Motorradfahren ist mehr als nur ein Hobby; es ist ein Lebensgefühl. Doch bei aller Freiheit und Abenteuerlust darf die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Eine hochwertige Motorradkombi ist dabei essenziell, um im Falle eines Sturzes optimal geschützt zu sein. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte von Motorradkombis für Herren, vergleicht aktuelle Modelle und gibt wertvolle Tipps für den Kauf.
Warum eine Motorradkombi?
Eine Motorradkombi bietet im Vergleich zu herkömmlicher Kleidung einen deutlich höheren Schutz. Sie besteht in der Regel aus Leder oder Textil und ist mit Protektoren an besonders gefährdeten Körperstellen wie Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knien ausgestattet. Das Ziel ist es, die Aufprallenergie zu absorbieren und die Folgen eines Sturzes zu minimieren.
Leder vs. Textil
Lederkombis sind bekannt für ihre hohe Abriebfestigkeit und bieten somit einen ausgezeichneten Schutz bei Stürzen. Sie sind besonders bei sportlichen Fahrern beliebt, da sie eine enge Passform ermöglichen und somit eine direkte Verbindung zum Motorrad gewährleisten.
Textilkombis hingegen punkten mit ihrem höheren Tragekomfort und ihrer Vielseitigkeit. Sie sind oft mit wasserdichten Membranen und herausnehmbaren Thermofutter ausgestattet, was sie zu idealen Begleitern für Touren bei unterschiedlichen Wetterbedingungen macht.
Testkriterien für Motorradkombis
Bei der Auswahl einer Motorradkombi spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Neben der Sicherheit sind auch Komfort, Passform, Belüftung und Ausstattung von Bedeutung.
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Sicherheit
Die Sicherheit sollte oberste Priorität haben. Achten Sie auf Kombis mit CE-geprüften Protektoren und hochwertigen Materialien. Verstärkte Nähte und zusätzliche Leder- oder Materialdopplungen an sturzgefährdeten Stellen erhöhen den Schutz zusätzlich.
Die Norm EN 17092 hilft Kunden, die Schutzfunktion von Motorradbekleidung zu beurteilen. Sie unterscheidet zwischen verschiedenen Einsatzzwecken und Sicherheitsstufen (A, AA, AAA), wobei AAA die höchste Schutzstufe darstellt.
Auch für Protektoren gibt es eine Norm: die EN 1621. Diese unterteilt Protektoren je nach Kraftminderung in Level 1 oder 2, außerdem je nach geschütztem Körperbereich in A oder B.
Komfort und Passform
Eine gute Passform ist entscheidend für den Tragekomfort und die Bewegungsfreiheit auf dem Motorrad. Die Kombi sollte eng anliegen, ohne jedoch die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Stretch-Einsätze an strategisch wichtigen Stellen wie den Armen, Beinen und im Schrittbereich sorgen für zusätzlichen Komfort.
Belüftung
Gerade bei warmen Temperaturen ist eine gute Belüftung wichtig, um Überhitzung zu vermeiden. Achten Sie auf Kombis mit Belüftungsöffnungen an Brust, Rücken und Oberschenkeln, die eine gute Luftzirkulation gewährleisten.
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Ausstattung
Eine gute Ausstattung umfasst unter anderem ausreichend Taschen für persönliche Gegenstände, einen komfortablen Kragenabschluss und einen robusten Reißverschluss. Auch reflektierende Elemente können die Sichtbarkeit bei Dunkelheit erhöhen.
Aktuelle Modelle im Vergleich
Im Folgenden werden einige aktuelle Motorradkombis für Herren verglichen, die in Tests besonders gut abgeschnitten haben.
Held Street/Rocket 3.0
Die Held Street/Rocket 3.0 überzeugt mit ihrer guten Passform, dem hohen Tragekomfort und der umfangreichen Protektorenausstattung. Besonders positiv fallen die touristischen Features wie die Belüftung und die zahlreichen Taschen auf.
Vorteile:
- Hoher Tragekomfort
- Gute Passform
- Umfangreiche Protektorenausstattung
- Touristische Features
Nachteile:
- Fällt eine Nummer kleiner aus
- Ärmel eng
Rebelhorn Rebel Jacket/Pants
Die Rebelhorn Rebel Jacket/Pants Kombination ist eine gute Wahl für sportliche Fahrer, die Wert auf Sicherheit legen. Sie bietet eine üppige Protektorenausstattung, großzügige Perforation und Kevlar-Verstärkungen.
Vorteile:
- Sehr gute Beweglichkeit
- Üppige Protektorenausstattung
- Großzügige Perforation
- Wind- und wasserdichte Weste
Nachteile:
- Hohes Gewicht
- Wenige Größen
Alpinestars GP Force Chaser
Die Alpinestars GP Force Chaser punktet mit ihrem angenehmen Leder, dem hohen Komfort und der guten Beweglichkeit. Die Kombination aus sportlichem Schnitt und alltagstauglicher Ausstattung macht sie zu einem vielseitigen Begleiter.
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Vorteile:
- Sehr angenehmes Leder
- Hoher Komfort
- Gute Beweglichkeit
- Airbag-kompatibel
Nachteile:
- Wenig Größen
- Schwache Naht am Verbindungsreißverschluss
- Keine Ellbogenschleifer
Büse Mille
Die Büse Mille überzeugt mit ihrem sportlichen Schnitt und der immensen Größenauswahl. Die Belüftung könnte jedoch im Sommer üppiger sein.
Vorteile:
- Riesiges Größenspektrum
- Belüftungsöffnungen an Taille und Schlüsselbeinen
- Weicher Kragen mit magnetischem Verschluss
Nachteile:
- Verbindungsreißverschluss empfindlich
- Rutschig auf BMW S 1000 RR
Dainese Assen 2
Die Dainese Assen 2 ist die leichteste Kombi im Test und zielt klar auf den sportlichen Einsatz ab. Sie bietet jedoch kaum Stauraum und keine Belüftung.
Vorteile:
- Sehr leicht
- Großzügiger Stretch am Bund
- Sportlicher Schnitt und guter Sitz
Nachteile:
- Geringe Größenauswahl
- Keine Belüftung
- Nur eine Innentasche
- Keine Tasche für Rückenprotektor
FLM Sports 2.2
Die FLM Sports 2.2 bietet ansprechende touristische Features in einer sehr leichten Lederkombi. Die Reißverschlüsse sind jedoch zu feingliedrig und werden teils vom Obermaterial blockiert.
Vorteile:
- Sehr leicht
- Viele Größen
- Entnehmbare Thermo-Weste
- Üppige Protektorenausstattung
Nachteile:
- Reißverschlüsse zu feingliedrig
- Vernähung des Verbindungsreißverschlusses reißt leicht
Spidi Laser Touring
Die Spidi Laser Touring ist auf Touring ausgerichtet und gefällt mit ihrem niedrigen Gewicht. Sie bietet jedoch nur wenige Größen und eine eher untersetzte Passform.
Vorteile:
- Sehr leicht
- Auf Touring ausgerichtet
- Reißverschlüsse angenehm zu bedienen
- Belüftungsöffnungen unter den Armen
Nachteile:
- Wenige Größen
- Lederkragen ohne Futter oder Stretch
- Nur eine Innentasche
- Verbindungsreißverschluss geht bei Krafteinwirkung ggf. auf
Vanucci VSJ-2 und ART.X1
Die Vanucci VSJ-2 und ART.X1 Kombi richtet sich an touristische Fahrer und kommt in teils außergewöhnlichen Farben. Die Perforation ist jedoch nur angedeutet.
Vorteile:
- Viele Größen
- Weitenversteller am Bund
- Gute Reißverschlüsse
- Belüftungsöffnungen an den Oberschenkeln
Nachteile:
- Hohes Gewicht
- Perforation großteils nur angedeutet
- Verbindungsreißverschluss geht bei Krafteinwirkung auf
- Keine Sicherung des Frontreißverschlusses
Alternative Materialien und Konzepte
Neben Leder und Textil gibt es auch alternative Materialien und Konzepte für Motorradkombis. Ein Beispiel ist die NearX des spanischen Herstellers Andromeda Moto, eine "Nichtlederkombi" aus ultra-hochmolekularem Polyethylen (UHMWPE). Dieses Material wird auch bei Raumanzügen verwendet und ist an den Sturzzonen zusätzlich mit schnittsicherem Material verstärkt.
Tipps für den Kauf
Beim Kauf einer Motorradkombi sollten Sie folgende Tipps beachten:
- Probieren Sie die Kombi vor dem Kauf an. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die Kombi in verschiedenen Fahrpositionen zu testen.
- Achten Sie auf die richtige Größe. Die Kombi sollte eng anliegen, ohne jedoch die Bewegungsfreiheit einzuschränken.
- Berücksichtigen Sie Ihren Fahrstil und Einsatzbereich. Wählen Sie eine Kombi, die Ihren Bedürfnissen entspricht.
- Achten Sie auf hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung. Eine hochwertige Kombi hält länger und bietet besseren Schutz.
- Informieren Sie sich über Testergebnisse und Kundenbewertungen. So können Sie sich ein besseres Bild von der Qualität und den Eigenschaften der Kombi machen.
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