Die Praxis am Humboldtbogen ist eine Facharztpraxis für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in zentraler Lage Göttingens. Hier behandeln Dr. Klaus Radau-Pfeil, Dr. Regine Pfeil, Dr. Gernot Kühnel, Dr. Ulrike Grefe und Dr.. Die Praxis bietet ihren Patientinnen und Patienten ein umfassendes Angebot aktueller Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zur fachärztlichen Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen und hält ein breites Spektrum moderner Medizingeräte für Untersuchungen vor. Darüber hinaus werden eine Reihe privatärztlicher Zusatzleistungen angeboten.
Das Leistungsspektrum der Praxis
Die Praxis deckt ein breites Spektrum an Leistungen ab, um den vielfältigen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Dazu gehören:
- Fachärztliche Behandlung neurologischer Erkrankungen: Umfassende Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Nervensystems.
- Fachärztliche Behandlung psychiatrischer Erkrankungen: Behandlung psychischer Erkrankungen mit modernen Therapieansätzen.
- Psychotherapie: Individuelle psychotherapeutische Behandlung zur Bewältigung psychischer Probleme und Förderung der psychischen Gesundheit.
- Moderne Medizingeräte für Untersuchungen: Einsatz moderner Technik zur präzisen Diagnosestellung.
- Privatärztliche Zusatzleistungen: Erweiterte Leistungen für Privatpatienten und Selbstzahler.
Dr. Gernot Kühnel: Ein kompetenter Neurologe in Göttingen
Dr. Kühnel wird als ein sehr kompetenter und zugewandter Neurologe beschrieben. Er geht differenziert auf seine Patienten ein und legt Wert auf eine seriöse Diagnose. Er nimmt sich Zeit für seine Patienten, ist auch gerne bereit, im Zweifelsfall telefonisch mit einem zu sprechen, um Dringlichkeit abzuklären und untersucht gewissenhaft, um Veränderungen feststellen zu können. Dr. Kühnel ist nur zu empfehlen. Er nimmt sich wirklich viel Zeit, um alles genau und verständlich zu erklären.
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Ein ganzheitlicher Ansatz
Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper und Seele gleichermaßen berücksichtigt. Die Psychosomatische Medizin ist zugleich ein altes und ein junges Fach. Seine geistigen Wurzeln lassen sich bis Plato, Hippokrates und Galen zurückverfolgen und blieben bis in die Neuzeit lebendig. Mit den großen Erfolgen einer naturwissenschaftlich orientierten Medizin von der Mitte des 19. Jahrhunderts an drohte aber die Seele aus der Medizin verdrängt zu werden. Ideengeschichtlich lässt sich die Psychosomatische Medizin auch als eine Gegenbewegung gegen ein solches einseitiges Verständnis des kranken Menschen verstehen. In dieser Entwicklung verbinden sich drei unterschiedliche Ansätze:
- der psychogenetische der Psychoanalyse
- der holistische (ganzheitliche) der klinischen Medizin
- sowie schließlich der psycho-physiologische Ansatz
Diese verknüpfen sich zu einem umfassenden bio-psycho-sozialen Verständnismodell vom kranken Menschen. Dementsprechend geht es - wie in einem der ersten Lehrbücher des Fachgebietes ausgeführt - der Psychosomatischen Medizin nicht darum, dem Körper weniger, sondern der Seele wieder mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden.
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Historische Entwicklung in Göttingen
In Göttingen gab es bereits frühzeitig eine Tradition der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie. In der Medizinischen Fakultät wurde 1975 die Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie aus der Psychiatrischen Klinik heraus gegründet. Die Leitung dieser Abteilung hatte bis 1985 Hanscarl Leuner (1919 - 1996) inne, der bereits seit 1959 einen entsprechenden Bereich innerhalb der Psychiatrischen Klinik aufgebaut und geleitet hatte. Bereits 1970 war ebenfalls aus der Psychiatrischen Klinik heraus die Abteilung Psycho- und Soziotherapie gegründet worden, deren Leitung zwei Jahrzehnte bis 1990 Eckhard Sperling (1925 - 2007) innehatte. Zuvor war bereits 1966 auf Anregung von Joachim Ernst Meyer hin die Ärztlich-Psychologische Beratungsstelle für Studierende der Universität Göttingen gegründet worden. Schließlich wurde 1974 die Forschungsstelle für Gruppenprozesse als zentrale universitäre Einrichtung gegründet; sie unterstand zunächst direkt dem Rektor der Universität bzw. dem späteren Präsidenten.
Mit der Einführung der Zentrumsstruktur in der Medizinischen Fakultät wurde 1980 die Errichtung des "Zentrums Psychologische Medizin (seit 2001 Zentrum Psychosoziale Medizin)" mit den nachfolgenden Abteilungen beschlossen: Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Psycho- und Soziotherapie, Klinische Gruppenpsychotherapie, Medizinische Psychologie, Medizinische Soziologie.
1986 nahm Ulrich Rüger (geb. 1941), zuvor Oberarzt an der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Charlottenburg der Freien Universität Berlin, den an ihn ergangenen Ruf auf die Nachfolge von Hanscarl Leuner an. Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt beschloss 1988 die Medizinische Fakultät nach externer Begutachtung eine (partielle) Umstrukturierung des Zentrums Psychologische Medizin. Mit dem Ausscheiden von Eckhard Sperling und im Rahmen der Bleibeverhandlungen von Ulrich Rüger (bei auswärtigem Ruf auf den Lehrstuhl für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie nach Düsseldorf - Nachfolge von Annelise Heigl-Evers) wurden die entsprechenden Beschlüsse 1989/91 umgesetzt und die personellen und sächlichen Ressourcen der Abteilung Psycho- und Soziotherapie der Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie zugeordnet. Gleichzeitig wurde in Personalunion von Ulrich Rüger die Leitung der Ärztlich-Psychologischen Beratungsstelle für Studierende der Universität übernommen.
Forschungsschwerpunkte und Entwicklungen
Drittmittelgeförderte wissenschaftliche Schwerpunkte der Abteilung lagen von 1986 bis 2007 in folgenden Bereichen: Krankheitsbewältigung (Coping) (Leibing, Schüssler, Rüger), evaluative Psychotherapieforschung (Leibing, Leichsenring, Rüger), Psychotherapieprozessforschung (Leibing, Leichsenring, Sammet, Staats) sowie spezielle Krankheitsbilder: Essstörungen (Cierpka/Reich), Generalisierte Angst, soziale Phobie (Leibing/Leichsenring) sowie in der Erforschung von interdependenten Prozessen bei komorbiden internistischen Erkrankungen und psychischen Störungen (Angst/Depression) (Herrmann-Lingen).
Von 1986 bis 2006 haben zwei jeweils langjährig tätige Leitende Oberärzte die Arbeit des Direktors der Abteilung nachhaltig unterstützt. Zunächst hatte Gerhard Schüßler , zuvor Freie Universität Berlin, diese Funktion inne. 1995 nahm dieser einen Ruf auf das Ordinariat unseres Faches in Innsbruck an - bei gleichzeitiger Ablehnung eines Rufes auf den Lehrstuhl in Münster. Danach war für über 10 Jahre Henning Schauenburg leitender Oberarzt, bis dieser 2006 an das Universitätsklinikum Heidelberg überwechselte, wo er seither die Position des Stellvertretenden Ärztlichen Direktors der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin inne hat. Sein Nachfolger als Leitender bzw. Geschäftsführender Oberarzt wurde Ullrich Buss .Leitender Psychologe der Abteilung ist seit 1996 Eric Leibing , der in dieser Funktion insbesondere für die methodische Begleitung und Organisation von Psychotherapiestudien verantwortlich ist und gemeinsam mit Falk Leichsenring mehrere drittmittelgeförderte multizentrische Studien zur Behandlung von Generalisierter Angst und Sozialer Phobie durchführte.
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Die Rolle des Landeskrankenhauses Tiefenbrunn
Zunächst ganz außerhalb der Universität hatte sich schon sehr früh im Göttinger Raum für das Fachgebiet der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie eine sehr bedeutsame Entwicklung vollzogen: Unter der Leitung von Gottfried Kühnel (1954 bis 1965) und Werner Schwidder (1965 bis 1970) entstand aus dem früheren Landeskrankenhaus Rasemühle das Landeskrankenhaus Tiefenbrunn - eine weit über die Landesgrenzen hinaus wirksame Modelleinrichtung für die stationäre Psychotherapie. Die gute Verbindung zwischen Tiefenbrunn und der Universität blieb auch nach dem frühen Tod von Werner Schwidder 1970 unter seinen Nachfolgern Franz Heigl (1971 bis 1985) und Ulrich Streeck (1985-2011) erhalten.
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