Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal ist ein bedeutendes akademisches Lehrkrankenhaus. Die Neurologie des Klinikums wird in öffentlichen Bewertungen unterschiedlich wahrgenommen. Dieser Artikel analysiert die vorhandenen Bewertungen, um ein umfassendes Bild der Stärken und Schwächen der neurologischen Abteilung zu zeichnen.
Vielfalt der Erfahrungen
Die vorliegenden Bewertungen der Neurologie im Helios Universitätsklinikum Wuppertal zeigen ein heterogenes Bild. Einige Patienten berichten von positiven Erfahrungen, während andere erhebliche Kritik äußern. Es ist wichtig, diese unterschiedlichen Perspektiven zu berücksichtigen, um eine ausgewogene Bewertung zu erhalten.
Kritikpunkte in den Bewertungen
Einige Patienten berichten von erheblichen Mängeln in der Organisation und Kommunikation innerhalb der Klinik. Lange Wartezeiten, unzureichende Informationen und mangelnde Koordination zwischen den Ärzten werden häufig genannt. Einige Beispiele:
- Ein Patient berichtete von chaotischen Abläufen und fehlenden Informationen nach der Einlieferung seiner Frau mit Verdacht auf Apoplex. Trotz seiner eigenen ärztlichen Tätigkeit und der Dringlichkeit des Falls seien neurologische Untersuchungen und CT versäumt worden.
- Ein anderer Patient schilderte, wie sein Sohn mit Verdacht auf Meningitis stundenlang ohne Decke in der Ambulanz lag, eine defekte Notfallklingel hatte und schließlich per Handy seine Eltern um Hilfe bitten musste. Die Entlassung erfolgte trotz Fieber und Kopfschmerzen, und der Transport wurde mit einem Taxi durchgeführt.
- Mehrere Patienten bemängelten die mangelhafte Kommunikation und Organisation. Es wurde berichtet, dass weder untereinander noch mit den Patienten kommuniziert werde und dass es extrem lange Wartezeiten auf ein Bett gebe.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Hygiene und Sauberkeit. Einige Patienten bemängeln die mangelhafte Reinigung der Zimmer und Sanitäranlagen, was zu hygienischen Bedenken führt.
- Ein Patient berichtete von einer "schmutzigen Klinik" mit Schimmelbefall in den Badezimmern und herumliegenden, gebrauchten Gegenständen. Die Zimmer würden nicht täglich gereinigt und die Betten nach der Entlassung zwar desinfiziert, aber dieselben, ungewaschenen Bettdecken wiederverwendet.
- Ein anderer Patient bemängelte die "miserablen hygienischen Zustände der Badezimmer" und die fehlende Gründlichkeit bei der Reinigung.
Auch die medizinische Versorgung wird von einigen Patienten kritisiert. Es wird von unzureichenden Untersuchungen, falschen Diagnosen und mangelnder Betreuung berichtet.
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- Ein Patient berichtete, dass seine kommunizierten Probleme während einer Lumbalpunktion nicht im Bericht festgehalten wurden und dass der Stationsarzt nur in Begleitung der Chefärztin zu sehen war.
- Ein anderer Patient schilderte, wie er trotz starker Schmerzen in der Notfallambulanz lange warten musste und die Risiken einer Lumbalpunktion vor anderen Patienten im Wartezimmer erklärt wurden, was einen Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht darstellt.
Positive Aspekte in den Bewertungen
Trotz der Kritik gibt es auch positive Rückmeldungen. Einige Patienten loben das Pflegepersonal für seine Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Belastbarkeit. Die Ärzte werden teilweise für ihre fachliche Kompetenz und ihr Engagement gelobt.
- Mehrere Patienten hoben die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Pflegepersonals hervor.
- Ein Patient lobte die "kompetente und sehr engagierte Betreuung" durch die Ärzte, insbesondere Oberarzt Dr. Nils Brune und Oberarzt Dr. Gerhard Haas.
- Ein anderer Patient berichtete, dass er sich im Brustzentrum Wuppertal von Anfang an in den besten Händen gefühlt habe und dass man sich immer Zeit genommen habe, um alle Fragen verständlich zu beantworten und Ängste zu nehmen.
Einige Bewertungen heben die gute Organisation und die minimalen Wartezeiten in bestimmten Bereichen der Klinik hervor. Auch die räumliche Ausstattung und das Essen werden positiv erwähnt.
- Ein Patient mit Prostatakarzinom berichtete, dass die organisatorischen Abläufe von der Erstberatung bis zur Entlassung gut strukturiert waren und die Wartezeiten minimal waren. Die räumliche Ausstattung und das Essen hätten seine Erwartungen übertroffen.
- Ein anderer Patient lobte die "äußerst angenehme und empathische Aufklärung" durch den Chefarzt bei einer ambulanten Untersuchung sowie die schmerzfreie endoskopische Untersuchung und den technisch gut ausgestatteten Aufwachraum.
Psychologische Betreuung: Ein besonderer Pluspunkt
Besonders hervorgehoben wird in mehreren Bewertungen die psychologische Betreuung durch Frau Goldas in der Schmerzklinik. Patienten berichten von ihrer Empathie, ihrem Engagement und ihrer Fähigkeit, ihnen neue Perspektiven und Lebensfreude zu vermitteln.
- Patienten lobten Frau Goldas für ihre "erfolgreiche und anspruchsvolle Gesprächstherapie", die ihnen geholfen habe, nach vorne zu blicken und ihre Schmerzen besser zu bewältigen.
- Ein Patient drückte seine Dankbarkeit dafür aus, dass Frau Goldas ihn nicht gezwungen habe, seine Meinung über seine Schmerzen zu ändern, und dass er durch ihre Hilfe gelernt habe, seine Gefühle nicht mehr zu unterdrücken.
- Mehrere Patienten betonten, dass Frau Goldas ihnen geholfen habe, Respekt, Selbstwertgefühl und Selbstdistanzierung zu entwickeln und dass sie sich bei ihr gut aufgehoben und verstanden gefühlt hätten.
Erfahrungen von PJ-Studenten
Auch PJ-Studenten (Praktisches Jahr) äußern sich positiv über ihre Erfahrungen in der Neurologie. Sie loben die enge Betreuung durch Oberärzte und Chefärzte, die Möglichkeit zum selbstständigen Arbeiten und den breiten Einblick in verschiedene neurologische Krankheitsbilder.
- Ein PJ-Student berichtete von einer "perfekten Vorbereitung für die spätere Assistenzärztinnen Zeit" und lobte die flexiblen Rotationen in die Notaufnahme und Stroke Unit. Er hob die gute Betreuung durch die Oberärzte hervor und betonte, dass selbstständiges Arbeiten möglich sei und viel Spaß gemacht habe.
- Ein anderer PJ-Student lobte die "enge Rücksprache der Fälle mit OA/OÄ/CA" und die "gute Betreuung durch die Oberärzt:innen".
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