Bewertungen des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf (EKA) und seines Epilepsiezentrums: Eine umfassende Analyse

Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf (EKA) am Alsterdorfer Markt in Hamburg ist ein bekanntes Krankenhaus, das insbesondere für sein Epilepsiezentrum geschätzt wird. Die Bewertungen des Krankenhauses und speziell des Epilepsiezentrums sind jedoch vielfältig und spiegeln ein breites Spektrum an Erfahrungen wider. Dieser Artikel fasst die unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen von Patienten und Angehörigen zusammen, um ein umfassendes Bild der Einrichtung zu vermitteln.

Einführung

Das EKA ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in Hamburg, insbesondere für Patienten mit neurologischen Erkrankungen und Epilepsie. Das Epilepsiezentrum des EKA gilt als eines der größten und modernsten in Deutschland. Um ein umfassendes Bild der Qualität und des Angebots des EKA zu erhalten, ist es wichtig, die Erfahrungen und Bewertungen von Patienten und Angehörigen zu berücksichtigen.

Medizinische Kompetenz und Behandlung

Epilepsiezentrum

Viele Patienten loben die hohe medizinische Kompetenz im Epilepsiezentrum. Besonders hervorgehoben wird die gründliche Diagnostik und die individuelle Betreuung durch die Ärzte. Ein Patient berichtete, dass in zwei Wochen mehr erreicht wurde als in fünf Wochen in einem anderen Epilepsiezentrum. Die Ärzte werden als nett, einfühlsam und kompetent beschrieben.

Ein Patient, der seit seinem 14. Lebensjahr an Epilepsie leidet, wurde von einer Klinik zur anderen geschickt, ohne dass ihm wirklich geholfen werden konnte. Im EKA fühlte er sich jedoch ernst genommen und gut betreut. Die Ärzte und Mitarbeiter gaben sich größte Mühe, ihn von Kopf bis Fuß zu durchleuchten.

Ein weiterer Patient hob die einmalige neurologische Klinik und besonders die Ärzte hervor, allen voran den Chefarzt Dr. Stodieck. Man werde als Mensch behandelt und nicht als Nummer. Alles werde bestens erklärt und die Ärzte machten sich viele Gedanken um Therapien, sodass man größtes Vertrauen haben könne. Das gesamte Team sei sehr sympathisch.

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Diagnostik und Aufklärung

Die Diagnostik im EKA wird als super und die Aufklärung als sehr gut beschrieben. Es werden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, um die Ursache der Epilepsie festzustellen. Ein Patient berichtete, dass die Ärzte endlich die komplette Ursache seiner Epilepsie finden konnten.

Das Langzeit-Video-Audio-EEG über 72 Stunden wird als intensive Überwachung beschrieben, anhand derer die Diagnose gestellt bzw. die spezielle Form der Epilepsie gesichert werden konnte.

Ärztliche Betreuung

Die ärztliche Betreuung wird von vielen Patienten positiv hervorgehoben. Die Ärzte nehmen sich Zeit für die Patienten, hören gut zu und beantworten alle Fragen geduldig und verständlich. Ein Patient lobte, dass er dem Oberarzt mehr vertraue als seinem eigenen Neurologen.

Ein anderer Patient war überaus zufrieden mit der Behandlung durch den Chefarzt Dr. Stodieck und sein Team. Er kannte Dr. Stodieck bereits aus der ambulanten Betreuung und wusste, dass man ihm alle Fragen stellen kann, auf die er dann geduldig, einfühlsam, verständnisvoll und ehrlich Antwort gibt.

Kritik an der ärztlichen Betreuung

Es gibt jedoch auch Kritik an der ärztlichen Betreuung. Ein Patient bemängelte, dass die Ärzte am Anfang nett seien, aber beim Abschlussgespräch überheblich und herablassend wirkten. Dies habe er leider immer wieder gehört.

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Ein anderer Patient kritisierte, dass zwei Bitten um Rückrufe seitens der Ärzte (trotz Vorsorgevollmacht) nicht entsprochen wurden. Die Einbindung der Angehörigen seitens der Ärzte empfand er als ausbaufähig, zumal Angehörige oft wichtige Informationen für die Behandlung einbringen und vieles den älteren Menschen besser übersetzen können.

Pflegepersonal

Positive Erfahrungen

Viele Patienten loben das sehr kompetente, engagierte und freundliche Pflegepersonal. Sie beschreiben die Mitarbeiter als motiviert und hilfsbereit. Ein Patient hob hervor, dass hohes Engagement mit Improvisationskunst gepaart wurde.

Ein anderer Patient war total zufrieden mit dem netten, hilfsbereiten Personal auf der Station 2b und in den anderen Bereichen. Er beschrieb die Atmosphäre als sehr ruhig und entspannt.

Negative Erfahrungen

Es gibt jedoch auch negative Erfahrungen mit dem Pflegepersonal. Einige Patienten bemängeln, dass das Pflegepersonal unfreundlich, eiskalt und ohne Mitgefühl sei. Sie hätten oft das Gefühl, dass die Schwestern ihre Macht ausüben und zeigen wollten, wer der Chef ist.

Ein Patient kritisierte, dass jede Schwester etwas anderes sage (zum Thema Besuchs-Zeiten, was in Ordnung ist und was nicht - z.B. was Rauchen angeht). Sie seien nicht gut abgesprochen und wenn man dann bei der Schwester das mache, was die andere einem sagte, könne man sich ordentlichen Anschiss abholen.

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Ein anderer Patient fühlte sich seitens des Pflegepersonals nicht immer ernst genommen. Teilweise wurden körperliche Beschwerden runtergeredet und auch Fragen oder Anmerkungen an die Ärzte teilweise nicht richtig weitergegeben.

Pflege auf der Geriatrie

Auf der Geriatrie wird die Betreuung durch das Pflegepersonal als Katastrophe beschrieben. Weder Versorgung noch Selbstverständlichkeiten, wie das Mitnehmen eines Gebisses für eine 94 Jahre alte Dame, die nach einem Sturz zum internen Zahnarzt gefahren wird und dabei Schmerzen erleidet, seien an der Tagesordnung.

Ein anderer Patient bemängelte, dass die Pflegepatienten den ganzen Tag im Rollstuhl sitzen und oft von anderen Mitpatienten betreut werden. Die Laune der Pflegekräfte gehe in den Keller und es häufen sich deshalb die Beschwerden. Die Pflegekräfte hätten einfach keine Lust mehr, ein Lächeln sei sehr selten dabei.

Organisation und Struktur

Logistik und Bettenvergabe

Die Logistik bei der Bettenvergabe wird als verbesserungswürdig beschrieben. Ein Patient wurde z.B. länger auf der Monitoring Station gelassen als nötig, weil auf der ursprünglichen Station kein Bett mehr frei war, anschließend auf eine andere Station verlegt, um nach einer Nacht auf die Anfangsstation zu kommen, auf der er dann auch wiederum nur eine Nacht war. Das sei ein Chaos gewesen.

Ein anderer Patient musste die Monitoring-Station am Montagmorgen um 8:00 Uhr räumen, um dann gegen 11:00 Uhr auf der „normalen“ Station zu erfahren, dass plötzlich doch kein Einzelzimmer frei ist. Die Unterbringung war daher im Doppelzimmer.

Medikamentenausgabe

Es gibt festgelegte Zeiten zur Medikamentenausgabe, die vom Pflegepersonal nicht immer eingehalten werden. Die Patienten stehen pünktlich beim Dienstzimmer, aber minutenlang kommt keiner (und das obwohl die ja mittels Kameras sehen, dass die Patienten warten und klopfen).

Sparmaßnahmen

Ein Patient kritisierte, dass im EKA schockierende Sparmaßnahmen betrieben werden. Das neue Motto sei: Patienten statt Mitarbeiter für sich arbeiten lassen. Angefangen bei Frühstück bis hin zum Abendbrot essen. Das Essen sowohl als auch die Medikamentengabe solle man sich selbst abholen und auch wieder abgeben. Selbst wenn man auf der Station 6 am Monitoring angeschlossen ist.

Entlassung

Ein Patient bemängelte, dass die Entlassungen nicht mit den Patienten besprochen werden. Kaum hat man eine Untersuchung und kommt auf sein Zimmer zurück, wurden die persönlichen Sachen der Patienten einfach weggeräumt und das Bett ist neu vergeben.

Ausstattung und Komfort

Technische Ausstattung

Ein Kritikpunkt ist die z.T. veraltete technische Ausstattung, wie z.B. Fernbedienungen zum TV gucken, die entweder defekt sind oder vollständig fehlen. Ein absolutes No-Go ist allerdings die I-Net Versorgung via W-Lan, welche NICHT existent ist.

Sauberkeit

Die Sauberkeit in den Toiletten wird als grenzwertig beschrieben.

Essen

Die Meinungen über das Essen gehen auseinander. Einige Patienten finden das Essen akzeptabel bis sehr gut. Aus 20 Gerichten kann gewählt werden. Es gibt morgens und abends Buffet zum essen, man kann sich über 20 Menüs immer jeden Tag ein neues aussuchen.

Andere Patienten kritisieren das Essen als schlecht. Ein Patient beschrieb das Essen als der große Kritikpunkt. So etwas Patienten überhaupt zuzumuten zu essen. Nach drängen bekam er wegen seiner Nahrungsmittelunverträglichkeit ein spezielles Essen. Am Wochenende gab es kein warmes Essen. Da hat es der Lieferant vergessen.

Umgebung

Die Umgebung des Krankenhauses wird als schön und ruhig beschrieben. Der Alsterdorfer Markt bietet eine Eisdiele/Café, Aldi, Edeka, Rossmann, Lotto Kiosk, Imbiss und Wochenmarkt bis 17 Uhr von frühst.

Weitere Einrichtungen und Angebote

Eltern-Kind-Klinik

Ein Patient war mit seinem Kind stationär in der Eltern-Kind-Klinik der KJP. Die erste Zeit schien es sehr nett dort. Mitpatienten waren alle top. Das Pflegepersonal und die Fachärzte waren soweit auch nett.

Leider finde ich, dass man zuviel auf sich gestellt ist, Donnerstags nachmittags,sowie am WE fanden keinerlei Therapien oder Betreuung statt. Mittags gab es eine Übergabezeit von 2,5h, auch da wurde man nicht betreut. Manchmal hatte man vormittags nur einen einzigen Termin von nicht einmal 60 min. Viel zuwenig therapeutische Gespräche.

Tagesklinik

Ein anderer Patient war in der Tagesklinik und entsetzt was man dort mit Erwachsenen Patienten als Therapie macht. Vom wöchentlichen backen, zu malen, zu auf dem Boden liegen und Geschichten hören… Das ist leider keinerlei Therapie. Zumal man zwischen den Stunden grundsätzlich rumsitzt und nichts zu tun hat.

Geriatrische Reha

Ein Patient beschrieb die geriatrische Reha Station 15 als eine sehr alte Station und nicht auf dem heutigen Standard. Zwei Zimmer müssen leider ein Badezimmer nutzen. Aber mir ist aufgefallen, dass in dieser Klinik viele Umbau Arbeiten laufen und es sich in der Zukunft sicherlich ändern wird.

Trotz alledem wird meine Mutter dort sehr liebevoll umsorgt. Das Pflegepersonal und die Ärzte sind sehr freundlich und aufmerksam dem Patienten gegenüber. Zwischendurch wird mit Humor und einem Lächeln derer die Patienten aufgemuntert und animiert und auch durch ständige Physio mobilisiert. Die Patienten werden gewaschen, geduscht und zu gemeinsamen Mahlzeiten in den Speiseraum geführt. Es werden sich wirklich um alle Bedürfnisse gekümmert . Meine Mutter fühlt sich wohl und ist auf den Weg der Besserung.

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