100 Jahre St. Martin: Geschichte und Bedeutung der Kirche in Mayen-Alzheim

Die St. Martin-Kirche in Mayen-Alzheim, einem Stadtteil von Mayen, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Fokus steht das hundertjährige Jubiläum der Kirchenweihe, das vom Martinstag 2015 bis zum Martinstag 2016 mit zahlreichen Feierlichkeiten begangen wurde. Dieses Jubiläum bot Anlass, die Bedeutung der Kirche für die Gemeinde und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit zu beleuchten.

Die Entstehung der St. Martin-Kirche

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war die damalige Kirche in Alzheim für die mehr als 500 Gläubigen zu klein - es gab lediglich sieben Kirchenbänke. Dies veranlasste die Verantwortlichen, den Bau eines neuen Gotteshauses zu beschließen. Mit einer für die damalige Zeit beträchtlichen Geldsumme und viel Eigenleistung wurde die St. Martin-Kirche im romanischen Stil erbaut. Sie zeichnet sich durch wunderschöne Barockaltäre, ein Geläut aus vier Glocken und filigrane Deckenmalereien aus. Am 9. November 1916 wurde sie schließlich von Weihbischof Dr. Antonius Mönch geweiht.

Das Jubiläumsjahr 2015/2016

Das Jubiläumsjahr begann mit einer feierlichen Eröffnungsfeier am 7. November, kurz vor dem Festtag des Heiligen Martin, dem Schutzpatron der Kirche und der Gemeinde. Dechant Matthias Veit eröffnete die Feier in der St. Martin-Kirche. Die Mitwirkung der Jugend, insbesondere des Kinderchors und des Jugendchors Alzheim, unterstrich den Aufbruch zu einer "jungen lebendigen Kirche". Eine Kindergruppe führte die Geschichte um den Heiligen Martin auf. Im Anschluss waren die Bürger zum geselligen Beisammensein bei Döppekuchen, Martinswecken und Glühwein eingeladen.

Ein Höhepunkt des Kirchenjahres 2016 war das Jubiläumsfest im August. Zuvor, am Martinstag 2015, begann eine Reihe von Feierlichkeiten, die das ganze Jahr andauern sollten. Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser zelebrierte ein Pontifikalamt in der Kirche, und das Jubiläumspfarrfest stand unter dem Motto „Freude an der Kirche“.

Die Bedeutung der Kirche im Wandel der Zeit

Weihbischof Dieser betonte in seiner Predigt, dass die Kirche ein Dokument für 100 Jahre an Veränderung und Beständigkeit sei. Er verglich das Kirchengebäude mit dem Leben der Menschen. Er räumte aber auch ein, dass Leben und Glauben bei vielen Menschen nicht mehr so eng verbunden seien wie früher und dass "Kultur und Sport Liturgie und Andacht oftmals den Rang ablaufen". Dennoch solle jeder, der die Kirche betritt, spüren: "Hier bist du daheim, hier bist du angeschlossen an das Unendliche von Gottes Plan mit dir." Er versprach, dass "das Beständige im Leben der Christen durch das immer neue Atemholen bei Gott kommt."

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Die St. Martin-Kirche im Kontext von Mayen-Alzheim

Alzheim ist ein Stadtteil von Mayen, einer Stadt mit einer reichen Geschichte. Mayen selbst wurde bereits im Jahr 1041 urkundlich erwähnt und erhielt 1291 die Stadtrechte. Die Stadt liegt in der Vulkaneifel, einer Region, die durch vulkanische Aktivitäten geprägt ist.

Die St. Martin-Kirche prägt das Bild der Mayener Straße in Alzheim. Für viele Alzheimer ist sie ein wichtiger Ort, an dem sie getauft wurden, ihre Hochzeit feierten oder die erste Kommunion empfingen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Mayen

Neben der St. Martin-Kirche gibt es in Mayen noch weitere sehenswerte Orte:

  • Die katholische Pfarrkirche St. Clemens: Diese Kirche ist bekannt für ihren schiefen Turm, der zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Die Kirche entstand um 1296 und wurde zwischen 1350 und 1430 in eine gotische Hallenkirche umgebaut. Der Sage nach ist der Teufel für die skurrile Erscheinung verantwortlich.
  • Die Genovevaburg: Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und beherbergt heute das Eifelmuseum.
  • Die mittelalterliche Befestigungsanlage: Teile der Stadtmauer mit dem restaurierten Wehrgang sind noch gut erhalten.

Mayen und die Vulkaneifel

Mayen liegt in der Vulkaneifel, einer Region, die geologisch durch vulkanische Aktivitäten geformt wurde. Die Landschaft ist geprägt durch Maare, Bims- und Basalt-Ablagerungen sowie Spuren von Lavaströmen und Vulkankratern. Die Vulkaneifel ist heute ein wichtiger Tourismusstandort mit zahlreichen Unterkünften und Geoparks.

Lokale Akteure in Alzheim

Sabine Pauly betreibt am Ende der Mayener Straße ihre Confiserie. Als Pâtissière arbeitete sie in der Sternegastronomie, bevor sie sich selbstständig machte. Susanne und Herbert Geisen wohnen unweit der Kirche und haben dort geheiratet. Ihr Hobby ist Oldtimerrestaurierung.

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