Kopfschmerzen bei Kindern: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Die Häufigkeit von Kopfschmerzen bei Kindern hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Schon im Vorschulalter klagen etwa 20 % der Kinder über gelegentliche Kopfschmerzen, und am Ende der Grundschulzeit haben weit mehr als die Hälfte Erfahrungen mit Kopfschmerzen gemacht. Eine Untersuchung an 7.000 Schülern ergab, dass es sich bei etwa 60 % um Spannungskopfschmerzen handelte. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit zu. Es ist wichtig, die Ursachen zu erkennen und geeignete Behandlungsstrategien zu kennen.

Zunehmende Häufigkeit von Kopfschmerzen bei Kindern

Die Zahl der Kinder mit Kopfschmerzen steigt. Die Häufigkeit von Kopfschmerzen bei Kindern hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Schon im Vorschulalter klagen ca. 20 % der Kinder über gelegentliche Kopfschmerzen, und am Ende der Grundschulzeit haben weit mehr als die Hälfte Erfahrungen mit Kopfschmerzen gemacht. Untersuchungen an 7.000 Schülern ergaben, dass es sich bei etwa 60 % um Spannungskopfschmerzen handelte. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit zu.

Symptome von Kopfschmerzen bei Kindern erkennen

Wenn ein Kind Kopfschmerzen hat, kann es die Beschwerden häufig nicht eindeutig benennen. Das Kind ist möglicherweise reizbar und quengelig. Es ist wichtig, gezielt nachzufragen. Typisch für Spannungskopfschmerzen ist ein dumpf-drückender oder ziehender Schmerz, der den ganzen Kopf umfasst. Migräne äußert sich dagegen durch halbseitige, pulsierende Schmerzattacken von mittlerer bis starker Intensität, die sich bei körperlicher Aktivität verstärken. Auch Übelkeit und Erbrechen sowie Licht- und Lärmscheue sind typisch.

Spannungskopfschmerzen

Wenn Kinder Kopfschmerzen haben, liegen häufig sogenannte Spannungskopfschmerzen vor. Die möglichen Ursachen für diese Kopfschmerzform reichen von Stress in Schule und Freizeit über Bewegungsmangel bis hin zu Schlafmangel. Kinder beschreiben Spannungskopfschmerzen meist als einen dumpfen, drückenden oder ziehenden Schmerz vorne im Stirnbereich. Manchmal vergleichen sie ihn auch mit einem Ring, der den Kopf zusammendrückt. Eine Besonderheit ist, dass der kindliche Kopfschmerz häufig gemeinsam mit anderen Symptomen wie Bauch- und Rückenschmerzen auftritt. Allerdings sind Kleinkinder noch nicht in der Lage, Schmerz zu lokalisieren, und zeigen dann auf den Bauch, obwohl der Kopf wehtut.

Migräne

Grundsätzlich kann Migräne zwar auch bei Kindern auftreten, die Kopfschmerzen vom Spannungstyp sind allerdings deutlich häufiger. Seltener leiden Kinder an einer Migräne: Nur vier bis fünf Prozent aller Kinder sind von ihr betroffen. Was Migräne verursacht, ist noch nicht vollständig geklärt. Häufig trifft es Kinder, in deren Familien es bereits Migräneanfälle gibt. Mediziner gehen daher davon aus, dass eine Migräneanfälligkeit vererbt werden kann. Da sich Migräne bei Kindern manchmal anders äußert als bei Erwachsenen, ist sie nicht immer leicht zu erkennen.

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Migräne kann Ihr Kind in der Schule und in der Freizeit stark beeinträchtigen und das Leben Ihrer gesamten Familie auf den Kopf stellen. Lassen Sie Hinweise auf eine Migräne daher immer ärztlich abklären. Stellt der Arzt Migräne bei Ihrem Kind fest, kann Sie das zunächst verunsichern. Die gute Nachricht aber lautet: Es gibt wirksame Methoden, mit denen Migräneattacken seltener und schwächer auftreten. Dazu gilt es zunächst, die individuellen Auslöser beziehungsweise Trigger von Migräneattacken zu finden. Besonders bei Kindern sind das meist alltägliche Dinge wie Stress oder ein unregelmäßiger Tagesablauf. Ein Migräne-Tagebuch ebenso wie die Migräne-App der TK kann Ihnen helfen, den Triggern auf die Spur zu kommen. Auch eine vorbeugende Behandlung mit Medikamenten ist manchmal sinnvoll.

Weitere Kopfschmerzformen

Weitere Kopfschmerzformen, die bei Kindern beobachtet werden, sind zum Beispiel der sogenannte Clusterkopfschmerz sowie der medikamenteninduzierte Kopfschmerz als Folge des übermäßigen Gebrauchs von chemisch-synthetischen Schmerzmitteln. Umso wichtiger ist es gerade bei Kindern, die Möglichkeiten der pflanzlichen Medizin zu nutzen - zum Beispiel mit Euminz®.

Weitere Kopfschmerzformen bei Kindern sind Spannungskopfschmerzen und Migräne, die als eigenständige Erkrankungen gelten. Mediziner sprechen auch von primären Kopfschmerzen. Kopfweh kann aber auch sekundär infolge einer Erkrankung auftreten, zum Beispiel bei einer Erkältung oder aufgrund einer Sehschwäche. Klingt die Erkältung ab oder kann eine Brille den Sehfehler korrigieren, verschwinden auch die Kopfschmerzen. Nur sehr selten steckt bei Kindern eine ernsthafte Erkrankung wie etwa eine Hirnhautentzündung dahinter.

Ursachen von Kopfschmerzen bei Kindern

Die Ursachen für Kopfschmerzen bei Kindern können individuell sehr unterschiedlich sein - z.B. als Reaktion auf Umgebungsreize, als Symptom einer Erkrankung oder als Ausdruck innerer Anspannung. Gerade Kopfschmerzen sind häufig aber auch auf „innere“ Faktoren zurückzuführen. Vor allem Belastungen wie Stress, Ängste und Sorgen schlagen sich bei Kindern und Jugendlichen (aber auch bei Erwachsenen) oft in Kopfschmerzen nieder.

  • Schulischer Druck
  • Freizeitstress
  • Schlafmangel
  • Einseitige Bewegungsabläufe

Die Auslöser für Kopfschmerzen sind häufig im Alltag zu finden. Wenn Ihr Kind häufig unter Kopfschmerzen leidet, sollten Sie gemeinsam mit ihm herauszufinden versuchen, was die Ursachen sein könnten: Hat Ihr Kind Stress in der Schule, mit dem Lehrstoff in einem bestimmten Fach, mit Mitschülern- oder Mitschülerinnen, mit Lehrern oder Lehrerinnen? Hat es Angst und fürchtet sich vor etwas besonders? Bewegt sich Ihr Kind nur wenig und ist kaum aktiv an der frischen Luft? Treten die Kopfschmerzen nach dem Verzehr bestimmter Speisen auf? Bekommt Ihr Kind genügend Schlaf?

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Seltene Ursachen

Körperliche Krankheiten sind allerdings nur in ca. wenigen Fällen die Ursache für Kopfschmerzen bei Kindern. Vor Eintritt der Pubertät, oft auch bis zu ihrem 16. Lebensjahr, leiden die meisten Kinder und Jugendlichen noch nicht über die bei Erwachsenen häufig auftretenden Spannungskopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder Wetterfühligkeit. Ihr sich noch entwickelndes Organsystem kann Belastungen ausgleichen. So können z.B. die noch unverbrauchten Gelenke bei Kindern einseitige Belastungen beschwerdefrei bewältigen.

Diagnose von Kopfschmerzen bei Kindern

Wenn der niedergelassene Kinderarzt eine klinische Abklärung der Symptome anordnet und das betroffene Kind in die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin überweist, erfolgt zuerst eine Augenuntersuchung, um einen Sehfehler als Ursache festzustellen oder auszuschließen. Eine Blutdruckkontrolle und eine neurologische Untersuchung führen zu einer detaillierten Diagnose des vorliegenden „Kopfschmerz-Typs“. In wenigen Fällen ist auch noch eine Schichtbilduntersuchung des Kopfes (Kernspintomographie) erforderlich, um Auffälligkeiten am Gehirn als Ursache der Kopfschmerzen finden zu können.

Beobachtung von Kopfschmerzen

Erst ab dem Grundschulalter können Kinder präzise sagen, wo und wie ihnen der Kopf weh tut. Wichtige Fragen zur Beobachtung von Kopfschmerzen bei Kindern sind:

  • Kommt der Schmerz plötzlich „aus dem Nichts heraus“ oder entwickelt er sich langsam?
  • Wie lange dauert eine Schmerzattacke?
  • Wie häufig tritt sie auf?
  • Wie fühlt sich der Schmerz an: stechend, bohrend, oder pochend?
  • Gibt es Begleiterscheinungen: Schwindel, Übelkeit, Erbrechen?
  • Was hilft bzw. schafft Linderung?
  • Welche Ernährungsgewohnheiten hat das Kind? Geht es mit oder ohne Frühstück aus dem Haus? Isst und trinkt es tagsüber genug?

Behandlung von Kopfschmerzen bei Kindern

Meist ist es unbedenklich, wenn Kinder über Kopfschmerzen klagen. Sie gehen schnell vorüber, oft sogar ohne Medikamente. Leichte Schmerzen entstehen häufig durch Stress, zu wenig Essen oder Trinken, Reizüberflutung oder auch durch einen grippalen Infekt. Das Kind braucht zunächst, wie bei jeder Erkrankung, besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung!

Nicht-medikamentöse Behandlung

Sodann helfen:

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  • Ein ruhiges Spiel
  • Ablenkung durch Beschäftigung mit etwas Schönem
  • Ein kühles Tuch auf der Stirn
  • Reizabschirmung (also kein Fernsehen oder Computer!)
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Regelmäßige Schlaf- und Essenszeiten
  • Ruhepausen
  • Viel Bewegung an frischer Luft
  • Sportliche Aktivitäten (Radfahren, Schwimmen)
  • Gezielte Entspannungsübungen

Pflanzliche Hilfe

Immer mehr Eltern sind in puncto Kinderkopfschmerzen auf der Suche nach einer pflanzlichen Alternative, die gut verträglich ist und gleichzeitig zuverlässig wirkt. Bei den besonders häufigen Spannungskopfschmerzen ist Euminz® für Kinder ab 6 Jahren sehr gut geeignet.

Euminz® ist ein pflanzliches Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung bei leichten und mittelschweren Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Euminz® besteht aus dem Öl der echten Pfefferminze (lat. Menthae piperitae aetheroleum) in einer alkoholischen Lösung und wirkt direkt über die Haut. Für Kinder bis zu 12 Jahren und für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zu 18 Jahren ist Euminz® erstattungsfähig.

Medikamentöse Behandlung

Ärzte raten, Kopfschmerzen bei Kindern möglichst ohne Medikamente zu behandeln. Bevor Sie Ihrem Kind ein Schmerzmittel geben, lassen Sie sich vom Kinderarzt unbedingt beraten, welches Mittel in welcher Dosis geeignet ist. Gängige Schmerzmittel für Erwachsene, insbesondere der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), können bei Kindern zu Nebenwirkungen führen.

Chemisch-synthetische Kopfschmerzmittel bieten zwar zuverlässige Hilfe bei Kopfschmerzen, sind aber auch mit einem erhöhten Nebenwirkungsprofil (u. a. Belastung der Leber) verbunden, das gerade für den sensiblen Kinderorganismus zur Belastungsprobe werden kann. Darüber hinaus besteht die Gefahr der Entwicklung eines medikamenteninduzierten Kopfschmerzes: So kann der wiederholte Gebrauch von Analgetika Kopfschmerzen begünstigen - ein Teufelskreis.

Praktische Tipps zur Vorbeugung

Zahlreiche Maßnahmen können helfen, dass Kopfschmerzen gar nicht erst auftreten. Wenn Ihr Kind zu Kopfschmerzen neigt, hilft bereits eine Reihe von oft einfachen Maßnahmen zur Vorbeugung:

  • Viel Bewegung an der frischen Luft
  • Regelmäßige Schlaf- und Essenszeiten
  • Ausreichende Ruhepausen
  • Sportliche Aktivitäten wie Radfahren und Schwimmen
  • Gezielte Entspannungsübungen

Vor allem bei stressbedingten Kopfschmerzen ist es hilfreich, Methoden zur Vermeidung und Bewältigung von Stress zu erlernen. Viele Krankenkassen bieten hierzu inzwischen speziell auf Kinder zugeschnittene Kurse an bzw.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Sind die Schmerzen Ihres Kindes stark oder treten sie immer wieder auf, ziehen Sie am besten Ihren Kinderarzt zurate. Lassen Sie auch die folgenden Beschwerden umgehend vom Kinderarzt abklären:

  • Die Kopfschmerzen halten länger als drei Tage an oder nehmen stetig zu.
  • Nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf treten starke Kopfschmerzen auf. Dies kann auf eine Gehirnerschütterung hinweisen.
  • Die Kopfschmerzen treten zusammen mit Schwindel oder Sehstörungen auf.
  • Bei einem grippalen Infekt werden die Kopfschmerzen immer stärker und beim Husten tut es an der Stirn oder den Wangenknochen weh. Diese Symptome deuten auf eine Stirn- oder Kieferhöhlenentzündung hin.
  • Die Kopfschmerzen treten zusammen mit hohem Fieber, Nackensteife und Erbrechen auf.
  • Bei plötzlich auftretenden, akuten Kopfschmerzen, die länger anhalten, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, damit dahinter liegende Erkrankungen wie Infektionen und Entzündungen erkannt und wirksam bekämpft werden können.
  • Wenn bei einem Atemwegsinfekt die Kopfschmerzen stärker werden - zum Beispiel beim Husten - und vor allem hinter der Stirn oder den Wangenknochen auftreten; dies könnte auf eine Entzündung der Stirn- oder der Kieferhöhlen hinweisen.
  • Bei starken, sehr plötzlich einsetzenden Kopfschmerzen, vor allem, wenn gleichzeitig Fieber, heftige Nackenschmerzen und besondere Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen auftreten; dies können Alarmzeichen für eine Hirn- oder Hirnhautentzündung sein.

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