Anzeichen, dass du deinem besten Freund auf die Nerven gehst

Freundschaften sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und können uns Halt, Freude und Unterstützung geben. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass wir unseren besten Freund oder unsere beste Freundin nerven, ohne es zu merken. Es ist wichtig, auf bestimmte Anzeichen zu achten, um die Freundschaft nicht zu gefährden.

Unterschiedliche Auffassungen über Freundschaften

Freundschaften begleiten uns ein Leben lang und nehmen manchmal sogar einen höheren Stellenwert als die eigene Familie ein. Einige Menschen treten dabei nur für einen begrenzten Zeitraum in unser Leben, während andere dauerhaft bleiben. Doch selbst eine sehr enge freundschaftliche Beziehung kann abrupt zerbrechen, beispielsweise weil ein Konflikt sich nicht überwinden lässt oder einer der beiden Freunde einen völlig anderen Lebensweg einschlägt.

Der große Unterschied bei Freundschaften mit über 40: Anders als noch mit 20 oder 30 lernt man mit zunehmendem Alter weniger potenzielle neue Freunde kennen und hat gleichzeitig weniger Zeit (und Energie) dafür, bestehende Freundschaften zu pflegen. Anderen ständig hinterherzulaufen oder sich für jede Kleinigkeit entschuldigen zu müssen, ist bei einem vollen Terminkalender und jeder Menge Verpflichtungen in Beruf, Familie und Partnerschaft viel zu viel Aufwand. Gute Freunde sollten einen im turbulenten Alltag vielmehr erden und neue Kraft geben, anstatt Energie und Nerven zu rauben. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig zu erkennen, an welchem Punkt eine Freundschaft ihr „Haltbarkeitsdatum“ überschritten hat.

Anzeichen, dass du deinen besten Freund nervst

Es gibt verschiedene Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass du deinen besten Freund oder deine beste Freundin nervst. Einige davon sind subtiler als andere, aber es ist wichtig, auf sie zu achten.

  • Weniger Kontakt: Meldet sich dein Freund oder deine Freundin deutlich öfter bei dir als du bei ihm oder ihr? Das kann ein Zeichen dafür sein, dass die gemeinsame Basis bröckelt.
  • Einseitige Gespräche: Drehen sich die Gespräche meist um die Probleme des anderen, während deine Sorgen heruntergespielt oder gar nicht erst thematisiert werden? Ein solches Ungleichgewicht in einer Freundschaft ist ein deutliches Signal dafür, dass etwas nicht stimmt.
  • Vertrauensbruch: Ist die Vertrauensbasis, die jede harmonische zwischenmenschliche Beziehung ausmacht, erst einmal angeknackst, lässt sie sich in vielen Fällen nicht mehr wiederherstellen. Dinge, die dich belasten, willst du einer bestimmten Freundin nicht mehr anvertrauen, weil du befürchten, dass sie intime Details weitertratschen könnte? Oder du hast das Gefühl, dich auf einen ehemals engen Vertrauten nicht mehr verlassen zu können, wenn es wirklich einmal brennt? Das sind eindeutige Anzeichen dafür, dass die Freundschaft dauerhaften Schaden genommen hat und ein entspannter Umgang miteinander nicht mehr möglich ist.
  • Fehlende Freude: Eine Woche ohne deine beste Freundin kam dir früher wie eine halbe Ewigkeit vor - schließlich teilten Sie jedes Detail Ihres Lebens miteinander. Doch seit einiger Zeit ertappst du dich dabei, dass du nur noch selten an sie denkst und Ihre Treffen oder stundenlangen Telefonate auch nicht weiter vermissen? Dir fehlt die andere Person auch bei wichtigen Ereignissen nicht, die du zuvor gerne mit ihr geteilt hättest? Dann solltest du so fair sein, dir das ehrlich einzugestehen - und gegenüber deiner Freundin offen zu thematisieren. Vielleicht geht es ihr sogar genauso.
  • Schlechtes Bauchgefühl: Jedes Mal, wenn du dich mit einer Freundin getroffen oder miteinander telefoniert hast, bleibt ein schlechtes Gefühl im Bauch zurück, zum Beispiel weil sie immer nur Negatives bei dir „ablädt“, dich auf verletzende Weise kritisiert oder ständig unter Druck setzt. Oder du empfindest es als mittlerweile als lästigen Pflichttermin, dich bei einem Freund zu melden, der dir ansonsten aber böse wäre?
  • Veränderte Gemeinsamkeiten: Viele Freundschaften, die über Jahre oder Jahrzehnte hinweg bestehen, basieren auf Gemeinsamkeiten, die ein „Verfallsdatum“ haben: das gemeinsame Studium, der gemeinsame Job oder die Kinder, die auf dieselbe Schule gehen etwa. Bricht dieses Bindeglied weg - zum Beispiel weil man den Job wechselt, in eine andere Stadt zieht oder die Kinder flügge werden und das Elternhaus verlassen - kann es passieren, dass plötzlich auch die Freundschaft ins Wanken gerät.

Mögliche Ursachen für das Nerven

Es gibt viele Gründe, warum du deinen besten Freund oder deine beste Freundin nerven könntest. Einige davon sind:

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  • Veränderte Lebensumstände: Wenn sich die Lebensumstände ändern, können sich auch die Prioritäten und Interessen verschieben. Das kann dazu führen, dass man sich auseinanderlebt und sich gegenseitig auf die Nerven geht.
  • Ungeklärte Konflikte: Wenn es in der Vergangenheit Konflikte gab, die nicht richtig gelöst wurden, können diese immer noch unterschwellig vorhanden sein und zu Spannungen führen.
  • Eigene Probleme: Wenn du selbst gerade mit Problemen zu kämpfen hast, kann es sein, dass du gereizter bist und schneller genervt reagierst.
  • Abhängigkeit: Das fördert aber bei mir aber nur das schlechte Gefühl von Abhänigkeit. Vielleicht macht er auch nicht gerne was mit jemandem, der kaum soziales Umfeld hat und gerade was Ausgehen angeht ziehmlicher "Hinterwäldler" ist. So kommt es mir oft vor. Das mit der Abhängikeit kann ich verstehen. Versuch mal was alleine zu machen, damit du nicht dort sitzt und dir denkst. "Wann kommt er wieder online, wann können wir was machen. Diese Gedanken beherrschen mich heute auch noch, doch sobald ich richtig drüber nachdenke weiß ich das alles unbegründet ist. Dein Freund ist doch früher jeden Freitag mit dir weggegangen, also hatte er auch Interesse daran mit dir was zu unternehmen.

Was du tun kannst, wenn du deinen besten Freund nervst

Wenn du den Verdacht hast, dass du deinen besten Freund oder deine beste Freundin nervst, gibt es verschiedene Dinge, die du tun kannst, um die Situation zu verbessern.

  • Offene Kommunikation: Sprich deine Beobachtungen und Gefühle offen und ehrlich an. Versuche, die Situation aus der Perspektive deines Freundes oder deiner Freundin zu sehen und zeige Verständnis für seine oder ihre Gefühle.
  • Selbstreflexion: Frage dich, ob du in letzter Zeit etwas verändert hast, das deinen Freund oder deine Freundin stören könnte. Bist du gestresster, egoistischer oder weniger aufmerksam geworden?
  • Veränderung des Verhaltens: Wenn du erkannt hast, dass du bestimmte Verhaltensweisen geändert hast, die deinen Freund oder deine Freundin stören, versuche, diese zu ändern.
  • Gemeinsame Aktivitäten: Plant gemeinsame Aktivitäten, die euch beiden Spaß machen. Das kann helfen, die Verbindung wieder zu stärken und positive Erlebnisse zu schaffen.
  • Akzeptanz: Es ist wichtig zu akzeptieren, dass sich Menschen verändern und dass Freundschaften nicht immer ewig halten. Wenn die Freundschaft nicht mehr funktioniert, ist es vielleicht besser, getrennte Wege zu gehen.

Was du nicht tun solltest

Es gibt auch einige Dinge, die du vermeiden solltest, wenn du deinen besten Freund oder deine beste Freundin nervst.

  • Herumlästern: Zieh auf keinen Fall bei deinem:deiner Partner:in über seine:ihre Freund:innen her. Fängst du an, über seine:ihre Freunde zu lästern, kann er:sie das schnell als Angriff auf sich selbst verstehen und entsprechend defensiv reagieren. Ein Streit ist da quasi vorprogrammiert. Schließlich hat er:sie sich diese Menschen für seinen Freundeskreis ja bewusst ausgesucht. Kritisierst du diesen bis ins kleinste Detail, kann das ganz schön verletzend sein.
  • Druck ausüben: Er:sie sollte dich aber keinesfalls dazu zwingen, seine:ihre Freund:innen zu mögen, wenn du es einfach nicht tust. Fühlst du dich in deiner Partnerschaft diesbezüglich unter Druck gesetzt, ist das definitiv eine Red Flag.
  • Ignorieren: Ignoriere die Anzeichen nicht und hoffe, dass sich die Situation von selbst verbessert. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es, die Freundschaft zu retten.

Freundschaften und Partnerschaften

Freund:innen von dem:der Partner:in: Wenn man mit dem Freundeskreis des:der Partners:Partnerin einfach nicht zurechtkommtJe länger eine Beziehung andauert, desto klarer wird uns: Wir sind nicht nur mit unserem:unserer Partner:in zusammen. Das Komplettpaket besteht zusätzlich noch aus Familie und dem Freundeskreis des:der anderen. Leider ist es aber nicht immer so, dass man sich mit Letzterem so gut versteht, wie man es sich wünschen würde. Vielleicht kommt es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten, vielleicht findet man einfach keine gemeinsamen Gesprächsthemen. Es kann die unterschiedlichsten Gründe dafür geben, dass man mit den Freund:innen des:der Freundes:Freundin nicht besonders viel anfangen kann und sich bei gemeinsamen Unternehmungen deshalb lieber ausklinken würde. Aber wie soll man sich in so einer Situation verhalten? Und ist es unbedingt notwendig, dass wir uns so gut mit den Freund:innen des:der anderen verstehen?

Freund:innen von dem:der Partner:in: Wie kann es sein, dass ich nichts mit seinen:ihren Freund:innen gemeinsam habe?Eigentlich suchen wir uns doch unsere Freund:innen danach aus, wie sympathisch sie sind, wie viele gemeinsamen Interessen wir haben und mit wem wir am besten zurechtkommen. Auch bei der Partner:innensuche legen wir unter anderem auf diese Punkte großen Wert. Wenn das alles stimmt, müsste man sich doch eigentlich auch mit dem Freundeskreis des:der Partners:Partnerin gut verstehen, oder? Na ja, wie wir alle wissen, ist das tatsächlich nicht immer der Fall. Manchmal gibt es diese Menschen im Leben unseres Significant Other, bei denen wir uns ernsthaft fragen: “Was findest du nur an ihm:ihr?” Seien es fragwürdige moralische Vorstellungen und Werte oder speziellen Eigenheiten: Obwohl wir selbst einfach nicht auf denselben Nenner mit dieser Person kommen, kann unser:e Partner:in allem Anschein nach nicht auf ihn:sie verzichten.

Vielleicht zerbrechen wir uns über diese Person im Freundeskreis sogar so sehr den Kopf, dass wir schon an unserem Significant Other zweifeln und uns fragen, wie er:sie mit so jemandem befreundet sein kann. Man hofft ständig, dass der:die Partner:in irgendwann selbst darauf kommt, dass diese:r Freund:in keinen guten Einfluss hat, und versucht, ihn:sie mit kleinen Denkanstößen immer wieder in diese Richtung zu lenken. Das kann manchmal aber auch ganz schön nach hinten losgehen und in einer Auseinandersetzung enden, deswegen ist da eher Vorsicht geboten.

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Freund:innen von dem:der Partner:in: Wenn Gruppenaktivitäten zur Qual werdenDie Idealvorstellung sähe wahrscheinlich so aus: Regelmäßig verabredet man sich mit den Freund:innen des:der Partners:Partnerin zu Spieleabenden, Ausflügen, Restaurantbesuchen oder sogar Urlauben und hat die Zeit seines Lebens zusammen. Unangenehmes Schweigen oder aufgezwungenes Interesse? Fehlanzeige. Nach und nach wird der Freundeskreis des:der anderen zum eigenen, und man baut zu ihnen eigene Beziehungen auf, inklusive Insider-Jokes, die natürlich nur ihr versteht und bei denen ihr euch jedes Mal aufs Neue wegschmeißen könntet. In der Realität ist das aber leider nur selten wirklich so. Stattdessen quälst du dich vielleicht zum nächsten gemeinsamen Treffen und suchst, sooft es geht, nach Ausreden, um nicht dabei sein zu müssen. In der Regel sind es Kopfschmerzen, Verabredungen oder andere Beschwerden, am I right?

Schade eigentlich, dass man sich dabei nicht einfach traut, ehrlich zu sein und dem:der Partner:in zu sagen, wie man sich in Bezug auf dessen:deren Freund:innen fühlt. Wagt man diesen Schritt doch, ist es unglaublich wichtig, das richtig rüberzubringen. Zu sagen, du hättest einfach keinen Bock auf diese Leute, ist beispielsweise keine gute Herangehensweise. Versuche, ganz sachlich und ohne Vorwürfe mitzuteilen, dass dir eine bestimmte Eigenschaft bei jemandem aufgefallen ist, die du nicht so positiv findest. Vielleicht schaffst du es dadurch sogar, deine:n Partner:in selbst wachsamer dafür zu machen und diese Freundschaft zu überdenken. Er:sie sollte dich aber keinesfalls dazu zwingen, seine:ihre Freund:innen zu mögen, wenn du es einfach nicht tust. Fühlst du dich in deiner Partnerschaft diesbezüglich unter Druck gesetzt, ist das definitiv eine Red Flag.

Freund:innen von dem:der Partner:in: Müssen sie unbedingt meine neuen BFFs werden?Es gibt Menschen, mit denen man einfach nicht auf einer Wellenlänge ist. Gespräche kosten uns enorm viel Kraft und ziehen Energie, sodass wir danach erst mal ganz dringend Zeit für uns brauchen. Aber ist das etwas Schlimmes? Nein, denn es ist vollkommen normal, dass wir uns nicht mit jeder Person einwandfrei verstehen. Wir sind alle so unterschiedlich, dass das schon ziemlich seltsam wäre, wenn jede:r auf Anhieb unser:e neue:r Bestie wird.

Dasselbe gilt auch für die Freund:innen unseres:unserer Partners:Partnerin. Natürlich wäre es schön, wenn man mit diesen Menschen gerne Zeit verbringt und sich gut versteht. Ist das aber nicht der Fall und ist möglicherweise sogar schon mal etwas zwischen dir und jemandem aus diesem Freundeskreis vorgefallen, solltest du es einfach akzeptieren - und dein Significant Other natürlich ebenso. Natürlich versucht man es vielleicht noch mal und gibt dem Ganzen eine Chance. Fühlst du dich aber einfach nicht wohl, fühlst dich nicht wohl - Ende. Du kannst dir absolut nichts vorwerfen lassen.

Freund:innen von dem:der Partner:in: Ich mag sie einfach nicht - was soll ich tun?Zugegeben: Eine angenehme Situation ist das nicht unbedingt. Aber wie geht man nun am besten damit um, wenn man nichts mit den Freund:innen des:der Partners:Partnerin anfangen kann? Was du auf gar keinen Fall tun solltest und wie du dich am besten verhältst, um so angemessen wie möglich damit umzugehen, erfährst du hier.

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Starte, wenn möglich, einen zweiten AnlaufDer erste Eindruck täuscht oft, und die meisten Kennenlernstorys von Freund:innen beginnen mit dem Satz: “Am Anfang fand ich dich so unsympathisch!” Wenn du also nach dem ersten Treffen mit seinen:ihren Freund:innen schon das Gefühl hast, das wird niemals etwas, halte dich mit voreiligen Schlüssen zurück. Warte die nächsten Verabredungen ab, um die Personen wirklich kennenzulernen, und bilde dir dann ein Urteil. Vielleicht waren sie beim ersten Kennenlernen genauso nervös wie du und haben sich deshalb etwas zurückgehalten. So eine Schüchternheit kann schnell mal als Arroganz oder Desinteresse verstanden werden. Gib dem Ganzen also noch mindestens eine Chance und schau dann, ob sich deine Meinung vielleicht sogar geändert hat.

Sei nicht ihm:ihr zuliebe immer mit dabeiHast du für dich erkannt, dass du mit diesem Freundeskreis wohl einfach nicht mehr warm wirst, ist es vollkommen in Ordnung, nicht bei jeder Gruppenverabredung mit dabei zu sein. Fühlst du dich in deren Anwesenheit unwohl und hast nicht das Gefühl, du selbst sein zu können, sollte dein:e Partner:in auch nicht von dir erwarten, dir das trotzdem jedes Mal anzutun. Schließlich bringt es ihm:ihr auch nicht viel, wenn du keinen Spaß an der Sache hast. Trau dich deswegen, auch mal Nein zu sagen und zu Hause zu bleiben oder mit deinen Freund:innen etwas zu unternehmen, wenn dir eher danach ist. Dein:e Lebenspartner:in sollte darauf verständnisvoll statt wütend reagieren, dir aber in Zukunft trotzdem die Möglichkeit bieten, deine Meinung auch mal zu ändern.

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