Die Neurowissenschaften haben noch nie so viel Spaß gemacht. Ein prachtvoll illustriertes und unterhaltsames, informatives und verständliches Buch über die Geheimnisse des menschlichen Gehirns und die spannendsten Entdeckungen der Hirnforschung. Dieses Buch ist eine faktenreiche und fantastische Expedition ins menschliche Gehirn. Die Reise führt durch verschlungene Neuronenwälder in die Tiefen einer Synapse. Man begegnet Neurotransmittern mit Superkräften und fabelwesenhaften Substanzen, die das Gehirn bedrohen, dem Hippocampus in Form eines Seepferdchens, dem Pawlowschen Hund - und den großen Erforschern des Nervensystems und des Gehirns: von Santiago Ramón y Cajal - dem Vater der Neurowissenschaften - über Hans Berger, der die Hirnströme und ihre Messung entdeckte, bis zum Gedächtnisforscher Eric Kandel.
Einleitung
Das menschliche Gehirn ist ein faszinierendes Organ, das die Grundlage für unser Denken, Fühlen und Handeln bildet. Die Neurowissenschaften haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, um die komplexen Mechanismen des Gehirns zu verstehen. Die Reise führt durch verschlungene Neuronenwälder in die Tiefen einer Synapse. Man begegnet Neurotransmittern mit Superkräften und fabelwesenhaften Substanzen, die das Gehirn bedrohen, dem Hippocampus in Form eines Seepferdchens, dem Pawlowschen Hund - und den großen Erforschern des Nervensystems und des Gehirns: von Santiago Ramón y Cajal - dem Vater der Neurowissenschaften - über Hans Berger, der die Hirnströme und ihre Messung entdeckte, bis zum Gedächtnisforscher Eric Kandel.
Die Architektur des Gehirns: Neuronen und Synapsen
Das Gehirn besteht aus Milliarden von Nervenzellen, den sogenannten Neuronen. Diese Neuronen sind miteinander über Synapsen verbunden, über die sie Informationen austauschen. Die Reise führt durch verschlungene Neuronenwälder in die Tiefen einer Synapse. Man begegnet Neurotransmittern mit Superkräften und fabelwesenhaften Substanzen, die das Gehirn bedrohen. Die Neurotransmitter springen als mit riesigen Schlüsseln ausgerüstete Fallschirmjäger in den Synaptischen Spalt. Die Rezeptoren sind Falltüren. Antagonisten - die Substanzen, die den Zugang zu den Rezeptoren blockieren - zeichnet er als geifernde Monster mit mächtigen Klauen.
Neurotransmitter: Die Botenstoffe des Gehirns
Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, die an den Synapsen freigesetzt werden und die Aktivität der nachgeschalteten Neuronen beeinflussen. Es gibt eine Vielzahl von Neurotransmittern mit unterschiedlichen Funktionen, wie z.B. Dopamin, Serotonin und Glutamat.
Der Hippocampus: Das Gedächtniszentrum
Der Hippocampus ist eine Hirnstruktur, die eine wichtige Rolle bei der Bildung und dem Abruf von Gedächtnisinhalten spielt. Man begegnet dem Hippocampus in Form eines Seepferdchens.
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Die Erforschung des Gehirns: Pioniere der Neurowissenschaften
Die Erforschung des Gehirns hat eine lange Tradition. Zahlreiche Wissenschaftler haben im Laufe der Geschichte wichtige Beiträge zum Verständnis des Gehirns geleistet.
Santiago Ramón y Cajal: Der Vater der Neurowissenschaften
Santiago Ramón y Cajal gilt als der Vater der Neurowissenschaften. Er entdeckte, dass das Nervensystem aus einzelnen Zellen besteht, den Neuronen.
Hans Berger: Die Entdeckung der Hirnströme
Hans Berger entdeckte die Hirnströme und entwickelte die Elektroenzephalographie (EEG), eine Methode zur Messung der Hirnaktivität.
Eric Kandel: Die Erforschung des Gedächtnisses
Eric Kandel erforschte die molekularen Mechanismen des Gedächtnisses und trug wesentlich zum Verständnis der neuronalen Grundlagen des Lernens bei.
Bewusstsein und Gehirn: Eine philosophische Auseinandersetzung
Die Frage, ob Computer ein Bewusstsein haben können oder ob das Bewusstsein ein einzigartiges Charakteristikum des Menschen ist, beschäftigt Philosophen und Neurowissenschaftler seit langem. Tim Parks konfrontiert in seiner Reise in das menschliche Gehirn die philosophischen und neurowissenschaftlichen Theorien mit der eigenen Erfahrung - geistreich, witzig und klug.
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Die Herausforderung der Bewusstseinsforschung
Die Bewusstseinsforschung steht vor der großen Herausforderung, die subjektive Erfahrung mit den objektiven Messungen der Hirnaktivität in Einklang zu bringen. Die meisten Philosophen gehen davon aus, dass unsere Erfahrung in unserem Gehirn eingeschlossen ist und die äußere Realität unzuverlässig repräsentiert. Farbe, Geruch und Klang, heißt es, ereignen sich nur in unseren Köpfen. Wenn aber Neurowissenschaftler unsere Gehirne untersuchen, finden sie nur Milliarden von Neuronen, die elektrische Impulse austauschen und chemische Substanzen freisetzen. Als Tim Parks in einem zufälligen Gespräch mit Riccardo Manzottis radikal neuer Theorie des Bewusstseins konfrontiert wurde, fing er an, die eigene Erfahrung zu prüfen und mit den philosophischen und neurowissenschaftlichen Theorien zu konfrontieren. Bin ich mein Gehirn?
"Das Gehirn" von Farinella und Ros: Eine Graphic Novel über die Neurowissenschaften
"Das Gehirn" von Matteo Farinella und Hana Ros ist eine Graphic Novel, die auf unterhaltsame und informative Weise in die Welt der Neurowissenschaften einführt.
Eine Reise ins Innere des Gehirns
In "Das Gehirn" fällt die Hauptperson in ein Loch und findet sich in den Tiefen des Gehirns wieder. Dort begegnet sie allerlei berühmten Wissenschaftlern, die rund um das Gehirn geforscht haben und sensationelle Entdeckungen gemacht haben.
Komplexe Inhalte verständlich vermittelt
Die Graphic Novel vereinfacht komplexe medizinische Hintergründe, Abläufe und Inhalte auf ansprechende Weise. Man hat trotzdem das Gefühl, dass es verständlich ist. Es ist erstaunlich. Sogar wissenschaftliche Streits haben die Autoren geschafft, unterzubringen. Daneben kommen noch die ganzen Querverweise (in Zeichnung und Text) auf die Popkultur vor. Sie sind fein in die Story verwoben. Douglas Adams ist ebenso wieder zu finden, wie etwa der Zauberer von Oz oder Alice im Wunderland.
Zielgruppe und Gestaltung
Die Graphic Novel richtet sich an ein breites Publikum, das sich für die Neurowissenschaften interessiert. Das Buch ist ein wunderschönes Hardcover: ein blauer Einband mit Gold eingeprägten Verzierungen außen. Es gehört es zu meinen Top 5 der schönsten Cover von 2018.
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Fazit zu "Das Gehirn"
"Das Gehirn" erklärt den menschlichen Denkapparat in amüsanten und prägnanten Schwarz-Weiß-Bildern. Alle Themen rund um das Gehirn werden raffiniert in die „Reise“ eingebunden und kurz beleuchtet. Dabei sind die Erklärungen bewusst einfach gehalten und prägen sich durch die Darstellungen und den damit verbundenen, visuellen Aspekt sehr gut ein. Es wird daher nicht zu komplex, sondern das Grundwissen aus der Schule noch einmal aufgefrischt und vertieft. Der Handlungsaufbau ist so gestaltet, dass er möglichst nahe am Leser ist, der quasi einen Blick auf sein eigenes Gehirn wirft. Auch der Bezug auf die verschiedenen Wissenschaftler gibt der Handlung eine gelungene Dynamik. Außerdem zeugt es von einer gewissen Wissenschaftlichkeit, was das Verzeichnis weiterführender Literatur am Ende noch verstärkt. Der Zeichenstil ist relativ grob und schlicht, passt aber gut zum Thema, da er der Verständlichkeit des Buches angepasst ist.