Nervenschmerzen beim Zahnarzt in Basel: Ursachen und Behandlungen

Zahnschmerzen gehören zu den intensivsten Schmerzen überhaupt und können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Die Zahnarztpraxis am Senser Platz in Lörrach, mit optimaler Erreichbarkeit für Patienten aus Basel, bietet schnelle professionelle Behandlung und findet die Ursache der Schmerzen mit modernsten Methoden. Auch die Clinius Zahnklinik und die Zahnarztpraxis smilin’ in Rheinfelden bieten umfassende Therapien für Zahngesundheit und sind auf die Behandlung von Zahnschmerzen spezialisiert.

Ursachen von Zahnschmerzen

Häufige Ursachen für Zahnschmerzen sind vielfältig und reichen von Karies und Entzündungen bis hin zu komplexen Problemen wie CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion).

Karies und Entzündungen

Karies ist eine der häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen. Bakterien wandeln Zucker in Säuren um, die den Zahnschmelz angreifen. Dies führt zunächst zu Empfindlichkeiten bei Süßem, Kaltem oder Heißem. Im fortgeschrittenen Stadium erreichen die Bakterien den Zahnnerv, was zu stechenden Schmerzen bei Temperaturreizen, Schmerzen beim Kauen sowie sichtbaren Löchern oder Verfärbungen führt.

Entzündungen verursachen besonders intensive Schmerzen und erfordern schnelles Handeln. Zahnfleischentzündungen zeigen sich durch rotes, geschwollenes und blutendes Zahnfleisch. Hier helfen professionelle Zahnreinigung und verbesserte Mundhygiene. Wurzelentzündungen mit pochenden Schmerzen erfordern eine Wurzelkanalbehandlung. Abszesse mit Schwellungen und Fieber benötigen sofortige Behandlung. Bei Parodontitis ist eine systematische Parodontaltherapie nötig.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

CMD bezeichnet eine Funktionsstörung des Kausystems, die durch ungewöhnliche Aktivität des Unterkiefers, wie z.B. Zähneknirschen, entstehen kann. Dies führt zu Schmerzen und Funktionsstörungen im Bereich der Kaumuskeln und Kiefergelenke. Symptome können Kieferschmerzen, Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen sowie Kopf- und Gesichtsschmerzen sein. Auch verstärktes Zähneknirschen (Bruxismus) kann auftreten. Die Ursachen von CMD sind vielfältig und oft unklar, wobei Überlastung, psychosozialer Stress, Ängste oder Depressionen eine Rolle spielen können.

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Weitere Ursachen

Weitere mögliche Ursachen für Nervenschmerzen im Zahnbereich sind:

  • Zahnärztliche Notfälle: Starke Schwellungen der Wange oder des Gesichts, pochende Schmerzen mit Ausstrahlung bis Ohr oder Kiefer, Fieber über 38°C, Eiteraustritt, unfallbedingte Zahnverletzungen, Atembeschwerden oder Schluckprobleme und unstillbare Blutungen erfordern sofortige zahnärztliche Hilfe.
  • Zahntrauma: Unfälle können zu Zahnverletzungen führen, die sofort behandelt werden müssen, um den Zahn zu erhalten.
  • Komplikationen nach zahnärztlichen Eingriffen: Leichte Beschwerden nach Füllungen, Kronen oder professioneller Zahnreinigung sind normal, aber zunehmende Schmerzen, Schwellungen, Fieber oder anhaltende Beschwerden über eine Woche sind Warnsignale.
  • Revisionsbehandlungen: Nach einer Wurzelbehandlung kann es zu erneuten Entzündungen kommen, die eine Revisionsbehandlung erforderlich machen.
  • Wurzelspitzenresektion: Wenn eine Wurzelkanalrevision nicht zum gewünschten Erfolg führt oder sich eine Zyste an der Wurzelspitze befindet, kann eine Wurzelspitzenresektion notwendig sein.

Diagnose von Nervenschmerzen

Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die Ursache der Nervenschmerzen zu identifizieren und die richtige Behandlung einzuleiten.

Anamnese und klinische Untersuchung

Der Zahnarzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese erheben, um die Art und den Verlauf der Schmerzen zu erfassen. Anschließend erfolgt eine klinische Untersuchung, bei der Zähne, Zahnfleisch, Mundschleimhaut, Kaumuskulatur und Kiefergelenke untersucht werden.

Funktionanalyse

Bei Verdacht auf CMD kann eine Funktionsanalyse durchgeführt werden, um die Funktion des Kausystems zu beurteilen. Dies kann sowohl klinisch als auch instrumentell erfolgen.

Bildgebende Verfahren

In manchen Fällen sind bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder eine 3D-Diagnostik (DVT) notwendig, um die Ursache der Schmerzen genauer zu lokalisieren.

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Behandlung von Nervenschmerzen

Die Behandlung von Nervenschmerzen richtet sich nach der Ursache der Schmerzen.

Sofortmaßnahmen bei Zahnschmerzen

Bis ein Termin beim Zahnarzt wahrgenommen werden kann, können folgende Sofortmaßnahmen die Beschwerden lindern:

  • Kühlung von außen: Einen Kühlakku in ein Handtuch wickeln und 10-15 Minuten an die schmerzende Wange halten.
  • Salzwasser-Spülungen: Einen Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmen Wasser auflösen und 30-60 Sekunden spülen.
  • Schmerzmittel: Ibuprofen (400-600 mg alle 6-8 Stunden) oder Paracetamol (500-1000 mg alle 6 Stunden) einnehmen.

Wichtig: Schmerzmittel nicht dauerhaft ohne ärztliche Rücksprache einnehmen und keine verschiedenen Wirkstoffe kombinieren. Wärme sollte vermieden werden, da sie Entzündungen verstärkt.

Kariesbehandlung

Karies wird durch Entfernung der kariösen Zahnsubstanz und anschließende Füllung des Defekts behandelt. Moderne Füllungstherapien mit Kompositmaterialien sind ästhetisch und biokompatibel.

Behandlung von Entzündungen

Zahnfleischentzündungen werden durch professionelle Zahnreinigung und verbesserte Mundhygiene behandelt. Wurzelentzündungen erfordern eine Wurzelkanalbehandlung, bei der das entzündete Gewebe entfernt und das Wurzelkanalsystem gereinigt und gefüllt wird.

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CMD-Therapie

Die CMD-Therapie ist vielfältig und umfasst in der Regel:

  • Schienentherapie: Das Tragen einer individuell angepassten Aufbissschiene kann die Kaumuskulatur entspannen und die Kiefergelenke entlasten.
  • Physiotherapie: Physiotherapeutische Behandlungen können Verspannungen lösen und die Funktion der Kaumuskulatur verbessern.
  • Osteopathie: Osteopathische Behandlungen können Blockaden im Bereich der Wirbelsäule und des Schädels lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.
  • Schmerztherapie: Bei chronischen Schmerzen können schmerztherapeutische Maßnahmen wie Medikamente oder Injektionen eingesetzt werden.
  • Akupunktur: Akupunktur kann bei der Behandlung von CMD-bedingten Schmerzen und Verspannungen unterstützend wirken.
  • Kieferorthopädische Behandlungen: In manchen Fällen können Zahnfehlstellungen mit dünnen, unsichtbaren Schienen korrigiert werden, um die CMD zu verbessern.
  • Zahnersatz: Bei abgenutzten Zähnen oder Zahnfehlstellungen kann die Eingliederung von Zahnersatz zur Entlastung von Kaumuskulatur und Kiefergelenken beitragen.

Wurzelkanalbehandlung und Revision

Bei einer Wurzelkanalbehandlung wird das entzündete oder infizierte Gewebe im Inneren des Zahnes entfernt, der Wurzelkanal gereinigt, desinfiziert und anschließend gefüllt. Eine Revisionsbehandlung ist notwendig, wenn es nach einer Wurzelbehandlung zu einer erneuten Entzündung kommt. Dabei wird die alte Wurzelfüllung entfernt und das Kanalsystem erneut gereinigt und gefüllt.

Wurzelspitzenresektion

Wenn eine Wurzelkanalrevision nicht erfolgreich ist oder eine Zyste an der Wurzelspitze vorhanden ist, kann eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden. Dabei wird die Wurzelspitze chirurgisch entfernt.

Angstpatienten

Viele Menschen haben Angst vor Zahnarztbesuchen. Zahnarztpraxen wie Clinius sind auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert und bieten verschiedene Möglichkeiten zur Angstreduktion, wie z.B. Lokalanästhesie, Dämmerschlaf (Sedierung) oder Vollnarkose.

Prävention von Nervenschmerzen

Eine konsequente Vorsorge ist der beste Weg, um Nervenschmerzen im Zahnbereich zu vermeiden.

Professionelle Zahnreinigung und Kontrollen

Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (PZR) entfernen Beläge und Zahnstein, die Karies und Zahnfleischentzündungen verursachen können. Halbjährliche Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt ermöglichen die Früherkennung und Behandlung von Problemen.

Mundhygiene-Beratung

Der Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin kann individuelle Tipps zur optimalen Mundhygiene geben, einschließlich der richtigen Putztechnik, der Auswahl von Zahnbürste und Zahnpasta sowie der Reinigung der Zahnzwischenräume.

Mundhygiene zu Hause

Eine gute Mundhygiene zu Hause ist unerlässlich, um Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten. Dazu gehören:

  • Regelmäßiges Zähneputzen: Mindestens zweimal täglich, idealerweise nach jeder Mahlzeit, die Zähne putzen.
  • Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten: Zur Reinigung der Zahnzwischenräume, die mit der Zahnbürste schwer zu erreichen sind.
  • Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpasta: Fluorid stärkt den Zahnschmelz und schützt vor Karies.
  • Regelmäßige Zungenreinigung: Zur Entfernung von Bakterien, die Mundgeruch verursachen können.

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