Neurologe Birkenfeld: Umfassende Versorgung von neurologischen Erkrankungen

Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dazu gehören sowohl das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) als auch das periphere Nervensystem (Nervenwurzelschädigungen, Muskelerkrankungen). In Birkenfeld und Umgebung stehen Patienten verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, sich neurologisch behandeln zu lassen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über das Leistungsspektrum und die verschiedenen Therapieansätze.

Diagnostik in der Neurologie

Die neurologische Diagnostik umfasst eine Vielzahl von Methoden, die dazu dienen, die Ursache von neurologischen Beschwerden zu ermitteln. Dabei gehen klinische und apparative Diagnostik sowie Therapie Hand in Hand. Zu den wichtigsten diagnostischen Verfahren gehören:

  • Elektrophysiologische Untersuchungen:
    • Elektroenzephalographie (EEG): Die Elektroenzephalographie ist die wichtigste Untersuchung in der Diagnosestellung der Epilepsien. Normalerweise werden für ein EEG 21 Elektroden verwendet. Um das Anbringen zu erleichtern, sind sie meist samt Kabeln in einer Haube zum Aufsetzen auf den Kopf befestigt. Eine Rasur ist nicht nötig. Gemessen wird in entspannter, möglichst ruhiger Haltung im Liegen oder Sitzen. Während der Untersuchung gibt eine medizinische Fachkraft Anweisungen, zum Beispiel die Augen zu öffnen oder heftig ein- und auszuatmen.
    • Elektromyographie (EMG): Das elektromyographisch gemessene Aktivitätsmuster hilft bei der Unterscheidung und Zuordnung von muskulär und nervlich bedingten Erkrankungen. Bei einigen Erkrankungen lässt die Methode auch prognostische Aussagen über den Heilungsverlauf zu, so zum Beispiel bei Nervenverletzungen nach einem Unfall oder einer druckbedingten Nervenschädigung oder auch bei bestimmten Formen von Muskelentzündungen. Ernsthafte Komplikationen treten im Allgemeinen nicht auf. Die verwendeten Nadelelektroden sind wesentlich dünner als Injektionsnadeln zur Blutentnahme. Die Einstiche sind mit denen einer Akupunktur vergleichbar. Eine elektromyographische Untersuchung kann nicht durchgeführt werden, wenn eine Störung der Blutgerinnung vorliegt, zum Beispiel bei Bluterkrankungen oder unter einer medikamentösen Blutverdünnung mit Heparin, Cumarinen oder modernen Antikoagulanzien (z. B. Dabigatran / Rivaroxaban).
    • Elektroneurographie (ENG): Die Elektroneurographie hilft bei der Untersuchung, Zuordnung und Verlaufsbeobachtung von verschiedenen Nerven- und Muskelerkrankungen. Dabei wird sie im Bedarfsfall mit der Elektromyographie kombiniert. Hierdurch wird es möglich, Art und Ausmaß struktureller Schädigungen der betreffenden Nerven- und Muskelzellen zu beschreiben. Bei stoffwechselbedingten Nervenerkrankungen (z. B. Bei der Untersuchung ist die Reizung mit schwachen Stromimpulsen notwendig. Diese Impulse können in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Nervenerkrankung als unangenehm empfunden werden. Die elektrische Reizung ist indessen für die Patient*innen im Allgemeinen harmlos. In Ergänzung zur Elektroneurographie und Elektromyographie lassen sich mit diesem Verfahren Zusatzinformationen erlangen. Besonders ist dies bei der Frage nach einem Karpaltunnelsyndrom und bei der Diagnose entzündlicher Neuropathien (z. B.
    • Evozierte Potentiale:
      • VEP (Visuell evozierte Potentiale): VEP - Visuell evozierte Potentiale ermöglichen eine Beurteilung des Sehnerven und der Sehbahn, vor allem in der Diagnostik der Optikus- neuritis bei Multipler Sklerose. Bei der Untersuchung betrachtet der Patient auf einem Bildschirm ein digitales Schachbrettmuster, das in Sekundenabständen seine Farben wechselt (schwarz wird zu weiß und umgekehrt).
      • (F)AEP ((Frühe) akustisch evozierte Potentiale): (F)AEP - (Frühe) akustisch evozierte Potentiale ermöglichen eine Beurteilung der zentralen und peripheren Hörbahn und werden bei Erkrankungen des Hörnerven sowie des Hirnstamms eingesetzt. Den Patient*innen werden über einen Kopfhörer Töne vorgespielt.
      • SEP (Somatisch evozierte Potentiale): SEP - Somatisch evozierte Potentiale (SSEP = Somatosensibel evozierte Potentiale) ermöglichen eine Beurteilung der zentralen somatosensiblen Leitungsbahn und peripherer sensibler Nerven. Über eine Stimulationselektrode in der Nähe eines sensiblen Nervs werden wiederholte elektrische Reize gesetzt. Typische Reizorte sind der Nervus tibialis am Bein oder der Nervus medianus an der Hand, aber auch der Gesichtsnerv. Gemessen wird die Geschwindigkeit der Reizübertragung bis zum Gehirn oder Rückenmark.
  • Bildgebende Verfahren: In der Diagnostik spielt die Computertomographie und Kernspintomographie des Kopfes, sowie Ultraschall-Untersuchungen der Hirn versorgenden Gefäße am Hals und an der Schädelbasis die größte Rolle. Manchmal ist auch eine radiologische Darstellung der Hirngefäße mittels Angiographie, bei der Kontrastmittel direkt in große Hirnarterien gespritzt wird, erforderlich.
  • Neurologische Ultraschalldiagnostik: Die Ultraschalldiagnostik (Sonographie) in der Neurologie beinhaltet die Beurteilung der den Kopf und das Gehirn versorgenden Schlagadern (Arterien) mit der sogenannten Doppler- bzw. In der neurologischen Gefäßultraschalldiagnostik werden hauptsächlich Verengungen (Stenosen), Verschlüsse, aber auch Umgehungskreisläufe beurteilt. Die gesamte Untersuchung dauert im Allgemeinen ca. 15 Minuten.

Behandlungsschwerpunkte in Birkenfeld und Umgebung

In Birkenfeld und Umgebung werden Patienten mit einem breiten Spektrum an neurologischen Erkrankungen behandelt. Dazu gehören unter anderem:

  • Schlaganfall: Die Akuttherapie des Schlaganfalls muss schnellstmöglich beginnen, time is brain. Ziel der Therapie muss sein, die rasche Wiedereröffnung der verstopften Gefäße zu erreichen. Innerhalb der ersten 4,5 Stunden nach Beginn eines Schlaganfalls ist dies mit einer medikamentösen Therapie (sog. Thrombolyse) möglich. Je früher die Therapie beginnt, umso mehr Hirngewebe kann gerettet werden! Daher sollte der Patient schnellstmöglich auf die hiesige Stroke Unit (Schlaganfallspezialstation) mittels Rettungsdienst gebracht werden, alle erforderlichen Untersuchungen werden im Krankenhaus durchgeführt und die Therapie eingeleitet. Idar-Oberstein verfügt über eine sogenannte zentrale Stroke Unit (eine von sechs im Land Rheinland-Pfalz) und ist damit gut auf die Versorgung von akuten Schlaganfallpatienten eingestellt.
  • Multiple Sklerose (MS): Wir bieten unseren Patientinnen, die an Multiple Sklerose erkrankt sind, eine spezielle Sprechstunde bei unserer speziell ausgebildeten MS-Nurse Frau Röttger an. Hier können zusätzlich zum Arzt-Patientinnen Gespräch spezifische Fragen, z.B. zu Nebenwirkungen der oralen Medikation, der Spritzen- oder Infusionsbehandlung oder auch allgemeine Fragestellungen zum alltäglichen Umgang mit der Erkrankung ausführlich erörtert werden.
  • Epilepsie: Die Elektroenzephalographie ist die wichtigste Untersuchung in der Diagnosestellung der Epilepsien.
  • Morbus Parkinson: Wir bieten unseren Patientinnen mit Parkinsonerkrankungen eine spezielle Sprechstunde bei unserer speziell ausgebildeten Parkinson-Nurse Frau Bott an. Hier können zusätzlich zum Arzt-Patientinnen-Gespräch spezifische Fragen, z.B. zu Nebenwirkungen der oralen Medikation, der Pflaster- und Pumpenbehandlung oder auch allgemeine Fragestellungen zum alltäglichen Umgang mit der Erkrankung ausführlich erörtert werden.
  • Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen: (z.B. Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalverengungen)
  • Hirntumoren: In der Onkologischen Ambulanz des Klinikums Idar-Oberstein werden Patient/-innen mit gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle, gynäkologischen sowie urologischen Tumoren, Tumoren der Lunge und des Thorax, der peripheren Nerven und des Gehirns sowie Tumoren des lymphatischen, blutbildenden Gewebes und schwere Erkrankungen der Blutbildung behandelt.
  • Bewegungsstörungen: (u.a. Morbus Parkinson, inkl. Diagnostik und Durchführung bzgl. einer tiefen Hirnstimulation, deep brain stimulation/DBS)

Therapieansätze in der Neurologie

Viele Erkrankungen, die früher als nicht behandelbar gelten, sind heutzutage sehr gut zu therapieren, häufig sogar zu heilen. Die Therapie neurologischer Erkrankungen ist vielfältig und richtet sich nach der jeweiligen Diagnose. Zu den wichtigsten Therapieansätzen gehören:

  • Medikamentöse Therapie: Viele neurologische Erkrankungen können mit Medikamenten behandelt werden.
  • Ergotherapie: Ergotherapie hat zum Ziel, Menschen dabei zu helfen, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verloren gegangene bzw. Praxis für ErgotherapieHandlungsfähigkeit im Alltagsleben bedeutet, dass der Mensch die Aufgaben, die er sich stellt und die, die ihm durch sein Leben bzw. die Gesellschaft gestellt werden, für sich zufriedenstellend erfüllen kann. In der Ergotherapie geht es nicht um die mechanische Wiederherstellung körperlicher, geistiger oder psychischer Funktionen.
  • Krankengymnastik:
  • Logopädie: einschließlich Schluck- und Atemtherapie
  • Schmerztherapie: multimodale Schmerztherapie, u.a.
  • Tiefe Hirnstimulation (DBS): Bei bestimmten Bewegungsstörungen, wie z.B. Morbus Parkinson, kann eine tiefe Hirnstimulation in Erwägung gezogen werden.
  • Verhaltenstherapie: Die Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen dient grundsätzlich der Reduzierung von Symptomen des auffälligen bzw. Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche wird für alle psychischen Störungen angeboten. Verhaltensauffälligkeiten bzw.
  • Sensorische Integrationstherapie: Die Sensorische Integrationstherapie zielt auf die Verbesserung gestörter neurophysiologischer Funktionen, welche Ursache für unterschiedliche Entwicklungs-, Lern- und Verhaltensstörungen sind.
  • Psychodynamische, systemische und kreativ-therapeutische Elemente: Unser ganzheitlich-therapeutischer Ansatz integriert psychodynamische, systemische und kreativ-therapeutische Elemente

Wichtige Hinweise für Patienten

Im Folgenden sind die Indikationen aufgeführt, bei denen sich ein GKV versicherter Patient ambulant bei uns vorstellen kann.

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  • Neurologische Ultraschalldiagnostik insbesondere der Hirn versorgenden Gefäße Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Martin Eicke, Eduard Erken
  • Alle Patienten mit dem Hirntumor Glioblastoma multiforme (Gliom Grad IV) Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Martin Eicke
  • Andere Hirntumoren Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Martin Eicke
  • Patienten mit Multipler Sklerose Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Martin Eicke
  • Rollstuhlpflichtige Patienten Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Martin Eicke
  • Patienten mit chronisch inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie (CIDP) Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Martin Eicke
  • Hirnschrittmacherkontrollen Anmeldung über Neurochirurgische Ambulanz, Telefon +49(0)6781/66-1460 Leitende Oberärztin Dr. med. Sabine Schröder

Diese Einschränkungen gelten nicht für Patienten, die bei einer privaten Krankenkasse (PKV) versichert sind, für Selbstzahler oder bei Berufsgenossenschaftsfällen.

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