Das Gesundheitszentrum Wetterau bietet im Bereich der Neurologie eine umfassende und patientenzentrierte Versorgung. Im Mittelpunkt steht der Mensch als Ganzes, nicht nur ein einzelnes Organ oder Körperteil. Die Praxen zeichnen sich durch Zugewandtheit, persönliche Betreuung und professionelle Expertise aus.
Ärztliche Versorgung und Sprechzeiten
Die neurologischen Praxen im Gesundheitszentrum Wetterau sind bestrebt, ihren Patienten eine zeitnahe und flexible Versorgung zu bieten. Über die Feiertage hinweg sind die Praxen an bestimmten Tagen geöffnet, um die Kontinuität der Versorgung zu gewährleisten.
- Am 22./23.12. und 29./30.12. sind die Praxen von 8:30 bis 15:00 Uhr für Sie da.
- Am 2.1. sind die Praxen ebenfalls geöffnet.
Es wird darum gebeten, vereinbarte Termine, die nicht wahrgenommen werden können, rechtzeitig abzusagen, damit diese anderen Patienten zur Verfügung gestellt werden können.
Leistungsspektrum der Neurologie
Die Facharztpraxen für Neurologie im Gesundheitszentrum Wetterau decken das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Dazu gehören unter anderem:
- Multiple Sklerose
- Epilepsie
- M. Parkinson
- Myasthenia Gravis
- Karpaltunnel-Syndrom
- Bandscheibenvorfälle
- Kopfschmerzen und Migräne
- Schlaganfall-Vorsorge und -Nachsorge
- Demenzen
- Depressionen, Burn Out und Schlafstörungen
- ADHS bei Erwachsenen (Diagnostik und Behandlung)
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schlaganfallversorgung. Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die sofortige Behandlung in spezialisierten Krankenhausabteilungen ("Stroke Units") reduziert das Risiko, am Schlaganfall zu sterben oder schwer pflegebedürftig zu werden, statistisch um 31 Prozent. Die neurologischen Praxen im Gesundheitszentrum Wetterau bieten neurologische Konsiliaruntersuchungen im Bürgerhospital Friedberg und elektrophysiologische Untersuchungen für die Stroke Unit an.
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Zusätzlich zur neurologischen Expertise besteht eine enge Kooperation mit der Praxis für Psychotherapie im medizinischen Versorgungszentrum (MVZ am Hochwald), um auch begleitend auftretende seelische Probleme und Erkrankungen mitbehandeln zu können. Im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie konzentriert man sich auf die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen wie Sucht, Depressionen und Psychosen.
Diagnostische Verfahren
In den Facharztpraxen stehen moderne Geräte zur Verfügung, um neurologische Erkrankungen präzise zu diagnostizieren:
- Elektroenzephalographie (EEG): Die Ableitung von Hirnströmen von der Kopfhautoberfläche lässt Rückschlüsse auf bestimmte Funktionsstörungen des Gehirns zu. Insbesondere bei der Diagnosestellung einer Epilepsie ist dieses Verfahren hilfreich. Die Untersuchungsdauer beträgt etwa eine halbe Stunde. Das Verfahren ist nicht schmerzhaft und nebenwirkungsfrei. Die Messung der Hirnströme dient zur Diagnostik bei Kopfschmerzen, Epilepsien und Demenzen.
- Evozierte Potentiale (SEP, VEP, FAEP): Bei diesem Verfahren wird die Reaktion des Gehirns auf definierte Sinnesreize geprüft. Dabei werden akustische, optische oder leichte elektrische Reize eingesetzt, um die Strukturen des Nervensystems zu testen, die zur deren Verarbeitung notwendig sind. Diese Spezialuntersuchung kann zwischen 20 und 45 Minuten dauern und ist nebenwirkungsfrei. Bei diesen Untersuchungen wird die Funktion verschiedener Leitungsbahnen durch akustische, optische und sensible Impulse getestet. Beim MEP werden die motorischen Bahnen durch eine Reizung mit einem Magnetimpuls getestet.
- Elektromyographie und Elektroneurographie (EMG, ENG): Erkrankungen des peripheren Nervensystems erfordern gelegentlich die Messung von Nervenleitgeschwindigkeiten (durch leichte elektrische Reize an den Armen bzw. Beinen) bzw. die Untersuchung von Muskelströmen (mit sehr feinen Nadeln). Diese Spezialuntersuchung kann zwischen 20 und 90 Minuten dauern und ist nebenwirkungsfrei. Diese Untersuchungen dienen zur Funktionsprüfung der Nervenbahnen und Muskeln, z.B. bei Polyneuropathien, Bandscheibenvorfällen und Muskelerkrankungen.
- Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Arterien: Mit Hilfe der Farbduplexsonographie können die vordere und hintere Halsschlagader, aber auch die Arterien innerhalb des Schädels und das Gehirn selbst untersucht werden. Diese Spezialuntersuchung dient zumeist der Erkennung von Schlaganfallrisiken, dauert etwa 20 bis 45 Minuten und ist nebenwirkungsfrei. Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße zur Untersuchung des Schlaganfallrisikos.
- Neuropsychologische Testungen: Besteht der Verdacht auf eine Depression oder eine Störung des Gedächtnisses (Demenzerkrankung), ist gelegentlich eine neuropsychologische Testung mit Hilfe von Fragebögen sinnvoll. Diese dauern zwischen 5 und 20 Minuten.
- Weitere häufige Untersuchungsmethoden: Computertomographie und Kernspintomographie (in Kooperation mit radiologischen Praxen in der Umgebung).
Therapieangebote
Neben der Diagnostik bietet das Gesundheitszentrum Wetterau auch vielfältige Therapieangebote. Ein besonderes Angebot ist die zertifizierte Botulinumtoxintherapie. In einer Spezialsprechstunde wird die Therapie mit Botulinumtoxin u.a. bei folgenden Erkrankungen durchgeführt:
- Zervikale Dystonien (Torticollis spasmodicus)
- Chronische Migräne
- Blepharospasmus
- Kopftremor
- Spasmus hemifacialis
- Spastische Tonussteigerungen, z.B. nach Schlaganfall
- Hypersalivation (Speichelsekretion)
- Hyperhidrose
Die Praxis ist zertifiziert für die Behandlung mit Botulinumtoxin zur Behandlung spastischer Störungen und besitzt das Zertifikat für endoskopische Evaluation von Schluckstörungen.
Das Team
Das Team im Gesundheitszentrum Wetterau besteht aus erfahrenen Fachärzten und qualifiziertem Personal.
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Priv-Doz. Dr. Dr. med. habil. Florian C. Roessler:
- Geboren 1969 in Hechingen
- Studium der Physik (Diplom-Physiker) und Humanmedizin
- Promotion zum Dr. rer. medic. und Dr. med.
- Umfangreiche Forschungserfahrung in den Bereichen funktionelle Magnetresonanztomographie, sympathische Erregungsmuster des Hirnstamms, Sonothrombolyse und experimentelle Neurosonologie
- Assistenzarztjahre in verschiedenen Kliniken, unter anderem in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie der Universitätskliniken des Saarlandes und in der Neurologischen Klinik der Universitätsklinik Lübeck
- Facharzt für Neurologie auf der neurologisch-neurochirurgischen Intensivstation der Universitätsklinik Lübeck
- Oberarzt für Neurologie und Leiter der Stroke Unit und der Ultraschall-Funktionsdiagnostik des Universitätsklinikums Gießen-Marburg, Standort Gießen
Dr. med. Astrid Schöne:
- Ausbildung zur Ergotherapeutin
- Studium der Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen
- Tätigkeit an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Gießen, an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bürgerhospital Friedberg und an der neurologischen Klinik in Nidda-Bad Salzhausen
- Promotion über "Zerebrale vaskuläre Läsionen und deren Auswirkungen auf klinische Parameter des idiopathischen Parkinsonsyndroms"
- Facharztitel Neurologie
- Oberärztin für den Bereich Frührehabilitation an der neurologischen Klinik in Nidda-Bad Salzhausen
Barrierefreiheit und Erreichbarkeit
Die Praxis ist behindertengerecht ausgestattet und barrierefrei zu erreichen. Gehbehinderte Personen und Rollstuhlfahrer können vor der Praxis aussteigen, die Fahrzeuge können aber nicht vor der Praxis geparkt werden. Parkplätze stehen an der Kaiserstraße und auf dem Parkplatz an der Dieffenbachschule zur Verfügung.
Terminvereinbarung und wichtige Hinweise
Um Wartezeiten in der Praxis möglichst kurz zu halten, werden Termine ausschließlich telefonisch vergeben. Es wird darum gebeten, zum Untersuchungstermin alle medizinischen Vorunterlagen (Befunde, Arztbriefe etc.) mitzubringen. Auch medizinische Unterlagen anderer Fachrichtungen (z.B. Allgemeinmediziner, Internist) sind wichtig. Sofern Sie Medikamente nehmen, ist ein aktueller Medikamentenplan mit Name der Präparate und Dosis hilfreich. Bei Notfällen (z.B. neu aufgetretene, stärkste Schmerzen) können Sie während der Öffnungszeiten nach telefonischer Ankündigung auch sofort kommen oder Sie erhalten telefonisch einen ärztlichen Rat als Sofortmaßnahme.
Wissenschaftliche Fundierung und Evidenzbasierte Medizin
Alle in den Praxen angebotenen Diagnostik- und Therapieverfahren basieren auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung. Ihre Wirksamkeit und Sicherheit sind ohne Ausnahmen durch qualitativ hochwertige wissenschaftliche Studien belegt („Evidenzbasierte Medizin“). Zudem orientiert man sich an den aktuellen Leitlinien. Durch die regelmäßigen Besuche von Fachkongressen, das kontinuierliche Studium der wissenschaftlichen Fachliteratur und zahlreiche eigene Forschungsprojekte am Universitätsklinikum Gießen und in der Kerckhoff-Klinik halten sich die Ärzte stets auf dem aktuellen Kenntnisstand.
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