Hassenstein-Bildgebung, Auge und Gehirn: Einblick in die Neuroophthalmologie

Die Neuroophthalmologie ist ein anspruchsvolles Gebiet der Augenheilkunde, das die komplexen Verbindungen zwischen Auge und Gehirn untersucht. Bildgebende Verfahren spielen dabei eine entscheidende Rolle, um Erkrankungen zu diagnostizieren und zu verstehen, wie sie die Sehbahn beeinflussen. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte der Neuroophthalmologie, von der Bildgebung bis hin zu spezifischen Erkrankungen und Behandlungsansätzen.

Experten in der Augenheilkunde

Mehrere Experten tragen durch ihre Forschung und klinische Tätigkeit zur Weiterentwicklung der Augenheilkunde bei. Einige von ihnen werden hier kurz vorgestellt:

  • Prof. Dr. Martina Herwig-Carl: Eine international angesehene Spezialistin für Ophthalmopathologie und Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts. Sie ist Oberärztin an der Universitätsaugenklinik Bonn und widmet sich der klinischen und chirurgischen Versorgung von Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts, einschließlich der Lid- und Hornhautchirurgie.

  • PD Dr. Olga Furashova: Stellvertretende Chefärztin und leitende Oberärztin an der Augenklinik des Klinikums Chemnitz. Ihr Schwerpunkt liegt unter anderem auf Netzhautablösungen.

  • Prof. Dr. Armin Wolf: Seit 2020 leitet Prof. Dr. Armin Wolf die Universitätsaugenklinik in Ulm. Der international anerkannte Netzhautchirurg verfügt über besondere Expertise in der Behandlung komplexer Fälle, wie etwa schwere Augenverletzungen.

    Lesen Sie auch: Einblick in aktuelle Bildgebungstechnologien

  • Dr. Justus Letzel, FEBO: Nach seiner Facharztausbildung an der Universitätsaugenklinik Leipzig arbeitet Dr. Justus Letzel, FEBO, jetzt in der Augenarztpraxis Muldenblick im sächsischen Grimma.

  • Dr. Seleman Bedar: Ärztlicher Leiter des Augenzentrums Siegburg. Seine Schwerpunkte liegen auf der Katarakt- und Glaukomchirurgie sowie Diagnostik und Therapie von Netzhaut- und Makulaerkrankungen. Sein besonderes Interesse gilt innovativen Technologien wie MIGS und der FEMTO-Laser assistierten Kataraktchirurgie.

  • Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch: Hat seit Oktober 2020 die Professur für Glaukomerkrankungen an der Medizinischen Fakultät und dem Zentrum für Augenheilkunde der Universitätsklinik Köln inne. Hier leitet sie auch die Arbeitsgruppe Experimentelles Glaukom.

  • Prof. Dr. Carl Erb: Leitender Arzt der Augenklinik am Wittenbergplatz, Berlin, und Gründungsdirektor des Privatinstituts für Angewandte Augenheilkunde Berlin. Außerdem ist er Gutachter für mehrere Fachzeitschriften. Sein Forschungsportfolio umfasst die Diagnose und Behandlung des Glaukoms, Glaukomchirurgie, okuläre Mikrozirkulation, Farbsehen und Perimetrie.

  • Prof. Dr. Robert Patrick Finger: Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Mannheim und koordiniert das TOFU-Register, ein europaweites Register für Patienten mit nicht-infektiöser Uveitis des hinteren Augensegmentes.

    Lesen Sie auch: Innovative Bildgebung bei Parkinson

  • PD Dr. Hyeck-Soo Son: Leitet an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg die Refraktive Chirurgie und ist stellvertretender ärztlicher Leiter der LIONS-Hornhautbank.

  • Prof. Dr. Boris Stanzel: Geschäftsführender Oberarzt und Sektionsleiter des Makulazentrums an der Augenklinik Sulzbach. Zu seinen Schwerpunkten zählt die Netzhautforschung, insbesondere zur trockenen AMD.

  • Univ.-Prof. Dr. Michael Amon: Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie in Wien und gilt als einer der führenden Augenchirurgen mit Schwerpunkt auf der Katarakt-Chirurgie.

  • Prof. Dr. Anja Liekfeld: Chefärztin der Augenklinik am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, liegen in der Katarakt- und der refraktiven Chirurgie.

  • Prof. Dr. Hakan Kaymak: Leitet an der Universität des Saarlandes das erste Studienzentrum in Deutschland, das sich schwerpunktmäßig mit der Prävention und Therapie der Myopie beschäftigt.

    Lesen Sie auch: Alzheimer: Bildgebung zur Verlaufskontrolle

  • Prof. Dr. Sabine Aisenbrey: Chefärztin der Augenheilkunde am Vivantes Klinikum Neukölln. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen den Zellersatz bei altersbedingter Makuladegeneration.

  • Prof. Dr. Katrin Wacker: Niedergelassene Augenärztin in Herbolzheim und leitet eine Forschungsgruppe am Universitätsklinikum Freiburg. Ihr wissenschaftlicher Fokus liegt auf Hornhauterkrankungen, insbesondere der Fuchs-Endotheldystrophie.

  • Prof. Dr. Marius Ueffing: Direktor des Forschungsinstituts für Augenheilkunde der Universität Tübingen. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Entschlüsselung der Ursachen von Erkrankungen der Netzhaut.

  • Prof. Dr. Stephanie Joachim: Leitet das Experimental Eye Research Institute an der Ruhr-Universität Bochum. Im Interview erläutert sie ihre Forschung zu Pathomechanismen des Glaukoms.

  • Prof. Dr. Focke Ziemssen: Leitet seit 2021 die Universitätsaugenklinik Leipzig. Einer der Schwerpunkte seiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeit sind die Auswirkungen von Diabetes auf das Auge.

  • Prof. Dr. Karl-Wilhelm Koch: Direktor des Departments für Neurowissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich u. a. mit den molekularen Mechanismen der zellulären Signaltransduktion.

  • Prof. Dr. Diana Pauly: Professorin für Experimentelle Ophthalmologie an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Forschung widmet sich der Rolle des Komplementsystems bei Augenerkrankungen, insbesondere der altersbedingten Makuladegeneration (AMD).

  • Prof. Dr. Achim Göpferich: Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie an der Universität Regensburg, gibt Einblicke in sein preisgekröntes Forschungsprojekt zur Frühgeborenenretinopathie und erklärt, w…

Diese Experten und viele andere tragen dazu bei, das Verständnis von Augenerkrankungen zu verbessern und innovative Behandlungsmethoden zu entwickeln.

Die Bedeutung der Bildgebung in der Neuroophthalmologie

Die Neuroophthalmologie befasst sich mit Erkrankungen des Sehnervs, der Augenbewegungen und der Pupillenreaktionen, die auf neurologische Probleme hinweisen können. Bildgebende Verfahren sind unerlässlich, um diese Erkrankungen zu diagnostizieren und zu überwachen.

Hassenstein-Bildgebung

Obwohl der Begriff "Hassenstein-Bildgebung" im Kontext der Neuroophthalmologie nicht direkt erwähnt wird, ist es wichtig, die Rolle der Bildgebung bei der Untersuchung des Auges und seiner Verbindung zum Gehirn zu verstehen. Verschiedene bildgebende Verfahren werden eingesetzt, um die Strukturen des Auges, des Sehnervs und des Gehirns zu visualisieren.

Optische Kohärenztomographie (OCT)

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren, das hochauflösende Querschnittsbilder der Netzhaut liefert. Es wird häufig verwendet, um Erkrankungen wie Glaukom, altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und diabetische Retinopathie zu diagnostizieren und zu überwachen. In der Neuroophthalmologie kann die OCT verwendet werden, um den Sehnervenkopf und die Nervenfaserschicht zu beurteilen, was bei der Diagnose von Sehnervenerkrankungen wie Optikusneuritis und Papillenödem hilfreich ist.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein weiteres wichtiges bildgebendes Verfahren in der Neuroophthalmologie. Sie liefert detaillierte Bilder des Gehirns und der Augenhöhlen. Die MRT kann verwendet werden, um Tumore, Entzündungen und andere Anomalien zu erkennen, die die Sehbahn beeinträchtigen können. Sie ist besonders nützlich bei der Diagnose von Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Schlaganfall und Hirntumoren.

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist ein weiteres bildgebendes Verfahren, das in der Neuroophthalmologie eingesetzt werden kann. Sie ist besonders nützlich bei der Beurteilung von Knochenstrukturen und kann bei der Diagnose von Frakturen oder anderen Anomalien der Augenhöhle hilfreich sein.

Häufige neuroophthalmologische Erkrankungen

Die Neuroophthalmologie umfasst ein breites Spektrum von Erkrankungen, die das Sehvermögen beeinträchtigen können. Einige der häufigsten Erkrankungen sind:

  • Optikusneuritis: Eine Entzündung des Sehnervs, die zu Sehverlust, Schmerzen bei Augenbewegungen und Farbsehstörungen führen kann. Sie ist häufig mit Multipler Sklerose verbunden.

  • Papillenödem: Eine Schwellung des Sehnervenkopfes, die durch erhöhten Hirndruck verursacht werden kann.

  • Gesichtsfelddefekte: Ausfälle im Gesichtsfeld, die durch Schädigungen der Sehbahn im Gehirn verursacht werden können.

  • Doppelbilder: Können durch Probleme mit den Muskeln, die die Augenbewegung steuern, oder durch neurologische Erkrankungen verursacht werden.

  • Pupillenstörungen: Anomalien der Pupillenreaktion, die auf neurologische Probleme hinweisen können.

Innovative Technologien und Behandlungsansätze

Die Augenheilkunde entwickelt sich ständig weiter, und es gibt viele innovative Technologien und Behandlungsansätze, die das Potenzial haben, die Versorgung von Patienten mit Augenerkrankungen zu verbessern.

Künstliche Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde

Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend in der Augenheilkunde eingesetzt, um die Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen zu verbessern. KI-Systeme können auf OCT- und Fundusbildern krankhafte Veränderungen oft schon erkennen, bevor Symptome auftreten. Dies kann zu einer früheren Diagnose und Behandlung führen, was das Sehvermögen der Patienten verbessern kann.

Nanotherapien in der Augenheilkunde

Nanotherapien bieten neue Ansätze für die Behandlung schwerer Augenerkrankungen. Prof. Dr. Achim Göpferich, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie an der Universität Regensburg, gibt Einblicke in sein preisgekröntes Forschungsprojekt zur Frühgeborenenretinopathie.

Gen-Editierung

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Bence György und Botond Roska vom Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB) entwickelte eine hocheffiziente Gen-Editierung Technologie namens Base Editing, die Morbus Stargardt therapieren könnte.

IVOM-Therapie

Die intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM) ist eine gängige Behandlungsmethode bei verschiedenen Netzhauterkrankungen, insbesondere bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und dem diabetischen Makulaödem (DMÖ). Dabei werden Medikamente direkt in den Glaskörper des Auges injiziert, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder aufzuhalten.

Dr. Pankaj Singh vom Universitätsklinikum Frankfurt/M gibt Einblicke zu Diagnostik, Patienten-Compliance, Anti-VEGF-Ansprechraten und Rolle von Steroiden bei der IVOM-Therapie beim diabetischen Makulaödem.

Operative Eingriffe

  • Katarakt- und Glaukomchirurgie: Dr. Seleman Bedar, ärztlicher Leiter des Augenzentrums Siegburg, ist Experte für Katarakt- und Glaukomchirurgie. Rund 15 Prozent der Katarakt-Patienten leiden auch an einem Glaukom. Doch lassen sich beide Erkrankungen in einer einzigen, kombinierten Operation effektiv behandeln.

  • Netzhautchirurgie nach Augenverletzungen: Prof. Dr. Armin Wolf, Leiter der Universitätsaugenklinik in Ulm, verfügt über besondere Expertise in der Behandlung komplexer Fälle, wie etwa schwere Augenverletzungen.

  • Phako-Training: Jakob von Below und Dr. Justus Letzel (Augenarztpraxis Muldenblick, Grimma) haben ihr Phako-Training in Kairo absolviert.

  • Keratoplastie: PD Dr. Hyeck-Soo Son leitet an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg die Refraktive Chirurgie und ist stellvertretender ärztlicher Leiter der LIONS-Hornhautbank.

Prävention von Myopie

Weltweit steigt die Prävalenz der Myopie - umso drängender ist eine effektive Prävention. An der Universität des Saarlandes leitet Prof. Dr. Hakan Kaymak das erste Studienzentrum in Deutschland, das sich schwerpunktmäßig mit der Prävention und Therapie der Myopie beschäftigt.

Optische Rehabilitation mit Freiform-Sklerallinsen

Simon Jäkel, M. Sc. Vision Science and Business (Optometry), erklärt, warum Patienten mit komplexen Hornhautpathologien von individuell berechneten Freiform‑Sklerallinsen deutlich profitieren.

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Die Augenheilkunde steht vor großen Herausforderungen, darunter der demografische Wandel, die Ambulantisierung und der Fachkräftemangel. Es ist wichtig, dass die Versorgung unter diesen Bedingungen zukunftsfähig bleibt.

Frauen in der Ophthalmologie

OP-Tische und Führungspositionen an Augenkliniken sind noch immer überwiegend Männern vorbehalten. Prof. Dr. Anja Liekfeld, Chefärztin der Augenklinik am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam und Mitbegründerin von „Die Augenchirurginnen“ berichtet über die Arbeit dieses Netzwerks und nennt konkreten Schritte, um Karrierechancen von Frauen in der Augenheilkunde zu verbessern.

Klimawandel und Augengesundheit

Mehr Sonne, mehr Risiko: Wie der Klimawandel den Augen schadet.

Ambulantisierung, Fachkräftemangel, Weiterbildung

Wie kann die Versorgung unter diesen Bedingungen zukunftsfähig bleiben?

tags: #hassenstein #bildgebung #auge #gehirn #neuroophthalmologie