Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Prävention und Diagnose von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven beschäftigt. In Eschborn und Frankfurt-Bockenheim bietet die Praxis für Ganzheitliche Neurologie unter der Leitung von Frau Dr. Bettina Müller und Frau Sandra Wahl eine umfassende neurologische Versorgung an. Dabei steht der Mensch in seiner Gesamtheit im Mittelpunkt, um Symptome und Erkrankungen besser zu verstehen und eine individuell angepasste Therapie zu ermöglichen.
Ganzheitlicher Ansatz in der Neurologie
Die Quelle der Gesundheit ist innere Harmonie, Harmonie mit der Natur und dem Umfeld. Jeder Mensch ist in seiner Komplexität und in der Vielzahl der körperlichen, seelischen und kognitiven Vorgänge einzigartig. Da Gesundheit aus dem ungestörten und harmonischen Zusammenspiel dieser Vorgänge resultiert, sollte jede Erkrankung ganzheitlich betrachtet werden. Insbesondere bei neurologischen Krankheiten reicht es häufig nicht aus, sich auf das momentane Krankheitssymptom zu beschränken. Der betroffene Mensch ist in seiner körperlichen Gesamtheit zu sehen. Dabei spielen neben den aktuellen Symptomen auch das körperliche und seelische Wohlbefinden, etwaige Vorerkrankungen und Belastungsfaktoren eine Rolle.
Die Praxis für Ganzheitliche Neurologie verfolgt einen integrativen Ansatz, der moderne schulmedizinische Diagnostik und Therapie mit alternativen Behandlungsverfahren kombiniert. Ziel ist es, den Patienten umfassend und ganzheitlich zu beraten und zu therapieren. Dabei geht es nicht allein um die Behandlung des vordergründigen Krankheitssymptoms, sondern darum, die zugrunde liegenden körperlichen Dysfunktionen aufzudecken und zu therapieren. Aufgrund des engen Wechselspiels zwischen körperlichen und seelischen Faktoren können neurologische Krankheitsbilder sowohl durch körperliche Störungen als auch durch psychische Belastungsfaktoren bedingt sein.
Schwerpunkte der Praxis
Die Praxis für Ganzheitliche Neurologie in Eschborn und Frankfurt-Bockenheim bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an. Zu den Behandlungsschwerpunkten gehören:
- Kopfschmerzen und Schwindel: Abklärung und Behandlung aller Arten und Ursachen von Kopfschmerzen, einschließlich Migräne, sowie Schwindel unterschiedlicher Genese.
- Schlaganfälle: Akutversorgung und Rehabilitation nach Schlaganfällen.
- Multiple Sklerose: Diagnostik, Therapie und Begleitung von Patienten mit Multipler Sklerose, einer Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems.
- Epilepsien: Diagnostik und Therapie von Epilepsien, einer neurologischen Erkrankung, die durch exzessive Entladungen von Nervenzellen gekennzeichnet ist.
- Dementielle Erkrankungen: Abklärung und Behandlung von Demenzen, die mit einem Abbau kognitiver Fähigkeiten einhergehen.
- Parkinson-Syndrome: Diagnostik und Therapie von Parkinson-Syndromen, die sich meist in Zittern, Muskelsteifigkeit, Bewegungsverlangsamung und gestörter Haltungskontrolle äußern.
- Neurodegenerative Erkrankungen: Behandlung von Erkrankungen, die mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen einhergehen.
- Krankheiten der Nerven: Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des peripheren Nervensystems, die je nach Schädigungsmuster oder Ursache einzelne oder mehrere periphere Nerven betreffen können.
- Schmerzsyndrome: Abklärung und Behandlung von akuten und chronischen Schmerzsyndromen, insbesondere Rückenschmerzen, Muskelschmerzen und Nervenschmerzen.
- Schlafstörungen: Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen unterschiedlicher Ursache.
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen: Abklärung und Behandlung von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen.
- Tinnitus: Diagnostik und Therapie von Tinnitus, einem Ohrgeräusch.
- Psychosomatische Symptome: Behandlung von körperlichen Beschwerden, die durch psychische Faktoren beeinflusst werden.
Epilepsie im Fokus
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte epileptische Anfälle gekennzeichnet ist. Pathophysiologisch kommt es zu einer exzessiven Entladung von Nervenzellen, die sich ausbreitet. Sie kann nur einen Teil der Gehirnoberfläche betreffen (fokaler epileptischer Anfall) oder die gesamte Hirnrinde (generalisierter Anfall). Während bei fokalen Anfällen das Bewusstsein erhalten bleibt, verliert der Betroffene während eines generalisierten epileptischen Anfalls das Bewusstsein.
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Epilepsien können verschiedenste Ursachen haben, u.a. genetische Bedingungen, verschiedene Stoffwechseldefekte, Fehlbildungen des Gehirns, Entzündungen Traumafolgen, Hirntumore, Gefäßläsionen etc. Die aktuelle Einteilung der Epilepsien unterscheidet genetisch bedingte Epilepsien, die ca. 40% ausmachen (z.B. Absence-Epilepsie, juvenile myoklonische Epilepsie) von strukturell bzw. metabolisch bedingten Eplepsien z.B. Darüber hinaus werden Anfälle, die in einer speziellen Situation durch einen bestimmten Trigger aufgetreten sind, als Gelegenheitsanfälle oder situationsbezogene Anfälle bezeichnet (Schlafentzug, Medikamentenwirkung, Alkoholexzess, Drogen, Fieberkrämpfe etc.).
Bei Verdacht auf eine Epilepsie muss eine sorgfältige Diagnostik und Abgrenzung von nichtepileptischen Erscheinungen und Erkrankungen erfolgen. Die Praxis für Ganzheitliche Neurologie bietet hierfür eine umfassende Diagnostik an, um die Ursache der Anfälle zu ermitteln und eine individuelle Therapie zu entwickeln.
Diagnostische Verfahren
Die Praxis für Ganzheitliche Neurologie in Eschborn und Frankfurt-Bockenheim setzt verschiedene diagnostische Verfahren ein, um neurologische Erkrankungen abzuklären:
- EEG (Elektroenzephalogramm): Beim EEG werden Elektroden an der Kopfhaut angebracht, um die an der Hirnoberfläche auftretenden elektrischen Potentialschwankungen, die „Hirnströme“, graphisch aufzuzeichnen. Die Aktivität wird in Ruhe bei offenen und geschlossenen Augen, bei verstärkter Atemtätigkeit und ggf. unter dem Einfluss von Flackerlicht registriert. Beurteilt werden die aufgezeichneten Wellenformen, ihre Regelmäßigkeit, Frequenz und Amplitude. Je nach Frequenz werden Alpha-, Beta-, Theta- und Deltawellen unterschieden, fokal auftretende Veränderungen oder abnorme Wellenformen. Diese Untersuchung dient in erster Linie der Diagnose und Verlaufskontrolle von Epilepsien. Darüber hinaus kann die Hirnaktivität und ihre Beeinträchtigung bei Stoffwechselerkrankungen, Intoxikationen, Schädel-Hirn-Traumata, Entzündungen, Medikamenteneinnahme, Tumoren oder Zirkulationsstörungen beurteilt werden. Die Untersuchung ist schmerzlos und frei von Nebenwirkungen. Sie dauert ca. 20 Minuten. Sinnvoll ist es, am Tag der Untersuchung keine Haarprodukte einzusetzen, da Haarspray o.ä. die Ableitungsqualität einschränken.
- Elektrophysiologische Messungen: Verschiedene Verfahren dienen der Diagnostik von zerebralen oder peripher-nervalen Prozessen. Das Prinzip besteht darin, elektrische Reize an verschiedenen Orten des Nervensystems zu setzen und an anderen Stelle die Reaktion darauf zu registrieren und auszuwerten.
- Evozierte Potentiale (SSEP, VEP, AEP): Bei den evozierten Potentialen werden verschiedene Sinnesorgane stimuliert und die elektrische Antwort an den reizverarbeitenden Gebieten des Gehirns mittels Elektroden am Schädel aufgezeichnet. Bei den somatosensibel evozierten Potentialen (SSEP oder SEP) werden sensible Nervenbahnen gereizt und die als Reaktion auftretende Aktivität über der sensiblen Hirnrinde aufgezeichnet. Die visuell evozierten Potentiale (VEP) dienen der Diagnostik von Störungen der Sehbahn von der Netzhaut bis zur primären visuellen Sehrinde. Mittels eines schnell wechselnden Schachbrettmusters vor den Augen wird zunächst die Netzhaut erregt. Mittels der akustisch evozierten Potentiale (AEP) können pathologische Prozesse im Bereich des Mittelohrs, des Hörnervs und der zentralen hörverarbeitenden Strukturen am Hirnstamm beurteilt werden.
- Elektroneurographie (NLG): Auf die Funktionalität peripherer Nerven wird mittels ihrer Leitgeschwindigkeit (NLG) und ihrer Erregbarkeit geschlossen. Dazu wird der betreffende Nerv oberflächlich elektrisch erregt und die Höhe des elektrischen Potentials am Zielmuskel aufgezeichnet. Motorische und sensible Nervenfasern werden beurteilt. Einige Messmethoden erlauben Rückschlüsse auf Schädigung der Nervenwurzeln oder des Plexus. Prinzipiell können alle Nerven elektrisch gereizt werden, die Ableitung ist jedoch bei tief liegenden Nerven oder anatomischen Besonderheiten häufig schwierig.
- Elektromyographie: Die elektrische Aktivität eines Muskels wird aufgezeichnet und beurteilt. Dazu wird eine dünne Nadelelektrode in den Muskel gestochen und auftretende Erregungen in Ruhe und bei zunehmender Anspannung des Muskels bewertet. Die Art der Aktivität gibt Aufschluss darüber, ob eine Störung des versorgenden Nervs oder des Muskels selbst vorliegt. Die Elektromyographie dient also als Hilfsmittel, um Erkrankungen von Nerven und Muskeln abzuklären und von anderen Störungen abzugrenzen. Wichtiger Hinweis: Bei Einnahme von Marcumar oder den neuen oralen Antikoagulanzien ist diese Untersuchung nicht möglich.
- Vegetative Funktionsdiagnostik: Das Gerät zeichnet die Änderung des elektrischen Hautwiderstandes an einer Extremität nach einem unerwarteten Reiz (Schreck oder Schmerz) auf. Ausbleibende Veränderungen der Potentialdifferenz weisen auf eine Beeinträchtigung der vegetativen Nervenfasern hin. Diese können im Rahmen anderer Nervenschäden oder auch isoliert auftreten.
- Ultraschalldiagnostik: Mittels Ultraschall können in der neurologischen Diagnostik nicht-invasiv, schmerzlos und ohne Nebenwirkungen die hirnversorgenden extra- und intrakraniellen Gefäße dargestellt werden. Beurteilt werden Gefäßdurchmesser, die Dicke der Gefäßinnenwand (Intima-Media-Dicke), das Vorhandensein von Gefäßplaques („Kalk“), Verengungen (Stenosen) und/oder Gefäßverschlüssen. Verschiedene Ultraschallverfahren kommen zum Einsatz (Doppler, Pulsecho, Duplex, Powermodus). Dadurch sind Rückschlüsse auf das zerebrovaskuläre Risiko möglich. Auch periphere Nerven können sichtbar gemacht werden und über Veränderungen der Struktur und Dicke Aussagen zu möglichen Druckschädigungen, Entzündungen etc. gemacht werden. Weiterhin dient der Ultraschall in der Sportmedizin zur Diagnostik von Erkrankungen des Bewegungsapparats. Gelenkentzündungen, Ergüsse, Bänder-, Sehnen- und Muskelerkrankungen können beurteilt werden.
- Neuropsychologische Tests: Verschiedene Testinstrumente werden eingesetzt, um das Ausmaß von kognitiven Störungen und ihre Veränderungen im Zeitverlauf zu beurteilen. Auch für die Fatigue und für eine Ersteinschätzung von möglichen depressiven Störungen stehen orientierende Testverfahren zur Verfügung.
- Bildgebung: Zur Darstellung oder auch zum Ausschluss von Schädigungen des zentralen oder peripheren Nervensystems ist häufig eine Bildgebung erforderlich. Meist gelingt dies per Computertomographie oder Kernspintomographie, bei speziellen Fragestellungen teilweise mittels einer nuklearmedizinischen Untersuchung (DAT-SCAN, IBZM-SPECT). Diese Untersuchungen können nicht in der Praxis erfolgen. Die erforderliche Überweisung wird ausgestellt und bei der Organisation eines Untersuchungstermins geholfen.
Therapeutische Angebote
Neben der Diagnostik bietet die Praxis für Ganzheitliche Neurologie ein breites Spektrum an therapeutischen Möglichkeiten an:
- Medikamentöse Therapie: Bei manchen neurologischen Erkrankungen stellt eine medikamentöse Therapie die Basis des therapeutischen Vorgehens dar, zum Beispiel bei der Unterdrückung entzündlicher Aktivität oder bei (chronischen) Schmerzen. Hier werden (wann immer vorhanden) Prinzipien der evidenzbasierten Medizin (EBM) angewendet. Das bedeutet, dass valide Studienergebnisse für die Effektivität dieser Pharmakotherapie zugrunde liegen. Dabei wird sich, wenn möglich, an das Prinzip „Soviel wie nötig, so wenig wie möglich“ gehalten und versucht, auch alternative ganzheitliche Therapieverfahren zu berücksichtigen.
- Nicht-medikamentöse Therapie: Viele Symptome und Erkrankungen lassen sich auch ohne Medikamente bessern oder beheben. Die Anpassung des individuellen Lebensstils kann große Veränderungen bewirken. Durch vermehrte körperliche Aktivität lassen sich häufig allgemeine körperliche Faktoren (Gewicht, muskuläre Dysbalancen, Schlaf, Stimmung) verbessern. Eine individuelle Beratung und therapeutische Begleitung wird bei Ihrem neurologischen Krankheitsbild angeboten. Das kann die Empfehlung eines Sportprogramms, einer Yogatherapie, eines Entspannungsverfahrens und/oder die Beratung bzgl. der Ernährung sein.
- Sport- und Yogatherapie: Eine Vielzahl von Sportangeboten für jede Alters- und Könnensstufe steht in Fitnessstudios und Sportvereinen zur Verfügung. Unter bestimmten Voraussetzungen ist Rehabilitationssport durch die gesetzlichen Krankenversicherungen verordnungsfähig. Auch die Ausübung von Yoga kann ein geeignetes Verfahren sein, um Ihre körperlichen Störungen zu therapieren. Über die Wirkungen von Yoga im Allgemeinen und bei verschiedenen Krankheitsbildern gibt es mittlerweile etliche auch in der Schulmedizin akzeptierte Erkenntnisse.
- Akupunktur: Die Einsatzmöglichkeiten der Akupunktur sind vielfältig. Auch in der westlichen Medizin wird dieses schonende und nebenwirkungsarme Verfahren bei verschiedensten Störungen und Erkrankungen ausschließlich oder ergänzend zu anderen Therapieverfahren eingesetzt. In der Neurologie wirkt Akupunktur bei Migräne, Gesichtslähmung (Fazialisparese), bei Nervenerkrankungen wie Polyneuropathien, bei Nervenschmerzen (Neuralgien), bei Schlaganfall und Lähmung als unterstützendes Verfahren sowie ergänzend bei anderen akuten oder chronischen neurologischen Erkrankungen. Sie kann dazu beitragen, Schmerzen und andere Beschwerden zu lindern und eine bestehende Medikation zu reduzieren.
- Sportmedizinische Beratung: Eine sportmedizinische Beratung wird bei Fragestellungen zu Sporttauglichkeit, Prophylaxe und Therapie von Sportverletzungen, Trainingsplanung und Sportlerernährung angeboten. Auf Wunsch des Patienten erfolgt eine Einschätzung des kardiovaskulären Risikoprofils mittels eines Ultraschalls der Halsgefäße mit Vermessung der Intima-Media-Dicke (IMD).
Das Team
Das Team der Praxis für Ganzheitliche Neurologie in Eschborn und Frankfurt-Bockenheim besteht aus erfahrenen Fachärztinnen und qualifizierten Mitarbeiterinnen.
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- Dr. med. Bettina Müller: Fachärztin für Neurologie mit langjähriger Erfahrung in der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen.
- Sandra Wahl: Fachärztin für Neurologie mit Schwerpunkt Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur.
- Frau Cano: Ärztin für Allgemeinmedizin und ärztliche Psychotherapie am Standort Eschborn.
- Frau R. Acri und Frau D. Aliji: Praxismitarbeiterinnen am Standort Eschborn.
Standorte und Kontakt
Die Praxis für Ganzheitliche Neurologie befindet sich an zwei Standorten:
- Frankfurt-Bockenheim: Sophien-Str. 49a, 60487 Frankfurt am Main
- Eschborn: Kurt-Schumacher-Str., 65760 Eschborn
Termine können online oder telefonisch unter 069/77012739 vereinbart werden.
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