Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über die neurologische Versorgung in Saarbrücken-Brebach, insbesondere im Hinblick auf Öffnungszeiten, angebotene Leistungen und Schwerpunkte der neurologischen Praxis. Ziel ist es, Patienten und Interessierten eine umfassende Informationsquelle zu bieten, die sowohl allgemeine Aspekte der Neurologie als auch spezifische Details zur Praxis in Saarbrücken-Brebach abdeckt.
Allgemeine Informationen zur Neurologie und Psychiatrie
In den Fachbereichen Neurologie und Psychiatrie werden Patienten mit Erkrankungen untersucht und behandelt, die bevorzugt auf Störungen in der Struktur und Funktion des Gehirns, der Nerven und der Nervenbahnen beruhen. Andererseits werden aber auch Patienten mit Erkrankungen behandelt, die in der Lebensgeschichte und den Lebensereignissen ihre Ursachen haben und daher auch von der psychologisch-psychosomatischen Seite her betrachtet werden dürfen und müssen. Daraus kann sich dann die Möglichkeit einer psychotherapeutischen/psychosomatischen Behandlung in ihren verschiedenen Formen ergeben (Einzel- bzw. Gruppentherapie).
Leistungsspektrum der neurologischen Praxis
Die neurologische Praxis in Saarbrücken-Brebach bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an. Dazu gehören unter anderem:
- Elektroenzephalographie (EEG): Hierbei werden Elektroden auf der Kopfhaut angebracht, um die elektrischen Potentialschwankungen an der Oberfläche des Gehirns, die so genannten Hirnströme, aufzuzeichnen. Die Messung wird in Ruhe, mit offenen und geschlossenen Augen, bei verstärkter Atmung und eventuell unter dem Einfluss von Flackerlicht durchgeführt. Die aufgezeichneten Wellenformen, ihre Regelmäßigkeit, Frequenz und Amplitude werden bewertet. Bei der EEG-Untersuchung können verschiedene Arten von Hirnströmen wie Alpha-, Beta-, Theta- und Deltawellen anhand ihrer Frequenz unterschieden werden. Diese Untersuchung wird hauptsächlich zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Epilepsien eingesetzt. Des Weiteren kann man mit Hilfe des EEG die Aktivität des Gehirns erfassen und ihre Beeinträchtigung bei Störungen des Stoffwechsels, Vergiftungen, Schädel-Hirn-Traumata, Entzündungen, Medikamenteneinnahme, Tumoren oder Durchblutungsstörungen beurteilen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen und dauert ungefähr 20 Minuten. Sinnvoll ist es, am Tag der Untersuchung keine Haarprodukte einzusetzen, da Haarspray o.ä. die Ableitung beeinträchtigen können.
- Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SSEP): Verschiedene Verfahren dienen der Diagnostik von zerebralen oder peripher-nervalen Prozessen. Das Prinzip besteht darin, elektrische Reize an verschiedenen Orten des Nervensystems zu setzen und an anderen Stelle die Reaktion darauf zu registrieren und auszuwerten. Bei den somatosensibel evozierten Potentialen (SSEP oder SEP) werden sensible Nervenbahnen gereizt und die als Reaktion auftretende Aktivität über der sensiblen Hirnrinde aufgezeichnet. Die visuell evozierten Potentiale (VEP) dienen der Diagnostik von Störungen der Sehbahn von der Netzhaut bis zur primären visuellen Sehrinde. Mittels eines schnell wechselnden Schachbrettmusters vor den Augen wird zunächst die Netzhaut erregt. Mittels der akustisch evozierten Potentiale (AEP) können pathologische Prozesse im Bereich des Mittelohrs, des Hörnervs und der zentralen hörverarbeitenden Strukturen am Hirnstamm beurteilt werden.
- Elektromyographie (EMG): Bei der Elektromyographie handelt es sich um eine sog. Nadel-Elektromyographie. Hierbei wird mit einer sterilen, sehr dünnen Nadel in einen oder mehrere Muskeln gestochen, woraus sich Hinweise ergeben, ob es sich z.B. um einen frischen sog.
- Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße: Mit diesem Verfahren kann die Strömungsrichtung des Blutes, Gefäßeinengungen z.B. als Nachweis bzw. Ausschluss einer Verengung (Stenose) der hirnversorgenden Arterien beurteilt werden. Untersucht werden die Gefäße des Gehirns unter Verwendung eines gepulsten Dopplers (PW-Verfahren). Bei transtemporalem Zugang beginnt die Untersuchung im Bereich des oberen Ohrmuschelansatzes oder durch Benutzung eines Schallfenster im Bereich der Schläfe bzw. oberhalb des Ohrmuschelpols. Es dient der Abklärung hämodynamisch signifikanter Auswirkungen extrakranieller Gefäßprozesse (intrakranielle Umgehungskreisläufe) sowie Ausschluss intrakranieller Stenosen, z.B. Beurteilung von Gefäßspasmen z.B. nach Subarachnoidalblutung.
- Verkehrsmedizinische Gutachten: Zu mir als Verkehrsmediziner kommen Menschen mit Fragen zur (weiteren) Verkehrstüchtigkeit nach Schlaganfall, Lähmungen, Epilepsie, Demenz, Psychose, evtl. beeinträchtigenden Medikamenten, Suchterkrankung u.ä. und ich erstelle entsprechende Gutachten (z.B. auch für Ordnungsämter oder auch im Waffenrecht).
- Neurologische Gutachten: Zu mir als neurologischer Gutachter kommen Menschen mit Fragen zu Antrag auf Schwerbehinderung, Reha / Kur, Berufsunfähigkeits- und sonstigen Renten, aber auch zur Anleitung von Hilfestellungen im Rahmen von Soziotherapie und anderes mehr.
Mögliche Beschwerden und Erkrankungen
Patienten suchen die neurologische Praxis in Saarbrücken-Brebach unter anderem bei folgenden Beschwerden auf:
- Lähmungen (z.B. Arme oder Beine)
- Schwindel und Gangunsicherheit
- Bewusstlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Sensibilitätsstörungen
- Bewegungsstörungen
- Rückenschmerzen
- Störungen von Tastsinn, Sehen, Hören, Geschmack, Geruch
- Störungen von Gedächtnis
Die Praxis behandelt ein breites Spektrum an neurologischen Erkrankungen, darunter:
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- Epilepsie
- Polyneuropathie (PNP) bei Diabetes mellitus
- Engpasssyndrome wie Karpaltunnelsyndrom oder Sulcus-ulnaris Syndrom (SUS)
- Neurodegenerative Systemerkrankungen
- Metabolische Myopathien
- Gefäßneurologische Krankheiten (z.B. Schlaganfall)
Öffnungszeiten
Die regulären Öffnungszeiten der Praxis sind:
- Montag bis Freitag: 8:00 bis 12:00 Uhr
- Montag, Dienstag und Donnerstag: 14:00 bis 17:00 Uhr
- Sowie nach Vereinbarung
Weitere wichtige Informationen
- Terminvereinbarung: Es wird empfohlen, vorab einen Termin zu vereinbaren, um Wartezeiten zu vermeiden.
- Überweisung: Ob eine Überweisung erforderlich ist, sollte im Vorfeld mit der Praxis geklärt werden.
- Begleitpersonen: Es ist möglich, jemanden zur Untersuchung mitzubringen.
- Wartezeiten: Die Wartezeit kann zwischen 15 Minuten und einer Stunde variieren, in seltenen Fällen auch länger (z. B. bei Notfällen oder schwierigerer Behandlung oder Gutachtenerstellung).
- Telefonsprechstunde: Bei dringenden, unaufschiebbaren Fragen wird innerhalb von 12, spätestens 24 Stunden zurückgerufen.
- Nüchternheit: Es ist in der Regel nicht erforderlich, nüchtern zur Untersuchung zu kommen.
- Schmerzen bei Untersuchungen: Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei, erfordern aber oft Geduld.
- Parkmöglichkeiten: Es gibt genügend Parkmöglichkeiten in der Umgebung.
Kooperationen und Netzwerk
Die Praxis in Saarbrücken-Brebach ist Teil eines Netzwerks von Fachleuten im Gesundheitssektor. Im Ärztehaus Saar finden sich verschiedene Fachrichtungen, die an der Gesundheitserhaltung oder dem Gesundwerden der Patienten interessiert sind. In Saarlouis befinden sich die Praxen mit den Fachrichtungen Kardiologie, Angiologie und Neurologie in den Räumlichkeiten der St. Elisabeth Klinik. Die intensive Zusammenarbeit der einzelnen Fachrichtungen ist für die Patienten von Vorteil, da durch die kurzen Wege und unkomplizierte Kommunikation eine umfangreiche multidisziplinäre Abklärung der Patienten möglich ist.
Aktuelle Informationen
Frau Dr. Thiel ist vom 01.10.2024 bis 30.09.2025 nicht im Hause.
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