Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden, das viele Menschen betrifft. Auch Schwangere sind davon nicht ausgenommen, wobei Kopfschmerzen in dieser Zeit oft harmlos sind, aber auch auf Komplikationen hinweisen können. Primäre Kopfschmerzen wie Migräne und Spannungskopfschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzsyndromen weltweit. Neben der offensichtlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität gibt es wachsende Hinweise darauf, dass diese Erkrankungen auch die sexuelle Funktion erheblich beeinflussen können. Dieser Artikel beleuchtet den möglichen Zusammenhang zwischen Vasektomie und Migräne, geht aber auch auf allgemeine Aspekte der Vasektomie, Kopfschmerzen in der Schwangerschaft und mögliche Therapieansätze ein.
Vasektomie: Was Sie wissen sollten
Für wen ist eine Vasektomie geeignet?
Eine Vasektomie ist eine Sterilisation des Mannes, die in der Regel dann in Betracht gezogen wird, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist oder kein Kinderwunsch besteht. In Deutschland entscheiden sich jährlich etwa 30.000 bis 50.000 Männer für diesen Eingriff. Es ist wichtig zu betonen, dass eine Vasektomie nicht mit einer Kastration gleichzusetzen ist. Medizinische Gründe für eine Vasektomie sind selten, können aber bei bestimmten genetischen Erkrankungen oder als Alternative zur Sterilisation der Partnerin vorliegen, wenn diese ein zu hohes Risiko darstellt.
Vasektomie vs. Kastration: Ein wichtiger Unterschied
Viele Männer befürchten, durch eine Sterilisation ihre Männlichkeit zu verlieren. Die Sterilisation beim Mann (Vasektomie) ist allerdings nicht gleichzusetzen mit der Kastration (Orchiektomie), bei der die Hoden entfernt werden. Da in den Hoden das männliche Geschlechtshormon Testosteron gebildet wird, hat eine Kastration weitreichende Folgen auf den Hormonhaushalt. Bei der Sterilisation bleiben die Hoden hingegen unberührt. Es werden lediglich die Samenleiter durchtrennt, über die die Spermien in die Samenflüssigkeit gelangen. Der Eingriff hat keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt. Auch die Samenproduktion findet weiter wie gewohnt statt. Einziger Unterschied ist, dass im Ejakulat keine Spermien mehr vorhanden sind. Mit einem Pearl-Index von etwa 0,1 entspricht die Verhütungssicherheit etwa der der Antibabypille. Zudem ist der Eingriff weniger aufwendig als die Sterilisation der Frau, da keine Vollnarkose notwendig ist und nicht in der Bauchhöhle operiert werden muss. Darüber hinaus hat die Vasektomie keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt des Mannes.
Vor- und Nachteile einer Vasektomie
Vorteile:
- Komplikationsarm
- Weniger aufwendig als Sterilisation der Frau
- Kein Einfluss auf Hormonhaushalt
- Männlichkeit/ Potenz bleibt erhalten
- Lustempfinden wird nicht beeinträchtigt
Nachteile:
- Seelische Belastung möglich
- Refertilisierung möglich, aber sehr aufwendig
- Dauerschmerzen/ chronische Schmerzen im Hodenbereich möglich
- Lähmungen / Empfindungsstörungen (typischerweise einseitig, bspw. in den Händen u.
Ablauf einer Vasektomie
Erster Ansprechpartner für Männer, die sich sterilisieren lassen möchten, ist der Urologe. Die Vasektomie wird sowohl in Krankenhäusern als auch von niedergelassenen Urologen durchgeführt. In der Regel erfolgt der Eingriff ambulant unter örtlicher Betäubung. Ein Klinikaufenthalt ist also nicht erforderlich. Für eine Vasektomie ist grundsätzlich jeder volljährige Mann geeignet. Allerdings handelt es sich bei diesem Eingriff um eine dauerhafte Sterilisation. Aus diesem Grund sollte die Vasektomie gut durchdacht sein und erst bei abgeschlossener Familienplanung durchgeführt werden. In aller Regel handelt es sich bei den Patienten um Männer über 30 Jahren. Um den Patienten in seiner Entscheidung zu unterstützen, findet zunächst ein eingehendes Beratungsgespräch statt. Der Patient wird umfassend über die Möglichkeiten und Risiken des Eingriffs aufgeklärt. Hat sich der Patient für eine dauerhafte Vasektomie entschieden, finden zunächst verschiedene Voruntersuchungen statt. Der Arzt kontrolliert den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und erkundigt sich zu bekannten Vorerkrankungen, die mit einem erhöhten OP-Risiko einhergehen könnten. Vor der Vasektomie sollte der Patient den Genitalbereich gründlich reinigen und eine Rasur der zu behandelnden Areale vornehmen. Die Vasektomie ist ein kurzer ambulanter Eingriff und dauert etwa 30 Minuten. In der Regel wird die Behandlung unter örtlicher Betäubung durchgeführt und der Patient kann die Klinik im Anschluss ohne Begleitung wieder verlassen. In Einzelfällen ist auch eine Sterilisation unter Vollnarkose oder im Dämmerschlaf möglich. Bei der Vasektomie kommen verschiedene OP-Techniken zur Anwendung. Bei der Ligaturtechnik handelt es sich um die "klassische" Methode. Hierbei setzt der Arzt mit dem Skalpell einen kleinen Schnitt am Hodensack. Über diesen Schnitt wird der Samenleiter freigelegt und durchtrennt. Der Arzt entfernt einen kleinen Abschnitt des Samenleiters, um einem erneuten Zusammenwachsen vorzubeugen. Der Ablauf einer Non-Skalpell-Vasektomie ist im Grunde identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass kein Hautschnitt gesetzt wird. Der Arzt arbeitet vielmehr über eine winzige Punktierung der Haut. Er spreizt die Öffnung behutsam mit einer Klemme auf und verschafft sich auf diese Weise ganz ohne Hautschnitte Zugang zum Samenleiter. Nach dem Eingriff wird die Wunde vernäht.
Mögliche Komplikationen und Nachsorge
Wichtig zu wissen, ist, dass unmittelbar nach der Sterilisierung noch keine Unfruchtbarkeit besteht. In den Samenleitern können sich unterhalb der durchtrennten Stelle noch Spermien befinden. Im Anschluss an die Vasektomie findet daher mindestens eine Spermienanalyse statt, um die Samenflüssigkeit auf vorhandene Spermien zu überprüfen. Die Analyse wird je nach Bedarf mehrfach wiederholt, bis keine Spermien mehr nachweisbar sind. Die Vasektomie ist grundsätzlich ein risikoarmer Eingriff. Wie bei allen operativen Eingriffen kann es jedoch in Einzelfällen zu Komplikationen kommen. Dazu zählen etwa Blutungen, Wundinfektionen oder Entzündungen der Nebenhoden (Epididymis). Weiterhin können sich in den behandelten Arealen Blutergüsse oder ein vorübergehendes Druckgefühl einstellen. Auch vorübergehende leichte Schmerzen sind möglich. In der Regel klingen solche Beschwerden aber schnell wieder ab. In seltenen Fällen kommt es nach der Sterilisation zu chronischen Schmerzzuständen im Bereich des Hodensackes. Man spricht dann vom sogenannten Post-Vasektomie-Syndrom. Ob die Schmerzen körperliche oder psychische Ursachen haben, ist bislang noch nicht geklärt. Die Beschwerden können jedoch zum Teil sehr stark ausfallen und über einen längeren Zeitraum anhalten. In Einzelfällen kann ein erneuter Eingriff notwendig sein, bei dem zum Beispiel eine gezielte Rekanalisierung vorgenommen wird oder die Nebenhoden bzw. Weiterhin können sich nach der Vasektomie oder auch zu einem späteren Zeitpunkt sogenannte Sperma-Granulome bilden. Dabei handelt es sich um Gewebeeinschlüsse von Spermien. Durch die Durchtrennung des Samenleiters wird der Austritt von Spermien ins umliegende Gewebe begünstigt. Darüber hinaus kommt es bei einigen Patienten nach der Vasektomie zu einer spontanen Rekanalisierung. Das heißt, der durchtrennte Samenstrang wächst wieder zusammen, sodass in der Samenflüssigkeit wieder Spermien zu finden sind. Mit Erektionsstörungen oder einem Verlust der Libido ist nach der Vasektomie nicht zu rechnen. Der Eingriff hat keinerlei Einfluss auf den Hormonhaushalt. Dennoch empfinden einige Männer die Sterilisation als seelisch belastend, da ihnen die eigene Unfruchtbarkeit zu schaffen macht. In diesem Fall kann der Eingriff durchaus negative Auswirkungen auf die Sexualität haben, die jedoch rein psychischer Natur sind. Ob die Vasektomie das Auftreten von Prostatakrebs begünstigt, ist nach wie vor umstritten. Hierzu liegen bislang keine eindeutigen Belege vor. Nach der Vasektomie sollte sich der Patient zunächst körperlich schonen. In den ersten Tagen können leichte Schmerzen auftreten, die sich mit Schmerzmitteln normalerweise gut behandeln lassen. In der ersten Woche nach der Sterilisation sollten Sie auf Sport, Sex und intensive körperliche Aktivitäten verzichten. Falls es nach der Operation zu anhaltenden Schmerzen kommt, handelt es sich möglicherweise um ein sogenanntes Post-Vasektomie-Syndrom. In einem solchen Fall sollten Sie sich umgehend an den behandelnden Urologen wenden. Nach der Vasektomie ist der Patient zunächst noch zeugungsfähig. Erst, wenn in den durchgeführten Spermienanalysen keine Samenzellen mehr nachgewiesen werden, kann von einer Zeugungsunfähigkeit ausgegangen werden. In der Regel ist dies nach etwa 20 Samenergüssen (2 - 3 Monaten) der Fall. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte weiterhin verhütet werden.
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Kosten einer Vasektomie
Die Kosten für eine Vasektomie liegen insgesamt bei etwa 400 - 600 EUR. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Vasektomie in aller Regel nicht. Einzige Ausnahme ist eine medizinisch begründete Sterilisation, zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung. Wenn eine medizinisch notwendige Sterilisation bei der Frau nicht durchgeführt werden kann, besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Sterilisation des Mannes.
Kopfschmerzen in der Schwangerschaft
Ursachen von Kopfschmerzen in der Schwangerschaft
Kopfschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben - das ist auch in der Schwangerschaft so. Die meisten Schwangeren kennen die Kopfschmerzen schon aus der Zeit vor der Schwangerschaft und können deshalb gut einschätzen, was dahinter steckt. Zum Beispiel bei einer Migräne, die im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel oft sogar milder als sonst verläuft. Auch Spannungskopfschmerzen sind vielen Frauen schon aus der Zeit vor der Schwangerschaft bekannt. Dennoch sollten Schwangere Kopfschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte kann eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung wie zum Beispiel Präeklampsie hinter den Kopfschmerzen stecken.
Wann sind Kopfschmerzen in der Schwangerschaft gefährlich?
Nach der 20. Schwangerschaftswoche sollten Frauen mit Kopfschmerzen immer und sofort mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen. Es sollte ausgeschlossen werden, dass die Kopfschmerzen Anzeichen für eine Präeklampsie sind. Unter folgenden Umständen sollte Sie immer sofort zu einer Ärztin oder einem Arzt oder in eine Klinik gehen:
- Die Kopfschmerzen treten sehr stark und plötzlich auf.
- Die Kopfschmerzen fühlen sich anders an als sonst.
- Die Kopfschmerzen werden auch nach der Einnahme von Schmerzmitteln nicht besser.
- Sie nehmen einen veränderten Geisteszustand bei sich wahr und fühlen sich zum Beispiel verwirrt oder unruhig.
- Sie sehen unklar oder verschwommen.
- Ihr Nacken ist steif.
Was kann man gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft tun?
Was gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft hilft, ist noch nicht gut untersucht. Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle Schmerzmittel in der Schwangerschaft sicher für Mutter und Kind sind. Besprechen Sie also mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche Schmerzmittel sie einnehmen dürfen. Allgemeine Empfehlungen gegen Kopfschmerzen sind außerdem:
- Finden Sie heraus, was die Kopfschmerzen auslöst, und versuchen Sie, den Auslöser zu vermeiden. Häufig ist Stress eine Ursache für die Beschwerden.
- Versuchen Sie Strategien zu finden, wie Sie besser mit Stress umgehen oder Belastungen besser verteilen können.
- Schlafen Sie ausreichend.
- Bewegen Sie sich regelmäßig.
- Ernähren Sie sich ausgewogen.
Der mögliche Zusammenhang zwischen Vasektomie und Migräne
Bisher gibt es keine direkten wissenschaftlichen Studien, die einen Zusammenhang zwischen Vasektomie und dem Auftreten oder der Verschlimmerung von Migräne belegen. Allerdings gibt es einige indirekte Faktoren, die möglicherweise eine Rolle spielen könnten:
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- Post-Vasektomie-Syndrom (PVS): Wie bereits erwähnt, kann es nach einer Vasektomie in seltenen Fällen zu chronischen Schmerzen im Hodenbereich kommen. Diese Schmerzen können Stress und Anspannung verursachen, was wiederum Migräne auslösen oder verstärken kann.
- Psychische Belastung: Einige Männer empfinden die Vasektomie als seelisch belastend, da sie mit der eigenen Unfruchtbarkeit zu kämpfen haben. Diese psychische Belastung kann ebenfalls Stress verursachen und somit Migräne begünstigen.
- Hormonelle Veränderungen: Obwohl die Vasektomie keinen direkten Einfluss auf den Hormonhaushalt hat, gibt es Spekulationen darüber, ob indirekte Veränderungen, beispielsweise durch Stress oder psychische Belastung, möglicherweise hormonelle Schwankungen auslösen könnten, die wiederum Migräne beeinflussen. Dies ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt.
- Erektile Dysfunktion (ED) und Kopfschmerzen: Laut einer systematischen Übersichtsarbeit haben Männer mit Migräne eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, unter erektiler Dysfunktion zu leiden. Studien zeigen, dass zwischen 54,83 % und 80 % der männlichen Patienten mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen Anzeichen einer ED aufweisen. Da die Vasektomie bei einigen Männern zu psychischen Problemen führen kann, die wiederum die sexuelle Funktion beeinträchtigen, könnte dies indirekt einen Zusammenhang herstellen.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Zusammenhänge spekulativ sind und weiterer Forschung bedürfen.
Migräne: Ursachen, Behandlung und der Zusammenhang mit der Menstruation
Ursachen und Beeinflussung der sexuellen Funktion
Primäre Kopfschmerzen wie Migräne und Spannungskopfschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzsyndromen weltweit. Neben der offensichtlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität gibt es wachsende Hinweise darauf, dass diese Erkrankungen auch die sexuelle Funktion erheblich beeinflussen können. Laut einer systematischen Übersichtsarbeit haben Männer mit Migräne eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, unter erektiler Dysfunktion zu leiden. Studien zeigen, dass zwischen 54,83 % und 80 % der männlichen Patienten mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen Anzeichen einer ED aufweisen. Die Auswirkungen von primären Kopfschmerzen auf die sexuelle Gesundheit werden oft unterschätzt. Männer mit ED und Frauen mit sexuellen Funktionsstörungen sollten in der ärztlichen Praxis auch auf mögliche Kopfschmerzprobleme untersucht werden.
Neue Therapieansätze: Probiotika bei Migräne
Die Ergebnisse einer Interventionsstudie mit probiotischen Kulturen gibt Migränepatienten Grund zur Hoffnung. Ein Team aus internationalen Wissenschaftlern untersuchte den Einfluss einer Mischung aus 14 verschiedenen probiotischen Kulturen auf die Symptomatik von Migränepatienten. Insgesamt 79 Patienten mit episodischer oder chronischer Migräne erhielten über 10 Wochen entweder zwei Kapseln einer Probiotikamischung oder ein Placebo. Nach der zehnwöchige Einnahme von Probiotika hatten Patienten mit episodischer Migräne im Vergleich zur Placebogruppe signifikant weniger Migräneattacken, eine geringe Ausprägung der Symptome und sie benötigten weniger Schmerzmedikamente. Bei den chronischen Migränepatienten war die Wirkung noch ausgeprägter. In dieser Gruppe nahm zusätzlich die durchschnittliche Dauer eines Migräneanfalls ab. Die Einnahme probiotischer Kulturen könnte ein neuer Ansatz für die Therapie von Migränepatienten sein.
Anhaltende Schmerzen nach Vasektomie und mögliche Behandlungen
Ja, leider ist das ein gar nicht so seltenes Ergebnis, dass nach einer Vasektomie die Schmerzen noch für eine längere Zeit anhalten. Normalerweise vergehen diese wieder nach einer Zeit, was aber leider auch Monate dauern kann. Eine Behandlung mit Schmerzmitteln ist in dieser Zeit sicherlich sinnvoll, ebenso das Erlernen von Entspannungstechniken, um damit ebenfalls die Schmerzen zu lindern. Nur in seltenen Fällen ist eine weiter Operation nötig. Insofern kann noch eine zeitlang zugewartet werden und eine konservative Therapie versucht werden.
Migräne und der Menstruationszyklus
Bei vielen Frauen, die unter einer Migräne leiden, beginnen die Kopfschmerzphasen kurz vor der Menstruation und enden, wenn die Blutung am Abklingen ist. "Es wird angenommen, dass der Abfall der Blutspiegel weiblicher Hormone am Zyklusende diese Migräneattacken auslöst", erläutert der Frauenarzt Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte anlässlich des Nationalen Kopfschmerztages am 5. September 2016. Der erste Schritt, um ein wirksames Konzept für die Behandlung zu entwickeln, ist es, überhaupt den Zusammenhang mit der Menstruation zu erkennen. Denn bei dieser Migräneform helfen viele der üblicherweise verwendeten Migräne-Arzneimittel nicht, wie Magnesium oder Betablocker. "Wenn eine hormonelle Verhütung gewünscht wird, müssen mehrere Fakten beachtet werden", erläutert der Frauenarzt. "starke hormonelle Kombinationsmittel mit Östrogenen und Gestagenen und einer Einnahmepause nach drei Wochen könnten die Kopfschmerz-Symptomatik verstärken; deshalb muss das Verhütungsmittel niedrig dosiert sein, damit der Hormonabfall nicht so stark ist, oder im Langzyklus durchgenommen werden oder nur ein Gestagen enthalten." Langzyklus bedeutet, dass das Verhütungsmittel bis zu 6 Monaten ohne Pillenpause eingenommen wird. Der Abfall der Hormone in der Pillenpause fällt dann aus, so dass auch die Migräneattacken deutlich schwächer werden oder ganz aufhören. Wenn eine Frau allerdings eine Migräne mit Aura hat, dann hat sie ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Kombinierte hormonelle Verhütungsmittel würden das Risiko deutlich erhöhen, so dass besser eine Verhütungsmethode ohne Östrogen-Anteil gewählt werden sollte. "Ein sehr wichtiger Aspekt bei der Bekämpfung der Kopfschmerzen ist auch der Nikotinstopp", stellt Dr. Albring fest. "Wir sehen immer wieder Frauen mit zyklischen Kopfschmerzen, die gleichzeitig Raucherinnen sind. Erstens sollte den Frauen klar sein, dass sie dadurch ihr Risiko für Schlaganfälle sehr deutlich erhöhen.
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