Hermes Phettberg, der als Moderator die Gesetze des Fernsehens auf den Kopf stellte, erlitt mehrere Schlaganfälle, die sein Leben stark veränderten. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen seiner Schlaganfälle, die Folgen für sein Leben und gibt einen Einblick in seinen Umgang mit der Krankheit.
Hermes Phettberg: Vom Fernsehstar zum Pflegefall
Hermes Phettberg, geboren 1952 als Josef Fenz im österreichischen Weinviertel, war in den 1990er Jahren mit seiner "Nette Leit Show" ein bekannter Fernsehmoderator. Seine skurrile Art und Weise spaltete das Publikum, doch seine Präsenz im Fernsehen war unübersehbar. Heute hat ihm seine Krankheit fast alles genommen, außer seine große Verbündete: die Sprache.
Mögliche Ursachen der Schlaganfälle
Phettberg erlitt im Laufe seines Lebens drei Schlaganfälle. Auf die Frage, ob sich der Schlaganfall angekündigt habe, wusste Phettberg Eindrückliches zu berichten. Schon ein Jahr vor der Apoplexie habe er Blitze gespürt, „de facto explodierte dabei jedes mal ein kleines Blutgefäß“. Es seien kleine explosionsartige Einschläge gewesen, Stiche. Kleine Schauer im Kopf.
Einige Faktoren könnten zu den Schlaganfällen beigetragen haben:
Lebensstil: Phettberg führte ein ungesundes Leben. Er selbst sagte, er habe seinen Körper vernachlässigt. Knapp 30 und Bluthochdruck wie ein alter Choleriker. Unser Autor ist Mediziner, er weiß, was zu tun wäre. Aber tut: nichts.
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Gewicht: Phettberg hatte starkes Übergewicht. Er selbst sagte, er hatte kein Glück im Leben und seine einzige Droge war Essen. Er wog bald weit über 150 Kilo und schob einen riesigen Bauch vor sich her.
Vorerkrankungen: Es wird angedeutet, dass Phettberg bereits vor den Schlaganfällen gesundheitliche Probleme hatte.
Stress: Phettberg verausgabte sich und ging über seine Grenzen.
Es ist wichtig zu beachten, dass dies mögliche Faktoren sind und die genauen Ursachen der Schlaganfälle nur von Ärzten festgestellt werden können.
Folgen der Schlaganfälle
Die Schlaganfälle hatten gravierende Folgen für Phettbergs Leben. Er kann nur noch mühsam sprechen, kaum lesen und muss von Hilfskräften betreut werden. Die Schlaganfälle zwangen den heute 62-Jährigen in die Knie. Nun wie ein leerer Sack vom Körper.
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Sprachstörungen (Aphasie): Phettberg hat Schwierigkeiten, sich sprachlich auszudrücken.
Motorische Einschränkungen: Phettberg ist in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Zunächst konnte die Frau ihre rechte Körperhälfte nicht wahrnehmen und bewegen.
Psychische Belastung: Die Schlaganfälle und ihre Folgen stellen eine enorme psychische Belastung dar.
Verlust der Selbstständigkeit: Phettberg ist auf die Hilfe anderer angewiesen.
Phettbergs Umgang mit der Krankheit
Trotz der schweren Folgen versucht Phettberg, sein Leben so gut wie möglich zu meistern. Er hat eine große Verbündete: die Sprache.
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Rehabilitation: Phettberg absolvierte einen minutiös geplanten Rehabilitationsplan aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und Akupunktur.
Gewichtsverlust: 70 Kilo hat Phettberg in den letzten 12 Monaten abgenommen. Er passt in längst archivierte Hosen aus seinem persönlichen Jeans-Museum.
Akzeptanz: Phettberg scheint seine Situation akzeptiert zu haben und versucht, das Beste daraus zu machen.
Kreativität: Nach einem Monat kam Hermes wieder nach Hause, drehte einen Film mit Kurt Palm, seinem Dompteur aus Nette-Leit-Show-Zeiten. Thema des Films: Hermes Phettberg, Hauptdarsteller: Hermes Phettberg.
Schlaganfall: Eine Krankheit, die jeden treffen kann
Der Fall Hermes Phettberg zeigt, dass ein Schlaganfall jeden treffen kann, unabhängig von Alter oder sozialem Status. Es ist wichtig, die Risikofaktoren zu kennen und auf einen gesunden Lebensstil zu achten.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Karl Lauterbach will sie per Gesetz früher bekämpfen.
Bluthochdruck: Knapp 30 und Bluthochdruck wie ein alter Choleriker.
Alter: Einen Schlaganfall kann man in jedem Alter erleiden.
Ernährung: Es ist nie zu spät, sich gesund zu ernähren.
Bewegung: "Je älter man ist, desto mehr Krafttraining braucht man".
Schlaganfall-Therapie und Prävention
Die Medizin hat in den letzten Jahren große Fortschritte in der Schlaganfall-Therapie gemacht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Schlaganfall zu behandeln und die Folgen zu minimieren.
Telemedizin: Obwohl es in der Ebersberger Kreisklinik, wie in vielen kleineren Krankenhäusern, keine Neurologie gibt, können Schlaganfall-Patienten bestens versorgt werden - dank Telemedizin.
Schnelle Behandlung: "Wir müssen beim Schlaganfall so schnell wie möglich handeln - time is brain".
Individuelle Therapie: Eine gelähmte Schlaganfallpatientin kann wieder reden - dank eines Avatars und künstlicher Intelligenz. Wie funktioniert das? Und kann man jetzt Gedanken lesen?
Auch die Prävention spielt eine wichtige Rolle. Durch einen gesunden Lebensstil und die Behandlung von Risikofaktoren kann das Risiko eines Schlaganfalls deutlich gesenkt werden.
Gesundheitsforum: "Wenn das Wearable gut ausgewählt wurde, hat man einen großen Nutzen davon".
Prävention: Der Grafinger Hausarzt Othmar Gotzler hat ein Programm zur Schlaganfall-Prävention entwickelt, das nachweislich hilft.
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