Das Universitätsklinikum Halle (Saale) ist ein wichtiger Anlaufpunkt für neurologische Behandlungen in der Region. Dieser Artikel fasst verschiedene Bewertungen und Erfahrungen zusammen, um ein umfassendes Bild der neurologischen Abteilung zu vermitteln. Dabei werden sowohl positive als auch negative Aspekte beleuchtet, um potenziellen Patienten und Interessierten eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Erfahrungen von PJ-Studierenden und jungen Ärzten
Einblicke in die Ausbildungssituation geben Erfahrungsberichte von PJ-Studierenden (Praktisches Jahr). Ein PJler berichtet, dass er als einziger PJler vor Ort war und der Tag um 8 Uhr mit einer Besprechung mit der Pflege begann. Danach folgte (außer donnerstags) die Frühbesprechung mit der Radiologie bis ca. 9 Uhr. Blutentnahmen gehörten nicht zu den Hauptaufgaben, wurden aber bei Bedarf übernommen. Zu den Hauptaufgaben gehörten Belastungstests, Schellong-Tests und die täglichen stationären Aufnahmen mit Anamnese, Untersuchung, Dokumentation und Vorstellung für den Oberarzt und den zuständigen Assistenzarzt.
Die Assistenzärzte waren stets bemüht, etwas zu erklären und zu zeigen. Nach einer Einarbeitungszeit konnte man eigene Patienten betreuen, von der Aufnahme bis zur Entlassung, wobei man gut angeleitet wurde. Rotationen auf die Stroke-Unit, ITS (Intensivstation) und in die Elektrophysiologie sowie das Zuschauen bei Ambulanzsprechstunden waren möglich. Insgesamt wurde das Tertial als sehr lehrreich und angenehm empfunden, allerdings mit langen Arbeitszeiten (oft bis nach 18 Uhr) und hoher Arbeitsbelastung.
Ein anderer PJler berichtet von anfänglicher Verunsicherung aufgrund von Berichten über lange Arbeitszeiten, entschied sich aber aufgrund des erwarteten Wissenszuwachses für die Neurologie im UKH. Diese Entscheidung wurde als richtig empfunden: Das Ärzteteam sei nett und kompetent, und man wurde als junger Assistenzarzt ins Team eingebunden. Zu den Aufgaben gehörten Blutentnahmen, das Legen von Flexülen, eigenständiges Arbeiten (Aufklärungen, Aufnahmen, Lumbalpunktionen), Assistieren bei Muskelbiopsien und Fahrradbelastungstests. Es gab wöchentliches Teaching mit dem Oberarzt und gemeinsame Mittagspausen mit den Assistenzärzten. Die Arbeitszeiten wurden meist als pünktlich empfunden. Auch hier wurde die Möglichkeit zur Rotation in die Stroke-Unit, ITS und Elektrophysiologie hervorgehoben.
Ein weiterer Bericht schildert den Beginn des Tertials auf der Normalstation N3 mit insgesamt sechs PJlern, was als Luxus empfunden wurde. Botengänge gehörten zum Stationsalltag, wurden aber als sinnvoll erachtet. Nach zwei bis drei Wochen war man im Stationsalltag integriert. Es gab jedoch kein Manual/FAQ über neurologische Krankheitsbilder, sodass die Einarbeitung größtenteils durch andere PJler erfolgte. Der Tag begann mit Blutentnahmen, gefolgt von der Morgenbesprechung mit dem Chefarzt, Ober-, Stations- und Assistenzärzten. Anschließend standen Visiten, organisatorische Aufgaben, Liquorpunktionen und Zusatzuntersuchungen an. Patientenaufnahmen und -untersuchungen erfolgten nach dem Mittagessen. In den letzten Wochen durfte man Patienten alleine betreuen. Die Möglichkeit, Studien- und Fehltage zu nehmen, war anfänglich gegeben. Auf der ITS gab es weniger aktiv zu tun, dafür aber die Möglichkeit, intensivmedizinische Maßnahmen zu ergreifen. Auf der Stroke-Unit konnte man sich mit Schlaganfallscores vertraut machen und Reha-Anträge ausfüllen. Die Elektrophysiologie wurde für einige Tage als empfehlenswert erachtet.
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Patientenbewertungen: Ein Spiegelbild der Erfahrungen
Die Patientenbewertungen fallen gemischt aus und spiegeln ein breites Spektrum an Erfahrungen wider. Einige Patienten loben die zielgenaue Diagnose und systematische Ursachenforschung durch bestimmte Ärzte. Ein Patient hebt hervor, dass er sich endlich ernst genommen fühlte und Hoffnung auf eine positive Beeinflussung seines Krankheitsverlaufs hat. Gelobt wird das unglaubliche Fachwissen des Arztes. Kritik wird jedoch an der Klinikausstattung geäußert, insbesondere an den schmucklosen Zimmern, dem veralteten Fernseher und dem schlechten Essen.
Andere Bewertungen sind jedoch vernichtend. Ein Patient berichtet von katastrophalen menschlichen und fachlichen Mängeln, fehlender Kommunikation, Inkompetenz und herzlosem Verhalten der Ärzte. Es wird von Verweigerung von Auskünften und einer insgesamt desaströsen Behandlung berichtet. Ein anderer Patient schildert einen Fall von Fehldiagnose bei seinem Baby, die fast zum Tod geführt hätte.
Positive Erfahrungen werden von Patienten auf der Station C1 berichtet, die das Personal als freundlich und hilfsbereit empfanden. Ein Patient lobt das herzliche Miteinander, das Verständnis und den Respekt, der ihm entgegengebracht wurde. Auch die gute Organisation und die kurzen Wartezeiten bei der Diagnostik werden positiv hervorgehoben.
Negative Erfahrungen gibt es auch bezüglich der Station C1, wo das Personal als gleichgültig und wenig hilfsbereit beschrieben wird. Das Klingeln von Patienten werde als störend empfunden, und die Pflege sei mangelhaft. Es wird von vergessenen Wertgegenständen und fehlenden Informationen berichtet.
Ein Patient berichtet von einer positiven Erfahrung während einer Medikamenteneinstellung. Das Personal, die Ärzte, Pfleger, Therapeuten und Schwestern seien sehr nett und nehmen sich viel Zeit. Auch Extrawünsche würden erfüllt. Das Essen wird als sehr gut empfunden.
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Ein anderer Patient lobt die gute Betreuung und Information während eines zweiwöchigen Aufenthalts zur Diagnostik. Das Ärzte- und Pflegeteam habe sich sehr gut um ihn gekümmert.
Ein Patient mit starken Schwindelbeschwerden berichtet von einer sehr guten Betreuung und dem Eindruck, dass sowohl Schwestern als auch Ärzte eine zusätzliche Ausbildung in Psychologie hätten. Es seien alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt worden, und es gab keine langen Wartezeiten. Einzig das Essen wird als negativ bewertet.
Ein anderer Bericht schildert den Aufenthalt in der Neurologie-Ambulanz und die anschließende stationäre Behandlung. Der Chefarzt sei im Urlaub gewesen, der Oberarzt überfordert, und die Behandlung erfolgte ausschließlich durch eine arrogante Assistenzärztin. Die gestellte Diagnose habe sich später nicht bestätigt.
Ein Patient berichtet von einer Trigeminusneuralgie, bei der die Schmerzen nicht ausreichend behandelt wurden. Trotz hoher Schmerzwerte auf der Schmerzskala wurden keine adäquaten Schmerzmittel verabreicht. Die Entlassung erfolgte nach einer Woche, ohne dass die Ursache der Neuralgie gefunden wurde. Am Tag der Entlassung wurde versehentlich die dreifache Dosis eines schmerzstillenden Medikaments verabreicht, was zu starken Nebenwirkungen führte.
Positive Rückmeldungen gibt es von einem Mitarbeiter, der das Haus gut kennt und es Freunden und Verwandten aus Niedersachsen empfohlen hat. Diese hätten von einer äußerst achtsamen und freundlichen Betreuung, kompetenten Behandlung und Aufklärung berichtet.
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Ein Patient bemängelt, dass er sich während seines Aufenthalts nicht ernst genommen fühlte und nicht die notwendigen Untersuchungen durchgeführt wurden.
Spezifische Aspekte und Angebote der Neurologie
Die Klinik für Neurologie am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau unter der Leitung von Dr. Frank Hoffmann bietet verschiedene Leistungen an. Das Leitbild der Klinik ist es, mit fachkundiger Hilfe und Zuwendung zur Menschlichkeit beizutragen. Die Werte der Martha-Maria Stiftung, Glaube, Liebe, Hoffnung, spielen eine wichtige Rolle.
Ein Patient lobt den Oberarzt Kraya für seine Kompetenz, Erreichbarkeit und sein Engagement bei der Suche nach neuen Lösungsansätzen. Ein anderer Patient berichtet von einer positiven Erfahrung mit Herrn Prof. Dr. med., der sowohl menschliche als auch medizinische Spitzenleistungen erbracht habe.
Zusammenfassung der Bewertungsschwerpunkte
Die Bewertungen der Neurologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) zeigen ein facettenreiches Bild.
Positive Aspekte:
- Engagierte und kompetente Ärzte: Viele Patienten berichten von Ärzten mit großem Fachwissen, die sich engagiert um ihre Patienten kümmern und systematisch nach der Ursache von Erkrankungen suchen.
- Gute Ausbildungsmöglichkeiten: PJ-Studierende und junge Ärzte loben die lehrreiche Ausbildung, die gute Betreuung durch die Assistenzärzte und die Möglichkeit zur Rotation in verschiedene Bereiche der Neurologie.
- Freundliches und hilfsbereites Personal: Einige Patienten berichten von einem herzlichen Miteinander und einem freundlichen und hilfsbereiten Personal, insbesondere auf der Station C1.
- Gute Organisation und kurze Wartezeiten: Einige Patienten heben die gute Organisation und die kurzen Wartezeiten bei der Diagnostik hervor.
Negative Aspekte:
- Mangelhafte Ausstattung: Einige Patienten kritisieren die Klinikausstattung, insbesondere die schmucklosen Zimmer, den veralteten Fernseher und das schlechte Essen.
- Mangelnde Kommunikation und Inkompetenz: Einige Patienten berichten von katastrophalen menschlichen und fachlichen Mängeln, fehlender Kommunikation, Inkompetenz und herzlosem Verhalten der Ärzte.
- Gleichgültiges und wenig hilfsbereites Personal: Einige Patienten bemängeln das gleichgültige und wenig hilfsbereite Personal auf der Station C1.
- Fehlende Schmerzbehandlung: Ein Patient berichtet von einer Trigeminusneuralgie, bei der die Schmerzen nicht ausreichend behandelt wurden.
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