Nervenentzündung im Arm und Hand: Orthesen und Behandlungsansätze

Unsere Hände sind komplexe Strukturen. Damit wir greifen, schreiben oder Klavier spielen können, braucht es das Zusammenspiel von 27 Knochen, 36 Gelenken und 43 Muskeln. Schmerzen an der Hand sind daher besonders unangenehm und können vielfältige Ursachen haben. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Nervenentzündungen im Bereich von Arm und Hand, ihre Behandlungsmöglichkeiten und den Einsatz von Orthesen.

Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS), auch Carpaltunnelsyndrom genannt, gehört zu den Folgeerkrankungen, die durch zu hohe Belastung entstehen können. Betroffen sind vorrangig Frauen, sogar drei- bis viermal häufiger als Männer. Auch ein fortschreitendes Alter spielt eine Rolle. Um zu erklären, wie sich das KTS äußert, muss man wissen, wie es entsteht.

Unsere Hand ist an der Handwurzel von drei Seiten von Knochen umgeben. An der Innenseite befindet sich jedoch ein starkes, elastisches Band, das Karpalband (Ligamentum carpi transversum), welches den sogenannten Karpaltunnel darunter bedeckt. Durch diesen Kanal verlaufen Sehnen und der wichtige Mittelnerv (Nervus medianus), die für die Beweglichkeit und Reizübertragung der ersten drei Finger sorgen.

Hat der Nervenstrang zu wenig Platz oder wird anderweitig geschädigt, steigt der Druck darauf. Der Nerv wird regelrecht eingeklemmt. Auch die umgebenden Blutgefäße werden gedrückt und damit nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Wird der wichtige Mittelnerv abgeklemmt, kommt es zunächst zu Taubheitsgefühlen, Krämpfen oder einem Kribbeln in der Hand. Das Gefühl der eingeschlafenen Hand hat wohl jeder schon einmal erlebt, zum Beispiel nach einer langen Radtour, bei der die Handgelenke lange Zeit abgeknickt sind. Bei einem KTS häufen sich solche Empfindungen bzw. Schreitet die Erkrankung fort, werden die Schmerzen stärker, die dann die ganze Hand bis in den Arm betreffen können, sich aber insbesondere auf den Daumenbereich konzentrieren. Langzeitfolgen sind Muskelabbau im Daumenballen und Kraftlosigkeit, hauptsächlich beim Greifen.

Diagnose und Behandlung des Karpaltunnelsyndroms

Das kommt ganz auch das Stadium der Erkrankung an. Je früher Sie mit der Behandlung des KTS beginnen, umso besser. Bemerken Sie also ungewöhnlich lange Taubheitsgefühle oder erste unerklärliche Schmerzen an der Hand, ist ein Arztbesuch anzuraten. Ein Neurologe kann mit dem Test der Nervenleitgeschwindigkeit feststellen, ob diese verzögert ist. Das ist beim Karpaltunnelsyndrom der Fall.

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Liegt eine leichte Form vor, wird meist eine Schiene verschrieben, auch Karpal-Orthese genannt. Im Sanitätshaus werden Sie dazu ausführlich beraten und wir zeigen Ihnen, wie man die Schiene richtig anlegt. Sie dient der Ruhigstellung und wird vor allem nachts getragen. Hier ist es wichtig, konsequent zu sein! Tragen Sie die Orthese für das Handgelenk immer wie verordnet, damit die Therapie anschlagen kann.

Ergänzend wird bei starken Schmerzen mit Medikamenten oder Salben gearbeitet, die die Entzündung des Nervs abklingen lassen. Mögliche weitere Behandlungsmethoden sind Ultraschall, Kinesio-Tape und Akupunktur. Bei schweren Krankheitsverläufen - wenn beispielsweise das Zugreifen gar nicht mehr möglich ist - kann eine Operation am Handgelenk Erleichterung verschaffen. Hierbei sollten Sie wissen, dass Sie nach der OP Ihrer Hand für einige Wochen ausreichend Ruhe gönnen müssen.

Orthesen bei Karpaltunnelsyndrom

Bei der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms kommen verschiedene Orthesen zum Einsatz, darunter:

  • MANU-HiT®CARPAL Karpaltunnelsyndrom-Orthese: Diese Orthese verfügt über ein CTS-RELIEF-PAD zum Schutz vor Druckirritationen.
  • Juzo Pro Manu Xtec Palmar: Eine Handgelenksorthese, die nachts getragen werden kann, um das Handgelenk ruhigzustellen und so den Druck auf den Nerv zu verringern.

Vorbeugung und Übungen

Auch regelmäßige Übungen helfen bei Schmerzen in der Hand aufgrund eines Karpaltunnelsyndroms.

Ulnarisrinnensyndrom (Kubitaltunnelsyndrom)

Was ist das Ulnarisrinnensyndrom?

Das Ulnarisrinnensyndrom, auch Kubitaltunnelsyndrom genannt, betrifft den Nervus ulnaris, der im Bereich des Ellenbogens durch eine knöcherne Rinne (Kubitaltunnel) verläuft. Überlastung, Verletzungen oder eine angeborene Verengung des Tunnels können zu einer Kompression des Nervs führen.

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Damit sind oftmals Sensibilitätsstörungen (z. B. Taubheitsgefühl) vor allem am Unterarm und der Hand (kleiner Finger und Ringfinger) verbunden. Der Nervus ulnaris verläuft im Bereich des Ellenbogens durch eine knöcherne Rinne (lat. sulcus), welche Kubitaltunnel genannt wird. Diese soll den Nerv vor Druckschädigung bei Bewegung im Ellenbogengelenk schützen. Überlastung bzw. Verletzungen/Traumata z. B. Bei manchen Personen kann der Kubitaltunnel von Geburt an enger ausgebildet sein. Des Weiteren können Fehlbildungen an Knochenvorsprüngen ebenfalls Druck auf den Nervus ulnaris ausüben.

Symptome und Diagnose

Durch die Nervenkompression bzw. Schädigung kommt es anfangs zu Gefühlsstörungen, wie Taubheitsgefühl, Kribbeln (Ameisenlaufen) und Schmerzen im Versorgungsbereich des Nervus ulnaris. Diese sind hauptsächlich am Unterarm (kleinfingerseitig) und an den Fingern (vor allem rund um den kleinen Finger und Ringfinger) lokalisiert. Infolgedessen kann es im späteren Verlauf zu Kraftlosigkeit/Muskelschwäche an der Hand kommen. Betroffene können dadurch selbst einfache Bewegungen am Handgelenk und den Fingern nicht mehr, oder nur sehr schwer ausüben. Diese herabgesetzte Nervenfunktion lässt sich z. B. Ein Symptom des Spätstadiums ist die sog. Krallenhand. Ein beidseitiges Vorkommen ist möglich und wird in ca. 20 % der Fälle beobachtet.

Neben der allgemeinen Anamnese (systematische Befragung zum Gesundheitszustand) kann der Arzt die Ulnarisrinne des Patienten tastend untersuchen. Dabei können evtl. Froment-Zeichen: Aufgrund der herabgesetzten Muskelaktivität bzw. Zusätzlich können bildgebende Verfahren wie z. B. MRT oder ein Ultraschall helfen, morphologische Veränderungen des Gewebes zu erkennen.

Behandlung des Ulnarisrinnensyndroms

Die konservative Therapie (ohne Operation) erfolgt oftmals durch eine Ruhigstellung des Ellenbogengelenks in ca. 30° Beugestellung durch eine gepolsterte Orthese, wie z. B. die BORT KubiFX Ellenbogen-Orthese oder die BORT KubiTal® Ellenbogen-Polster-Bandage. Gegebenenfalls wird das Handgelenk ebenfalls immobilisiert. Erzielt die konservative Therapie keine Besserung oder sind die Symptome sehr stark ausgeprägt, kann der behandelnde Arzt eine operative Therapie vorschlagen. Diese kann offen oder endoskopisch erfolgen. Ziel beider operativen Therapien ist die gezielte Druckentlastung des Nervus ulnaris im Kubitaltunnel.

Vorbeugung

Reduzierung von wiederholter belastender Bewegung das Armes, wie beim Sport oder der Arbeit (z. B. Bei einer angeborenen Verengung des Kubitaltunnels kann der Nervus ulnaris von Natur aus weniger Platz haben, was das Risiko einer Kompression erhöht. Vorbeugende Maßnahmen können hier die Symptomatik ggf. lindern, jedoch nicht verhindern.

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Orthesen bei Ulnarisrinnensyndrom

Verschiedene Orthesen können zur Ruhigstellung des Ellenbogengelenks eingesetzt werden, darunter:

  • BORT KubiFX Ellenbogen-Orthese: Eine Orthese zur Ruhigstellung des Ellenbogengelenks mit herausnehmbaren Alu-Schienen und unelastischem Material.
  • BORT KubiTal® Ellenbogen-Polster-Bandage: Eine Orthese zur Ruhigstellung des Ellenbogengelenks mit Ellenbogenpolster und Umkehrzügeln.
  • Orthese zur Ruhigstellung des Ellenbogengelenks und des proximalen Radioulnargelenks: Diese Orthese verfügt über eine volare Schiene bis in den Palmarbereich der Hand, herausnehmbare Alu-Schienen, unelastisches Material, Ellenbogenpolster und Umkehrzügel.

Fallhand (Radialisnervlähmung)

Was ist eine Fallhand?

Bei der Fallhand können die Finger nur eingeschränkt nach oben gestreckt werden und die Hand hängt schlaff hinunter. Dies wird durch eine Beeinträchtigung des Nervus radialis verursacht, der für die Streckung der Hand und Finger verantwortlich ist.

Behandlung der Fallhand

Die Nervus-radialis-Behandlung ist vielfältig und hängt von der spezifischen Art der Nervenschädigung ab. Bei leichten Schädigungen, in denen der N. radialis nur gequetscht ist, bessert sich die Lähmung oft ohne weitere Maßnahmen. Die Symptome klingen von selbst ab. In schwereren Fällen, wie bei einer kompletten Nervendurchtrennung, reichen die Behandlungsoptionen von gezielter Physiotherapie zur Förderung der Beweglichkeit und Muskelkraft bis hin zur Operation, um die Funktion der Hand wiederherzustellen.

Eine Operation ist meist dann notwendig, wenn der N. radialis komplett durchtrennt ist. Dabei werden die Nervenenden vom Chirurgen mit einer sogenannten Nervennaht wieder verbunden. Ist ein größerer Abschnitt des Nervs zusätzlich geschädigt, kann autogene Nerventransplantation helfen. Dafür wird dir an einer anderen Stelle ein nicht so wichtiger Nerv entnommen und an den N. radialis transplantiert. Falls die Transplantation eines Nervs nicht möglich ist, können Muskeln und Sehnen, die für die Bewegung des Handgelenks zuständig sind, an die Hand verlagert werden. Der Patient muss dann allerdings lernen, die neue Muskelpartie für die Streckung der Hand zu nutzen. Nach einer Operation wird die Hand über eine Schiene oder Orthese ruhiggestellt.

Physiotherapie ist ein wichtiger Baustein in der Fallhand-Behandlung, ganz besonders, wenn du operiert wurdest. In der Frühphase der Rehabilitation konzentriert sich die Therapie darauf, den Arm vorsichtig außerhalb seiner Ruhigstellung zu bewegen. Dies verhindert, dass Sehnen sich mit umliegendem Gewebe verbinden und vernarben, was ansonsten zu anhaltenden Bewegungseinschränkungen führen könnte. Nach Entfernung der Schiene muss die Muskulatur aufgebaut werden, um die Funktion der Hand zu verbessern.

Wenn eine Fallhand chirurgisch durch die Wiederherstellung der Handsehnen behandelt wird, spielt die Ergotherapie eine wichtige Rolle im Rehabilitationsprozess. Patienten müssen lernen, mit alternativen Muskelgruppen die Hand zu strecken. Ergotherapeuten setzen dabei unterschiedliche Trainingsmethoden ein, um das Zusammenspiel von Gehirn, Nerven und Muskulatur zu fördern und zu verbessern.

Orthesen bei Fallhand

Neben Physiotherapie kommt eine Orthese wie die JuzoPro Palmar Xtec Digitus zur Fixierung der Finger zum Einsatz.

Diagnostik

Neben der neurol. Messung des N. Durch einen geschwungenen Hautschnitt an der radialen Ellenbeuge wird zwischen M. brachialis und M. Spaltung der Unterarmfaszie, Revision des Nervendurchtrittes und ggf. Resektion von verdicktem Sehnengleitgewebe. Ggf. Kerbung/Z-förmige Verlängerung der Sehne des M.

Weitere Ursachen für Nervenentzündungen und Handschmerzen

Neben den oben genannten Syndromen gibt es weitere Ursachen für Nervenentzündungen und Handschmerzen:

  • Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis): Eine Entzündung der Hülle, durch welche die Sehnen laufen.
  • Arthritis und Rheumatoide Arthritis: Entzündungsbedingte Gelenkerkrankungen.
  • Arthrose der Finger (Fingergelenksarthrose): Abnutzung der Knorpel in den Fingergelenken.
  • Arthrose des Daumens (Rhizarthrose): Abnutzung des Knorpels im Daumensattelgelenk.
  • Schnappfinger (Tendovaginitis stenosans): Verdickungen an der Sehne, die in der Sehnenscheide hängenbleiben.
  • Morbus Dupuytren: Verdickung und Verhärtung des Bindegewebes in der Handinnenfläche.
  • Sehnenentzündung (Tendinitis): Entzündung der Sehnen, oft durch Überbeanspruchung.
  • Skidaumen: Akute Verletzung des inneren Seitenbandes am Daumengrundgelenk.
  • Prellung der Hand (Handgelenksprellung /Distorsion): Stauchung von Knochen und Weichteilen.
  • Maushand (RSI-Syndrom): Durch einseitige Bewegungsmuster, wie das häufige Klicken einer Computermaus, verursacht.
  • Ganglion (Überbein): Gutartige, flüssigkeitsgefüllte Geschwulst, die sich meist an Gelenken oder Sehnenscheiden bildet.

Allgemeine Behandlungsmaßnahmen bei Handschmerzen

Bevor Sie sich dauerhaft selbst therapieren, sollten Sie bei Schmerzen in der Hand eine Ärztin bzw. einen Arzt konsultieren. Das gilt insbesondere bei:

  • akuten Verletzungen
  • Stich- oder Schnittwunden
  • extremen, anhaltenden oder zunehmenden Schmerzen
  • Taubheit und Kribbeln
  • sichtbaren Verformungen (Deformität)
  • schleifenden Geräuschen
  • schnalzendem Geräusch während einer Verletzung
  • Bewegungseinschränkungen

Erste Maßnahmen bei schmerzenden Händen

Ergreifen Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen: Zum Beispiel Wundversorgung, Ruhigstellen, Kühlung und fordern Sie bei Bedarf notärztliche Hilfe an Im Bereich der Hände gibt es viele verschiedene Erkrankungen, die eine individuelle Vorgehensweise bedürfen.

  • Chronische Beschwerden, Steifigkeit, Verspannungen: Wärme mit Wärmflasche, Wärmekissen, Wärmepflaster oder Infrarotlampe zur Lockerung und Schmerzlinderung.
  • Akute Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse, Bewegungsschmerzen: Kühlung mit kaltem Wasser, Eis-Spray oder Kühl-Pack zum Abschwellen und zur Schmerzlinderung.
  • Entzündungen, Bewegungsschmerzen, Überlastung: Kühlung und Ruhigstellung.
  • Offene Wunde: Erst verbinden, dann kühlen und ruhigstellen.

Hinweis: Bei Behandlung mit Wärme oder Kälte gilt: Niemals direkt auf der Haut anwenden. Kühl-Packs und Wärmekissen immer mit Stoff umwickeln. Extreme Temperaturen vermeiden und Kälte zeitlich nicht länger als 10 Minuten einsetzen.

Weitere Behandlungsmaßnahmen

Je nach Krankheitsbild und Stärke der Beschwerden kommen unterschiedliche Maßnahmen bei der Behandlung von Handschmerzen in Frage. Die wichtigsten konservativen Maßnahmen sind Hilfsmittel wie Bandagen und Orthesen, Physiotherapie, Übungen und Medikamente. Dies erfolgt zum Beispiel nach Operationen, akuten Verletzungen oder in schweren Fällen.

  • Bandagen: Entlasten, unterstützen und wirken der Schwellung entgegen. Sie erhalten die Mobilität und ebnen den Weg zurück zur schmerzfreien Bewegung.
  • Übungen: Es gibt eine Reihe verschiedener Übungen, die insbesondere bei Handgelenks- oder Fingerschmerzen zum Einsatz kommen. Dabei sollten jedoch die Übungen individuell auf den jeweiligen Auslöser der Schmerzen angepasst sein.
  • Krankengymnastik, Ergotherapie und Lymphdrainage: Krankengymnastik und Ergotherapie werden häufig nach Operationen und Verletzungen eingesetzt, um die Funktionalität und Beweglichkeit der Hand wiederherzustellen. Neben passiven Übungen durch Fachpersonal erhalten Sie auch Übungen für zuhause. Lymphdrainage unterstützt den Abbau von Schwellungen und fördert damit den Heilungsprozess.
  • Medikamentöse Behandlung: Entzündungshemmende Schmerzmittel in Form von Salben oder Tabletten können vorübergehend gegen Handschmerzen eingesetzt werden. Um chronische Verläufe zu verhindern ist es jedoch wichtig die Ursachen der Schmerzen schnellstmöglich zu finden und zu behandeln.
  • Operative Eingriffe: Operative Eingriffe erfolgen zum Beispiel nach akuten Verletzungen wie Knochenbrüchen, Schnitt- oder Bandverletzungen, sowie bei Einengungen von Nerven und Sehnen.

Innovative Orthesen und Technologien

MyoPro® Orthese

Die innovative MyoPro® Orthese unterstützt Personen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Eine gelähmte Hand oder ein gelähmter Arm bedeuten im Alltag ohne Hilfsmittel deutliche Einschränkungen. Myomo entwickelte eine Orthese, um diesen Menschen zu helfen. Einige von ihnen haben uns erzählt, wie sie dank des MyoPro® Systems zu mehr Funktionalität im Alltag und einer höheren Lebensqualität gefunden haben.

Fallbeispiele:

  • Maurice M.: Lebt seit einer Operation aufgrund schwerer Epilepsie mit einer Hemiparese. Die MyoPro® Orthese ermöglicht ihm mehr Selbstständigkeit im Alltag.
  • Lisa: Verlor nach einer Schulteroperation jegliches Gefühl im Arm und der Hand. Die MyoPro® Orthese setzte ihren gelähmten Arm und die Hand wieder in Bewegung.
  • Dorian Max: Erlitt nach einem Motorradunfall eine Armlähmung. Die MyoPro® Orthese ermöglichte ihm wieder Erfolge.
  • Jannis: Lebt mit einer Arteriovenösen Malformation und nutzt die MyoPro® Orthese seit 2021 als Teil von sich.
  • Gina S.: Erlitt bei einem Autounfall eine Verletzung des Plexus brachialis. Das Sozialgericht in Hamburg bestätigte ihren Anspruch auf das myoelektrische Orthesensystem MyoPro®.

SaeboFlex

Die Bewegungen der Hand werden mit der Saebo Flex trainiert, indem Daumen und Finger gestreckt werden. Die Bewegungen des Arms werden gefördert, indem der Ellbogen dynamisch gestreckt wird. Die Finger werden mit Federn und Kettenzügen in Streckung gehalten. Diese Federspannung ist individuell einstellbar. Der Zug wird so eingestellt, dass die Patientin oder der Patient noch die Finger 2 bis 5 beugen kann. Zum Greifen werden verschiedene elastische Schaumstoffbälle eingesetzt. Das Gerät ist ausreichend einfach, so dass nach einer anfänglichen Anleitung selbständig geübt werden kann. Ziel ist es, Arme und Finger wieder so einsetzen zu können, dass möglichst viele Aufgaben des Alltags selbständig ausgeführt werden können und die Funktionstüchtigkeit der betroffenen Körperteile erhalten bleibt. Durch den wiederholten Wechsel von Beuge-und Streckbewegungen wird eine Verminderung der Muskelspannung und gleichzeitig ein Zugewinn an Muskelkraft erreicht. So wird der Arm-Hand-Bereich optimal trainiert, um Alltagstätigkeiten nachzugehen wie Kaffetassen in den Küchenschrank stellen, Schlüsselbund aufheben, Ballspiele ausführen oder Zähne putzen.

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