabei spritzen wir das Medikament in den sogenannten Epiduralraum - also in die Nähe des Rückenmarks. Bei einigen chronischen muskulo-skelettalen Erkrankungen ist mit physiotherapeutischen und pharmakologischen Maßnahmen oder Injektionen an die kleinen Wirbelgelenke kein ausreichender Erfolg zu erzielen. Verengungen des Wirbelkanales oder Bandscheibenvorfälle bzw. In diesen Fällen führen wir eine epidurale Injektionstherapie durch.
- Facettengelenksinjektion: Diese Injektionen werden bei Arthrose der kleinen Wirbelgelenke eingesetzt, um die Schmerzen zu lindern. Facettengelenksinjektionen, Periradikuläre Injektionen (PRT) und Plasma-Therapie (PRP)Wenn die konservativen Therapiemaßnahmen nicht mehr greifen, kommen als nächste Stufe radiologisch gezielte Injektionen an die entzündeten und gereizten Rückenmarksnerven, in den entzündeten Rückenmarkskanal oder an den entzündeten Wirbelgelenken zum Einsatz.
- Injektion in das Wirbelgelenk und die Gelenkkapsel: u.a. Injektion in das betroffene Wirbelgelenk und die Gelenkkapsel.
Wirkstoffe
Bei Injektionsbehandlungen kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz:
- Lokalanästhetika: Diese Betäubungsmittel blockieren die Schmerzleitung und sorgen so für eine sofortige Schmerzlinderung. Die Spritze wird Ihre Nervenwurzel durch ein örtlich wirkendes Betäubungsmittel (z. B. Mepivacain) zunächst beruhigen, so dass der Schmerz reduziert wird.
- Kortison: Kortison wirkt entzündungshemmend und kann so die Reizung der Nervenwurzel reduzieren. Dieser Wirkstoff, z.T. hemmt die Entzündung und blockiert die Weitergabe von Schmerzsignalen. Bei einem Bandscheibenvorfall wird durch die Spritze auch eine Schrumpfung der Bandscheibe erreicht. Die hierzu verwendeten Medikamente sind in der Regel eine Mischung aus Kochsalzlösung und Kortison. Die lokale Verwendung von Kortison geht nicht mit den sonst geläufigen, ausgeprägten Nebenwirkungen einher. Es gibt kein besseres Medikament zur Abschwellung.
Ablauf einer Injektionsbehandlung
Vor der Injektion erfolgt eine ausführliche Untersuchung und Beratung durch den Arzt. Um die Injektion präzise zu platzieren, werden bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT eingesetzt. sicheren Orientierung dienen uns anatomische Punkte und Röntgenbilder. Zur genauen Lokalisierung des Zielortes werden oft Röntgenstrahlen und Computertomografie verwendet, wodurch der Eindruck erweckt wird, daß diese Maßnahmen der Genauigkeit dienen, was keineswegs der Fall ist, weil Anästhesisten das Verfahren in jahrelanger Ausbildung im OP-Einsatz erlernen und ausüben ohne auch nur einen einzigen Einsatz von radiologischer Bildgebung, allein durch Ertasten anatomischer Landmarken. Die Injektion selbst dauert nur wenige Minuten. Nach der Behandlung sollte sich der Patient für eine gewisse Zeit ausruhen. Nach einer Injektion sollte der Patient in jedem Fall für mindestens eine Viertelstunde den Würfel nutzen. Die Wirbelsäule wird entlastet, der Raum für die Bandscheiben wird wieder etwas größer. Auch im Laufe des Tages sollten Sie in den Ruhezeiten öfter die Würfellage einnehmen.
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
Wie bei allen medizinischen Eingriffen können auch bei Injektionsbehandlungen Risiken und Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören:
- Infektionen
- Blutungen
- Nervenschäden
- Allergische Reaktionen
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Neben der Injektionsbehandlung gibt es noch weitere Möglichkeiten, gereizte Nerven zu beruhigen und Schmerzen zu lindern. Dazu gehören:
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- Medikamentöse Therapie: Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente können helfen, die Beschwerden zu lindern. Zu den konservativen Verfahren gehört die Einnahme von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten, z. nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac. verordnen die Ärzte vorübergehend auch Opioide.
- Physiotherapie: Krankengymnastik und andere physiotherapeutische Maßnahmen können die Muskulatur stärken und die Beweglichkeit verbessern. Je nach Ursache können physiotherapeutische Behandlungen helfen, z. B. mit Kälte oder Wärme. Krankengymnastik dehnt und stärkt die Muskulatur und lindert dadurch die Schmerzen.
- Psychotherapie: Bei chronischen Schmerzen kann eine psychotherapeutische Behandlung helfen, den Umgang mit den Schmerzen zu erlernen. Bei chronischen Verläufen raten die Leitlinien zu psychotherapeutischer Unterstützung (z. B. Verhaltenstherapien) oder zur Verordnung von Antidepressiva.
- Operation: In manchen Fällen ist eine Operation notwendig, um die Ursache der Nervenreizung zu beseitigen. operativen Eingriff wiederherstellen. Ziel der Operation ist die Dekompression der beengten Nervenwurzel. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Entfernung von störendem Gewebe den Druck von der komprimierten Nervenwurzel nimmt. ein spezielles Mikroskop und feinste Instrumente über einen kleinen Zugang in den Wirbelkanal ein. In manchen Fällen reicht das Abtragen von störenden Strukturen nicht aus, um die Nervenwurzel zu befreien. der Operateur sogenannte Cages als Platzhalter in das Bandscheibenfach zwischen zwei Wirbelkörpern einsetzen. hilft, zwischen den Wirbelkörpern einen ausreichenden Abstand und den Druck vom Nervengewebe zu halten.
Morton Neuralgie: Ein Beispiel für Nervenreizung im Fuß
Ein weiteres Beispiel für gereizte Nerven ist die Morton Neuralgie. Schmerzzustände im Bereich des Mittelfußes werden in der Medizin als Metatarsalgie bezeichnet. Morton Neuralgie (Morton-Neurinom) zurück: Zwischen der dritten und vierten, gelegentlich auch zwischen der zweiten und dritten Zehe hat sich ein Nervenknoten (Neurinom) gebildet. Ausgangspunkt ist eine Kompression von bestimmten Zehennerven. berufsbedingte Überbeanspruchungen der Füße ausgelöst werden. Auch passionierte Läufer haben bisweilen mit einer Morton Neuralgie zu tun. krankhaften Veränderung des Fußgewölbes, allen voran eines Spreizfußes. den Köpfchen der Mittelfußknochen verlaufen, durch die permanente Druckbelastung regelrecht unter den Knochen gedrückt werden. Typisch für eine Morton Neuralgie sind heftige brennende oder stechende Schmerzen zwischen den Zehen nach einem ausgiebigen Fußmarsch, langem Stehen oder Barfußlaufen auf hartem Boden. kommt zu einschießenden elektrisierenden oder krampfartigen Schmerzen im Mittelfuß. genügend weite Schuhe zu tragen. Gelegentlich lassen sich auch mit Injektionen gute Erfolge erzielen. so den „gereizten“ Nerv zu beruhigen. Zeigen diese Maßnahmen keinen Erfolg, lässt sich eine vollständige Beschwerdefreiheit langfristig nur mithilfe eines operativen Eingriffs erzielen. entfernt. Die Fußsohle, die das gesamte Körpergewicht trägt, bleibt intakt, sodass die Patienten praktisch sofort wieder gehen können. speziellen Vorfuß-Entlastungsschuh tragen.
Behandlung der Morton Neuralgie
Neben dem Tragen von weiten Schuhen und der Vermeidung von Überbeanspruchung können auch Injektionen mit Kortison oder Lokalanästhetika helfen, die Schmerzen zu lindern. Gelegentlich lassen sich auch mit Injektionen gute Erfolge erzielen. so den „gereizten“ Nerv zu beruhigen. In manchen Fällen ist jedoch eine Operation erforderlich, um den Nervenknoten zu entfernen. Zeigen diese Maßnahmen keinen Erfolg, lässt sich eine vollständige Beschwerdefreiheit langfristig nur mithilfe eines operativen Eingriffs erzielen. entfernt.
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